Information wants to be free — such as books

Projekte wie Google Print schlagen hohe Wellen. Auf der einen Seite ist Online der Liebling der Buchverlage, weil damit der Verkauf wächst und auf der anderen Seite der grosse Gegner, weil der Verkaufskanal verwässert wird. Die Margen sind kleiner und auch ein unbundling von Bücher (Seiten/Kapitel statt Bücher) findet statt. Zudem noch so ungeliebte Sachen wie online Werbung oder „save as…“. Auch heute wiedereinmal ein Interview, diesmal von Urs Hölzle von Google in der NZZ: «Google Print wird nur Gewinner und keine Verlierer haben».

Spannend auf jeden Fall:Technolgie ist am siegen (auch wenn Juristen einen dicken Hals machen). So kenne ich Verlage die froh sind, dass sie PDF liefern dürfen, um daraus (über ein Scanning) einen maschinenlesbaren Text zur weiteren Nutzung zu bekommen. Dies, weil ihr Produktionsprozess nicht vollständig digital ist, oder weil sie SW-Tools nutzen, bei denen alles schwierig scheint. Google und anderen — so sagt man — können „durchschnittliche“ Bücher für 10 US Cents die Seite und zu 300 Seiten die Stunde scannen. OCR und Struktur erkennen inklusive.

Was teilweise vergessen geht ist, dass schon seit 1970 eine Online-Bibliothek mit nicht mehr geschützten Büchern erstellt wird: Project Gutenberg. Schon bei meiner NeXT hatte es auf der Installations-CD die gesammelten Werke von Shakespeare. Aus ebendieser, immer nich spannenden Quelle. Andere ähnliche Quellen sind auch Universal Library, die Digital Library of India oder das Internet Archive.

Auch interessant ist der Ansatz „Rest der Welt“ mit einem (sie sagen) Open Source Modell an lizenrechtlich geschützte Texte ranzukommen: Open Content Alliance (OCA). Die Lister der Partner und der beteiligten Firmen ist auch hier erindrücklich.

Gefallen tut mir die Vision von Udi Manber. Ich schicke ein digitales Bild von meinem Buchgestell. Da ich damit bewiesen habe, Eigentümer der Bücher zu sein, erhalte ich sofrt Zugang zu all meinem Büchern online… das wäre nett für den nächsten Umzug.

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