Bitte keine/meine E-Mail nicht verschleudern

E-Mails in diesem Stil erhalte ich etwas einmal im Monat (so auch schon von einem Luxushotel mit ganz vielen deren Kunden). Bis jetzt bin ich immer auf den Mund gesessen, aber da nun ein Absender es mehrfach tut, kann ich hier mal versuchen ein bisschen Vernunft zu stiften.

Was ist Sache? Ein Massenmail, bei welchem der Absender alle Empfangsadressen in das „an“ (resp. „to“) Feld kopiert. Somit sind für alle Empfänger alle anderen Adresse sicht- und nutzbar. Beim aktuellen Beispiel hat es über 150 E-Mail Adressen drin!

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Echt ein Problem. Für mich und wohl auch auch Sicht des Datenschutzes.

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Wenn heute schon morgen ist

sunrise legt grad mal zu bzgl. Geschwindigkeit und durchbricht die Datumsgrenze.

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Den Entscheid, all ihre verschiedenen E-Mail Dienste für Kunden auf die Google-Plattform zu konsolidieren finde ich aus Usersicht gut. Ob es geschäftlich Sinn macht (Abhängigkeit) und ob die Datenschützer da nicht zu einer grösseren Diskussion ausholen wird spannend…

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Amazon legt Kindle auf den Tisch

Viele Geschäftsmodelle werden erst durch Internet möglich. Eine häufig gezeigte Graphik ist/war die des Long Tails und damit die Relativierung des 80/20-Prinzips d.h. ein Geschäftsmodell, welches (nur) auf Nischenprodukte ausgelegt ist. Hier meine Version der Graphik:

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Da als Beispiel häufig Amazon dient, ist die Erklärung immer gepaart mit dem Ausblick auf Produkte, welche sich auch digital liefern lassen. So bereits bei Software oder bei Musik Realität. Und was ist mit Büchern und anderen Print-Produkten wie Zeitungen und Zeitschriften? Einige Argumente sprechen dagegen, einige dafür.

Amazon legt nun vor und bietet ein „elektronische Buch“ zu einem agressiven Preis von USD 390.– deutlich billiger als andere Angebote einer breiten Käuferschaft an: Amazon Kindle. Mit dabei gleich 88,000 Titel für USD 10.–

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Ein sehr spannender Vorstoss in Richtung des Weihnachtsgeschäftes und möglicherweise der Anfang eines langfristigen eBook-Markets.

PS: Für mich sehr spannend ist meine private Tätigkeit als Vorstandsmitglied bei der Schweizerischen Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte. Dies, weil dort ein Teil der Medien bereits heute „nur“ als Hörbuch resp. im DAISY-Format nur noch digital vorliegen. Die Distribution schreitet daher schnell in Richtung Internet.

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Wer ist oben (am Beispiel des Rankings von Yahoo)?

Die Position der Treffer in der organischen Rangliste einer Suchmaschine ist nicht nur ein sehr schwieriges Problem (und nur in Näherung zu lösen), aber auch ein sehr emotionales Thema von Wissenden und Halbwissenden (häufig emotional) „diskutiert“.

Oder noch einfacher die Frage: Welche Einfluss hat mein Google Page Rank (genau) auf meine Ranglistenposition. Die Antwort wird zur Zeit, da Google grad wieder mal als Blogposts getarnte Werbung bestraft, besonders emotional diskutiert. Die Antwort heisst meist: Es werden über hundert Faktoren berücksichtigt…

Erstaunlich offen war Dr. Jan Pedersen (Chief Scientist for the Search and Marketplace Division of Yahoo!) an einem Vortrag an der Uni Berkeley. Dort erklärte er 14 nach Wichtigkeit rangierte Faktoren zur Berechnung des Rangs in der Trefferliste bei Yahoo inkl. eine Entscheidungsbaum mit einigen Gewichtungsfaktoren (ermittelt über maschinelles Lernen). PageRank (bei Yahoo heisst das Analog Eigenrank) ist dabei „nur“ an Stelle 7.

Die Faktoren (nach Wichtigkeit):

> A0 – A4: anchor text score per term. In wie vielen eingehenden Links (Anker) findet sich der Suchterm resp. die Suchterme 1-4.
> W0 – W4: term weights. Wie häufig/selten ist der Suchterm in der gesamten Kollektion.
> L0 – L4: first occurrence location (encodes hostname and title match). Wie weit oben ist der Suchterm im Dokument inkl. Domänenname/URL und HTML Seitentitel.
> SP: spam index: logistic regression of 85 spam filter variables (against relevance scores). Wie wahrscheinlich ist es, dass es sich beim Dokument um Spam handelt?
> F0 – F4: term occurrence frequency within document. Termhäufigkeit im Dokument.
> DCLN: document length (tokens). Anzahl ausgewertete Suchterme (Tokens) im Dokument.
> ER: Eigenrank. Popularitätsindex, berechnet über externe Verlinkung (PageRank-Analog).
> HB: Extra-host unique inlink count. Anzahl unterschiedliche Hosts mit Inlinks.
> ERHB: ER*HB
> A0W0 etc.: A0*W0
> QA: Site factor – logistic regression of 5 site link and url count ratios
> SPN: Proximity. Qualität der Nachbarschaft des Dokumentes bzgl. verlinkender Sites.
> FF: family friendly rating. Yahoo Rating bezgl. Familientauglichkeit des Dokumentes.
> UD: url depth. Klickpfadlänge der kürzestens Pfades ab Home innerhalb der Site.

Und hier noch der Entscheidungsbaum:

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In kurz: Qualität des Inhaltes (Terme), Platzierung im Dokument die sog. Auffälligkeit und die Qualität der Verlinkung sind massiv wichtig. Oder in kurz: Guter Inhalt wird gut gewichtet.

Danke Jan Pedersen für diesen Einblick!

Swisscom Unlimited USB (Huawei E220) unter Mac OS 10.5 (Leopard) installieren

Das USB-Modem von Huawei ist toll (ich nutze von mit einem Swisscom Abo). Mit der mitgelieferten Software (Mobile Connect) klappt es aber leider nicht unter Mac OS 10.5 (Leopard). Die Gute Nachricht ist, dass Mac OS 10.5 das Ding nativ unterstützt und zwar als Option GSM. Hier meine Anleitung wie es tut.

1) Ich habe die PIN-Abfrage vom Modem entfernt (mit der Windows Software)

2) Da ich die (unter 10.5 nicht vollständig funktionierende) Swisscom Software bereits installiert habe, wird das Modem als HUAWEI Mobile erkannt. Ohne Software lautet die Erkennung wahrscheinlich auf Globetroter (nicht ausprobiert).

3) In Preferences -> Network unten links beim + einen neuen Anschluss anlegen. Ich nenne diesen HUAWEI Mobile

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4) Für den Anschluss die Telefonnummer *99**1# angeben

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5) Dann unten links „Advanced“ klicken und als Modem Option / GSM wählen. Zudem als APN gprs.swisscom.ch Darauf „ok“ clicken und beim Hauptdialog „apply“. Fertig.

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6) Fertig!

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Morgen, namics Alumni Event in St. Gallen

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Für den Fall, dass noch nicht alle namics Alumnis in der Xing-Gruppe drin sind, hier noch unser neuestes Angebot. Nach einer Einladung vor rund einem Jahr in Zürich, ist morgen, Freitag 16. November bei namics in St.Gallen ab 17.00 Uhr wenig News, eine Wein-Degustation und danach ein kulinarisches Networking.

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Bitte kommt und meldet auch auch bei der entsprechenden Xing-Gruppe an.

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Medienarbeit im Internet — oder auch nicht

Marcel Bernet macht es immer wieder gut: Die Medienarbeit im Internet. Sehr schön gesehen, bei seiner Studie über „Web 2.0: Wo steht die Schweiz im Social Web?“

Und nun zu einem anderen Beispiel: Die gross angekündigte und gemäss 10vor10 auch sehr gut besuchte Pressekonferenz von Swisscom Directories zu ihrer Kooperation mit Google (Weitergabe der Basic Listings für Firmen)… über den Sinn dieses Entscheid habe ich mich ja schon ausgelassen und heute geärgert wie die Presse Google an den Lippen hängt und Sachen als Innovation lobt, was search.ch bereits seit Jahren anbietet.

Und wie kommuniziert / begleitet Swisscom resp. Swisscon Directories diesen grossen Anlass?

> Nichts auf www.swisscom.com

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> Nichts auf Swisscom Directories (nicht mal Datum bei den Mitteilungen dafür eine Telefonnummer)

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> Zum Glück gibt es ja noch einen Blog von Swisscom Directories, dort findet sich als aktuellster ein Eintrag einer über Second Life der fast ein Monat alt ist

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Hmmm… ich meinte jetzt geht es endlich mal was online, aber wohl überlässt man das lieber Google.

Studie: The end of advertising as we know it

Eine sehr interessante Studie des IBM Institute for Business Value. Die empirische Untersuchung berücksichtigt 2400 Konsumenten und 80 Kader der Werbeindustrie. Neben den USA, Japan und Australien reicht die Umfrage auch nach Deutschland und England. Ein paar Kernaussagen:

– Nutzungszeit Internet hat Fernsehen (ist je länger je mehr ein Background Medium) bereits überholt. Hauptunterschied ist, dass Werbekunden damit eine viel stärkere (nicht-lineare) Kontrolle darüber ausüben, was sie wann sehen wollen und was nicht. 71% alle Teilnehmer verbringen täglich mehr als 2 Stunden privat im Internet. Beim Fernseher sind es noch 48% — Tendenz klar.

– Amateure und Semi-Profis erstellen Inhalte mit Werbewirkung. Dies hat nicht nur ein Einfluss auf die Kosten der Erstellung aber insb. auch darauf, wo Werbung „geschaltet“ wird, wer an dem Prozess teil hat und wie die Ertragsmodell gestaltet sind. 39% der Teilnehmer der Umfrage nutzen regelmässig Sites mit User Generated Content. Trend zunehmend.

– Performanceorientierung. Über 3/4 aller Kader in der Werbeindustrie sagen, dass in spätestens drei Jahren über 20% der Werbegelder auf Performance-Basis ausgegeben werden (shift from impression-based to impact-based formats).

– Neue Werbekanäle. Dank Internet entstehen neue Werbeplätze. Die Hälfte der Kader der Werbeindustrie vermuten. dass innert spätestens fünf Jahren mehr als 30% der Werbegelder aus den etablierten Anbietern von (Broadcast-) Werbeplatz dorthin abgewandert sind.

Interessant… in der ganzen Studie finden Zeitschriften und Zeitungen fast keinen Platz. Das hat möglicherweise auch seinen Grund. Und wie könnte es in den nächsten 5 Jahren weitergehen?

Zusammenfassend seien die grössten Disruptoren der Umstand, dass User aktiv entscheiden, was sie sehen (control, interact with, filter and block marketing messages) und das Weggehen von festen Inventaren die für Werbung zur Verfügung stehen zu performancebasierten Markplätzen bei welchen Inventare über Auktionsmechanismen festgelegt werden.

Und dann noch eine nützlich Visualisierung der Werschöpfungskette, in welcher mit Pfeilen gezeigt wird, wer an Bedeutung gewinnen und wer verlieren wird (Adieu Tradiational Direct Marketing und Traditional Media Buying).

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Hier der IBM-Report: The end of advertising as we know it [pdf, 308KB]

Und hier die Quelle: www.ibm.com/media/endofadvertising

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