Können Software-Innovationsprojekte gefördert, geplant und geführt werden? [Vortrag]

Herr Toni Steimle (Crealogix) und ich haben heute an der Orbit-iEX einer kleinen interessierten Gruppe die Herausforderungen und Erfolgskriterien von Software-Innovationsprojekten präsentiert.

Im ersten Teil des Referats hat Toni Steimle beleuchtet, wie es gelingt mit qualitativer Marktforschung, benutzerzentriertem Produktdesign und geeigneter Marktsegmentierung Produkte-Innovationen so zu gestalten, dass Softwareinnovationen erfolgreich im Markt platziert werden können.
Im zweiten Teil des Referats habe ich berichtet, wie mit Scrum (agilen Vorgehensweise) es möglich wird Innovationsprojekte fokussiert und effizient umzusetzen.
Mein Referat startet mit der traurigen Tatsache (CHAOS-Studie der Standish Group) das 84% der IT-Projekte teilweise erfolgreich oder nicht erfolgreich sind. Dabei definiert die Standish Group erfolgreiche Projekte folgendermassen: „Das Projekt wurde rechtzeitig, ohne Kostenüberschreitung und mit dem ursprünglich geforderten Funktionsumfang abgeschlossen.“ In meiner Vorbereitung zu diesem Referat bin ich auf die provokative Aussage von Mike Cohn (Autor von Agile Estimating and Planning und User Stories Applied) gestossen, der ein Projekt als gescheitert betrachtet, wenn es rechtzeitig, ohne Kostenüberschreitung und mit dem ursprünglich geforderten Funktionsumfang abgeschlossen wird. Ich stimme dem Mike Cohn zu.
Verwirrt?!?! Dann laden Sie sich die Präsentation herunter…..

>> Und hier geht es zur Präsentation: Können Software-Innovationsprojekte gefördert, geplant und geführt werden? [pdf, 8.2MB]

>> Weitere Vorträge an der Orbit-iEX sind in diesem Archiv und weitere Vorträge von namics finden sich auf diesem Weblog im Archiv Vorträge und auf unserer Website bei www.namics.com/wissen.

Top 10 Internet-Standards der Zukunft 2008 [Vortrag]

Nach 2003, 2004, 2005, 2006 und 2007 (im ganzen schon 10 Jahre): Hier unser Blick in die Glasskugel mit dem folgenden Ergebnis:

– Hackable Gadgets
Bug Labs oder Cumby machen es vor: Nach dem OpenSource Prinzip durch die Community programmierbare technische Spielzeuge dank deren das Internet Teil des täglichen Lebens wird ohne als „Internet“ wahrgenommen zu werden.

– Rich Handy Platforms
Handies sind vollwertige Computer und machen Geräte mit grösseren Formfaktor teilweise überflüssig. Nützliche Anwendungen gibt es schon viele und die Entwicklung ist noch sehr dynamisch, insb. auch wegen Firmen wie Apple oder Google die es schaffen, nützlichen Druck auf die Infrastrukturanbieter zu machen. Der nächste grosse Trend ist der Einbezug von Geographie bei Anwendungen.

– On/Offline-Applikationen
Die Grenze was online und was offline ist wird dünner oder in anderen Worte: Technologie wird unsichtbar und damit besser. Auch wenn es niemand hören will kann das Lotus Notes seit über 10 Jahren: Dem Nutzer kann es egal sein auf welchem Rechner / Server das Dokument liegt und der Abgleich zwischen den Systemen stellt die Konsistenz sicher. Nun dieselbe Geschichte, typischerweise mit dem Webbrowser als Frontend und Plugin wie Gears. Heisse Kandidaten um Microsoft Office und das „mein Harddisk“-Paradigma überflüssig zu machen.

– WOA (Web Oriented Architecture)
Serviceorientierung als Architekturparadigma setzt sich zunehmend durch, aber die Komplexität der Technologieelemente ist im Umfeld von Webanwendungen eher hinderlich. WOA (Web Based Architecture) ist sozusagen der kleine Bruder der viel weniger kann aber häufig besser funktioniert.

– Clientcode Frameworks
Je interaktiver der Browser genutzt wird, desto weniger soll/kann alles selbst programmiert werden. Frameworks wie YUI, JQuery oder Dojo bieten hier Hand. Da die Frameworks aber auch Grenzen vorgeben gilt es den richtigen Einsatz gut zu planen.

– Enterprise 2.0
Weshalb das was im privaten Web 2.0 funktioniert nicht auf für im Firmenumfeld nutzen. nicht (nur) aus technischer Sicht aber mit einem Fokus auf hinter liegende kulturelle Aspekte wie Transparenz, Vertrauen und Dezentralität.

– Green IT
Nicht nur auf die Natur achten aber auch Kosten sparen und zwar bei der Anschaffung insb. aber auch beim Betrieb von IT-Infrastruktur. Wie viel Strom braucht ein Rechner und wie ist dessen Auslastung. Wie ist das Hosting gekühlt (klimatisiert) und welche Probleme stellen sich wegen der höheren Leistungsdichte moderner Systeme.

– User Generated Infrastructure
Die Community kann nicht nur Informationen zusammentragen aber auch Infrastruktur zur Verfügung stellen. Zwei spannende Beispiels hierzu sind die WLan-Community Fon und das Projekt Open Street Map. zusätzlich zur realisierten Infrastruktur ist es sehr interessant hier auch abzukucken, wie erfolgreiche Community gabuet werden.

– Social Reputation Management / Open Social
Obschon mit semantischen Standards wir FOAF oder XML Friends Network soziale Beziehungen einfach modelliert und verteilt werden können, horten die sozialen Plattformen diese Daten. Man könnte vermuten es soll ein LockIn her… Nun kommt die Marketing-Trommel und verspricht mit Open Social eine Lösung die über mehrere Sites funktionieren kann.

– Amazon Webservices
AWS ist Prototyp für Cloud Computing. Eine unheimlich leistungsfähige und skalierbare Infrastruktur „irgendwo“ im Internet. Auf den ersten Blick unösbar anmutende Infrastruktur-Fragestellungen lassen sich damit über ein einfaches Mietsystem (bezhalt wird mit dem „normalen“ Amazon-Account) realisieren. Die community tut mit vorgefertigten Konfigurationen und weiteren Werkzeugen das ihrige dazu.

>> Und hier geht es zur Präsentation: Die Top 10 Internet-Standards 2008 [pdf, 2MB]

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Alle Vorträge der Orbit-iEX 2008 mit namics

Ab morgen gibt es namics vier Tage lang auf der Orbit-iEX zu sehen und zu fühlen. Zudem füllen die entsprechende Kategorie auf diesem Weblog. Es würde mich sehr freuen viele Leserinnen und Leser persönlich auf der Messe begrüssen zu dürfen. Gespräche zu Prozente, über unsere Themen und über den Gang der Welt.

An der begleitenden Konferenz ist namics an den folgenden Themen beteiligt. Eine Einstimmung zu dem Themen findet sich auch in kleinen Videobeiträgen der Referenten. Hier die Handouts in der Folge im Pack. Ich hoffe das jeder Referent noch einen einzelnen Post mit ein paar persönlichen Bemerkungen macht.

Blog-Praxis: Unternehmensblog namics [Vortrag]

Heute Nachmittag darf ich im Rahmen eines des Seminars „“ am MAZ in Luzern über Weblogs für Firmen sprechen. Fallstudie ist unser blog.namics.com. Nach mir spricht Nicolas Galladé über Kampagnenblog SP Schweiz und Roger Stupf über den Jubiläumsblog 175 Jahre Uni Zürich.

Themen im Kern sind Grundanforderungen, Tipps und am wichtigsten wohl aber unsere Erfahrungen in der Praxis.

Hier geht es zur Präsentation: Blog-Praxis: Unternehmensblog [pdf, 951KB]

YouTube Videos mitnehmen (runterladen und umwandeln)

Immer wieder mal möchte ich ein Video vom Internet runterladen… beispielsweise für eine Präsentation bei der ich nicht sicher bin, ob der Online-Zugang funktioniert. Oder weil ist die Musik von Stress einfach gut finde (oder so ;-)

video.google.com bietet dafür eine eingebaute Funktion (Download als mp4) aber bei www.youtube.com (gehört auch Google) gibt es so was nicht. Also bin ich immer wieder verschiedenen Lösungen nachgesprungen, welche bei der nächsten Änderung an der YouTube-Plattform wieder scheiterten. Ich meine gar, dass sich YouTube gegen die Dowloader gewehrt hat.

Hier nun eine Lösung, die bei mir schon lange Zeit sehr robust funktioniert. Ein unter Windows installierbares Programm von DVDVideoSoft welches gar einen Batch-Download mehrerer Dateien unterstützt. Wer lieber nichts installiert, für den wird auch eine Online-Version angeboten: Free Online YouTube and Google Video Download.

Die installierte Version erstellt (je nach Variante) MPEG4-Dateien (oder H263 oder schönden Sound im MP3) in den verschiedensten Qualitäten resp. Auflösungen. Somit lässt sich der Download in fast allen Programmen nutzen. Die Online-Version bietet keine Transformation und speichert nur FLV-Dateien (Flash Video) für welchen ein Player benötigt wird. Beispielweise wieder von DVDVideoSoft.

So sieht das Ding bei bei der der Arbeit aus

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Und hier geht es weiter bei www.dvdvideosoft.com.

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Viele Zahlen und ein paar auch spannend: Amtliche Fernmeldestatistik 2006

Am 6. März 2008 publizierte das Bundesamt für Kommunikation die Amtliche Fernmeldestatistik 2006 [pdf, 520KB]… somit sind sehr viele Zahlen (mit einem Jahr Verzug) auf dem Tisch.

Wegen der fehlenden Erhebung von VoIP von „nicht-Fernmeldedienstanbieterin“ gehen die telefonierten Festnetzminuten markant zurück. Der Handy-Anteil ist etwa gleichbleibend, obschon es mehr Handies gibt (Vermutung: Migros, Coop und „schlafende Verträge“: Abo nehmen für billigeres Handy etc.).

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Interessant auch wie viele Leute ab ihrem Handy Data-Traffic verursacht haben (leider nur bis 31. Dez 2006).

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Wachstum 300%, letztes Jahr wohl noch mehr (dort gab es schon ein iPhone ;-)

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Auch bei UMTS über 200% Wachstum. Gemäss der Studie sind die Zahlen von 2004 vertraulich. Gemessen wurden eindeutige IMEIs (Handy Identifikation). Zwar sind das erst 4.85% aller Kunden, aber die Zahl ist über ein Jahr alt und viele der „Kunden“ sind „schlafend“. Aber über 350’000 Menschen sind schon einige in der Schweiz und das Wachtsum ist sehr nett.

Hier geht es zur Bakom-Site.

PS: So bakom-fremde Sachen wie Skype werden übrigens wie folgt definiert: „Bei dieser genügt es, das entsprechende Programm vom Internet herunterzuladen und die Verbindung mit einem Gesprächspartner herzustellen, der das gleiche Programm installiert hat.“ ;-)

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WOEID bist du grad?

Mein Arbeitsplatz zu Hause hat keinen 32-Bit Identifier auf Yahoo (aber sonst ein paar andere). Schade, bin ich also nur „zu Hause“… die Wohnung befindet sich in der Stadt 784254.

Yahoo hat heute auf Yahoo! Internet Location Platform ein API frei gegeben, welches rund 6 Mio. „Orte“ auf dieser Welt mit einer eindeutigen Nummer versieht und diese dann in Relation zu anderen Nummern stellt (Mutter, Tocher, gehört zu, Nachbar etc.)

Das API ist als REST Aufrufe realisiert und somit ein nettes Beispiel um eigene Schnittstellen abzuschauen. So finde ich die oben genannte WOEID von St.Gallen mit den folgenden Aufruf: http://where.yahooapis.com/v1/places.q(st.gallen)

– API = http://where.yahooapis.com/v1/
– Methode = palces
– Query = .q(st.gallen)

und hier das Ergebnis (gibt es auch als JSON):

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Parent ist übrigens http://where.yahooapis.com/v1/place/784254/parent die „Local Admin“ St.Gallen (wohl die Gemeinde ) und Parent davon http://where.yahooapis.com/v1/place/12682701/parent der „District“ (der Bezirk?) St.Gallen und der Parent davon http://where.yahooapis.com/v1/place/12593091/parent der „Canton“ (das ist nun klar) etc.

Was nicht tut ist die Geocodierung von Addressen — es sind nur Sachen wie „administrative areas“, „historical administrative areas“, „unique settlements“, „suburbs“, „unique postcode“, „countries“, „points of interest“ etc. Somit ist es was sehr ähnliches wie http://www.geonames.org/ aber halt von Yahoo.

Für mich vor allem interessant wegen dem API und bald wird es wohl Flickr-Erweiterungen geben.

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Scrum Breakfast in Zürich, Guideware Case Study

This month we are honored to have a special guest to the Scrum Breakfast in Zürich: Stuart Read, Professor of Marketing at the IMD in Lausanne.

You already know Scrum. You have likely seen it at work. In this discussion, we will investigate a firm built completely on Scrum. Not only does the firm use Sprint teams for every function in the company, the firm has used Scrum since its founding day. I encourage you to review the case study so we can have a focused discussion on the issues around such a complete adoption of the methodology, especially as the firm expands beyond 500 employees.

Stuart Read is Professor of Marketing at IMD. He is currently developing cases and research in the following areas:

* New ventures and innovation
* Specifically investigating expertise in the entrepreneurial domain
* Marketing of innovations with network externalities
* Non-predictive strategies that enable managers to effectively make decisions in situations of true uncertainty

His academic credentials include a Ph.D. in marketing from the University of Washington and a Bachelor’s degree in computer science from Harvard University. He has nearly 20 years of industry experience, having participated in the creation of six high technology start-up firms. Four of those firms were acquired by industry leaders including Sun Microsystems and Lotus Development Corporation. Two are publicly traded. Stuart also spent 6 years with enterprise database software provider, Oracle Corporation.

The Scrum Breakfast in Zürich is a monthly exchange of information around Scrum. The breakfast offers discussion, information and hands-on experience to CIO’s, executive and operational project managers. The Scrum Breakfast takes place the first Wednesday of each month. The program starts with a short presentation about on an in interesting topic around Scrum. Then follows a moderated discussion among the participants to encourage an exchange of know-how and experiences.

The talk will be held in English.

Attendance is free and our sponsor namics provides the coffee, gipfeli (croissants) and orange juice.

Date: June 4, 2008
Time: 10:00 to 12:30 (Special Case!)
Location: namics ag, konradstrasse 12, 8005 zürich (map)

Registration for the Scrum Breakfast via xing or via comment (won’t be published). If you wish to join us for lunch, please register separately at xing.

Screenshot mit K-Meleon 1.1 für Windows gefällig

Die Frage danach, wie viele Webbrowser die Welt benötigt wird wohl noch lange diskutiert werden.

Die Liste von Darrel Knutson meint deren 146 für Machintosh zu kennen, Markus und ich plädieren für einen einzigen UN-Browser (der alle 3 Monate ausläuft und aktualisiert werden müsste) und auch dazu, welche Browser getestet werden sollen haben ich eine Meinung.

Wer aus den Vollen schöpfen will, kann sich auf der Site http://browsershots.org/ Screenshots der unmöglichsten Browser(-Kombinationen) erstellen lassen. Abgesehen vom Resultat ist der Ansatz der Erstelllung, die Shot Factory auch spannend. Alle Leute die bei der Herstellung von Screenshots mitmachen wiollen könnnen sich aus einer Warteschlange (Factory interface des ShotServers) einen Screenshot-Job abholen, diesen ausführen und das Bild als PNG wieder zurückliefern.

Und so sieht es für Nutzer aus: Eingabe der URL die ich möchte, der (verfügbaren) Browser und er Optionen wie JavaScript oder Flash-Support.

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Danach bekommt ich eine Warte-Seite mit einer Zeitschätzung bis mit Job erledigt ist. Auf Wunsch kann ich mir auch anzeigen, welcher „Screenshoter“ wieviel Zeit schätzt.

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Und hier das Ergebnis inkl. einer Blätterfunktion und einem Download für alle Bilder in einem Request. Leider ist der Dienst nicht 100% zuverlässig, so konnte ich auf unserer Testumgebung weder den „leeren“ Safari 3.1.1 auf OS X 10.5 noch den MSIE 7.0 auf XP noch den MSIE 6. 0 auf Windows 200 nachvollziehen…

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Hier geht es zur Spielwiese: browsershots.org

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Einfach für Alle-Tagung: Die Software im Browser

Während meine Kollegin Luzia über Barrierefreiheit als Managementaufgabe diskutierte, sprach ich gestern auf der Fachtagung der Aktion Mensch über Web 2.0 und die Zugänglichkeit (oder Unzugänglichkeit) der Software im Browser. Mit auf dem Podium waren Anna Courtpozanis, blinde Expertin von der Heidelberger Organisation Web for All, Dr. Carlos Velasco, Leiter des BIKA Web Compliance Centers am Fraunhofer Institut für angewandte Informationstechnik (FIT) sowie Marco Zehe, Qualitätsbeauftragter für Barrierefreiheit bei Mozilla.

Eine sehr kompetente Runde. In den Einführungspräsentationen ging es dann um Hindernisse, Vorzüge und Wünsche bezüglich Web 2.0-Anwendungen aus der Sicht einer blinden Nutzerin; um die nach langen Jahren endlich schnell der Finalisierung zustrebenden Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG) und ihre Herausforderungen für ein teil-automatisiertes Testing; wie sich die Firmenkultur von Innovationsträgern wie Google oder Yahoo von weniger progressiven Unternehmen unterscheidet und welche Auswirkungen sie auf Web 2.0-Anwendungen hat; sowie immer wieder um das barrierefreie Web 2.0. Einen guten Schritt in diese Richtung bezeichnet die Richtlinie für Accessible Rich Internet Applications (ARIA), die bereits jetzt oder in naher Zukunft von allen vier großen Browserherstellern, den Marktführern zum Vorlesen von Bildschirminhalten (Screenreadern) und wichtigen JavaScript Frameworks unterstützt wird.

Konsens am Ende der Diskussion war darum, dass Entwickler jetzt bedingungslos ARIA einsetzen sollten. Es gibt keinen Grund, damit zu warten. Die Lernkurve ist niedrig, aber es kennen noch zu wenige. Von verschiedenen Seiten, beispielsweise auf Universitätsebene und auch von Seiten des World Wide Web Consortiums (W3C), muss noch viel unternommen werden, um Entwickler zu erreichen und zeitgemäße Best Practices zu lehren.

Wir waren uns auch einig, dass sich in den nächsten fünf Jahren massiv viel in Richtung Barrierefreiheit tun wird. Das Interesse bei Unternehmen ist vorhanden, denn niemand möchte seine Mitarbeiterinnen oder Kunden wirklich diskriminieren. Damit steigt auch der Druck von Seiten der Mitbewerber. Gleichzeitig wird das Thema von der Politik vorangetrieben, wie die kürzliche Ratifizierung der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zeigt oder Vertreter der Europäischen Kommission in Publikationen wie The Accessibility Imperative offen ansprechen.

Nicht so technisch zugehen wird es übrigens auf der namics-Fachtagung zu Barrierefreiheit am 3. Juni in Frankfurt, die sich mehr an interessierte Einsteigerinnen wendet. Der Eintritt ist frei, ebenso noch einige Plätze.