Fachtagung: E-Commerce & PIM (Product Information Management)

Die Fachtagung mit den Fallstudien von Sika (Fokus Print), Phonak (B2B-Shop, Hörgeräte) und Oswald (B2C-Shop, Gewürze, Bouillon, Saucen und Suppen) und unserer Partnerfirma Hybris hat begonnen. Und für alle Leute die nicht teilnehmen konnten, hier schon mal die Präsentationen und Links zu den einzelnen Posts:

E-Commerce – eine Erfolgsgeschichte, Präsentation [pdf, 1MB]
(Marcel Albertin, Partner, namics ag)

– PIM als Basis für online und Print, Präsentation [pdf, 300KB]
(Mark Holenstein, Regional Manager CH/AT&CEE, hybris AG)

Sika – PIM als Basis für online und Print, Präsentation [pdf, 900KB]
(Joris Erdt, Senior Consultant, Sika Informationssysteme AG)

Phonak – ein erfolgreicher B2B Shop, Präsentation [pdf, 1MB]
(Dietmar Böhm, CIO, Phonak AG)

Oswald – die Erfolgsmessung
(Heinz Krienbühl, Senior Consultant, namics ag)

Unsere klassische Währung: Visitors des namics Weblogs

Bei einem netten Mittagessen mit Christoph Christoph Hugenschmidt, Tom Brühwiler, Peter Hogenkamp und Su Franke sprachen wir (natürlich) auch über das Geschäftsmodell von Verlagen… Also kam die Frage, wie viele unique Vistors die namics Blogs haben und ich wusste die Antwort nicht. Also liefere ich die hier mal nach. Wir betrieben zur Zeit 3 Blogs:
blog.namics.com > Streifzug durch Gedanken von namics Mitarbeitern zum „Überthema“ Internet
sharepoint.namics.com > alles um Sharepoint / MOSS mit einem eher technischen Fokus
about.namics.com > ein Blick hinter die Kulissen von namics.


Absolute Unique Visitors auf blog.namics.com über ein Jahr

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Absolute Unique Visitors auf sharepoint.namics.com über ein Jahr

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Absolute Unique Visitors auf about.namics.com über ein Jahr

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So sind wir in der Summe bei etwas 12’000 Lesern pro Monat resp. in er Sprache von Google „Absolute Unique Visitors“… Da es drei getrennte Statistiken sind, sind einige doppelt gezählt. Nicht gezählt dafür sind die RSS-Feeds welche wir nicht messen und in welchen wir aber die ganzen Inhalt drin sind.

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Technologienutzung ohne Barrieren

Vieles für viele – so lautete meine Analyse der verschiedenen Nutzergruppen von Bankenwebsites und Versicherungen. Das erklärte Ziel der Forderung: mehr und besonders mehr zufriedene – vielleicht sogar glückliche – Nutzer bedeuten auch mehr Geschäft.

Selbst wenn die Forderung nur am Rande die Problematik von Barrieren einer Website oder der Mediennutzung anspricht – die Reduktion von Barrieren ist auch ein Ziel der Aussage „Vieles für viele“.
Ganz ehrlich: Die Forderung und Feststellung beruhte auf wenigen, aber sehr erleuchtenden Beobachtung. Der diesjährige uDay bietet mit dem Schwerpunktthema Barrierefreiheit (und da sind sicher Senioren eingeschlossen) die Möglichkeit die Einschränkungen des Alters selbst zu erleben.
Möglich macht das der patentierte Age Explorer® (Alterssimulator) -> heute am uDay VIIage_explorer.jpg

  1. Der Anzug erschwert das Strecken der Arme
  2. Bandagen zur Einschränkung der Beweglichkeit an Ellenbogen und Knien
  3. Gewichte (ca. 4 kg)
  4. Gehördämpfer
  5. Brille zur Einschränkung der Sehstärke
  6. Gelblich gefärbtes Visier zur Einschränkung des Gesichtsfelds und Trübung der Augenlinse
  7. Spezialhandschuhe imitieren Athritis

Ich im Age Explorer
Mein Fazit: Die Einschränkungen am eigenen Leib zu erleben ist sehr, sehr intensiv – selbst wenn es nur ansatzweise der Realität entspricht. Vor allem als Designer ist die Einschränkung von Sichtfeld und Sehkraft unvorstellbar.
Und ab heute ist mir klar – man muss selbst sehen, das man nichts mehr lesen kann um die Folgen fürs Design zu „verstehen“.
Wie müsste also ein E-Banking für Senioren aussehen?

Create conversation, not content

Drüben auf dem Blog von Edelman Digital findet sich eine exzellente Liste über guten Content im Web. Im Kern ist es noch immer das Gedankengut des Cluetrain Manifestos aus dem April 1999: Markets are Conversations, verdammt gut zusammengefasst, daher erlaube ich mir die ersten drei Punkte des Post von Zed Nooruddin mit den Titel „On Content“ hier zu zitieren:

1. Create conversation, not content

2. Remember: Conversations are created and posted by a human being, not an organization, a brand, a company, a department, or a campaign

3. Conversations are „posted“ by a person (who can be a representative OF the brand); they are never „released“ by a company

Weiter bei On Content.

Tastaturbedienung von Google Maps

Einer der namics-Leute die es codiert haben (Danke Martin, danke Eduard), hat bei uns im Intranet gerade darauf hingewiesen. Mir ist das einen kleinen Post wert.

Je mehr der Browser zum universellen Client verkommt / sich entwickelt, desto wichtiger wird die Bedienbarkeit über die Tastatur. Bei der Barrierefreiheit ist diese Anforderungen schon lange verankert. Dies als Zugang bei motorischen Einschränkungen oder einem einem fehlenden visuellen Feedback bei der Maus-Nutzung. In den WCAG 2.0 entspricht dies der Richtline 2.1 „Keyboard Accessible: Make all functionality available from a keyboard“.

Und wie steht es mit eine Kartenanwendung wie Google Maps? Die Antwort ist: Ja, möglich. Umgesetzt haben es Edi und Martin auf der Site der Konferenz „Europäisches Accessibility Forum“ am 27. März in Frankfurt am Main.

Die Taborder hat es in sich und gehört ausprobiert. Hier die für die Karte relevante Abfolge auf der Seite http://eafra.de/2009/ort/.

Ausschnitt der Website des Europäisches Accessibility Forum in welchen die Hotelliste und die Karte von Google gezeigt wird

Landet der Fokus auf einem der Buttons „Karte“, „Satellit“ oder „Hybrid“ auf der Karte, so kann mit Enter die Ansicht gewechselt werden. Weiter mit dem Tabulator springt der Fokus auf die Hotelliste, wo der User bei jedem aktiven Hotelnamen z.B. beim Titel „Hotel am Dom“ mit Enter den Marker auf der Karte zeigen kann.

…und sonst noch ein paar Details… und natürlich alle an die Konferenz kommen ;-)

PIMp up your E-Commerce

Mit hybris und eben mit PIM (Product Information Management System) ist grad mächtig was los, schliesslich wurden wir zum Platin Partner gekürt und haben erfolgreiche Vorzeige-Kunden. An unseren Aktivitäten zeigt sich, dass sich noch weit mehr vortragen lässt.

– Wir laden ein zur PIM Fachtagung in Zürich am 10.03.
Mein Praxis-Tipp:
Dietmar Böhm, Director Corporate IT bei Phonak zeigt den B2B Shop und
Heinz Kriehnbühl, Senior Consultant bei namics spricht über Oswalds’s B2C Shop und dessen Erfolsmessung.

Wir flirten im Film mit hybris

– Heinz leitet einen PIM Workshop am 31.03. am E-Commerceforum in Winterthur. Die Teilnehmer beantworten sich die Frage „Lohnt sich E-Commerce für mich oder nicht?“

– Sven Hahn und Heinz sprechen am 30.04. an Pentons E-Commerce-Conference in München Thema ist PIM drives E-Commerce.

Weiss nicht, ob nur mir das auffällt. Aber es gibt zur gleichen Zeit zwei ähnliche Veranstaltungen. Ob sie wohl von einander wissen? Also Achtung beim Buchen und viel Spass beim PIM-p up!

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Is The Apple Store Down?

Eine Zeit lang habe ich viele Fehlermeldungen geposted… und irgendwie wurde es mir zu langweilig (resp. genügt auch ein Screenie auf Flickr).

Die hier ist aber speziell: Sozusagen eine externe Fehlermeldung. Der Apple Store ist weg (und ziemlich gut aufgefangen mit einer Anzeige der weltweiten Telesales Nummers). Und hier die perpetuierende Meldung dazu: http://www.isapplestoredown.com/.

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Hihi (und danke Jonathan für den Hinweis)

Babyfons und Markenmanagement

Seit der Erfindung des Babyfon wissen Kleinkinder, dass innert kürzester Zeit jemand ins Kinderzimmer eilen wird, sobald sie zu schreien beginnen. Früher verliessen sich Eltern auf ihr Gefühl und gingen dann nachschauen, wenn sie das Gefühl hatten, dass es nötig wäre. Auch unsere heutige Kommunikationswelt funktioniert nach dem Babyfon-Prinzip (welches übrigens von Wolfgang Lünenbürger stammt): die User schreien und erwarten, dass rasch jemand antwortet.

In der heutigen „Social Media“-Zeit tauschen sich Internet-User in Blogs, Foren, Social Networks sowie Communities aller Art aus. Einerseits über private Dinge, andererseits jedoch auch über Unternehmen und deren Produkte bzw. Dienstleistungen. So ist es heute keine Seltenheit mehr, dass User, sollte ein Produkt oder der Kundendienst nicht ihren Erwartungen entsprechen, ihrem Frust im persönlichen Blog oder auf öffentlichen Plattformen freien Lauf lassen. Ein Google-Test lohnt sich.

Dieses Phänomen stellt Firmen vor neue (Kommunikations-)herausforderungen. Jürg spricht am Internet-Briefing@Bern über dieses Thema und zeigt auf, wie Unternehmen diese Herausforderung meistern können. Das von ihm empfohlene Vorgehen für das Markenmanagement im Social Web umfasst drei Schritte:

In einem ersten Schritt gilt es, Informationen und Artikel aus verschiedenen Quellen zusammenzutragen. Da das Internet inzwischen unüberschaubare Ausmasse angenommen hat, ist man hier auf spezialisierte Suchdienste bei beispielsweise Technorati oder Google Blog Search angewiesen.

Die aufgefundenen Beiträge werden dann nach ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit geordnet. Am besten geschieht dies anhand der Kriterien Sichtbarkeit, Autor und Inhalt. Diese „Rangliste“ ist deshalb wichtig, weil man nur aufgrund dieser Kriterien eine angemessene Reaktion auf einen Beitrag in die Wege leiten kann.

Die Reaktion, der dritte Schritt, ist für Unternehmen, die sich in den Mechanismen des Social Web nicht auskennen, eine anspruchsvolle Aufgabe. So muss nicht nur die korrekte Person bzw. Stelle (evtl. ein Kundendienstmitarbeiter, Product Manager oder ein Geschäftsleitungsmitglied) Stellung beziehen, sondern es ist auch unabdingbar, dass dies über den adäquaten Kanal geschieht.

Obwohl einige Tools existieren, die Unternehmen bei dieser Aufgabe unterstützen, wäre es falsch, sich vollends auf diese zu verlassen. Stattdessen ist es elementar, dass Firmen (wieder) den Dialog von Mensch zu Mensch pflegen und so das Kundenbedürfnis befriedigen können. Unternehmen müssen sich an das Babyfon-Prinzip gewöhnen.

Klingelingeling, igittiigitt und Frei fand man nicht

Die Vermutung war richtig und die Korrektur schnell gemacht. Der Unterhaltungseffekt hallt aber nach.

In unserem Intranet findet sich sehr zentral eine Personensuche welche wiederum aus einem zentralen Personen- (und LDAP-)Verzeichnis, basierend auf Lotus Notes gespiesen wird.

Währenddem die Suche in einer frühen Version direkt auf einer Logik in Lotus Notes basierte stellten wir auf einen lokalen SQL-Server von Microsoft um. Und plötzlich fanden sich wenige Namen nicht mehr… so kannte das Verzeichnis „Patrick Frei“ bei einer Suche nach „Patrick“ aber nicht bei der einer Suche nach „Frei“.

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Lustiges Fehlerraten? Bereits in der ersten Meldung im JIRA-Ticket (Vorteil von IT-Leuten an der Userfront) stand als Vermutung die Stoppwortliste des SQL-Servers drin. Stoppworte dienen bei der Informationssuche dazu, den Index um Begriffe zu erleichtern die sehr häufig auftreten, keinen semantischen Beitrag bei der Suche liefern und damit keine Relevanz für die Erfassung des Dokumentinhalts besitzen. Der Index wird je nach Grösse und Qualität der Stoppwortliste schnell man 30%-40% kleiner. Typische Stoppworte sind beispielsweise die Artikel der/die/das, einer/eine/ein oder Konjunktionen wie und/oder/doch.

Also auf die Jagd nach der Stoppwortliste des SQL-Servers welche bei der Erstellung eines Volltextindex genutzt wird. MS nennt die Stoppworte „Noise Words“ und so heisst auch die sprachspezifische Datei: noiseDEU.txt [txt, 150KB].

Darin gefunden haben wir auch „frei“, womit Patrick nun auch gefunden wird… Was wir aber auch noch drin gefunden haben belustigte unseren Chat noch ein paar Minuten. Hier ein paar zufällige Beispiele aus den über 1700 Einträgen (fast so gut wie die exotischen Telefonbucheinträge, ein paar Einträge sind nach über 2 Jahren nicht mehr aktuell):
– Milliarde, Milliarden, Billion, Billionen (Kunststück dass es Menschen braucht um Finanzskandale zu entdecken)
– eiapopeia
– elferlei
– gack
– haha, hahaha
– hatschi
– heda, hehe, hehehe, hei, heida
– holdrio
– hopp, hopphopp
– hopsala
– hopsasa
– igitt, igitte, igittiigitt
– juchhei, juchheirasa, juchheirassasa, juchheisa, juchheissa, juchheissa
– pfui
– piep
– piff
– platsch
– potz, potztausend
– u.s.w. (auch drin ;-)

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Social Media für PR – ein Abenteuer

Obwohl ich erst kürzlich eine Weiterbildung für Corporate Communications abgeschlossen hab, weiss ich nicht viel Neues. Nach gut 10 Jahren Öffentlichkeitsarbeit sitzen die klassischen Instrumente (Meldungen, Fachartikelplatzierung, Referate, Newsletter..) Ich wusste für welche Information sich welche Aktion anbietet. Bloggen war was für CEO’s oder Fachspezialisten und tabu für PR-Leute. Für knifflige Fragen hatte ich eine Art Mentor. Ich hatte eine Halbjahresplanung und Ziele, die ich strategisch erreichen konnte.

Seit ein paar Monaten ist alles anders. Ich bin ein Abenteurer im Social Web. Blogge selbst statt Medienmitteilungen zu schreiben, platziere Fachartikel via Twitter und beeindrucke Konferenzveranstalter mit schnellen Inputs. Diese entstehen im internen Wiki und ich entdecke dort und im Yammer exzellente Autoren, die vorher keine waren. Artikel erscheinen online statt auf vergänglichem Papier. Früher war Papier der PR „mehr wert“. Ich wäge ab, wann kommt der Post und wann die Meldung an Journalisten, die das Netz für E-Mails nutzen. Diese sind spam-überflutet und ich vereinbare schonmal einen Exklusiv-Beitrag via Skype. Die Pressekonferenz wird via Youtube zur Kundenreferenz.

Ich weiss oft nicht, ob eine Aktion erfolgreich wird, geschweige denn, woran ich es messen soll. Der Pressespiegel ist praller, die Auflagenstärke hat keine Aussagekraft mehr. Die publizierenden Medien sind andere. Themen sind nicht mehr planbar, weil ich schneller agieren und reagieren kann. Genau dann, wenns aktuell ist.

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Mein Mentor tickt offline und die PR-Berater, die bloggen, als gab es nie etwas anderes, haben auch keine langjährige Erfahrung, (sind aber eine gute Inspiration, wie bspw. Klaus Eck ) Denn auch sie wissen vorher nicht, wie Menschen auf ein Thema reagieren, was sie heute öffentlich tun. Das macht wohl das Abenteuer aus, das auch die Marketingkollegen zu erleben haben, wie Philipp Sauber berichtet.

Ich bin gespannt ob ich je wieder Kommunikation planen und mit mehr als Technorati messen kann. Oder wird es einfach nur ein Dialog, so wie es sich fürs Kommunizieren gehört?