Ein neues CMS?

Der nachfolgende Dialog ist frei erfunden. Ähnlichkeiten zu realen Personen und Situationen sind rein zufällig…

Produkt Marketing: Wir benötigen mehr Flexibilität zur Darstellung unserer Produkte auf der Webseite.

CMS Plattform Owner: Was genau meinst du mit mehr Flexibilität?

PM: Wir wollen unseren Besuchern ermöglichen, zu einzelnen Angeboten Kommentare und Ratings zu hinterlassen. Und es soll möglich sein, unsere Produkte bei Facebook zu ‚liken’!

CMS PO: Sind diese Funktionen wichtiger als die Produkt-Videos, von denen du mir letzte Woche erzählt hast? Und auch das Suchmaschinen-Package?

PM: Wir brauchen das alles ganz schnell, und wir brauchen ein flexibles Template um unsere Microsite Landing-Page umsetzen zu können…

CMS PO: …?!?

Content Management Systeme (CMS) zur Pflege von Webseiten sind einem Lebenszyklus unterstellt. Daher dürfte diese Konversation zwischen Marketing und IT bereits schon einmal so oder so ähnlich stattgefunden haben. Ich habe sie genau genommen schon des Öfteren erlebt.

Jedoch muss es nicht unbedingt nur die mangelnde Flexibilität eines Systems sein, dass Anforderungen von Marketing oder Business an das CMS nicht mehr Folge geleistet werden kann. Oft fällt mangelnde Flexibilität direkt auf das eingesetzte Poduktes bzw. die Version zurück. Starre Seiten- und Inhaltsstrukturen erlauben wenig Freiraum bei der Gestaltung von Inhalten. Und die starren Strukturen machen eine Weiterentwicklung oft kostspielig und aufwändig, um das geforderte Ergebnis zu erreichen.

Zeitgemässe Funktionen sind gefordert
Wenn wir heute im privaten Umfeld das Internet nutzen werden wir mit den neuesten Technologien konfrontiert. Zum Beispiel findet man vielfach anspruchsvolle Benutzeroberflächen mit In-Place Editing sowie Drag&Drop Anwendungsfällen, welche Abläufe vereinfachen und schneller gestalten. Oft stellt sich einem dann die Frage, weshalb diese Technologien nicht auch im geschäftlichen Umfeld für die tägliche Arbeit eingesetzt werden können.

Technische Rahmenbedingungen haben sich verändert
IT-seitig stehen oft grundlegendere Fragestellungen im Raum: die bestehende Lösung wurde vor vielen Jahren implementiert und hat mehrere Releasewechsel mitgemacht, ist veraltet und funktional nicht mehr aktuell. Das Produkt wird möglicherweise eingestellt, wird nicht mehr weiterentwickelt oder die Unterhaltskosten sind mittlerweile unverhältnismässig hoch. Möglicherweise sieht man sich mit einer geänderten Unternehmens-Startegie konfrontiert, die andere Technologien fordert. Um Kundenbedürfnissen gerecht zu werden, sollen Umsysteme in die Content Management Lösung integriert werden. Immer häufiger ist das bestehende System Lastspitzen ausgesetzt, die nur durch das Vorhalten von zusätzlicher (teurer) Hardware bedient werden können, und das in Zeiten von Cloud Computing?

Eines ist sicher: der Markt für Content Management Systeme ist fragmentiert und unübersichtlich. Anhand von Anforderungen an eine Content Management Lösung und die Bewertung der daraus abgeleiteten Anwendungsfällen kann die Vielzahl von Systemen mit unterschiedlichsten Merkmalen im Markt bewertet und aussagekräftige Vergleiche gezogen werden.

Und da mir solche Situationen in der Praxis schon oft begegnet sind, teile ich hier meine Erfahrungen in einer kleinen Serie. Das war der Auftakt, weitere Informationen zum Thema stehen parat.

Zum Weiterlesen:

* Business Requirements an ein CMS
* Funktionale und nicht-funktionale Requirements an ein CMS

3 Gedanken zu “Ein neues CMS?

  1. und dann nach dem Launch:

    PM: „Ach du meine Güte, da schreiben ja die Leute einfach so IHRE Kommentare auf die Seite. Das müssen wir vorher alles von Legal prüfen und freigeben. Das geht so nicht.“

    auch hier alles frei erfunden ;)

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