A-Tag in Wien

Letzte Woche war ich eingeladen, auf dem A-Tag in Wien einen Vortrag über den kommenden W3C Standard für Accessible Rich Internet Applications (ARIA) zu halten. Im Wesentlichen geht es da um barrierefreies Web 2.0 — tolle Effekte, aber ohne Menschen mit Behinderungen auszugrenzen (wer will das schon?). Die Präsentation lief recht gut, da ich einige verständliche Code-Beispiele und Screencasts von Anwendungen eingebunden habe — obwohl die Teilnehmenden ein bisschen überfordert wirkten, als ich über die erforderlichen JavaScript-Funktionalitäten zu sprechen begann, die dazu dienen, die Tastaturbedienbarkeit von komplexeren Widgets herzustellen. ;-) Darum habe ich diese Folie überarbeitet und noch eine hinzugefügt, die auf Reiternavigationen mittels verschiedener JavaScript-Frameworks verweist, wie Christian Heilmann anregte.

Die Präsentation kann man auf Slideshare anschauen oder herunterladen (Creative Commons-Lizenz). Ich habe aber auch versprochen, einen detaillierteren Artikel über durch ARIA verbesserte Reiternavigationen für den Webkrauts Webstandards-Adventskalendar zu schreiben, auf dem es bald mehr Informationen dazu gibt.

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Die Konferenz selbst war überraschend innovativ: Ich hatte schon halbwegs damit gerechnet, auf eine Menge Schlipsträger zu treffen, da die Veranstaltung vom österreichischen Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend mitorganisiert wurde, stattdessen sah man viele junge Gesichter und einen einigermaßen ausgewogenen Frauenanteil. Dinge, die ich auf dem A-Tag gelernt (und getwittert) habe, umfassen darüberhinaus:

  • Ab Januar 2009 unterstützt das österreichische Bundesministerium für Gesundheit nur noch Websites, wenn sie barrierefrei sind. Das kommt wenig überraschend, da schon ein Beschluss des Europäischen Ministerrats im Jahre 2006 ankündigte, dass Barrierefreiheit und Best Practices ab 2010 in Öffentlichen Ausschreibungen zur Pflicht werden können.
  • Artur Ortega zeigte einige barrierefreie Beispiele, die Dirk Ginader für Yahoo! Finance realisiert hat, darunter zwei Eingabefelder, deren Labels dynamisch aktualisiert werden nachdem man eine Währung auswählt. Ein Screenreader liest somit vor „Pfund Sterling in Euro umrechnen“ statt des generischen Textes „Währung 1 in Währung 2 umrechnen“.
  • Ein Grund für per JavaScript optimierte HTML-Bedienelemente für Flash-Videos wie bei Yahoo! Video ist, dass das Flash-Objekt nicht mehr per Tastatur ansteuerbar ist, wenn der
    wmode

    Parameter auf

    opaque

    oder

    transparent

    gesetzt wurde. Allerdings ist es in Firefox 3 auch ohne diesen Parameter unmöglich, in ein Flash-Objekt hineinzutabben. Oder habe ich da etwas übersehen?

  • Designerin Maria Putzhuber zitierte eine interessante Fehleinschätzung: 70% der befragten Designer glaubten, dass Nutzer so gut wie immer über ihren Standort in der Website orientiert sind, während das in Wahrheit nur 10% der Nutzer schafften. Warum ist diese Wahrnehmung so verzerrt?

Piwik Open Source Analytics

Gestern und heute (als Gast am namics.lab von Isarflimmern auf der Angerer Alm im Tirol) kam ich dazu Piwik zu testen. Ein OpenSource-Projekt, welches sich zum Ziel gesetzt hat, eine installierbare OS-Alternative zu Google Analytics (GA) zu schaffen (mein erster Hinweis darauf kam von Pixelfreund).

Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Projekt ist noch sehr jung und da GA in letzter Zeit massiv zugelegt hat, ist Piwik nicht nur ein paar Lichtjahre von GA aber auch von jedem anderen erwachsenen Analytics Tool entfernt. Aber eins nach dem anderen.

Die Installation von Piwik (es benötigt PHP 5.1.3+ und MySQL 4.1+) ist genial gut gemacht und sehr einfach. Aus lauter Freude haben ich gleich einen Screencast aufgezeichnet wie ich Piwik auf XAMMP in knapp 3 Minuten installiere ;-)

Also habe ich gleich blog.namics.com und about.namics.com ausgerüstet und alles läuft rund. Die Statistiken werden in Echtzeit nachgeführt und die verschiedenen personalisierbaren Ansichten von Piwik begannen sofort zu leben. Spontan ausgefallen ist mir eine Funktion die GA in dieser Form nicht anbietet (aber nur über eine Instrumentalisierung einzelner Links mit JavaScript). Das Tracking von Outlinks und Dowloads (z.B. PDFs)… sehr schön.

Jeder Tracking-Event wird durch ein vom Piwik JS initiertem GET-Requests über das Skript „piwik.php“ in die Datenbank geschrieben. Auch die Auswertungen (hier das Datenmodell) erfolgt ohne Konsolidierung der Daten als Query auf die Basisdaten. Ganz ehrlich gesagt ein bisschen ein naiver Ansatz im Bezug auf Performance und Skalierbarkeit.

Das User Interface der Auswertungen (hier eine Online Demo bei Piwik: http://piwik.org/demo/) ist visuell schön gemacht, aber die Nutzbarkeit ist dünn sowie die verfügbaren Funktionen sind sehr schwach. Im Vergleich zu kommerziellen Analytics Produkten oder GA zu schwach für einen fairen Vergleich. Zudem fehlen einige grundlegende Ansichten (auch wenn das API viele hergeben würde). Also noch viel Arbeit für die Community. Diese scheint mir, wenn ich Forschritt und Doku des Projektes anschaue, zur Zeit aber leider auch ziemlich dünn.

Vorteil gegenüber Lösungen die auf Logfiles basieren (so wie Analog oder AWStats) ist die bessere Qualität der Aussage. Zudem ist das Projekt sehr gut erweiterbar und aus Architektursicht aufgeräumt. Vorteil gegenüber GA ist die eigene Datenhaltung und die Auswertung ohne Zeitverzug (solange die Performance mitspielt). Der Umfang der Funktionen sowie die Skalierbarkeit der Lösung sind für mich aber viel zu schwach. Lichtjahre von einer kompetitiven Lösungen entfernt. Leider.

Und nun noch ein absolutes Highlight. Das Projekt Desktop Web Analytics for Piwik in welchem Benoit Pouzet einen Adobe Air Client schreibt, welcher auf die Piwik-APIs aufsetzt und visuell sehr schöne Auswertungen macht. Ein bisschen „Augenwischerei“ da es immer noch die selben Funktionen sind. Aber schöne Augenwischerei.

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Ich lasse Piwik noch ein bisschen laufen um zu sehen, ob die Messdaten mit GA vergleichbar sind… aber sehr treu werde ich der Lösung nicht bleiben. Weiter geht es hier: http://piwik.org/

Firmenpolitik oder Sabotage

Ich dachte die zynische Analyse von Northcote Parkinson sei kaum zu überbieten, aber wie so häufig hat die Realität noch mehr im Angebot. Ein spannendes Dokument aus den 30er Jahren: Eine Anleitung zu Sabotage, geschrieben von Office for Strategic Services (hier das ganze Dokument).

Lese ich Kapitel 11 (General Interference with Organizations and Production) und denke dabei an einige Situationen die ich in grossen Firmen erlebt habe (oder die mir erzählt wurden), so ist das Dokument möglicherweise häufiger verbreitet als wir alle denken ;-) Oder die Regeln wurden schon damals in Firmen abgeschaut.

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Punkt eins auf der Zunge zergehen lassen: „Insist on doing everything through ‚channels‘. Never permit short-cuts to be taken in order to expedite decisions“. Winderbar. Beim Schweizer Militär heisst das adDW (auf dem Dienstweg) und in Firmen sind es wohl die Ausschüsse ohne Entscheidungskompetenz (es wure schon alles gesagt aber noch nicht von allen)… Und noch die Titelseite weil sie so schon aussieht ;-)

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(die Quelle habe ich über den Blog Communixx von Prof. Michael Koch gefunden)

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Erfolgsfaktoren für Intranet-Wikis in Unternehmen (Vortrag)

Die Zukunft lässt sich nicht vorhersehen, hier aber ein Beitrag, eine Woche bevor dieser öffentlich präsentiert wird (sozusagen ein Wurmloch im Präsentations- / Zeitkontinuum ;-).

Anlass ist eine Einladung von http://www.internet-briefing.ch/ um unser kollaboratives Intranet (auf Basis des Enterprise Wikis Confluence von Atlassian) zu diskutieren.

Nach Aussage von Reto dürfen namics Kunden gratis am Anlass am 2. Dezember um 11:00 Uhr teilnehmen… also noch Zeit sich anzumelden (und falls nötig, namics-Kunde zu werden :-): http://www.internet-briefing.ch/wiki.

Im Kern geht es um eine kurze Vorstellung der folgenden drei Basiskonzepte des Intranet:

> Drei gleichberechtigte Sichten
> Alle User sind auch Autoren (keine Beschränkungen über Berechtigungen)
> Wahlfreiheit des Informationszugangs (any Format, any Network, any Computer)

Und danach die wichtigsten Erfolgsfaktoren für ein Einsatz eines kollaborativen Intranets in einer Unternehmung (egal ob Wiki, Microsoft Sharepoint oder sonst was). Die Erkenntnisse stammen nicht nur vom namics Intranet, aber auch aus verschiedenen Kundenprojekten.

Erfolgsfaktoren für kollaborative Intranets:

1. Kein Mikro-Management aber Spielregeln
2. Transparenz aktiv fördern
3. Konfliktlösung nicht im selben Medium
4. Ergebnis immer über Hierarchie stellen
5. Kulturwandel vorleben
6. Verschiedene Rollen, gleich wertgeschätzt
7. The Importance of Having Users

Hier die vollständige Präsentation: Intranet: Wiki in Unternehmen [pdf, 1MB]

Bin gespannt auf Ihre Erfahrungen und Bemerkungen zu meinen Thesen.

Zwei Fragen zu Online Kommunikation

Morgen darf ich an der Shape-Konferenz von Microsoft (die mit der vielsagenden Tagline: „Sind Sie bereit für das Online-Business der Zukunft?“) an der Panel-Diskussion teilnehmen.

Und so hätte ich (in der festen Überzeugung dass die Leser dieses Weblogs mehr wissen als der Schreiberling) zwei Fragen/Thesen an Euch:

1) Gründe weshalb die Schweiz in Sachen Online Kommunikation relativ gesehen hinten nach hinkt (sagen wir mal im Vergleich zu den USA und zu Deutschland)

2) Wie haben die digitalen Möglichkeiten die Marketingkommunikation verändert

Danke für Input und evt. bis morgen (ich bin den ganzen Tag an der Konferenz)

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Ich kann nicht mehr alles lesen, aber cool sieht es aus

GMail (der E-Mail Dienst) von Google lässt sich seit ein paar Tagen mit „Themes“ visuell anpassen. So kann meine Inbox nun beispielsweise so aussehen (es gibt Dutzende von vorbereiteten Varianten).

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Fast interessanter als die konkreten Ausprägungen ist der Mechanismus der Anpassung über CSS. Aus meiner Sicht ein sehr schönes Beispiel dafür, was mit einer sauberen Trennung von Inhalt (HTML) und Darstellung (CSS) machbar ist. Einfach so, weil es mit Spass macht (auch wenn ich Teile von E-Mail nicht mehr lesen kann resp. zuerst mit den Cursor markieren brauche) ;-)

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Vortrag: Das Wiki wird erwachsen

Bei den Stuttgarter Wissensmanagement-Tagen ergriff ich vorgestern in einem Vortrag die Chance, unsere Erfahrung mit dem Wiki-Einsatz in Unternehmen an die Frau und den Mann zu bringen, und an der einen oder anderen Stelle das Eis für vertrauensbasierten Wissensaustausch anzutauen.

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Der bis auf den letzten Platz gefüllte Saal sprach dafür, dass Enterprise-Wikis unter Knowledge-Managern ein großes Thema sind, die zahlreichen Gespräche im Nachgang zeugten aber noch von einer gewissen allgemeinen Unsicherheit im Umgang mit diesem offenen Medium. Der Grundsatz „Alle Mitarbeiter dürfen alle Informationen von allen Mitarbeiter sehen und ändern“ passt eben noch nicht in die Kultur vieler bestehender Unternehmen hinein. Oder umgekehrt.

Wir haben unsere Erfahrung aus unserem eigenen Unternehmenswiki „know.namics“ und aus einigen Kundenprojekten in acht Erfolgsfaktoren eingedampft, und die Unterschiede zwischen einer Wikipedia und einem Unternehmenswiki herausgearbeitet. Wir hoffen, die Zuhörer dabei mit ein paar guten Ratschlägen und etwas Missionierungseifer zum Wiki-Einsatz motiviert zu haben.

Ansonsten zeigte der erste Tag der Wissensmanagementtage ein buntes Programm — von Grundlagen des Knowledge-Managements über Projekterfahrungen bis zum „Mentalcoaching für Handballweltmeister“ — mit buntem Publikum aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.

Über die genannten Erfolgsfaktoren kann man sich in einem unserer neuen Fachartikel informieren. (Dort ist zwar von sieben Erfolgsfaktoren die Rede, aber dies ist natürlich als eine Hommage an Rüdiger Hoffmanns Huhn mit 8 Kostbarkeiten zu verstehen.) ;-)

Bei mehr als 1GB/Sekunde vorher melden: Die Wolkenfront ist da

Von Amazon vor rund zwei Monaten angekündigt und nun da: Der Content Delivery Service namens Cloudfront.

Auf einfache Weise kann ich Inhalte, welche ich über HTTP verteile, nicht nur bei S3 ablegen, aber auf Edge-Server verteilen lassen, welche näher beim User sind. Ergebnis müsste eine tiefere Latenz sein und eine Domäne, die in der (teuren) Hand von Akamai war, kommt ins wanken. Natürlich kann Akamai viel mehr, aber wenn ich die tiefen Preise des Amazon-Dienstes anschaue, so genügt mir HTTP vielleicht. Hier die Auslieferungspreise in Europa (aus Amsterdam, Dublin, Frankfurt oder London):

Data Transfer
$0.170 per GB – first 10 TB / month data transfer out
$0.120 per GB – next 40 TB / month data transfer out
$0.100 per GB – next 100 TB / month data transfer out
$0.090 per GB – data transfer out / month over 150 TB

Requests
$0.010 per 10,000 GET requests

Spannend ist, dass die Auslieferung nicht mehr über die amazonaws-Domäne erfolgt aber über cloudfront.net. Dies könnte evt. ein Problem beheben, welches www.local.ch mit der gesperrten Amazon-Domäne bei ein paar Firmen erfahren durfte. Eher im Bereich von „witzig“ ist der Punkt, dass Amazon um eine Nachricht bittet, falls meine Anwendung mehr als 1GB/Sekunde ausliefern will (hier das Formular, falls sie grad ein bisschen viel Traffic haben ;-)

Einrichtung ist baby-einfach, indem ich meinen S3-Bucket anmelde und eine neue URL bekomme. Mal sehen wie sich dieser sehr interessante Dienst verbreitet und hier weitere Informationen dazu.

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Bildersuche nach Farbe (auf Basis von Flickr)

Ich schreibe immer wieder mal über Informationssuche (Information Retrieval) und lande allzu häufig beim Sucheingabefeld als primäres Navigationselement und eine rafifnierten Trefferliste als Lösung aller Herausforderungen.

Hier mal etwas ganz anderes. Technisch simpel aber von Anwendungsfall her sehr, sehr gut gemacht. Eine Bildersuche nach Farb(kombinationen): http://labs.ideeinc.com/multicolr

1) Ich wähle bis zu zehn Farben auf einem definierten Farbraum
2) Das System zeigt mir Flickr-Bilder welches die gewählte(n) Farbe(n) enthalten

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Sehr cool! Hier geht es zu Multicolr Search Lab

(Danke Felix für den Tipp)

Vortrag auf dem ECM World Summit

Auf dem ECM World SUMMIT in Frankfurt Offenbach (11./12.11.2008) durfte ich einen Vortrag zum Thema Intranetentwicklung am Beispiel unseres Kunden Giesecke & Devrient halten.

Meine Vorreferentin, die Projekt Managerin des Merz Intranets, hat den Relaunch ihres Intranets geschildert. Es war mal wieder interessant zu hören, dass immer die gleichen Baustellen vorzufinden sind und auch sehr ähnliche Zielsetzungen vorherrschen, egal wie groß das Unternehmen ist.
Besonders spannend ist der Ansatz von Merz, eine Produktdatenbank zu nutzen, die Internet, Intranet und Extranet speist und somit Einheitlichkeit und Aktualität gewährleistet. Trotzdem dem Mitarbeiter intern einen „Informationsvorsprung“ garantiert und somit wiederum Akzeptanz schafft.

Auf diese Informationen konnte ich gut aufsetzen und die Entwicklung des Giesecke & Devrient Intranets schildern. Anhand unserer Vorgehensmethodik, dem „Intranet Design Cycle“ (Zielgruppendefinition, Interviews und Analyse, Konsolidierung und Evaluation, Entwicklung des Portalkonzepts, Prototyping und Usability Tests) habe ich dann das Kundenprojekt vorgestellt.

Eine meiner Aussagen war, dass heute häufig eine „Arbeitswelt 2.0“ auf einen „Mitarbeiter 1.0“ trifft, der erforderliche Bewusstseinswandel bei den Mitarbeitern aber in vielen Fällen noch nicht stattgefunden hat.

Am Beispiel unseres Kunden konnte ich aufzeigen, dass es sich hierbei um einen sukzessiven Prozess handeln muss, um die Mitarbeiter an die neue Arbeitssituation heranzuführen. Eine kontinuierliche Kommunikation und Vermittlung der Mehrwerte für die Nutzer sowie die direkte Betreuung, Schulung und Unterstützung der Autoren ist dabei unumgänglich. Ein Kulturwandel im Unternehmen lässt sich nicht von heute auf morgen erreichen.

Im Anschluss gab es dann noch eine kleine Podiumsdiskussion.
Hier ging es unter anderem um das Thema Erfolgsmessung. Zahlen die den Erfolg eines Intranet-Relaunches belegen sind immer willkommen, wenn es um die Rechtfertigung des Projekts geht. Ein vernünftiges Tracking vor und nach dem Relaunch sowie die Zeitmessung typischer, zentraler Arbeitsabläufe können hier schon einige Erkenntnisse bringen.
Des Weiteren waren wir uns einig, dass die Kernkompetenz eines Intranet-Projekt-Managers die Vermittlungsfähigkeit zwischen den unzähligen Anspruchsgruppen ist.

Es war eine schöne Gelegenheit, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. Ich hoffe ich finde nächstes Mal die Zeit an beiden Tagen anwesend zu sein und nicht nur für den Vortragsblock.

Hier ist der Vortrag Evolutionsstufen eines Intranets am Beispiel von Giesecke & Devrient [pdf, 2,7MB], allerdings in gekürzter Version, da ich die Kunden Screenshots entfernen musste.