10 Gründe warum Firmen Facebook nicht blockieren sollten

Menschen, die für ein Unternehmen arbeiten sind der eigentliche Wert dessen. Die Kommunikation spielt zwischen ihnen eine zentrale Rolle. Ob subtil, gezielt oder geschwiegen, sie hat immer eine Wirkung auf den Erfolg. Facebook ist nur ein Beispiel einer neuen Art zu kommunizieren, die ausserhalb oder eben innerhalb einer Firma stattfindet. Ich finde 10 Gründe, die gegen das aktuelle Blockieren von Facebook in Firmen sprechen:

1. Vertrauen schaffen.
Ein Mensch bringt seine ganze Leistung nur jemandem entgegen, der ihm vertraut.


2. Menschen kommunizeren.

Sie tun dies mit oder ohne Erlaubnis. Beschneidet man dieses Bedürfnis, wandelt es sich in Frust, der an der Kaffeemaschine möglicherweise gegenüber Kunden und im Feierabendvermehrt ausgetauscht wird, bspw. über Facebook.

3. Mitarbeiter prägen die Marke.
Menschen, die einen Teil ihres Lebens für eine Firma aufwenden, haben eine Art Verhälnis zu dieser. Dieses tragen sie als Botschafter nach aussen, im Kundenkontakt, Privatumfeld und heutzutage via Social Media.

4. Gratis Weiterbildung.
Social Media Applikationen sind alltäglich geworden, Menschen lernen sich darin zu bewegen, sich ausztauschen und die Mechanismen der modernen Kommunikation immer besser beherrschen. Eine selbständige Weiterbildung in Sachen Medienkompetenz also.

5. Direkter Kundenkontakt, ganz ohne Marketing.
Wer kennt wen? Spannend wieviele Mitarbeiter über private Wege mit Kunden in Verbindung stehen. Eine Chance der 1:1 Kommunikation.

6. Dichte geknüpfte Netze halten besser.
Jeder Unternehmer weiss, dass das Netzwerk unbezahlbares Kapital ist. Dieses erweitert sich mit jedem neuen Mitarbeiter. In einem Netz spielt die grösse (Hierachie) eines Knotenpunktes keine Rolle. Jeder Knoten macht das Netz dichter und grösser. Wer weiss irgendwann ist ein kleiner Knoten ein grosser und entscheidet dann beim Kunden.

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7. Zeit sinnvoll nutzen.
Das Argument der Zeitverschwendung versteh ich nicht. Wenn Mitarbeiter Zeit haben, angenommene 20% ihrer Arbeitszeit in Facebook „zu verschwenden“, sind hier grundlegende Überlegungen angebrachter, denn sie werden diese Zeit auch anderswo verschwenden, wenn Facebook blockiert ist.

8. Marketing der Zukunft ist jetzt.
Spezialisten weisen darauf hin, das Unternehmen in Social Media Kommunikation (Zeit) investieren sollten. Weil dort über sie und ihre Marke gesprochen wird. Wenn Mitarbeiter die Mechanismen bereits kennen, kann dies wertvoll für den Start sein.

9. interne Kommunikation, Motivation.
Im Facebook erfahre ich mehr über Mitarbeiter und Kunden. Warum nicht, ein Hobby eines Menschens nutzen, um ihm mit einem persönlichen Geschenk zu danken?

10. Vertrauen schaffen
Ich weiss, das hab ich schon gesagt. Aber Vertrauen hat doppeltes Gewicht für den Erfolg, denn es kommt immer zurück.

Was meinen Sie und Du, wie sind Ihre/Deine Erfahrungen mit freiem oder blockiertem Facebook im Geschäft? Eine Meinung fürs Blockieren z.B. von Leumund

PS: Übrigens bin ich überzeugt, dass sich Privat- und Berufsleben in den nächsten Jahren mehr vermischen wird. Die klare Trennung, die man beispielsweise in Deutschland pflegt, wird dank Social Media aufgeweicht. Aber das ist ein anderes Thema.

16 Gedanken zu “10 Gründe warum Firmen Facebook nicht blockieren sollten

  1. Super Idee für einen Blogpost. Ich stimme allen 10 Punkten zu. Ich war auch schon für Firmen tätig, wo Facebook & Co. gesperrt waren. Doch im Zeitalter des iPhones und Mobile Internet ist es doch kein Problem mehr für Mitarbeiter auch wärend der Arbeitszeit Social Media privat zu nutzen.

    Social Media ist der Watercooler des 21. Jahrhunderts, und der Watercooler gehört zur Infrastruktur einer Firma. Ich verstehe nicht weshalb viele Firmen stündliche Rauchpausen akzeptieren aber ihren Mitarbeitern den Zugriff auf Social Media sperren. Das eine könnte der Firma einen grossen Nutzen bringen, wo das andere einfach tote Zeit ist. Welches der beiden Optionen tote Zeit ist liegt natürlich im Auge des Betrachters, und ich erwarte von einer Chefin/einem Chef, dass dieses zeitgemäss geschult ist.

  2. Wir Menschen als soziale Wesen „müssen“ kommunizieren. Dienste wie Facebook bieten hier neue Möglichkeiten.

    Da es etwas neues ist, verstehe ich auch die kritische Einstellung der Unternehmen.

    Jedoch: Bringen Sperren etwas, wenn eh jeder zweite ein Smartphone mit Internetanbindung hat?

  3. Hmmm. Bringt Facebook wirklich soviel?
    Ich glaub nicht!!

    @Sebastiano Mereu: Du bezeichnest Rauchpausen als tote Zeit! Das Gegenteil ist der Fall. Bei Rauchpausen gibt es reale-zwischenmenschliche-konzentrierte Kommunikation während Facebook virtuelle-möchtegerntausendfreundenallessagen Kommunikation ist. Ausserdem ist man bei Rauchpausen weg vom PC und „lüftet“ seinen Kopf durch.
    –> man flüchtet sich vom realen Leben (was selber schon sehr virtuell ist) in eine virtuelle Welt!?

    Und wenn ich sehe wer da was im Facebook postet (meine Sachen eingeschlossen), dann muss ich sagen: Braucht’s das wirklich? Ist das wirkliche Kommunikation? Oder ist es nicht eher der Fall, dass das ein Hilfeschrei ist: „ICH WILL NICHT ARBEITEN!! FACEBOOK HILF MIR!“ und siehe da: Facebook hilft!?

    Und ein Punkt wird gerne vergessen: Facebook, Twitter, …. kostet viel Geld! Ich weiss von Firmen, wo Facebook 30-40% des Datenverkehrs ausmachen!! Und die Infrastuktur auf der gesurft wird, kostet auch was! Und ich frag mich: Arbeitet da noch jemand?
    Und das ausweichen auf private Kanäle: Nicht jeder hat ein Datenabo und will das auch. Deshalb ist da auch wieder ein Hemmschwele gegeben, wenn die Firma gewisse Kanäle schliesst.
    Es ist auch ein Schutz für mich, dass ich mich nicht in den Untiefen von Facebook verliere!?

    Deshalb kann ich mich der Meinung von Leumund nur anschliessen.

  4. Einen sehr passender Kommentar zum Thema „Zeit verlieren“, leistete Andreas Göldi anlässlich einer Diskussion an der Universtiät St.Gallen via Twitter im Stil von: „Früher haben die Leute die Zeitung im Büro gelesen…“

  5. 1. Gratuliere euch zum neuen Blogdesign. Sieht ja richtig modern aus hier und der Hintergrund ist sehr gelungen! Cool!

    2. Danke für den Verweis auf meinen Facebook Beitrag.

    3. Ich sehe es heute vielleicht auch ein wenig differenzierter. Es geht aber sich auch um die Branche in der eine Firma tätig ist. Und ich sehe nach wie vor Facebook vorallem als privates Kommunikationstool. Vielleicht werden in der Zukunft intelligente Firewalls den Zugriff auf Social Networks und Nachrichtenseiten so steuern dass es möglich ist diese in einem von der Geschäftsleitung bestimmten Rahmen zu nutzen. Das wäre vielleicht ein Kompromiss. So wie vielerorts inoffiziell eine Kaffeepause erlaubt ist.

  6. Ob Facebook sinnvoll für, und während der Arbeit genutzt werden kann, ist meiner Meinung nach stark von der nutzenden Person abhängig. Ich glaube nicht, dass man statt sich menschlich zu begegnen lieber „facebooken“ sollte. Genauso wenig aber glaube ich dass Facebook einen Hilfeschrei darstellt und von Leuten genutzt wird um weniger zu arbeiten. In manchen Fällen vielleicht. Wie Christian denke ich, dass die Branche einer Firma, vorallem aber auch die Firmenkultur stark ausschlaggeben sind für die Nutzung (sinnvolle und weniger sinnvolle) von Social Media Portalen wie Facebook. Vertrauen (Punkt 1) vorausgesetzt.

    Im Sinne wäre dieser Blogpost aber auch übertragbar auf „Social Media“ im Allgemeinen, was meiner Meinung nach noch viel interessanter wäre. Über die Nutzung von Facebook mag man geteilter Meinung sein doch über die Nutzung von Social Media im heutigen Berufsalltag sollten wenig Zweifel vorhanden sein. Sollten.

    Grüsse aus Gossau.

  7. Facebook verbieten? Ich empfehle das Gegenteil: Mitarbeiter sollten im Umgang mit Social-Media-Tools geschult werden. Die Social Media Policy ist nur der Anfang, wer mit Facebook, Twitter und Xing richtig umgehen kann, profitiert nicht nur persönlich sondern schützt das Unternehmen auch vor Angriffen aus dem Netz. Er kann Kundenkontakte herstellen, Monitoring übernehmen und das Unternehmen vernetzen. Daher meine Empfehlung: Mitarbeiter mit Social-Media-Knowhow sollten dieses weitergeben (dürfen).

  8. es ist alles im Leben ein Geben und Nehmen…
    ein Grund warum es Firmen wie z.b. Swarovsky gibt, die Mitarbeiter ausstempeln lassen für Rauchpausen ist, dass sie alle Mitarbeiter gleich behandeln wollen. Einem Nichtraucher ist es eine Diskrimination gegenüber der nicht mehrmals am Tag eine 5 minütige Rauchpasue in Anspruch nimmt. Ähnlich verhält es sich mit sozialen Netzwerken – mal ehrlich ist Facebook der ärgste Sch*** und eigentlich würde es einmal am Abend kurz genügen reinzugucken. Was die Inhalte angeht, welche die meisten Leute dort z.B. in ihrem Status veröffentlich … naja, mal ehrlich – interessiert es mich mit welcher Hand jemand sich gerade den Hintern geputz hat oder welche Farbe seine Unterwäsche hat. Das hat dann nichts mehr mit Networking zu tun und hat auch am Arbeitsplatz nix verloren. Wenn ein Unternehmen die Nutzung von Facebook als Mitarbeitermotivation verwendet ist das eigentlich nur ein Armutszeugnis über die Geschäftsführung, die sich nicht besser zu helfen weiss… es ist weder Teamfördernd noch kommunikativ für das Unternehmen selbst. es stört den Arbeitsverlauf, die Konzentration und hat am Arbeitsplatz eigentlich nix verloren.

  9. Ich suche eine Übersicht, welche Unternehmen welche Social Networks verbieten, dulden erlauben, sperren.

    Und welche die private Webnutzung verbieten, dulden oder erlauben.

    Hat jemaand eine Ahnung wer sowas hat?

  10. 7. Zeit sinnvoll nutzen.
    Das Argument der Zeitverschwendung versteh ich nicht. Wenn Mitarbeiter Zeit haben, angenommene 20% ihrer Arbeitszeit in Facebook „zu verschwenden“, sind hier grundlegende Überlegungen angebrachter, denn sie werden diese Zeit auch anderswo verschwenden, wenn Facebook blockiert ist.

    -> was ist wenn die arbeitsleistung der mitarbeiter unter dem soll ist und die mitarbeiter trotzdem noch die zeit finden in fb und co rumzusurfen?

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