Crowdsourcing [Vortrag]

Und weiter geht es an der „namics Fachtagung: Unheimlich sozial“ mit Andreas und dem Thema Crowdsourcing. Die übliche Defintion: Crowd = Menschenmenge und Sourcing = Beschaffung oder man „nutzt die Menschenmenge um irgendetwas zu beschaffen“.

Als einleitendes Beispiel der „Generationenkonflikt“ eines Fotografen (Jeff Howe) gegen iStockphoto mit einem Beispiel des National Health Museums. Anstelle eines professionellen Fotografen wurde – wegen dem Preis — das Bild aus der Crowd bevorzugt. Damit dies funktioniert ist die Filterung resp. das Auffinden der guten Elemente aus der grossen Menge wichtig.

Nun nun am Stück die Fallstudie: Brewtopia. Oder wie kreiere ich einen Bier-Brand in einem Markt der zu 94% zwei Anbieter gehört ohne Geld. Antwort: Indem ich genug Leute finde, die mitmachen. Zu gewinnen gab es Anteile der zukünftigen Firma (die später Blowfly hiess) und begonnen hat die Kreation mit 140 E-Mails an Kollegen. Natürlich ist die Geschichte heute ein Erfolg.

Was ist Bemerkenswert? 16’000 Personen hatten sich engagiert und kannten das Produkt schon, bevor es dieses gab (ohne Werbegeld). Wahrscheinlich hat auch hier Offenheit und Ehrlichkeit einen grossen Anteil am Erfolg. Und natürlich die das Teil sein an der Community sowie die Tipps im Freundeskreis. Zudem ist die Zusammenarbeit in dieser Skala nur online möglich… Papier wäre zu teuer.

Nun weitere Beispiele: Open Innovation.net, Ebbsfleet United, ein einfaches Beispiel „Nichtschimmer Becken“ Kettle Chips und brainR.de.

Und nun die 5 Regeln fürs Crowdsourcing

1) Die Aufgabe muss „remote“ erledigt werden können, denn die „Crowd“ ist verteilt über die ganze Welt

2) Die Crowd hat eine kurze Aufmerksamkeits-Spanne: Aufgaben sollten so aufgeteilt sein, dass sie pro Person max. 30 Minuten in Anspruch nehmen.

3) Die Crowd produziert enorm viel Ausschuss: Die grosse Menge an Input verbessert nicht automatisch die Qualität des Inputs! Das Konzept für die Filterung der wertvollen Inputs aus der Crowd muss gut durchdacht sein!

4) Die Crowd findet die beste Lösung meistens selbst (wikipedia, amazon, youtube)

5) Nutze die Crowd niemals aus, sei ehrlich und fair. Gib denen Anerkennung und Auszeichnung denen die Ehre gebührt.

Ich will auch crowdsourcen, was muss ich tun?

– Überlegen, wofür man Crowdsourcing im eigenen Unternehmen einsetzen könnte
– Ein Crowdsourcing-Konzept entwickeln, mit besonderem Fokus auf die – „Mobilisierungs-Strategie“ und die „Talent-Filterung“
– Die Instrumente konzipieren, resp. das SocialCommunity-Portal entwickeln.
– Mit der Crowd in den Dialog treten
– Resultate und Entscheide publizieren
– Der Crowd für die Leistung etwas adäquates zurückgeben!

Präsentation: Crowdsourcing [pdf, 6.5MB]

Das Web als Plattform [Vortrag]

Es gibt nicht weniger darum sich zu überlegen auf welcher Site eine Firma präsent sein soll (Denke der physischen Welt: Location. location. location) , aber es geht drum im Internet präsent zu sein: „Das Web ist die Plattform“.

Nun kommen in der Folge Standards und Konzepte (mit Beispielen) die alle dazu dienen, das eigene Angebot zu öffnen. Ziel muss es sein, dass das eigene Online-Angebot einfach „von aussen“ genutzt werden kann. Das Gegenteil von „walled gardens“. Ja, er braucht Mut dazu, aber die Strategie der Öffnung wird langfristig immer gewinnen.

(ach ja, ich sitze noch immer in der Tagung „namics Fachtagung: Unheimlich sozial“ und David spricht)

Interessant ist aber auch der Blick von der anderen Seite: Profitieren Sie von der Offenheit Anderer. Das Rad muss nicht neu erfunden werden, aber sehr viel gibt es schon–also keine eigene Fotogalerie programmieren aber eine Fotocommunity mitnutzen. Meist sind die Dienste gratis und immer mächtiger. Das Reinholen kann auch dazu genutzt werden, mehr Menschen auf die eigene Plattform zu holen. Aber seien sie wählerisch bei der Wahl der Partner.

Und wie bei allen anspruchsvollen Projekten: Messen sie Ihren online Erfolg. Also Analyse einbauen und der Realität der Zahlen glauben.

Zusammenfassung:
– Denken Sie nicht in Funktionen oder Websites, sondern in Plattformen.
– Das Web ist die Plattform!
– Verwenden Sie offene und übliche Standards.
– Öffnen Sie sich.
– Nutzen Sie, was das Web als Plattform zu bieten hat.
– Implementieren, Messen, Anpassen statt Planen, Planen, Planen.

Und hier die Präsi: Das Web als Plattform pdf, 7.6MB]

Communities und Social Applications [Vortrag]

Henning zeigt einerseits viele Beispiele des sozialen Webs, legt aber auch eine starken Fokus darauf, dass soziale Zusammenhänge Offline existieren: Das Internet ist menschlich. Es ist von Menschen für Menschen.

Da „Menschen nicht auf einer Insel leben“ sind Menschen nicht nur physisch zusammen, aber treffen sich „Meta-Orten“, wo es keine geographischen Grenzen gibt. Die Grenzen sind als Sprache oder Kultur spürbar, und Grenzen zwischen restriktiven Services werden stärker wahrgenommen als Landesgrenzen.

Nun kommen einige Schweizer Beispiele wie Maggi, bei denen es auf Codecheck sehr wohl eine Community gab (die beispielsweise über das neue Rezept diskutieren). Wusste Maggi das und wäre es besser die eigene Site dazu bereitzustellen?

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Nun noch ein bisschen Facebook ,Wikipedia und Flickr… immer mit der Frage ob diese relevant sind für die Schweiz. Was meinen sie ist die Antwort? Was sind die Stichworte von/für Communites: Kontakt, Unterhaltung, Bindung, Vertrauen, Sinnlichkeit, Erfahrung, Teilen, Mitteilen, Lernen und Mitmachen. Zu beachten gilt es:

Bedürfnisse: Die Bedürfnisse sind real, sie können nicht künstlich gezüchtet werden.

Authenzität: Die Glaubwürdigkeit der Erfüllung eines Bedürfnisses ist genauso wichtig.

Nun das Spiel mit einer erfundenen ad hoc Community „sooper“ die Geschichte kann ich schlecht mitschreiben… funktioniert aber ganz gut.

Dann wieder ein spannendes Beispiel Get Satisfaction gleichzeitig eine Meckerwand und Hilfstelle: People-Powered Customer Services.

Und nun noch Spielregeln:

1) Verhalten
Gehen Sie von Bedürfnissen von Menschen aus. Erforschen Sie das echte Verhalten ihrer künftigen Community. Am besten fahren Sie, wenn Sie ihre Plattform um ein Bedürfnis herum bauen, wie Musik, Mitteilen, Unterhaltung, Erlebnis, Freundschaft, Liebe, Reisen, Genuss, Ruhe, Erfolg im Beruf oder privat.

2) No Nerds
Die erfolgreichsten Social Applications bauen auf einfache, elementare Erlebnisse. Es muss einen Grund geben, warum einige Leute immer wieder zu Facebook zurückkehren. Der menschliche Austausch, der Unterhaltungswert von „ich habe an dich gedacht“ ist genauso stark wie unser Drang, immer wieder E-Mail abzurufen.

3) Leidenschaft
Was macht den Reiz für Menschen aus, sich auszutauschen? Gehen Sie davon aus, was Sie gerne in ihrem Leben machen. Es geht nicht um Hobbies, sondern um Motivation. Was bewegt Sie? Was finden Sie toll? Was regt Sie auf? Dies sind Faktoren für Mitteilungsbedürfnis.

4) Gehalt
Geben Sie den Menschen Raum, sich zu verwirklichen. Als Community-Plattform sind Sie die Institution, die Raum gibt (Enabler). Sie sind die Bühne und die Leute führen ihre eigene Produktion auf. Der Inhalt ist es, der Ruhm für Ihre Bühne bringt.

5) Offenheit
Als Marke werden Sie von Menschen wie ein Mensch behandelt. Man erwartet von Ihnen, dass sie keine Barrieren schaffen. Dadurch werden Menschen zu loyalen Markenträgern.

6) Ehrlichkeit
Verkaufen Sie ihre Community nicht für dumm. Nehmen Sie sie ernst. Seien Sie ehrlich und
konzentrieren Sie sich auf das Verhalten von Menschen, nicht auf ihre eigenen Motivationen. Versuchen Sie nicht, die Community auszunutzen.

7) Selbstorganisation
Keine Bevormundung. Lassen Sie ein Stück Freiheit, und geben Sie Selbstkontrolle eine Chance. Anstelle die totale Kontrolle aufzuzwingen ist es besser gegebenenfalls zu regulieren. Kontrollen bilden Barrieren, aber loyale Mitglieder einer Community verteidigen ihr Territorium mit Leidenschaft.

Hier die Präsentation: Communities und Social Applications [pdf, 6.5]

Communities sind Faszinationscluster um emotional belegte Themen [Vortrag]

Communities sind Faszinationscluster um emotional belegte Themen. Ich sitze im ersten Referat der „namics Fachtagung: Unheimlich sozial„. Eröffnet wird von Silvio Strübi von echolot / Center for Business Metrics (FBM-HSG). Er geht das Thema soziales Netz von der Marke aus an, die mit dem Titel: Marken, Menschen, Communities

Ein cooles Beispiel ist die „Evolution“ der braunen Brühe. Vom Waschmacher zum Erlebnis. Also weg von Qualität und Features zu Identität (Konsum im öffentlichen Raum). Am Ziel sind wir (bald) bei Fr. 10.– pro Kafee. Von austauschbar zu einzigartig.

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Das Internet bietet hierbei vielfältige Chancen, eine Marke innerhalb solcher Faszinationscluster zu positionieren und Interaktion unter Gleichgesinnten zu ermöglichen! Und was sind die Erfolgsfaktoren?

1) Storytelling
Grosse Marken haben grosse Geschichten. Den richtigen Leuten das richtige zu erzählen. Die Geschichte muss Glaubwürdigkeit sein und ein Identifikationspotential bieten.

2) Commitment der Mitarbeiter
Das Handeln der Mitarbeiter muss konsistent sein. Die Mitarbeiter sind die wichtigsten Markenbotschafter. Eine Firma muss die richtigen Mitarbeiter haben und das Handeln der Mitarbeiter muss den Markenwerten entsprechen.

3) Partizipation des Kunden
Mitglieder der Community spielen eine wichtige Funktionen im Marketing Mix oder in kurz: Du bist Teil der Marke! Dafür braucht es Anreize und echtes Feedback (jenseits des Feedback-Formulars). Schlüsselworte sind: Wordofmouth oder co-creation.

4) Iconic Design
Design hat eine Signaleffekt, da es eine physisches Abbilder er Markenwerte ist: „Ich bin ein bisschen wie der iPod“… wie sein Beispiel zeigt geht das aus in kitschig:

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5) Soziale Verantwortung
Ich (als Marke) bin ein guter Nachbar und helfe den Schwachen z.B. Blutspenden mit Ben & Jerry’s damit wird Ethik als Kaufargument. In meiner „Referenzgruppe“ wird der bewusste Konsum Ausdruck meiner eigenen Identität. Als weiteres Beispiel Krombacher mit Cause-Related Marketing: 1 Kasten Bier = 1m2 Regenwald

6) Ich bin in Deiner Nähe: Lokale Verankerung
Der regionale Kontakt macht die Marke glaubwürdig und schafft Betroffenheit. Simpel sind die Flagship-Stores bis hin zu Flashmobs. Lokale Gegebenheiten müssen erst damit erfolgt die Übersetzung zentraler Markenwerte mit Respekt vor Sitten und Bräuchen.

7) Belohung
Ich gebe Dir etwas zurück für Deine Aufmerksamkeit. Things you can’t buy. Dabei kann ich die Teilnehmer der Community zuerst teilhaben lassen („wir sind Familie“). Loyalität durch nicht-monetäre Incentives aufbauen: Ingroup vs. Outgroup.

8) Unterstützung von Faszinationen
Wir teilen die gleichen Interessen! Ich-war-dabei-Effekt. Idealerweise gelingt es, dass eine ganze Gruppe an persönlichen Erlebnissen von Kunden teilhaben können.

9) Anti-Brand
Man kann die Marke nur lieben, wenn man sie auch hassen kann! Gut ist auch ein Rebellen-Image d.h. es kann zentral denen Gegenpol zu kennen beispielsweise die bekannten Cola Wars oder halt Apple gegen Microsoft.

10) Menschlichkeit
Menschen behandeln Marken wie Menschen – Die Marke muss Mensch sein. Dazu gehört auch eine offene Kommunikation ohne Verschleierungstaktiken. Gute dazu passt auch eine gesunde Selbstironie der Marke. Und Unwahrheiten werden irgendwann aufgedeckt.

E-Banking mit SMS als Sicherheitskanal

Neu bei Raiffeisen Schweiz, als erste Bank in der Schweiz, kann seit dieser Woche SMS als Sicherheitskanal genutzt werden. Somit muss z.B. beim Login keine Sicherheitskarte oder Streichliste mehr verwendet werden. Neben der Vertragsnummer und dem persönlichen Passwort wird dem Kunden der Sicherheitscode per SMS übermittelt.
Finde ich sehr praktisch, weil man die Sicherheitskarte oder Strichliste nicht immer zur Hand hat.

Die Funktionen im Einzelnen:
– Zugang zu Raiffeisen E-Banking: Login mittels E-Banking Vertragsnummer, persönlichem Passwort sowie neu einem Sicherheitscode, welcher an die Handy-Nummer des Kunden gesandt wird.
– Zusätzliche Zahlungsfreigabe: Kunde kann wählen, ob er zusätzlich seine E-Banking Zahlungen via SMS vor der Zahlungsausführung mittels SMS-Code nochmals bestätigen möchte. Der Kunde erhält eine SMS mit Zahlungsbetrag und Konto des Empfängers. Wenn dies für den Kunden stimmt, kann er in Raiffeisen E-Banking den SMS Code eintippen und die Zahlung wird ausgeführt. (Persönlich einstellbar: zB nach Betragshöhe oder für alle neuen Zahlungsempfänger oder grundsätzlich immer).
– Benachrichtigungen per SMS: Lassen Sie sich per SMS informieren über Ihren Kontosaldo, Kontobewegungen, Zahlungsstatusänderungen Börsenstatus-Änderungen und neue Mitteilungen. Sie wählen, für welche Ereignisse Sie eine SMS erhalten möchten.

www.raiffeisen.ch/sms

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Die Titanic ist unsinkbar

Zumindest glaubte man das. Aber mittlerweile wissen wir, dass auch gross Schiffe sinken können, einfach etwas langsamer.
Mitte Februar kündigte der Brockhaus-Verlag an, ein zweihundert jähriges Flagschiff sang und klanglos zu versenken, ab jetzt nur noch online und werbefinanziert. (Was für ein Verrat)
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Wie bei der Titanic ragte nur noch das Heck aus den Fluten. Einige Hüter der guten alten Dinge schrieben schon den Nachruf, so etwa gesehen in der Manufactum Hauszeitung (Es gibt sie noch, die guten Dinge.)
Was hört man nun von der Brockhaus Kommandobrücke? Alles nur ein Irrtum, ein „Kommunikationsfehler“. Da wird kräftig zurückgerudert und verkündet „Brockhaus bleibt offline„.
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Mit Hektik wird anscheinend das Wasser aus den leckgeschlagenen Kammern gepumpt. Im Sinne einer On-Offline Doppelstrategie könnte das durchaus Sinn machen und vielleicht die Zukunft retten. Aber das für Mitte April angekündigte Brockhaus Portal, nun ja, wie soll mans sagen, ist noch nicht „aufgetaucht“…
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Wenigstens der Brockhaus sollte unsinkbar sein, es wäre ihm gegönnnt.

P.S.
Welcher Eintrag ist bei Google (so eine Art Nachschlagwerk für alles und jeden) auf Platz 1, wenn man nach ‚Titanic ist unsinkbar‘ sucht?

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Die Daten zum Rechner oder umgekehrt

Amazon bietet mit mit AWS „mietbare“ Webservices immer mehr Funktionalitäten, welche einzelne Firmen aus eigener Kraft gar nicht mehr leisten können. Was als „wie verkaufe ich freie Rechenzeit (über Weihnachten kann Amazon gemäss AGB die WebServices beschränken)“ begonnen hat, als Rekrutierungstool genutzt wurde (hey, Amazon ist auch eine coole Firma) wird je länger je mehr eine raffinierte Waffe für Firmen bei grossen Aktionen (über beschränkte Zeit).

Das Puzzle setzt sich langsam zusammen. Mietbare Rechner (EC2: Elastic Compute Cloud) d.h. ich kann eigene Computer-Images (AIM, Amazon Machine Image) auf der Amazon Infrastruktur betreiben und zwar einen Rechner oder fünfhundert (oder was ich grad benötige); bezahlt pro Zeit und Traffic. Dazu kommen sehr simple Mechanismen der Datenspeicherung (S3: Simple Storage Service) und noch den SQS: Simple Queue Service. Später kam noch SimpleDB dazu, die ist nach meinem Geschmack aber sehr (zu) simpel.

Nun beginnt die Geschichte aber erst, denn plötzlich folgen Funktionen, welche auch Enterprise-Kunden aufhorchen lassen.

1. Elastic IP Addresses und Availability Zones

Die „elastische IP Adresse“ gehört zu einem einzelnen AWS Account. D.h. ich kann meinen dahinter liegenden Dienst verändern, verschieben und skalieren, ohne dass Internet User etwas davon merken müssen. Oder in kurz muss ich mich nicht im DNS(-Propogandierung und TTL) rumschlagen. Die „Verfügbarkeitszonen“ erlauben zudem die geographische Steuerung meiner EC2 Instanzen. Sei es aus Gründen der Latenz (Europäische User sollen aus Europa bedient werden) oder aus Gründen der Verfügbarkeit. Ich kann den Betriebsort meiner gemieteten Diensten bestimmen.

2. Das Skalierungsframework Scalr

Das OpenSource-Projekt Scalr erlaubt es die Skalierung und die Verfügbarkeit einer Anwendung auf AWS einfach zu steuern. In kurz so eine Art Steuerungsprogramm für hinterliegende LoadBalancer und Services (inkl. virtuelle Maschinen). Und das alles auf Mietbasis (Scalr ist gratis)! Solche Gesamtsysteme waren (sind) typischerweise seeehr teuer und nur hinter der doppelten Schleuse der IT-Abteilung zu finden.

3. Persistent Storage

Der Dienst ist erst angekündigt, macht das Paket aber nochmals viel runder. Ich miete bei AWS Speicherbereiche (raw storage) welche ich von meinen virtuellen Maschinen aus als Dateisystem (formatiert nach Wahl) nutzen kann. Grösse 1MB bis 1TB und mit einer Snapshot-Funktionalität ausgestattet. D.h. wie bei (teuren) Storagesystemen kann ich das ganzes Device auf die Seite legen oder auch Veränderungen aufzeichnen und zurück zum Ausgangspunkt oder später zusammenführen. Beispielsweise ein schneller Rollback nach einer Änderung, ohne dass ich mich um Details kümmern muss oder ein Hintergrund-Backup eines laufenden Systems.

Die genannten Dienste und die Aussicht auf was noch kommen wird, sollte anregen Infrastrukturen in der Art (AWS ist noch ziemlich einzigartig v.a. wegen der Breite des Angebotes) sehr ernst zu nehmen. Sei es für einfache Fragestellungen wie „ich habe eine grosse Datei und muss diese innert kurzer Zeit sehr vielen Leuten zum Dowlnoad anbieten“ oder ich habe eine Anwendung die extreme Lastschwankungen hat „einmal im Quartal“.

PS: Verfügbarkeit? Mal ganz ehrlich… kriegt es die eigene IT besser hin ;-)
PPS: Und wenn ihre Aufgabe noch immer nicht gelöst ist kann ich bei Amazon Mechanical Turk Menschen(power) mieten ;-)

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Online Dokumente — die Unterschiede werden sichtbar

Online Dokumente (beispielsweise mit Google Docs) oder installierte Clientanwendungen (wie MS Office)… Das eine mutet zu simpel an, da andere zu mächtig. Doch was ist wirklich der Unterschied? Google schreitet zur Zeit mit mächtigen Schritten voran und zeigt, was Online möglich ist.

Beispielsweise mit sogenannten Gadgets. Das sind eigenständige Anwendungen, von Google oder von der Community geschrieben, welche in Online-Dokumenten genutzt werden können. Somit gibt es beispielsweise in der Spreadsheet-Anwendung mächtige graphische Darstellungsmöglichkeiten entlehnt aus anderen Projekten wie Gapminder oder die Kursdarstellung von Google Finance. Extrem mächtig! Im Bild unten habe ich mit einem Gadget eine geographische Heatmap aus Analytics-Daten gemacht die in allen Online Dokumenten (inkl. Google Sites und iGoogle) genutzt werden kann.

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und weiter geht es im Takt- Beispielsweise mit einer Umfrage-Anwendung, welche die gesammelten Resultate gleich in einem Spreadsheet ablegt. In weniger eine Minute zusammengestellt und in Echtzeit ausgewertet.

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Eindrücklich und das ist erst der Anfang. Installierte Anwendungen haben da bald ein schwieriges Dasein.

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An der Baarerstrasse 124 in Zug

An der Baarerstrasse 124 in Zug findet sich das Zugorama, Ausstellungs- und Beratungscenter für Geräte der V-ZUG AG. Als Alternative zum Hingehen lohnt sich möglicherweise auch ein Besuch mit Google Earth. Im Google 3D Warehouse findet sich nämlich ein Modell des kompletten Firmengeländes der V-ZUG AG. Hier die Ansicht nach der Adressuche.

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Ein paar Klicks weiter lässt sich das gesamte Modell runterladen und anzeigen oder auch weiter bearbeiten. Die Bereicherung von Informationen mit Geographiedaten eröffnet aus Nutzersicht neue Möglicheiten und ist einer der Trends im Internet (etc.). Dazu haben wir vor fast einem Jahr bereits eine Fachtagung zusammen mit Google gemacht: Mapping-Anwendungen erobern das Internet, Google (Geo-)Services als Bausteine der Informationsvernetzung,
Anwendungsbeispiele von Mappinglösungen, Die technischen Aspekte von Mapping-Lösungen, Ihre 3D-Filiale in Google Earth und Technologie-Trends für Mobile Mapping und LBS Dienste. Hier der Blick auf den Firmensitz der V-ZUG AG.

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Was braucht es dafür? Eigentlich nur Zeit und das Gratis-Tools Google Sketchup. Die Hürde ist höchstens, dass das Modell im offiziellen 3D Warehouse von Google aufgenommen wird. Auch Microsfot bietet in der Zwischenzeit mit Virtual Earth 3D (Beta) einen Anfang von etwas ähnlichem.

Auf jeden Fall macht das rumspielen Spass!

Scrum Breakfast in Zürich, 07. Mai 2008

Scrum bringt Erfolg in der Projektabwicklung. Das haben die Scrum Breakfast Vorträge von Marcello Leonardi, Jiri Lundak und Patrick Weiss gezeigt. Aber warum? Und was hat Scrum mit dem Erfolg des Unternehmens zu tun? Die nächsten beiden Scrum Breakfasts bei der namics in Zürich widmen sich diesen spannenden Themen.

Am 7. Mai referiert Peter Stevens zum Thema: „Lean Software Development: der optimale Weg vom Konzept zum Cash“

Der Weg vom Konzept zum Cash kann lange und risikoreich sein. Verzögerungen, Fehlentscheidungen, Budgetprobleme, Kundenakzeptanz, schnellere oder grössere Konkurrenz… Die Aufzählung der Risiken scheint endlos und doch ist es möglich, erfolgreiche Produkte und Systeme zu entwickeln. Wie kann der Gesamtprojektleiter dafür sorgen, dass das Produkt bzw. das Projekt erfolgreich abgeschlossen wird, dass das Ergebnis einen positiven Return on Investment (ROI) produziert?

Toyota hat jene schlanke Produktion und daraus die schlanke Produktentwicklung erfunden, die sowohl für optimale Markt-Eignung (Fitness für Use) sorgt, wie auch für optimale Abläufe in der Entwicklung und in der Produktion. Diese Kombination von für den Markt geeigneten Produkten, tiefe Kosten und hohe Qualität ermöglichte Toyota den Aufstieg an die Spitze der Autoindustrie.

Dieser Vortrag schliesst den Kreis zwischen Agilität und Wettbewerbsfähigkeit auf der unternehmerischen Ebene mit Scrum und agile Software Entwicklung auf der operativen Ebene. Sie lernen, wie die Leitgedanken von Toyota mittels Scrum Ihre Agiliät und Wettbewerbsfähigkeit verbessern können.

Anschliessend gibt es Fragen, Diskussion und Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern. namics lädt Sie wie immer zu Kaffee und Gipfeli ein.

Datum: 7. Mai 2008 (immer der 1. Mittwoch des Monats)
Zeit: Türöffnung 8.00 bis 10.00, Vortrag 8.35 bis ca. 9.00
Ort: namics Zürich, Konradstrasse 12/14, 8005 Zürich (map)

Anmeldung: per xing.com Event.