Webseiten Device Detection – Boost your mobile web!

Viele Unternehmen verfügen neben ihrem eigentlichen Internetauftritt auch über eine Mobile-Webseite. Optimalerweise bieten sie darauf ihren Besuchern für mobile Endgeräte optimierte Inhalte an, welche insbesondere hinsichtlich Inhalt und Darstellungsform (Templates) entsprechend aufbereitet werden. Leider sind viele Mobile-Webseiten aber nur über einfache Links im Inhalt oder der Navigation auf den regulären Unternehmenswebseiten verlinkt und somit nur suboptimal zugänglich (Accessibility!).
In der Konsequenz führt dies dazu, dass die Mobile-Webseite entsprechend wenig besucht wird und sich bereits getätigte Investitionen oder Investitionen in künftige Mobile-Vorhaben nur schwierig erklären und verkaufen lassen.

Für genau dieses Problem schafft die so genannte Device oder auch User Agent Detection Abhilfe!

Als User Agent wird das Client-Programm bezeichnet, mit dem ein Netzwerkdienst genutzt wird. Der User Agent ist somit die Schnittstelle zur Webseite, die die Inhalte darstellt und mit welcher der Benutzer interagiert. Beispiele für User Agents sind Webbrowser, E-Mail-Programme oder Newsreader. Alle mobilen Endgeräten übertragen mit ihrem User Agent ihren Namen/Art (beispielsweise iPhone, Acer PRO80, Blackberry) und weitere device-spezifische Informationen (bspw. Bildschirmgrösse) in den Header-Zeilen bei Anfragen (Requests) an den Webserver. Die Webseiten Device Detection liest dabei diese Informationen aus und leitet den User in Abhängigkeit seines User Agents auf die entsprechende Webseite weiter. Dadurch wird der Benutzer eines iPhones beispielsweise beim Aufruf von www.gkb.ch automatisch auf www.mobile.gkb.ch weitergeleitet. Würde der Benutzer aber mit seinem Laptop oder Desktop ebenfalls www.gkb.ch aufrufen, würde ihn die Detection nicht weiterleiten, sondern ihm die reguläre Webseite (www.gkb.ch) anzeigen, da er ja nicht mit einem mobilen Endgerät auf die Webseite zugreift.

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10 Gedanken zu “Webseiten Device Detection – Boost your mobile web!

  1. Grundsätzlich finde ich solche Detections ganz hilfreich. Es gibt aber Ausnahmen. Gerade in letzter Zeit musste ich oft erleben, dass wenn ich eine Website mit dem iPhone besuche, dass ich dann in der mobilen Version nicht alle Funktionen vorfinde und es auch keine Möglichkeit gibt, die volle Website anzeigen zu lassen.

    Also entweder eine Möglichkeit bieten, dass man von der mobilen Website auf die volle Website umschalten kann, oder aber alle Funktionen und Informationen auf der mobilen Website anbieten.

  2. Für die Nutzer von mobilem Internet ist diese Technologie sehr hilfreich. Aber mich stört ein bisschen die technische Umsetzung. Die statische Zuordnung über den User-Agent ist zwar sehr einfach, muss aber ständig aktualisiert werden, um auch die neusten Geräte zu erkennen. Wäre da nicht ein dynamischer Ansatz, bei dem zum Beispiel die Größe des Bildschirms ausgewertet wird, deutlich flexibler?

  3. @Renato: Die Möglichkeit um von der Mobilen Seite auf die reguläre Seite switchen zu können ist ein absolutes Must (vgl. grau gestrichelter Pfeil in meinem Schema); da stimme ich Dir zu!

    Alle Funktionen und Ansichten der regulären Webseite aber auch auf der mobilen Version anzubieten macht wenig Sinn, da diese damit hinfällig würde… Viel eher sind Inhalt und Funktionen einer Mobile-Website auch für die „Unterwegs-Anwendungsfälle“ zu optimieren. Das heisst, dass ich bspw. auf einer Mobile-Website einer Bank keine detaillierten Aktienkurs-Chartanalysen anstellen können muss, sondern der aktuelle Kurs, der Vortages Kurs und bspw. die wichtigsten Banken-News bereits sehr nützlich und hinreichend sind.

  4. @Felix: Das stimmt! Das Auslesen der Bildschirmgrösse ist ein flexiblerer Ansatz und macht das Nachführen einer Device-DB hinfällig, was für den Betrieb der Mobile-Site als Vorteil zu werten ist.
    Allerdings können bei diesem Ansatz keine Rückschlüsse mehr auf die Art des Devices gemacht werden, sprich die Listenfunktionalität zum Umgehen der Detection, sowie auch das device-bezogene Tracking im Detection-Modul selbst müsste dann mit einem zusätzlichen Analytics-Tool ersetzt werden.

  5. Die robustere und günstigere Alternative zu dem unzuverlässigen User-Agent-Sniffing (denn Browser wie Opera „tarnen“ sich schon lange) ist entsprechend der Prämisse One Web, wie Felix schon bemerkt, Feature Detection: Mit CSS Media-Queries, um z.B. die Fensterbreite auszulesen, geht das sehr leicht und erfordert keine aufwändig-pflegeintensiven, serverseitigen Datenbanken, sondern läuft komplett clientseitig mit soliden Webstandards.

    Ich finde, Websites sollten nicht funktional eingeschränkt werden, sondern uneingeschränkt ähnlich zugänglich sein für alle Endgeräte. Wenn ich zuhause auf Amazon etwas suche, dann habe ich Zeit und WLAN und will die volle Information haben, ganz gleich, ob ich per Laptop, iPhone oder iPad surfe. Das gleiche gilt für Unternehmenswebsites. Alle Sites heutzutage sollten immer zugänglich sein, was grundsätzlich auch Alternativen zu Flash-Videos beinhaltet. Eine Unterscheidung in „mobil oder nicht-mobil“ mit eigenen (Sub)Domains macht immer weniger Sinn, je mehr die mobile Nutzung zum Standardmodus wird.

    Selbstverständlich kann man das Look & Feel der Websites z.B. an das iPhone anpassen. Das geht wiederum mit clientseitigen Technologien, nämlich CSS und JavaScript, etwa für Touch-Events. Man kann per CSS die Information anders hervorheben, anders strukturieren, anders aufbereiten für das Gerät, wodurch die User Experience (UX) im Nutzungskontext optimiert wird. Darauf kommt es doch wirklich an!

  6. Bezüglich mobilem Auftritt zeigt sich an den ganz Grossen wie Amazon oder Facebook, dass ein separater mobiler Auftritt durchaus Sinn macht. Ich kann mir schlecht vorstellen, die reguläre Website von Amazon auf dem Handy zu benutzen. Hier spielen nur schon die Bandbreite und die Kosten (unterwegs) eine Rolle. Per CSS anders oder gar nicht dargestellte Elemente kosten dann trotzdem beim Transport übers Netz.

    Wichtig scheinen mir drei Dinge zu sein:

    1. Der mobile Auftritt enthält mediengerecht aufbereitete Inhalte.
    2. Der Funktionsumfang der mobilen Website ist vernünftig ausgelegt.
    3. Der Wechsel auf die reguläre Website ist möglich.

  7. @Alexander:
    Zu der im Post geschilderten Implementation kann/darf ich dir leider keine konkreten Zahlen zukommen lassen.

    Aus diesem Post kannst du aber folgendes entnehmen:
    […Das Marktforschungsinstitut Gartner prognostiziert, dass die mobilen Zugriffe den Desktop Zugriffen immer mehr den Rang ablaufen. Im Jahr 2013 sollen die mobilen Zugriffe die Desktop Zugriffe gar übertreffen…]
    Post: http://blog.namics.com/2011/03/
    Gartner Studie: http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=1278413

    Natürlich besteht diesbezüglich eine direkte und grosse Abhängigkeit zum Umfeld/Branche und damit userseitigen Technologie-/Device-Umfeld in welcher sich die Unternehmung/Website befindet.

    Was sich aber mit Sicherheit festhalten lässt ist, dass die mobilen Zugriffe in jüngster Vergangenheit stark zugenommen haben und zweitens die User heutzutage erwarten device-gerecht „bedient“ zu werden.

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