Tipps für den erfolgreichen Wiki-Einsatz in Firmen [Vortrag]

An der Konferenz Intranet 2.0 spreche ich heute über Enterprise Wikis. Genauer gesagt, spreche ich über Erfolgsfaktoren für den Einsatz von Wikis im Firmenumfeld. Hier meine Tipps, die Präsi dazu und der Aufruf Eure Meinungen dazu zu sammeln:

– Ängste aktiv im persönlichen Gespräch adressieren (nicht im selben Medium)
– Ergebnis dauernd über Hierarchie stellen
– Alles was nach Silo oder Wand aussieht, sofort abreissen
– Keine Zugriffs- oder Editierbeschränkungen! (alle User dürfen alles)
– Alle Projektinformationen sind im Wiki zu finden (Vertrauen schafft Vertrauen!)
– Jeder User schreibt seine Wiki-Inhalte selbst!
– Nur persönliche Usernamen und E-Mail Adressen nutzen
– Es braucht einen WikiGnome
– Aktiv Anlässe schaffen, das Wiki zu nutzen
– Min. eine Schlüsselperson (z.B. Schutz vor Ressourcenabzug, Rückendeckung bei Entscheiden) muss zu 100% im Boot sein.

Präsentation: Vertrauensbasierte Zusammenarbeit in Enterprise Wikis [pdf, 1.9MB]

12 Gedanken zu “Tipps für den erfolgreichen Wiki-Einsatz in Firmen [Vortrag]

  1. Herr Stuker, sie schreiben mir aus dem Herzen ;-) denn ich „weible“ seit etwa einem Jahr für ein internes Wiki…

    Einen anderen Punkt erachte ich auch noch relevant, nämlich die Bedienbarkeit des Wiki selber. Der „gemeine collaborative User“, der nicht grad in der IT-Welt zu Hause ist, wird sich mit irgendwelchen Tags und einer kruden Synax gar nicht erst herumschlagen. MediaWiki mag ja ein State-of-the-Art-Wiki sein, aber nicht für diese User.

    Das Wiki braucht ein einfach bedienbares Benutzerinterface. Formatierungen und Aktionen (z.B. Links/Verweise) via Icons („mini-Word) etc.

    Vielen Dank für die Präsi und ein schönes WE.
    Daniel Schwarz

  2. Guten Abend und danke für das Feedback. Ich habe (für einmal) versucht mich von Technologie fernzuhalten und deshalb glatt die Nutzungsschnittstelle vergessen. Ganz ehrlich habe ich noch kein Tool gefunden, welches mein Prädikat gut erhält.

    Mit Abstand am Besten von allen die ich kenne ich Confluence von Atlassian (wenn auch ein paar bekannte Probleme). Media Wiki hatte sich bei uns im Kundengebrauch als untauglich erweisen.

  3. Hallo Herr Stuker

    Zweiter Versuch: mein erster Post ging irgendwie verloren – es lebe die Partizipation :-)

    Ich habe ihr Referat am Freitag am Intranet 2.0 Forum live mitverfolgt und war begeistert von Ihren auf sehr eindrückliche Art und Weise geschilderten Erfahrungen rund um Wiki-Einsätze in Unternehmen. Mit der Aussage „Die Lösung ist das Team“ bringen Sie es kurz und prägnant auf den Punkt – insbesondere ihre Folie 14 werde ich also dankbar im Hinterkopf behalten, wenn wir unsere ersten Gehversuche mit partizipativen Features wagen!

    Besten Dank und freundliche Grüsse
    Doris Edelmann

  4. Wir haben MediaWiki in zwei Projekten mit Kunden ausprobiert und hatten Probleme mit der Benutzbarkeit durch weniger erfahrene Autoren.

    Hauptproblem ist wahrscheinlich der Umgang mit Dateien und Bildern (Upload und Referenzierung), welches es im Firmenumfeld regelmässig gibt.

    Ein weiteres Problem ist das Abhandensein einer/s hierarchischen Informationsstruktur / -zugangs. Für die meisten User war das Prinzip, dass ein alle Beitrag auf derselben Stufe stehen nicht logisch. Die Verlinkung und damit der Informationszugang funktionierten zu schlecht.

    Und schlussendlich auch die Edit-Funktion. WikiSyntax ist für viele Leute zu fremnd und die haben keine Lust so was zu erlernen. Ein Richtext Editor bringt hier Abhilfe.

  5. Microsoft Office SharePoint 2007 bietet standardmässig ein integriertes Wiki an. Dieses mag zwar einfachen Anforderungen zu genügen und es können damit sehr schnell Wiki-Libraries erstellen.

    Allerdings können die Funktionen im Vergleich zu reinen professionellen Wiki (wie z.B. confluence od. ähnliche) nicht standhalten. Diese sind in dieser Betrachtung wesentlich weiter entwickelt. Bei SharePoint ist es nur eine von vielen Funktionen, wo sicherlich noch einiges an Entwicklungsarbeit von Seiten Microsoft notwendig sind. Deshalb empfiehlt es sich, SharePoint nicht per se als Wiki zu sehen, sondern dies einfach als Add-On im Gesamtkontext zu betrachten. Interessant ist auch, dass es in der Zwischenzeit bereits Konnektoren von Wiki-Lösungungen wie Confluence für MOSS gibt und dies so wesentlich mehr anbieten.

  6. Ich teile die Aussage von Herrn Mundwiler. Das MOSS-Wiki disqualifiziert sich gegenüber den „professionellen“ Wikis weitgehend wenn man es als eigenständiges Tool einsetzen möchte. Im Gesamt-Kontext von MOSS mag es aber durchaus seine Berechtigung haben.

    Deutliches Verbesserungspotenzial gibt es beim MOSS-Wiki bei den Eingabemasken. Mit dem WYSIWYG-Editor können Texte zwar recht einfach und komfortabel editiert werden, das Integrieren von Bildern oder Dokumenten ist dann aber für den Otto-Normal-Benutzer nicht mehr wirklich intuitiv und auf effiziente Weise zu bewerkstelligen. Ausserdem fehlt eine vom Haupt-Artikel losgelöste Kommentar-Funktion. Je nach Anforderungen kann man damit aber trotzdem recht gut umgehen.

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