Schöne Visualisierungen bei digg

Sie kennen wohl Digg, die Popularitätsschleuder für Internet News (meist aus Blogs gefüttert). Interessant ist die Site http://labs.digg.com/, eine Spielwiese für Visualisierungen des Digg Contents (natürlich auch mit einem offenen API): http://apidoc.digg.com/.

Bigspy
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Arc
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Eine schöne Inspiration (und nicht mehr). Übrigens (vgl. Bigspy oben) „The Next Bond Girl“ ist Shilpa Shetty ;-)

Ein SMS-Roman ab, auf und in heute

Hier schreibt Harald Taglinger ab heute einen SMS-Roman, der die nächsten 20 Arbeitstage Fortsetzungen erhält.
Eine lustige Idee, in der Sommer-/SaurenGurkenZeit etwas Leben ins Zeitungslesen zu bringen. Ich dachte mir, ich mache hier mal etwas Werbung dafür [vor zwei Jahren habe ich *im Sommerloch* auf rundfunk.fm aufmerksam gemacht, das findet übrigens dieses Jahr auch wieder statt und ist immer noch gut].
Die Idee hinter dem SMS-Roman ist, dass die Leser den Fortgang der Geschichte beeinflussen können, mit Optionen für die Fortsetzung oder Zitaten, von denen der Autor dann die besten in die nächste Folge einbaut. Eigentlich eine Variante des ach so modernen User Generated Contents. Mashup-ig dann die Darstellung der Episoden, die in den Flyouts der jeweiligen Handlungsorte aufscheinen.
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Crossmedial sowieso, weil der Roman sowohl in der Printausgabe als auch online erscheint [online wieder mal aktueller als Print: im Web gibt’s die aktuelle Folge schon ab 14 Uhr, Print-Heute wird erst ab 16 Uhr verteilt], als [mögliches] Eingabemedium SMS genutzt werden können und schlussendlich die Geschichte auch via Radio [Energy] vermarktet wrid.
Mal sehen, wo uns Autor und Leser noch hin-entführen!
[Disclaimer 1: ich kenne und mag den Autor]
[Disclaimer 2: ja, ich habe gesehen, dass Optionen und Zitate via kostenpflichtige SMS funktionieren. Ich schweige mich dazu aus, ob ich das gut finde. Es interessiert mich aber schon sehr, ob Leser wirklich dafür 20 Rappen aufwerfen]

Alte Welt und neue Welt (AT&T iPhone Rechnung)

Ein ausdruckstarkes Beispiel dafür, wenn Welten aufeinander treffen gefunden bei Ben Kuchera. Bereits Andreas Göldi erklärte den Unterschied zwischen dem iPhone Kauf in einem Apple Store oder einem AT&T Geschäft sehr passend als „Apple definiert das Kundenerlebnis, nicht der Mobilfunkoperator“.

Nun geschieht das selbe mit der Rechnung. Apple definierte (mit allem Verstand und Recht dieser Welt), dass die Abos zum iPhone einen unlimitierten mobilen Datenzugriff benötigen. Dazu stimmte AT&T ein… Ihr Rechnungssystem ist aber noch auf das Geschäftsmodell „ich mache Datenkunden zu Sozialfällen“ ausgerichtet. So erhielt der (Power)User Kuchera beispielsweise eine 104 seitige (!!) Monatsrechnung, auf der jede einzelne Datenerbindung einzeln mit einem Betrag von USD 0.00 aufgeführt ist.

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Schöne alte und neue Welt. Die Alte finde ich aber ziemlich traurig.

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Microsoft als Multimedia Dornröschen

Ohne genau hinzublicken könnte Google als die Firma der vielen Internet-Innovation wahrgenommen werden. Das macht(e) einigen anderen Grossen wohl Sorgen insb. auch auf den Bewerbermarkt und an der Börse.

Es ist sehr sichtbar, dass Microsoft in letzter Zeit sehr viele eindrückliche Projekte vorstellte. Über einige habe ich bereits geschrieben so wie Photosynth (da gibt neu schöne Bilder vom Space Shuttle), Surface (hier eine nette Parodie auf YouTube) oder Photo Clip Art.

Die Innovationsfähigkeit von Microsoft wird nun an der sehr wichtigen Graphikkonferenz SIGGRAPH 2007 sichtbar. Hier wurden von MS (zusammen mit Universitäten) die ausserordentliche Anzahl von 14 Papers akzeptiert und damit viele sehr spannende Projekte präsentiert.

Zusätzlich zu den bereits genannten halte ich inbs. „Image Deblurring with Blurred/Noisy Image Pairs von Images“ für sehr interessant. Ein Verfahren mittels welchem unscharfe Bilder (Rauschen, Auflösung oder Bewegungsunschärfe) durch Informationen aus anderen Bildern des selben Motiv scharf gerechnet werden. Illustriert auch in diesem Film [mov, 56MB].

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Mehr Informationen bei Microsoft Research.

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Das Gmail M-velope

Man nehme einen Blogpost, einen Link in der eigenen Anwendung (die von ein paar Milionen von Menschen genutzt wird) und Youtube: Eine gelungene virale Aktion von Google mit usergeneriertem Inhalt: Help make a Gmail video.

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Resultate als Video Responses beim Youtube Posting: Gmail: A Behind the Scenes Video. Versprochen als Preis ist nichts ausser Ruhm (We’ll then take a selection of the submitted clips and edit them together into one final video, which we’ll release to the world on August 20th.).

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Das mit den Newslettern

Weil das Gesetz nun auch in der Schweiz ein bisschen Griff bekommt, findet man glücklicherweise auf fast allen (legalen) E-Mail Newslettern in der Fusszeile die Möglichkeit sich abzumelden.

Seit einiger Zeit melde ich aus Testgründen alle Newsletter systematisch ab. Meine unsystematische Erhebung zeigt, dass über die Hälfte der Abmeldung nicht funktionieren. Häufig ist der Abmeldelink eine „Page not Found“ oder eben ein „Internal Server Error“. Wer sich gemein denken gewöhnt ist, könnte meinen, die Anbieter schaffen sich damit eine gute Ausrede im Stil von „wir wollten, aber die Technik…). Auch originell sind E-Mail Dialoge mit einer Abmeldeadresse, in welchen ich die Abmeldung bestätigen muss, diese Bestätigung aber nicht funktioniert.

Ich verzichte darauf viele Beispiele zu zeigen, weil dort regelmässig Mitbewerber von namics vorkommen, die ich auf privatem Weg darauf aufmerksam gemacht habe. Anbei ein beonders hartnäckiges Beispiel zur Illustration. Hartnäckig, weil sie häufig unbewilligte Newsletter schicken und auch meine E-Mail-Abmeldungen nicht reagieren.

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Die E-Mail Adresse habe ich auch schon zur Abmeldung ausprobiert, aber da bekomme ich keine Antwort. Originell finde ich zudem die folgenden Textpassage im Footer: „Dieses Mail wurde durch unseren Mail-Server erstellt.“. Ich meine immer Menschen schreiben Newsletter.

Und hier die Seite des (kaputten) „Abmeldelinks„.

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Ich habe keine Berechtigung mich auszutragen… na dann.

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Und die Diskussion beginnt (Autonomy vs Google)

Auf dem Google Blog schreibt Matthew Glotzbach (Product Management Director, Google Enterprise) über ein Whitepaper von Autonomy, welches von Google handelt. Titel: Don’t believe everything you read.

Darin wiederlegt er Falschaussagen die Autonomy über die Google Search Appliance macht. Und Glotzbach hat recht… Wir haben die Technologie bei Kunden schon sehr oft eingesetzt und im besten Fall bezieht sich das Paper von Autonomy auf die erste Version der Google Mini. Die ist aber schon fast 1,5 Jahre aus dem Dienst.

Interessant ist der Ansatz von Google die Diskussion öffentlich zu machen. Mal sehen wie es weitergeht….

PS: Leider hat der Google Weblog keine Kommentarfunktion

PPS: Noch neckisch als zertifizierter Partner von Google haben wir Zugriff auf Google Dokumente über Autonomy… ob dort wohl alles stimmt… ich muss mal nachlesen.

The BBC’s 15 Web Principles

Abgeschrieben von einer Präsentation von Tom Loosemore von BBC aber sehr gut!

Spannend ist die Einleitung mit der durchgestrichenen Aussage dass es die Aufgabe von BBC sei „gute Programme zu machen und zu verteilen“. Zu kurz gegriffen. Der Auftrag von Elisabeth II umfasst die folgenden sechs Werte (public purpose of BBC):

Sustaining citizenship and civil society
Promoting education and learning
Stimulating creativity and cultural excellence
Reflecting the UK’s nations, regions and communities
Bringing the UK to the world and the world to the UK
Delivering to the public the benefit of emerging communications technologies and services

Nun aber die Web Principles:

1. Build web products that meet audience needs: anticipate needs not yet fully articulated by audiences, then meet them with products that set new standards. (nicked from Google)

2. The very best websites do one thing really, really well: do less, but execute perfectly. (again, nicked from Google, with a tip of the hat to Jason Fried)

3. Do not attempt to do everything yourselves: link to other high-quality sites instead. Your users will thank you. Use other people’s content and tools to enhance your site, and vice versa.

4. Fall forward, fast: make many small bets, iterate wildly, back successes, kill failures, fast.

5. Treat the entire web as a creative canvas: don’t restrict your creativity to your own site.

6. The web is a conversation. Join in: Adopt a relaxed, conversational tone. Admit your mistakes.

7. Any website is only as good as its worst page: Ensure best practice editorial processes are adopted and adhered to.

8. Make sure all your content can be linked to, forever.

9. Remember your granny won’t ever use “Second Life”: She may come online soon, with very different needs from early-adopters.

10. Maximise routes to content: Develop as many aggregations of content about people, places, topics, channels, networks & time as possible. Optimise your site to rank high in Google.

11. Consistent design and navigation needn’t mean one-size-fits-all: Users should always know they’re on one of your websites, even if they all look very different. Most importantly of all, they know they won’t ever get lost.

12. Accessibility is not an optional extra: Sites designed that way from the ground up work better for all users

13. Let people paste your content on the walls of their virtual homes: Encourage users to take nuggets of content away with them, with links back to your site

14. Link to discussions on the web, don’t host them: Only host web-based discussions where there is a clear rationale

15. Personalisation should be unobtrusive, elegant and transparent: After all, it’s your users’ data. Best respect it.

Alle Punkt unterschreibe ich gerne! Und hier die Präsentation (online bei Slideshare):

PS: Ein wichtiges Set von technischen Web Prinzipien („must read“) gibt es beim W3C: Architecture of the World Wide Web.

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Comics und die Konzeption von Websites – passt das zusammen?

Vor ein paar Monaten haben wir selbst die ersten positiven Erfahrungen gemacht – gerade hab ich ein interessantes Interview (mit Kevin Cheng – bekannt durch OK/Cancel) dazu gelesen – welches ich kurz zusammenfassen möchte:

  • Comics eignen sich eigentlich auf jeder Unternehmensebene zum besseren Verständnis der Ziele, Funktionen und besonders Benutzerinteraktionen einer Website – die Version für den CEO sollte jedoch nicht gerade die schlampigste sein
  • Ein Comics liest sich noch einfacher als eine 10-seitige Spezifikation und ist dabei meist noch besser durchdacht – weil immer der Benutzer (als Darsteller) im Zentrum steht. Was aber zählt ist: Jeder schaut sich deshalb den Comic an und legt Ihn nicht zuerst zur Seite – so dass alle mit einer sehr ähnlichen Vorstellung vom Ergebnis mit der Arbeit beginnen
  • Der beste Zeitpunkt ist zwischen Brainstorming und den ersten Wireframes
  • Möglichst keine Erklärungen unter die Bilder stellen – die Personen sollen in den Sprechblasen Ziele und Ideen formulieren
  • 6 bis 10 Panels sollten ausreichen die wichtigsten Dinge zu vermitteln – bei mehr läuft man Gefahr sich in Details zu verlieren
  • Man muss nicht auf alles hauen, bloss weil man einen Hammer in der Hand hat… Besonders geeignete Projekte sind neue Features, Web-Applikationen, Produkt-Ideen oder Prozesse. Ausserdem kann mit diesen Comic internes Marketing unterstützt werden.

Eine Sammlung von Ressourcen und Tools hat Kevin auf seinem Blog zusammengestellt.

Wie gesagt haben wir sehr positives Feedback vom Kunden bekommen und dies wird bestätigt. Und natürlich hilft ein kleiner Kniff beim Verkaufen: Es handelt sich hier nicht um Comics – sondern “Conceptual Storyboards”…

Und wer möchte kann auf Boxes and Arrows thematisch noch weiterlesen.

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