Schweizer Presse gegen Google

Eigentlich ist die Geschichte ziemlich alt (bspw. Meldung auf Persönlich am 28.8.07) und zuerst meinte ich meinen Mund halten zu können (sollen?). Doch mit der typischen Zeitverzögerung der Printmedien (sorry ;-) sprossen nun die Meldungen. So beispielsweise im Cash heute: Verleger wehren sich gegen Gigant Google.

Worum geht es? Die Schweizer Verleger sehen sich durch den Dienst news.google.com beraubt (oder bedroht?). Die Argumentation, ob der Textauszug dem Urheberrecht unterliegt, ob die Zwischenspeicherung bei Google das Problem ist und wie Vorschaubilder von Images unter das Urheberrecht fallen ist mir hochgradig egal. Für mich geht es darum, dass Internet grundsätzlich unterschiedlich funktioniert wie Print. Beispielsweise mit performancebasierter Werbung.

Es geht nicht darum, etwas zu verbieten was Fakt ist, aber die Veränderung zu akzeptieren und davon zu profitieren. Google News in der Schweiz zu verbieten ist so wie „Digital Natives“ (Menschen die mit digitalen Medien aufgewachsen sind) wegzureden. Die Welt ändert sich und niemand verbietet Kraftfahrzeuge, aber versucht diese ökologisch zu verbessern und mit solchen verträglich zu leben. Und wenn die Verleger sagen „eine Alternative zu Google News zu planen“ (so zumindest in Persönlich zu lesen), so kann ich mir das Lachen (LOFL) nicht verkneifen.

Und bevor ich nun weitere Argumente (woher kommt der Traffic für CPM-Werbung genau?) auspacke (ich war grad am Verlegerkongress PPNDay und habe viel „gestritten“) mache ich es mir einfach und verweise auf die aus meiner Sicht exzellente Diskussion von Andreas Göldi:

Google News: Schweizer Verleger wollen klagen und Konkurrenz bauen
Verleger gegen Google News: Die Antwort

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