Das Gespräch starten – Lieber eine Einladung?

Den Kunden zu zwingen, seine Koordinaten zu hinterlassen, ist eindeutig der falsche Weg. Es schreckt den falschen Leute ab, verbreitet Unmut und produziert viele so genannte „Interessenten“, die kein Interesse haben und welche mit grossem Aufwand herausgefiltert werden müssen. Es bleibt die Gefahr, die Richtigen nicht als solchen zu erkennen.

Der Kunde möchte selber bestimmen, wann und ob er das Gespräch startet.

Let's talk about starting a dialogue
Wir können aber zum Gespräch einladen. Unter dem Motto „Let’s Talk“ haben wir eine neue Funktion entwickelt. Klicken Sie auf das Symbol, so erscheint – ganz im Stil von Web 2.0 – ein Formular, womit Sie uns mitteilen können, dass Sie sich eine Kontaktaufnahme wünschen (ohne Ihre ganze Lebenslauf eintragen zu müssen!).

Ähnlich geht es beim Download von Whitepapers. Wir fragen Sie, ob es zweckmässig wäre, mit einem richtigen Mensch zu sprechen. Unabhängig davon, ob Sie ja oder nein antworten, geht der Download weiter. Das können Sie z.B. bei unserem CMS Whitepaper ausprobieren.

Nach dem Download finden Sie dieses Symbol in der Datei, z.B. im Business21-Produktblatt (bitte ein bisschen Geduld, bis alle Dateien angepasst sind!). Haben Sie den Wunsch, ein Gespräch zu starten, klicken einfach auf das Symbol, direkt vom Adobe-Acrobat-Reader.

Business Concepts for the 21st Century
Bei namics haben wir das Projekt „Business 21“ gestartet. Es geht darum, taugliche Geschäftsmodelle für das 21. Jahrhundert für und mit unseren Kunden zu erarbeiten. Web 2.0 für Business, könnte man sagen. Wie man aus dieser Reihe lesen kann, sind wir alle mit dieser Herausforderung konfrontiert; eine Aufgabe, die wir uns gerne stellen.

Ist Business 21 auch für Sie ein Thema, so freuen wir uns, wenn Sie auf das Symbol „talk“ klicken, um das Gespräch mit uns zu starten.
Let's talk about Business21

Farbschema online erstellen – sehr [kul] mit kuler

kuler is the first web-hosted application from Adobe Labs designed both to stand alone and to complement Adobe® Creative Suite® 2 components. Built using Macromedia® Flash® and ActionScript 3.0, kuler is all about color: color for exploration, inspiration, experimentation and sharing.

Als Leckerli was mit ActionScript und Flash in Web-Hosted-Applications (oder Rich Internet Applications) möglich ist, ist das ein schönes und zudem praktisches Beispiel. Die erstellten Farbschemata basieren auf Regeln der Farbtheorie (beispielsweise Analoge, Monochrome, Dreiklang, Komplementärfarben) oder auch einer eigenen freien Regel.
Ausserdem kann man sie als Farbpaletten-Files für alle Adobe Creative Suite Programme downloaden und somit direkt verwenden!

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Mehr daüber in den Adobe Labs: http://labs.adobe.com/technologies/kuler/

Nachtrag: Die Performance des Backends ist allerdings eher lahm…

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Technische Prinzipien von Web 2.0 und deren Zusammenspiel [Vortrag]

Heute spreche ich an einer Euroforum-Tagung zum Thema User Generated Content. Mein kleiner Beitrag: Ein bisschen Technologie (in 30 Minuten) und im Kern die folgenden Aspekte:

– aktive Verteilung von Inhalten: Feed und Update-Ping
– semantische Bereicherung: Tags und Microformate
– clientseitige Schnittstellenprinzipien: JavaScript APIs und REST

Download: Fachtagung User Generated Content: Technische Prinzipien von Web 2.0 und deren Zusammenspiel [pdf, 3,6MB]

PS: Zur Zeit grad ein spannender Vortrag von Michele De Lorenzi der ETH (uns wo ist Deine Präsi Michele?)

Es geht wieder los mit dem Top-Searches der Suchmaschinen

In der Zwischenzeit fast so sicher wie das Eintreffen des Weihnachtsmanns (hier das Jahr 2005). Spannend sind die Information vor allem im Zeitvergleich und viele Anbieter haben dauernde Updates: Bei Yahoo „Buzz“ oder bei Google „Zeitgeist“.

Dieser Post hier wegen der interessanten Darstellungsvarianten von Yahoo, mit verschiedenen Formaten und Informationszugängen. Dies zusätzlich zur statischen Liste weltweit oder zur statischen Liste für Deutschland.

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Interessant: Bei Yahoo suchen die Leute sehr häufig viele „Personalities“. Wegen der guten Rechtschreibung (Gross/Klein) ist es aber offensichtlich, dass die Suchanfragen von Hand nachbearbeitet wurden.

PS: Als Alternative noch Top 50 bei Lycos.

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Ein Kunden-Gespräch starten – den Kunden befähigen

Ich finde, man soll es dem Kunden überlassen, wann er das Gespräch initiieren will. Natürlich sollten wir prompt antworten, wenn er das Gespräch startet. Und das bringt uns zum grossen Problem bei erzwungenen Anmeldungen.

Theoretisch ist es weniger Aufwand, auf Anfrage zu reagieren, welche von der Website oder andere Aktivitäten generiert werden, als Interessenten durch „Push“-Methoden wie etwa Mailings und „Cold-Calls“ aufzuspüren.

Häufig sind aber die „gewonnenen“ Adressen nur Schrott — etwa MickyM@noshit.com — oder die Adressen sind zwar gültig, aber die Leute sind nicht interessiert oder für Verkaufszwecke nicht interessant. Wie unterscheidet man, welche es wert sind, anzurufen?

Man muss die Adressen „qualifizieren“ – also die „Spam-Adressen“ und weitere nicht interessante Adressen rausfiltern. Das ist wiederum mit Aufwand verbunden: je interessanter unserer „Köder“, umso aufwändiger ist das Filtern. Noch aufwändiger ist es, nicht Interessierte anzurufen. Noch schlimmer ist es, den Anruf bei einem echten Interessenten zu unterlassen, der sich bei uns gemeldet hat. Da verlieren wir Umsatz und Gesicht.

Bei namics kann man sämtliche Whitepapers und Marketingblätter ohne Angabe von
persönlichen Informationen herunterladen. Das wird sich nichts ändern. Wir wollen potenzielle Kunden mit unseren Fähigkeiten begeistern, aber niemandem verärgern, weil er gezwungen ist, sich preiszugeben, bevor er dazu bereit ist.

Möglicherweise gehen uns wichtige Kontaktdaten verloren, da wir zu zurückhaltend sind. Kann man Adressen doch erhalten, ohne die Kunden zu verärgern oder Fluten von Spam zu produzieren?

Ein Kunden-Gespräch starten – Der Verkaufszyklus

Jeder Marketeer kennt das AIDA-Modell. Awareness – Interest – Desire – Action. Auf Deutsch: Aufmerksamkeit, Interesse, Wunsch (Verlangen), Handeln (Kauf). Die Web-Präsenz dient in jedem Fall dem Aufbau von Aufmerksamkeit und Interesse. Die Herausforderung ist es, das Interesse in ein Verlangen oder gar Handeln zu transformieren.

Jedes Internet-Marketing-Seminar erzählt uns, dass die Kaufaufforderung fast omnipräsent sein muss, damit die Website erfolgreich wird.

Also, was heisst “kaufen”? Bei Laden-Produkten ist es einfach: bestellen. Bei komplexen Produkten, etwa Autos, Immobilien oder Beratung heisst es vielmehr: Kontakt aufnehmen, damit das wahre Verkaufsgespräch beginnen kann.

Whitepapers sind wunderbare Werkzeuge, um das Interesse für die Beratung und andere Produkte zu steigern. Bei Autos sind es wohl die aufregenden Videos und die Konfiguratoren, bei Immobilien die Photos, Pläne und interaktive Filme. Der Kunde hat, wie auch immer, sich für das Thema interessiert, jetzt ist er bereit, sich vertieft mit dem Thema auseinander zu setzen. So weit, so gut. Aber heisst das, dass er bereit ist, das Gespräch zu starten? Soll er dazu verpflichtet werden?

Was macht Ihre Firma? Verlangt sie Kontaktinformationen, bevor sie ein Whitepaper oder ein Download hergibt? Was machen Sie mit den gewonnen Adressen?

Wie startet man den Dialog mit dem Web-Besucher?

Seit kurzem forsche ich für ein neues Whitepaper. Was heisst das? Unter anderem lese ich viele Whitepapers zu ähnlichen Themen. Warum? Weil ich wissen will, was andere zu diesem Thema für wichtig halten. Ich möchte gute (und schlechte) Beispiele finden, damit mein Whitepaper der absolute Knaller wird.

Immer wieder stelle ich fest, dass viele Firmen darauf bestehen, dass ich teilweise recht ausführliche Informationen hinterlassen muss, bevor sie das Dokument hergeben. Bringt das etwas?

Es könnte zwar zur Abschreckung dienen, damit z.B. die Konkurrenz nicht wagt, Dokumente herunterzuladen. Die Abschreckung richtet sich aber wohl eher gegen potentielle Kunden – wer kauft bei einem aufdringlichen Verkäufer ein? Die Spione würden sich wahrscheinlich sowieso hinter einer privaten Hotmail-Adresse verstecken. Ich finde es in jedem Fall ärgerlich, überall meine E-Mail Adresse hinterlassen zu müssen. Ich kriege genug Spam, danke.

Trotzdem glaube ich, Firmen haben einen legitimen Wunsch, mit potentiellen Kunden in ein Gespräch zu treten. Wenn jemand ein Whitepaper lesen will, ist das ein Zeichen dafür, dass er genügend Interesse hat, um sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

Wie finden Sie es, wenn eine Firma Ihre Kontaktangaben verlangt, wenn Sie ein Whitepaper
downloaden wollen? Fühlen Sie sich belästigt? Ausspioniert? Oder glauben
Sie dem Unternehmen, dass es Ihnen helfen möchte?

Menschliche Rechenzeit nutzen

Luis von Ahn (Update: Er hat nun einen Blog) hat eine coole Vision und beweist ein paar Aspekte davon gleich selbst. Das erste Mal habe ich über Luis im Rahmen des ESP-Games (Update: Orignial nicht mehr online, hier die Nachmache) geschrieben (vgl. Mensch oder Machine?).

Interessant ist, dass er sein ESP-Game bei Google im Rahmen eines TechTalks (sehenswert!) erklärt hat… und Google ein paar Wochen später einen fast identischen Dienst lancierte: Google Image Labeler. Evt. wegen Luis‘ Aussage im Talk, dass er dem ESP-Game auf einer populären Game-Site alle Bilder von Google Images mit 5000 Spielern innert „a few weeks“ mit Metadaten beschreiben könnte.

Luis‘ Vision ist es, menschliche Rechenzeit — die bis anhin nicht oder schlecht genutzt ist — nutzbringend einzusetzen. Zur Illustration (er sagt nicht wie er die Zahlen schätzt): Im Jahr 2003 spielten Menschen (vor lauter Langeweile) 9 Milliarden Stunden Solitär auf dem Computer. Zum Vergleich: Das Empire State Building sei in 7 Mio. Stunden gebaut worden (= 6,8 Std. paralleles Solitär-Spiel) oder der Panama Kanal in 20 Mio. Stunden resp. einem Tag parallelen Soiltär etc. Und könnte man damit tun?

Das menschliche Gehirn kann Aufgaben lösen, die der Computer nicht beherrscht und wenn genügend Leute dran sind, ist die Menschheit (vor dem Computer am fast nichts tun) ein riesiger „Problemlösungcluster“ etc. „Peekaboom„!

Die Idee ist wirklich cool. Zwei Menschen spielen gegeneinander: Peek und Boom. Boom wird ein (vollständiges) Bild gezeigt plus ein Stichwort zum Bild (welches mit dem ESP-Game ermittelt wurde). Zu diesem Zeitpunkt sieht Peek noch nichts. Boom klickt nun auf sein Bild und Peek wird gleichzeitig der geklickte Bereich mit einem Radius von 20 Pixels gezeigt. Ziel ist es, dass Peek möglichst schnell und mit einem möglichst kleinen aufgedeckten Bereich den Begriff erratet. Zudem noch ein paar weitere Funktionen wir „Pointing“ oder Hinweis auf Nomen, Text, Verb etc.

Damit weiss der Computer a) ob der Begriff wirklich auf dem Bild vorkommt und b) wo auf dem Bild der Begriff ist. Beides für Computer unlösbare Aufgaben Aufgaben, die aber sehr wertvoll sind. Beispielsweise um Erkennungsalgorithmen für Bilder zu trainieren.

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Fast erschreckend ist die Lust mit der das Spiel gespielt wird. So gibt es beim ESP-Game Sessions die über 15 Stunden dauern (!) und ein paar User spielten über 20 Stunden die Woche (aber einer .edu Domäne).

Hier das sehr spannende Paper: Peekaboom: A Game for Locating Objects in Images [pdf, 550KB]

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