Accessibility and Business Value Study

Ein Kollege *danke Urs* hat mich auf diese – sehr interessante – Studie von der Customer Respect Group aufmerksam gemacht.
Testgegenstand, der im Februar 2008 publizierten Studie, sind die Websites von 140 Unternehmen, die Mehrzahl davon aus der „2007 Fortune 100 list“. Ausgeschlossen waren explizit High-Technology Unternehmen sowie Unternehmen, welche sich mit Accessibility Consulting beschäftigen. Die Unternehmen sind in den USA, Kanada und Grossbritannien beheimatet.

Untersucht wurde, welche Unternehmen sich speziell durch zugängliche Internetseiten auszeichnen. Die Studienergebnisse kurz zusammengefasst sind:

  • Die Unternehmen, welche sehr gute Werte in Bezug auf die Zugänglichkeit ihrer Website aufweisen, haben einen starken e-commerce Fokus. Interessanter Weise konnte kein direkter Zusammenhang zwischen der gesetzlichen Verpflichtung und der maximalen Erzielung der Barrierefreiheit hergestellt werden.
  • Besonders erfolgreich wurde bei den Unternehmen Barrierefreiheit umgesetzt, die sich durch diese Massnahme gegen die Konkurrenz im Markt differenzieren wollen.
  • O2 UK wurde in der Studie als am besten zugänglich bewertet.

Empirisch interessant für mich war vor allem, dass nachgewiesen werden konnte, dass der Gap zwischen Usability und Accessibility grösser ist als der zwischen Usability und Nicht-Usability. Das heisst im Umkehrschluss, Usability hat es inzwischen zu einem gewissen Selbstverständnis geschafft.

Auch wenn das PDF der Studie nicht barrierefrei generiert worden ist, so ist sie doch interessant zu lesen. Hier der Link zum Nachlesen: PDF-Datei, 1.2MB

2 Gedanken zu “Accessibility and Business Value Study

  1. Hatte ich Dir den Link nicht auch geschickt? ;)

    Interesant an der Studie fand ich, dass diese großen Unternehmen erfolgreich mit Barrierefreiheit Geld verdienen und sich öffentlich dazu bekennen. Barrierefreiheit ist ein Markt, und man kann die Usability für alle erhöhen, wenn eine Site barrierefrei ist. Für sie ist Barrierefreiheit eine Selbstverständlichkeit als Instrument zur Zielgruppenmaximierung. Das macht auch wirtschaftlich Sinn.

    Und es war festzustellen, dass Barrierefreiheit eigentlich nur dann nachhaltig und langfristig Erfolg hat, wenn es auf Vorstandsebene in einem Unternehmen in die Wege geleitet wurde.

    Da können sich einige europäische Firmen noch eine Scheibe abschneiden.

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