Welt Usability Tag: Nachhaltigkeit

Zuerst ein Rückblick. Thema letztes Jahr war der Schwerpunkt «Usability in Transportation» – und es hat sich etwas getan. Zum Beispiel dokumentiere ich meinen CO2 Footprint bei Dopplr – was nebenbei einen schönen PDF Report (PDF, 307KB) liefert:
Vorschau Dopplr Report für Thomas Link

Zugegeben nicht ganz so intensiv, wie der Dopplr Report von Präsident Obama.

TripIt überzeugt mit einfacher und medienübergreifender Reiseplanung. Dabei ist aus Usability Sicht besonders gelungen der einfacher Zugang zum wichtigsten (und besten) Inhalt, Effizienz und Fehlertoleranz bei der Eingabe sowie die Selbstorganisation der Inhalte.

Ob ich die über das Jahr veröffentlichten Varianten von Navigationssoftware für das iPhone auch als Erfolg zählen soll sei dahingestellt. Nach den diversen Vergleichen hab ich keine gekauft – und bis jetzt auch ohne mein Ziel immer gefunden.

Heise: Navigon und TomTom sind die Einäugigen unter den Blinden…

Korrektur: OffMaps hab ich tatsächlich gekauft.

Usability und Sustainability

Der Schwerpunkt vom kommenden 12. November – Sustainability – trifft nicht ohne Zufall (Dank an den Organisator Roland) das erst-besprochene Buch des UX Book Club Schweiz.

Nathan Shedroff zeigt in Design is the problem dass Usability und Nachhaltigkeit eng miteinander verbunden sind.

So einfach es klingt – offensichtlich legen trotz schwieriger Marktsituation immer noch Hersteller keinen Wert auf einen kundengerechten Produktnutzen. Denn je besser ein Produkt auf die Erfüllung von Aufgaben und Zielen der Käufer ausgerichtet ist, desto länger und beständiger wird es genutzt. Also wird die Nutzungsdauer verlängert oder der frühzeitige Ersatz durch ein vermeintlich besseres Produkt reduziert.

Eine klar positive Auswirkung auf die Nachhaltigkeit und natürlich ein Grund das erschöpfte Produkt wieder vom gleichen Hersteller zu kaufen.

Ein weiteres, eindrückliches Zahlenbeispiel liefert die Anzahl der «reklamierten» Produkte in den USA (Accenture Studie): der Grund für 95% der retournierten Produkte war nicht eine Produkt-Fehlfunktion!

Etwa ein knappes Drittel bereut schlechtweg den Kauf. Die Mehrheit gibt jedoch die Ware zurück, weil sie nicht den versprochenen Nutzen bringt oder die Käufer nicht in der Lage waren das Produkt effektiv einzusetzen. Bei Elektroartikeln liegt der Prozentsatz retournierter Artikel zwischen 11–20 Prozent – was der Elektronik-Industrie in den USA 2007 einen Verlust von 13.8 Milliarden Dollar bereitet… eine Summe, die durch bessere Usability deutlich reduziert werden kann!

Ich wünsche dem World Usability Tag in der Schweiz viel Erfolg.

Ach ja – im Namen von Urs Zimmermann noch die herzliche Einladung zur Teilnahme… Anmelden unter: swissupa.usability.ch

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