Window(s)-Shopping in the Cloud: Amazon Window Shop

Jeden Dienstag, so verspricht Amazon, wird die Auslage neu gebüschelt und zwar mit knackigen Bildern und Sound: Der Amazon Windowshop.

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Eine visuelles Zückerchen, welches dem impulsgesteuerten Schlender-Shopper den Kauf von Amazon-Top-Produkten einfacher machen resp. den Kaufreflex auslösen soll. Ein kleines Sortiment mit wenigen Funktionen aber nett gemacht („Loose Yourself In Amazon Bestsellers“). Dank AWS, den Amazon-Schnittstellen und Papervision müsste sich das Teil in ein paar Tagen bauen lassen.

Eine sehr nette Idee. Denn das neue Verkaufsfenster ist, so in den URLs-sichtbar, auch gleich mit den bei Amazon miet- und nutzbaren Diensten zusammengebaut. Ein Showcase auf verschiedenen Ebenen und sicher ein paar Klicks wert.

Hier geht es zum (Tastatur-)Klickparadis.

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Parlez-vous zwo-null, señor?

Andreas ist grad viel auf Reisen und spricht nicht nur über „erwachsene Wikis“ sondern auch über „Cross-National and Multilingual Web Communities.“ So auch letzte Woche wo er auf der Web Expo 2.0 in Berlin an gelungenen und weniger guten Beispielen dem Problem technologisch und sprachlich auf den Zahn fühlte.

Mein erkenntnisreichster Favorit seines Vortrags ist dieser hier:

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Artist = Circus performer
bad = Badezimmer
pain = Brot
und das unanständige Wort heisst Hosentasche (schwedisch) das lass ich hier weg, damit wir nicht im Ranking unter die Schmuddelseiten rutschen ;-)

Hier zeigt sich eindrücklich, wie normale Worte in verschiedenen Sprachen verhängnisvoll und für den Leser/Hörer unverständlich sein können. Obwohl man glaubte, für sein Angebot eine treffende Navigation zu haben.

Hier ist seine Präsi und hier das Feedback einiger Zuhörer.

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Andreas im Element

Web2.0, Build 2008 (web2.0expo 2008 Berlin)

Gefragt, was denn nun nach dem Web2.0 käme, antwortet Tim O’Reilly: „What do you mean? Hey, it’s not done yet!“ Auf der web2.0expo wird heute verstärkt dem Thema nachgegangen, was am Web2.0 zu verfeinern und weiterzuentwickeln ist. Die Methode „oauth“ möchte dem „password antipattern“ (also der Unsitte, das eine Website den Benutzer um Angabe seiner Zugangsdaten für eine andere abfragt, um z.B. Freundeslisten zu importieren) durch einen ausgefeilten und benutzerkontrollierten Authentifikationsprozess begegnen. Und auch Nokia (in Gestalt von plazes) arbeitet mit „place-based privacy“ daran, das Privacy-Bedürfnis der Benutzer abzubilden, während immer mehr und spannendere location-based services auftauchen.

Zemanta möchte es Autoren einfacher machen, ihre Inhalte mit relevanten Bildern oder weiterführenden Links anzureichern und präsentiert ein komfortabel anmutendes Funktionspaket für Blogsysteme. Die semantische Suche wird bei der Präsentation zwar nur mittels Personennamen vorgeführt, aber wer hier Böses denkt, sei ein Schelm.

Solana Crawford gibt aus designerischer Sicht Tipps für eine aktionsgerichtete Anwendungsgestaltung und hebt den emotionalen „Click moment“ des Benutzers – die Sekunde, bevor der Benutzer den zentralen Klick zum Kauf, zur Spende, zum Versenden einer E-Mail usw. tätigt, hervor. Ich tue also den entscheidenen Klick auf den Power-Button meines Laptop, denn drei Tage web2.0expo sind zuende. Gute Organisation, schöne Locaation, viele kreative Leute, viel gereiftes Mitmach-Internet. Und natürlich elektrische Hasen.

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CMS Fenstersturz in Basel – CQ 5.1 ist nun der König

Das Ende (oder der Anfang?). David Nüscheler macht auf dem Day Customer Summit den offiziellen Launch von Day Communiqué Version 5, genauer gesagt Version 5.1.

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Zu Beginn ein bisschen Story-Telling darüber, was bei ECM (Enterprise Content Management) alles schief gelaufen ist. Eine Denke aus einer Zeit wo Printer und Shredder wichtig waren. Wichtigstes Tool (um all die verschiedenen Inhalte zusammen zu halten) sei Duct Tape.

Reboot ECM_ Seit 1998 war [EW]CM das Tools für Websites… bis 2008. Was muss neu sein? Solidität, Agility, Cloud & SaaS-Ready, drive Open Source u.s.w. Und nun die Lösung dafür CQ5.

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Weiter geht es mit Buzzwords Features wie OSGI, JCR und so weiter. Und natürlich auch die Worte, die der CMO (Chief Marketing Officer) und der CFO hören will. Ja, David findet wie immer die richtigen Argumente.

Die Plattform CQ5 ist komplett neu geschrieben und muss keine Lasten der Vergangenheit mitnehmen. Beispielsweise keine alten Browser unterstützen. Zudem kommt mit Version 5.1 gleich eine Version, die in der Realität getestet wurde. So seit gestern auf www.day.com (mit 800’000 Seiten). Zudem gibt es jetzt und heute bereits 6 Beta-Kunden, die am Event morgen ihre Erfahrungen teilen werden.

Viele Sachen sind bewusst gleich gehalten um die Migration zu vereinfachen. Inbs. im Bereich des Setups, der eingesetzten Technologien, der Architektur aber auch für die Autoren und (so sagt David) für die Entwickler.

Und nun kommt die Demo (die ich für interessierte Leute bei namics gerne durchführe, da wir die aktuellen Builds auch haben). Was sind die gezeigten Features:

– Double-Click Install aus einer Datei (live gezeigt und diese Instanz ist Grundlage der ganzen Demo)
– Das neue User Interface („The best drag-and-drop I have ever seen“)
– Search-Driven (Autorensuche mit AJAX Flyout aka Live Search)
– Inplace Editing („no popup“)
– Drag-and-drop aus der Asset Library (Bilder einfügen) und Assets rumschieben
– (Einfache) Bildermanpulation ohne Reload (und alles in HTML/CSS/JavaScript)
– Drag-and-drop für Templatestrukturen
(uff ich habe schon genügend UI-Features gesehen… ich weiss, CQ hat mehr zu bieten)
– Copy/Paste für Content (im Browser) inkl. Multiple Selection
– Ein coole Drag-and-drop (ich brauche bald eine Abkürzung) Formular-Komponente

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Wesentlich für Web 2.0 sind die Möglichkeiten, schreibend auf das Repository zuzugreifen — keine Websites mehr aber Anwendungen. Für den Zugriff auf die Persistenz (CRX) gibt es zusätzlich zum Java sowohl JavaScript wie auch Flash-APIs. Natürlich folgt eine kleinen Flash-Demo (mit drag-and-drop eingefügt). Nun kommt die WebDAV Demo mit einem neckischen Detail (Cédric muss mich darauf aufmerksam machen). Nachdem David binäre Dateien über WebDAV in die Image-Library hochlädt, macht das CQ5 UI automatisch einen Reload (es sei mit Polling gelöst).

Weiter geht es mit Business Prozess Management („BPM juicy“). Eine (zumindest im UI) anspruchsvolle Workflow-Funktionalität. „All the Power of Business BPM but looking pretty“. Und eben: This is no Publishing-Workflow but Business Workflow.

(Ich wünsche mir grad ich hätte mal einen Schreibmaschinenkurs besucht) Nächstes Thema Single Sign On resp. so wie David sagt SSO++. Höre ich da „Zero Configuration“ sagen? Und nun wieder eine UI-Demo davon, leider nur mit 5 Usern, da es ein Out-of-the-Box Install ist. Und, was wohl.. es gibt drag-and-drop bei der Userverwaltung.

Jetzt kommt Personalisierung und Targeting: The Portlet-less Portal Paradox. Firmen kaufen Portalserver und im Betrieb hat es dann keine Portlets drin. Days Vorschlag die Einbindung von iGoogle mit über 40’000 verfügbaren Portlets. Und natürlich die Demo. Die famöse my-Seite zur explizite Personalisierung.

Nun aber spannender: Die implizite Personalisierung d.h. das Anbieten von Inhalten in Abhängigkeit des Besucherverhaltens. Konzept zur Visualisierung ist die „Clickstream Cloud“. Ziemlich coole Darstellung eines Zählers der besuchten Seiten, welche mit einem Profil assoziiert werden (wie?). Und je nach Profil können ergänzende Inhalte gezeigt werden. Und in der Demo funktoniert es auch sehr schön. Nach Aussage von David erfolgt die Kollektionen der Daten und auch die Zuordnung zu einem Profil im Client, womit der Server entlastet wird.

Weiter geht es mit Reporting also Analytics. Gemacht (im Gegensatz zu Omniture und Google Analytics) für die Autoren. In den Page Properties kann ich zusätzlich Tracking Tags für externe Systeme eingeben. Das Register nebenan heisst Impressions und zeigt systeminterne Statistiken. Zudem auch eine schöne Übersicht gleich bei den Seitennamen im Contentbereich integriert. Also Balken, welche dem Autor die Möglichkeit geben die Popularität der Inhalte zu sehen.

Search als nächstes. Zusätzlich zur (statistisch geordneten) Trefferliste gibt es rechts aussen Suchfacetten mit der Möglichkeit zur Einschränkung der Query. Wichtig dabei sicher die Integration der Berechtigungen. Alles Out-of-the-Box, gezeigt am Beispiel von Geometrixx.

Als letztes Highlight kommt Backup. Als Einstieg ein paar (Seiten)Hiebe gegen ein Backup/Restore im Fall von Oracle… „searching for patches and licence“. Also geht David in das Repository CRX 1.4.1. „Add Backup“ und während der Backup läuft, ändert David was an der Site. Im Backup sei alles drin inkl. Implementierung, Patches, Licences u.s.w. Um das zu Beweisen, löscht er die CQ-Instanz. Doppelkilck auf den Backup (eine ZIP-Datei) und in ca. 1 Minute ist alles wieder da… die Zeit für den Start der Instanz inbegriffen. QED (quod erat demonstrandum).

„I have a bonus“: Born in a Cluster. Traditionelle Möglichkeiten: 1) Haben wir nicht (Straussen-Ansatz mit Kopf im Sand) und 2) dickes Manual (kompliziert und nur für spezielle SW/HW und Versionen).

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Neu bei CQ5 mehr als die doppelte Performance wie bei CQ4. Also die Demo (als Screencast). Und damit es nicht zu einfach ist, läuft ein Cluster Node (als Slave) auf einem Windows Vista Notebook verbunden über einen SMB-Mount. Ein paar Clicks. Der Slave wird nun synchronisiert und erhält die ganze Instanz mit allem drin.

„Another bonus“: Around update. Jeder CQ5 Version kommt mit einem Conversion Wizard, welcher über einen Modification Listener werden Änderungen am alten System sofort auf der migrierten Instanz nachgeführt. Ein sehr spannender Ansatz. Bravo für die Idee (aber „it works mit CQ 3.55″ und auch den Rest will ich von ganz Nahe sehen).

„I have another one“ (und ich will bald eine Pause): CQDE ist dead, long live CQDE. Die neue IDE basiert auf Eclipse und wird als Package mitgeliefert. Und gleich (natürlich) eine kleine drag-and-drop Demo.

Zum Abschluss noch die Roadmap mit JCR 2.0, CMIS (Document Management Standard).

…mal sehen, ob die die Präsi auftreien kann, ich würde sie hier posten… David sagt er müsse zuerst noch drin aufräumen…

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Von fremden Ländern, elektrischen Hasen und guten Web-Anwendungen (web2.0expo 2008 Berlin)

Tag 2 der web2.0expo zeigt ein buntes Programm, wobei der Fokus hier deutlich eher auf Grundlagen des Web2.0 liegt, als auf Astrophysik oder Web-Nippes. Na gut, die Erfinder des Nabaztag (des ersten Hasen mit Internetanbindung) haben Schritt 2 ihrer Geschäftsstrategie vorgestellt („Step 1: Connect a rabbit to the internet, Step 2: Connect everything else to the internet“). Das ist der „Mirror“, im Prinzip ein RFID-Reader, aber lustiger. Web-Nippes vom Feinsten.

Nachdem ich mit meinem Beitrag „Parlez-vous zwo-null, señor?“ den Morgen eingeläutet habe, stand der Vormittag unter dem Thema „Bits-and-atoms“, also das Zusammenspiel von virtuellen und physischen Geschäftsbereichen: der Kartendruckservice moo.com zeigte, wie Online-Erstellung von Grußkarten und deren Druckausführung abgebildet ist, und Philips stellte vor, wie Web-Communities für eine Ausweitung der Usability- und Qualitätsverbesserung anfassbarer Produkte genutzt werden können.

Analog zur „Open Source Software“ stellten Tinker.it! ein Konzept der „Open Source Hardware“ vor, und drupal.org erweiterte Open Source aufs Design. Die BBC gab Ratschläge für eine gute Frontendarchitektur von Webanwendungen, und auch das Thema „Flow“ war mit einem Grundlagenvortrag vertreten, um die Besucher zu motivieren, ihren Anwendungen etwas mehr natürliches User Interface zu verleihen.

Aber auch das gestrige Credo „Do Stuff That Matters“ wurde wieder leidenschaftlich aufgenommen. Tim O’Reilly motivierte die Besucher, das zu tun, was sie selbst für bedeutungsvoll halten — ein Geschäftsmodell hätte sich für die wirklich wichtigen Dinge noch immer gefunden –, und Ben Hammersley forderte: „You guys are very good at things! Use your outstanding abilities to solve big problems. The Apollo program was not launched to build Disneyworld.“

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Please Do Stuff That Matters (web2.0expo 2008 Berlin)

So oder so ähnlich drückte heute Tim O’Reilly, der 2004 den Begriff „Web 2.0″ prägte, aus, was er sich von der Web2.0-Gemeinde nun wünscht: Während in der Welt da draußen Hunger, Krieg, Finanzkrisen und die Erderwärmung toben, bestehen einige der erfolgreicheren Web2.0-Anwendungen darin, seine Freunde mit Schafen zu bewerfen oder aus dem iPhone ein schwenkbares Bierglas zu machen (immerhin eine funktionierende Nutzung des iPhone-Neigungssensors). Stattdessen möge man seine Innovations- und Arbeitskraft doch investieren, um die Welt irgendwie ein bisschen besser zu machen, denn schließlich hat das Web2.0 z.B. mit seiner Fähigkeit, immense Datenmengen zu verarbeiten, eine tragende Rolle in Zukunftsprojekten.

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Aber langsam: wir befinden uns in Berlin auf der Konferenz „Web2.0Expo Europe„, dieses Jahr gottseidank nicht im charmebefreiten Congresscenter „ICC“, sondern im todschicken Congresscenter „bcc“ (nota bene!). namics tritt dort in Erscheinung mit einem Vortrag über Mehrsprachigkeit in Web-Communities, aber das ist erst morgen früh.

Heute teilte zunächst der wie immer gut aufgelegte Dion Hinchcliffe mit einem mehrstündigen Rundumschlag den Zuhörern mit, was sich denn seit dem letzten Jahr im Web2.0 so getan hat. Nach dem folgenden Besuch des Workshop „Security for Ajax- and Rich Internet Applications“ von Alex Stamos traut man sich zwar gar nicht mehr, einen Browser zu verwenden, aber er zeigt uns, dass namics in puncto Anwendungssicherheit seine Sache ganz gut macht.

Um die anfangs erwähnte Weltverbesserung (und die ggf. damit verbundene Venture-Capital-Spritze) bemühten sich am Nachmittag mehrere Start-Ups mit Kurzvorstellungen in der beliebten „Ignite“-Liturgie:

1. plista.com, ein (weiteres) Social Recommendation Network, das Nutzern geschmackskonforme Web-Inhalte empfehlen möchte (und Werbetreibenden geschmackskonforme Nutzer), na ja
2. amazee.com, eine sympathische Collaboration-Website für große und kleine Ziele und Projekte
3. txtr.com: eine Art flickr für Textinhalte
4. aka’aki, die mir auf dem Handy anzeigen wollen, welcher meiner Freunde in der Nähe ist (mobile social software)
5. iDesktopTV, die neue Zugangswege zu YouTube-Inhalten bieten wollen (der genaue Sinn hat sich mir leider nicht erschlossen)
6. SoundCloud, die das Austauschen von Musik so einfach machen möchten wie flickr es für Bilder tut (durchaus beeindruckend ist hier die Möglichkeit, innerhalb eines Songs Kommentare und Fotos einzufügen)

Abends zeigte sich dann, dass Soziale Netzwerke am besten funktionieren, wenn man das iPhone-Bier („iPint“) mal gegen ein echtes Pils austauscht.

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Fallstudie RBC, Informationsportal (Fachtagung MOSS)

RBC ist ein Dialogmarketing und CRM Spezialist mit Call Center, bei welchen zu 130 fest angestellten Mitarbeitern und temporär über 300 Personen dazu kommen.

Ein interessanter Bereich ist das sogenannten CCPortal. Hier werden alle relevanten Informationen zu rund 50 Kunden für die Entgegennahme von Inbound-Anrufen zusammengefasst. Der RBC-Mitarbeiter muss innerhalb kürzester Zeit Zugriff auf die Elemente haben, welche am häufigsten benötigt werden. Dieser Bereich, der direkt auf Qualität der Leistung Einfluss hat, wurde vollständig mit Bordmitteln von Sharepoint umgesetzt. Wesentlich ist die Informationsstrukturierung, die Anordnung der Elemente und die visuelle Gestaltung. Natürlich hat der der Kunde von RBC Zugang zu seinem Portal-Teil und kann damit jederzeit wesentlichen Informationen selbständig nachführen.

Eine kleiner aber sehr wesentlicher Teil ist der Umgang mit Formularen. Dazu bietet Sharepoint verschiedene Möglichkeiten wie: InfoPath, Office Dokumente in Libraries oder SharePoint Listen. Der Knackpunkt lag hier in kleinen Details wie Workflows die abhängig vom Kontext und damit verbunden die Wahl der E-Mail Adresse und der Benachrichtigung. Markus erklärt beispielhafte Prozesse, deren Umsetzung und seine Erfahrungen mit Aussagen in Verkaufsunterlagen von Microsoft.

Da das System sehr nahe am Standard von Sharepoint umgesetzt wurde, kann RCB dieses nur selbständig betreiben und auch neue Portale deklarativ zufügen.

Nun noch das Fazit:
– Portalprojekte sind per se komplex (nicht wegen der Technik aber wegen der Fachlichkeit)
– MOSS ist bereits mit vielen Funktionen ausgestattet (was nutzen, was nicht)
– Grenzen von MOSS kennen!
– Integration & Migration > wichtig welche Abgrenzung zu Umystemen gemacht wird
– Evolutionäres Vorgehen um an realen Anforderungen wachsen zu können (Integrationsschritte)

> Fallstude RBC [pdf, 1,5MB]. Markus Spiekermann, Software Engineer, namics

Fallstudie Ostschweizer Kinderspital, Projekt Imago DMS (Fachtagung MOSS)

Ziele des Systems sind die Ablösung der Papierakten für Patienten von rund 200‘000 Spital-Patienten inklusive einer Schnittstelle zu SAP. Zudem bessere Such- / Findfunktionen und die Realisierung eines Ärzte Cockpits für den mobilen Zugriff. Also Reduktion von Redundanz, eine konsistente Datenablage und die Verkürzung und Vereinfachung der Kommunikationswege.

Das System wird zur Zeit von 15 Usern aus allen Anspruchsgruppen genutzt um Aufgrund der Erfahrungen Anfang Jahr den Betrieb breitflächig auszurollen.

Ein wichtiger Projektbestandteil ist die Verbindung der Patientenakte (sozusagen ein Buch über den Patienten als Ausgangspunkt) mit den Umsystemen SAP und und KIS (einem internen System zur Ressourcenverwaltung). Ausserdem wurde der Umgang der Ärzte mit Notizen, heute unstrukturiert auf Papier, mittels Microsoft One Note abgebildet. Auch realisiert ist die Verbindung mit einem System für Röntgenbildern und mit weiteren Scans (mit 25 dezentralen Scannern im Spital). Startpunkt der Erfassung eines Scans ist wiederum die Patientenakte, welche die Scan-Funktionalität integriert.

Für dem mobilen Zugriff wurden Tablet-PCs angeschafft, mit welchen die Ärzte Zugriff auf die Patientenakten haben. Das Cockpit leistet zudem einen Uebersicht über die, einem Arzt zugeteilten Patienten, den zuletzt besuchten sowie den neuen Patienten als chronologische Liste.

Für den Erfolg des Projektes sehr wichtig war die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedenster Berufsbilder im Spital. Dafür wurde im Rahmen von Workshops viel Zeit investiert. Zudem wurde intensiv mit Prototypen gearbeitet. Dies auch, da der Entwicklungsschritt für die Mitarbeiter vom OKS extrem gross ist.

Spanend für Sharepoint sind über ein Terrabyte neue Daten pro Jahr. Ein Test, welches das System erfolgreich bestanden hat.

> Ostschweizer Kinderspital, Projekt Imago DMS [pdf, 980KB]. Troy Lüchinger, Consultant namics

Fallstudie EJDP, PolCollaboration und AVS (Fachtagung MOSS)

Bei dem Projekt AVS (Automatisiertes Vorgangsbewältigungs System) des Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement handelt es sich um die nationale Umsetzung des Schengen-Abkommens aus Sicht der Polizei.

Im Kern geht es um die Weiterverfolgung von Fahndungen aus den Schengen-Staaten die aus dem dem „SISone4all“-System (SIS = Schengener Informationssystem) in ein lokales Schweizer System überführt und weiterbearbeitet werden. Das System hat in dieser Form eine internationale Zertifizierung bestanden.

Anspruchsvoll sind vor allem Sicherheits- und gesetzliche Prozessanforderungen an das System. So muss das EJDP (im Dreischichtbetrieb) den Schengen Staaten spätesten nach 24 Stunden qualifiziert Auskunft über jede Fahndung geben können. Wesentlich dabei ist, dass der Ansprechpartner aufgrund der Schicht wechseln kann, die Informationsübergabe ist also sehr wichtig. Hier zeigt ein integriertes System seine Stärke.

Und nun kommt eine Live-Demo die ich hier nicht zeigen kann (aber ein paar Screens sind an der ersten Präsentation dran). Sehr wichtig sind die Suchfunktionen sowie die Nachvollziehbarkeit der Prozesse aus Usersicht. Sowohl für einen einzelnen User wie auch als Übersicht für das ganze System.

Herr Tanner geht nun weniger auf den Inhalt des Systems ein, aber auf die Anforderungen an das Projekt. Dreh- und Angelpunkt ist das SIRENE-Büro (Supplementary Information Request at the National Entry) und nach Anwendungsfall normierte Prozesse. Pro Tag bewältigt das System rund 140’000 Anfragen. Seit dem Betrieb am 14. August 2008 leistete AVS 1389 Treffer also erfolgreiche Abklärungen (aus Sicht der Polizei).

Und im Abschluss einen Punkt, den es lohnt hervorzuheben: Alternative (Papier!) undenkbar

Fallstudie LTV Media (Fachtagung MOSS)

Ausgangslage ist eine Unternehmung, bei welcher über die Hälfte der rund 500 Mitarbeiter im Aussendienst arbeiten. Die bestehenden Informationssysteme waren, wie so häufig funktional aber organisch gewachsen und nicht intergiriert, Auslöser für die Ablösung der Intranet-Anwendungen war der Bedarf, den Aussendienst besser in die Prozesse einzubinden.

Der erste Schritt der inkrementellen Einführung war ein Extranet-Portal als Informations- und Linksammlung ausgerichtet auf den Aussendienst mit einem Fokus auf den lesenden Zugriff. Also CMS-Only. Dieser erste Schritt erlaubte es die Organisation an die neue Art der Zusammenarbeit zu gewöhnen. Die meisten User sind eben keine „Büroarbeiter“ die den ganzen Tag vor dem PC sitzen.

Der nächste Schritt waren MySites, womit der Grad der Interaktion und somit auch die Nützlichkeit des mehrsprachigen System (Namens Cockpit) erhöht wurde. Die Mehrsprachigkeit wurde mit dem Variations-Konzept von MOSS umgesetzt.

In diesen Fall gut gelungen ist es, dass das Gesamtsystem nach der Entwicklung der internen IT zu übergeben. Diese führte in der Folge selbständig Rollouts durch.

Auch geklappt hat, dass dieselben Informationen und Prozesse sowohl intern wie auch extern genutzt werden. Also eine Fusion von Intra- und Extranet. Dies bedingte, um die Sicherheit sicherzustellen einen Secure Proxy. In diesem Fall das Produkt ISA-Server von Microsoft mit einem DNS-Splitting. D.h. dieselbe URL hat im externen (gesicherten) Netz eine andere Adresse wir im internen Netz. Vorteil des Ansatzes ist, dass die identischen URLs unabhängig von Zugangspunkt funktioniert. Wenn auch lösbar sei das Zusammenspiel Intra-/ Extranet im Detail anspruchsvoll in der Konzeption und bei der Umsetzung.

Interessant nun die Beschreibung der alten Prozesse an der Front, bei welchen ein eigener Sales Support für den Aussendienste im Einsatz stand. Diese stellte die Aussendienstunterlagen für den nächsten Tag zusammen und verschickte diese per E-Mail. Gleich darauf kamen die Fragen zurück. Hauptfragen waren doppelte Dokumentversionen und eine fehlende Synchronität der Informationen über Endkunden. Neu kann sich der der Aussendienstmitarbeiter selbst vorbereiten. Die bewusste Auswahl und der Fakt, dass es nur eine Version der Information gibt, verminderte die Rückfragen massiv.

Markus weist ausdrücklich darauf hin, dass viele Anwendungen nur sehr simpel in MOSS intergiert wurden. Beispielsweise mit einem iFrame plus der Auffindbarkeit über die Sharepoint-Suche. Danke dem Secure Proxy ist kein weiteres Login nötig und damit der Nutzen sehr hoch und der Aufwand der Implementierung klein.

Und auch echte Zahlen der Einsparungen: 20% Reduktion Vertrags- und Auftragsbestätigungskopien, 60% Reduktion Aufwand „Gut zum Druck“ und 95% der Aussendienstmitarbeiter finden Cockpit wichtig – unverzichtbar

> MOSS Fallstudie LTV Media, Aussendienstunterstützung [pdf, 300KB]. Markus Spiekermann, Software Engineer namics