Pagerank Update bei Google

So wie es aussieht rollt Google im Moment ein Update ihres Pagerank Algorithmus‘ aus. Dabei steigt der PR von namics wie es aussieht von 7 auf 8/10 und der von blog.namics.com von 6 auf 7/10. Ob der neue Algorithmus komplett ausgerollt wird muss sich zeigen, momentan sind erst 4 Datacenters geupdated.

www.namics.com
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blog.namics.com
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Hier kann jederzeit eine Live-PR-Abfrage gemacht werden.

Faceted Search: Nicht immer ist die Frage bekannt

Auch wenn Volltextsuchmaschinen omnipräsent sind, ist das berühmte Eingabefeld mit dem Knopf daneben nicht immer die richtige Lösung. Deshalb heisst die Disziplin auch „Information Retrieval“ und nicht „Search“. Ein sehr gutes Beispiel (es gibt einige andere Suchstrategien) ist Faceted Search als Navigationssuche gegenüber einer Direktsuche.

Grundgedanke dabei ist es, dem User eine Navigation durch mehrdimensionale Kriterien zu erlauben, welche die zu durchsuchende Kollektion beschrieben. Eine Erweiterung der klassischen Parameter-Denke, wo ich mit Drop-Down-Felder zu Beginn einschränken muss. Während der Navigation reduziert sich die Treffermenge und kann mit einer — dann präziseren, weil eingeschränkten — Volltextsuche verbunden werden. Technische sind viele Aspekte interessant insb. aber die Möglichkeiten der Metadatenerzeugung / Verschlagwortung. Häufig durch Social Tagging oder statistische resp. sprachverarbeitende Algorithmen.

Am besten ein Beispiel (mit dem FLAMENCO-System [FLexible information Access using MEtadata in Novel COmbinations] der UC Berkeley School of Information). Zwar mit wenig Daten, aber sehr gut verständlich, die Suche der Nobelpreisgewinner. Der Screen unten zeigt mein Treffer nach einer Einschränkung Jahr -> Kategorie -> Land (andere Wege sind möglich).

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Spiele Sie rum, die Logik und auch der Charme der Erkundung lässt sich schnell erkennen. Marchionini erklärte einen solchen Ansatz mal sehr passend mit dem Titel: „Form Finding to Understanding“. Eine Beispiel mit mehr Daten ist eine Bildsammlung der UC Berkeley im Architekturbereich.

Ein alternatives Userinterface mit viel JavaScript (aka Ajax) findet sich auf mSpace mit klassischer Musik.

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Interessant und nutzbringend ist Faceted Search insb. auch bei Produktkatalogen so beispielsweise bei Tower Record (links aussen) oder auch bei www.otto.de. Dasselbe Prinzip nutzt auch die Metasuche Clusty und viele andere Anwendungen…

Mehr Gehirnnahrung? Bei Flamenco resp. Marti Hearst gibt es einige Publikationen. Zudem befasst sich die ganze Ausgabe Communications of the ACM, 49 (4), April 2006 damit (ich habe alle Artikel bei mir).

Juristen im Internet (zur Abwechslung mal bei Google)

Meine Lieblingsbeispiele waren E-Mails von Anwaltskanzleien mit einem Text wie „OK, treffen wir uns um 14:00 Uhr“ und darunter ein rechtlicher Disclaimerüber mehrere Zeilen. Dann kam das Beispiel mit der einstweiligen Verfügung gegen Wikipedia in Deutschland und nun der Verband CopiePresse gegen Google Belgien.

Ein Gerichtsbeschluss zwingt Google in Belgien wegen Urheberrechtsverletzungen Inhalte belgischer Zeitungen aus seinem News-Angebot und aus der Suche zu entfernen. Soweit i.O. Zusätzlich muss Google aber den Urteilstext für fünf Tage auf den jeweiligen Startseiten der Websuche und von News veröffentlichen. Um diesen Unsinn für die Nachwelt zu erhalten (sonst gleubt es mit bald niemand) hier einen Screenshot der von www.google.be.

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PS: Und dabei hätte ein robots.txt genügt ;-)

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Welche zehn Websites muss der Schweizer unbedingt kennen?

Ich wurde neulich gefragt, „Was sind die 10 wichtigsten Websites – nicht die populärsten oder modernsten, sondern die zehn, welche jeder Schweizer/in kennen sollte?“

In der Tat ist es schwierig zehn Websites zu nennen, ohne sich in den Wettbewerb zwischen den diversen Sites einzumischen. Also doch lieber zehn Kategorien mit den jeweils wichtigsten Vertretern.

  1. Telefonverzeichnisse tel.search.ch – die erste „Killer-App“ für das schweizerische Web
  2. Verkehr sbb.ch, fahrplan.zvv.ch (zvv.ch hat zwar nur Daten für die Schweiz, dafür stimmen aber die Haltestelle-Namen besser mit der Realität überein)
  3. Karten map.search.ch – hat google gezeigt, wie es gemacht wird.
  4. Nachrichten tagi.ch, nzz.ch – Die besondere Freude bei der NZZ: keine Pannen bei der Übermittlung der WM-Ergebnisse
  5. News/Unterhaltung20minuten.ch, blick.ch – FastFood für das Gehirn: Der Nährstoffgehalt wird leicht unterschätzt.
  6. Dating – Dich vermarkten, ohne preiszugeben, wer Du wirklich bist:
    1. parship.ch, partnerwinner.ch, fifty-plus.ch – kann man heutzutage ein Date finden ohne ins Netz zu gehen?
    2. tel.local.ch – Wo wohnt David in Davos? Wo finde ich Luzia in Luzern? Noch nie war es so einfach, so viele Leute zu finden. Elektronisch wie auch geographisch.
  7. Networking – Dich vermarkten, in dem Du alles zeigst.
    1. (unter 25) – tillate.ch, usgang.ch – Es ist 22 Uhr abends, weisst Du was Deine Kinder jetzt treiben? Hier wird’s dokumentiert. Gibt es in dieser Altersklasse einen Unterschied zwischen Networking und Dating? Manche Fragen lässt man lieber unbeantwortet.
    2. (über 35) – openbc.com – Eine Deutsche-Firma mit Schweizer Beteilligung. Lies mich LinkedIn vergessen (und dabei meine Altersklasse preisgeben).
    3. (25-35) — Unbekannt. Die Vermutung liegt nah, dass man sich ab 25 vernetzt hat und dass sich mit 35 diese Vernetzung wieder auflöst. Ein Phänonmen, dass sich scheinbar 15 Jahre später nochmals wiederholt.
  8. Vergleichsdienste : comparis.ch, preissuchmaschine.ch, toppreise.ch – Geiz mag geil sein, aber tiefe Preise anzubieten ist etwas anders als nur von tiefen Preise zu sprechen. Hier wird gnadenlos die Spreu vom Weizen getrennt.
  9. Einkaufen
    1. Auction – ricardo.ch, ebay.ch (ebay.de) – Graumarkt von allem möglichen. Meine Empfehlung: in der Schweiz verkaufen, in Deutschland einkaufen.
    2. Immobilien – homegate.ch, immo.search.ch – Wer weiss was Kubator bedeutet?
    3. Reise – swiss.com, ebookers.ch, helvetic.com – wenn es 35 Grad zu Hause ist, wozu braucht man den Ferienflieger? In August hat es wohl anders ausgesehen!
  10. Banken yellownet.ch, ubs.ch, zkb.ch, credit-suisse.com. raiffeisen.ch – schlussendlich braucht man manchmal real existerendes Geld, auch in der virtuellen Welt.

Das ist immer noch eine sehr kleine Liste. Viele würdige Websites wurden nicht erwähnt. Tourismus-Förderung, Wirtschaftsförderung, Bund, Kantone, Gemeinden, NGOs, und, und, und. Niemand möge beleidigt sein.

Es gibt noch genau zwei, welche ich zusätzlich erwähnen will:

  1. mozilla.com – zwar ausser Konkurrenz, weil es sich nicht um eine Schweizer Site handelt, aber jeder der Internet nutzt, sollte Firefox einsetzen. Schnell, sicher, erweiterbar und die treibende Kraft der Innovation von Browser-Technologie
  2. local.ch – unsere Kind. Das klügste und das schönste im ganzen Land. Und das sagen wir als völlig unparteiliche Eltern!

P.S. vielen Dank an alle namics-Leute, die Websites vorgeschlagen haben.

Konsequent: 3 Argumente und (etwa) 3 Links

Plakativer geht es nicht: Die Homepage des Economist (ohne Cookies/Anmeldung) aufgerufen: Ein Print Abo an Ihre Adresse geliefert, 65% billiger als am Kiosk und ein (gutes) Internet-Archiv. Zwar lästig so ein Intro mit einem sehr langen Reload aber auch annimierend zum Kaufen. Mich würde die Erfolgszahlen interessierten.

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PS. Google hat es ein bisschen bestraft mit einem leeren Cache und einem Zitat aus DMOZ.

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Wer schreibt Wikipedia?

Jim Wales der Gründer von Wikipedia und der Vorsitzende der Wikimedia Foundation vertritt an Konferenzen eine Theorie bezüglich der Autorenschaft, die sich wie folgt zusammenfassen lässt.

In der englischen Version von Wikipedia werden über 50% des gesamten Contents (…) von rund 0,7% der User eingebracht = 524 Personen! (…) Und rund 2% der User, also 1474 Personen, sind für rund 74% des gesamten Contents verantwortlich. Wikipedia ist somit kein grosser Schwarm aber eine Community die sich gut kennt „the Gang of 500 “ (Quellen: Wikipedia-Tag 2005 Dresden resp. die hier referenzierten Videos).

Aaron Swartz stellte die Messmethode von Wales in Frage. Er misst, nicht so wie Wales die Anzahl Bearbeitungen, aber Menge des zugefügten Textes pro User. Und plötzlich kehrt sich das Bild um. Die häufigen User machen (wichtige Kosmetik) und sehr viele andere, selten aktive User, machen den Inhalt. Also doch ein Schwarm. Selbst nicht registrierte User machten in der (kleinen) Stichprobe wichtige Ergänzungen.

Hier der sehr zum Lesen empfohlene Artikel von Schwartz: Who Writes Wikipedia?

PS: Danke Berni für den Tipp.

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Ich habe sie gefunden: Die Schlechteste

Und der Gewinner heisst Air France resp. deren Treueprogramm „Flying Blue“. Es beginnt gleich mit der einfach memorisierbaren Homepage-Adresse und einem verdoppelten Logo: http://www.airfrance.ch/double6/CH/infolocale.nsf/(LookupPublishedWeb)/de-FRAME-PopUp_FB?OpenDocument

Ich könnte sicher über eine Stunde erzählen denn alles ist falsch. So gibt es unter der ch-Domäne zwei Sites zu selben „Thema“, die keinen Bezug aufeinander nehmen. Die andere ist http://www.airfrance.ch/CH/flying-blue.htm. Suchen Sie mal auf einer der beiden Seiten eine Telefonnummer zum anrufen. Ich habe es nicht geschafft. Zudem Frameset, Popups, Java-Script-Fehlermeldungen u.s.w.

Ein Müsterli (ich hätte mehrere): Ich wollte mich als Mitglied des Programm anmelden.

>> Schritt 1 der Anmeldung

Ich darf mich anmelden wenn ich älter als zwei Jahre bin. Spannender Ansatz; Für mich grünes Licht. Auch praktisch ist der Hinweis darauf, dass ich anstelle keiner Postleitzahl die „99999“ eingeben muss. Also Jürg Stuker mit Postleitzahl 9000.

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>> Schritt 2 der Anmeldung

Mein Vorname wird vom System praktischerweise auf „Jurg“ geändert — ist ja irgendwie klar… nur nicht mir als Menschen. Zudem soll ich meine Postleitzahl nochmals eingeben (auch wenn die zuvor eingegebene auf dem Screen gezeigt wird). Ich das ein Misstrauenstest?

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Wollte grad jemand die Übersichtlichkeit des Formulares loben? Sorry, da Ding ist 2000 Pixel lang ([gif, 50KB] Hier der ganze Screen). Noch zwei neckische Details. Ich will kaum angeben, ob ich in einem anderen Programm Mitglied bin. Aber selbst wenn ich wollte wäre es schwierig: Ein unsortiertes Dropdown mit über 80 Einträgen und zumindest Qualiflyer (gibt es doch nicht mehr) ist zweimal drin.

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Gut finde ich auch die Frage danach, wieviele Hin- und Rückflüge ich in den letzten 12 Monaten gemacht habe, getrennt nach Regionencluster und natürlich mit einer Aufteilung in Clubtreue. Hallo! Ist es nicht Air France die mich zu einem treuen Kunden in der Zunkunft machen will?

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>> Kein Abschluss

Soweit so gut ausser das ich Logout nicht finde, weil es mit Login angeschrieben ist. Die Sonderzeichenprobleme kann man getrost vernachlässigen da diese auf der ganzen Site immer wieder nicht funktioneren.

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und aufgeklappt

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Mein Konto sei nun aktiv und ich bekomme ein E-Mai zur Bestätigung. Aber jetzt beginnt die Geschichte erst wirklich.

>> Das E-Mail

So bekomme ich das E-Mail und werde dort als HEINER STUKER begrüsst. Das war mein Vater, der vor über zwei Jahren gestorben ist und nie in St.Gallen lebte. Die Clubnummer ist aber dieselbe, welche mir bei der Anmeldung gegeben wurde. Hallo Datenschutz!

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Also schleunigst ab in das Profil. Dort wurden in der Zwischenzeit die zwei Profile gemischt. Das Muster ist unklar aber das Geburtsdatum am 31. Dezember 1969 beschreibt die Logik gut. Weder ich noch meinen Vater waren dann geboren. Auch die Mischung der Sprachen ist typisch. Die Felder sind nicht editierbar. Was soll ich tun?

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>> Korrrektur?

Naiv wie ich bin wollte ich mich erneut anmelden. Also „Back to Square One“ aber der Antwort des System ist irgendwie komsich… was passiert wohl wenn ich „löschen“ wähle? Zu diesem Zeitpunkt bin ich nicht angemeldet! Und wie war die Nummer des „Kundenservicecenters“wieder — das war die Frage oben…

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Ich hatte keine Kraft mehr weiterzumachen. Aber am nächsten Tagt habe ich getrost festgestellt dass die Benutzerführung bei der Meilenbuchung auch kaum eine Buchung zulässt.

Ich nehme an, Air France macht die Internet-Probleme mit ihrem „Offline-Kundendienst“ wett. Na ja, dazu muss man unbedingt Andreas Göldis Episode in CDG lesen: Air France: Die vermutlich miserabelste Fluggesellschaft der Welt.

PS: Für einen Upgrade auf CDG <-> MRU würde ich Air France auch mal einen halben Tag beraten aber so wie die Site heute tut, sind die Aussichten sehr schlecht.

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Wie schreiben Sie den Namen von „der da“?

Quizzfrage: Wie viele Schreibweisen (richtige und falsche ;-) nutzen User um Bilder von ihr zu finden?

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Es sind 598 und eine möglich Auflösung finden Sie hier bei Google: www.google.com/jobs/britney.html

Ein schönes Beispiel dafür, dass es nicht richtig und falsch gibt. Zumindest nicht aus Sicht der User / Kunden im Internet.

Auch nett sind unterschiedliche korrekte Transkriptionen z.B. das Beispiel von Muammar al-Qaddafi.

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