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05
Jul
Android - Freund oder Feind? [Vortrag]
gepostet von Markus Stäuble am 05.07.2008 um 10:38

Auf dem diesjährigen Java Forum Stuttgart habe ich im Rahmen meines Vortrages die Mobileplattform Android vorgestellt.

Android - Freund oder Feind?

Zunächst die Fakten, was Android ist:

- Plattform für Mobile (Handy, Smartphone etc.)
- Betriebssystem Linux (basierend auf Kernel 2.6)
- Sprache/Laufzeitumgebung für Anwendungen ist Java (Achtung: eigene VM wird benötigt - Dalvik)
- Aufgrund der "geringen" Anforderungen an die Hardware soll Android auch auf low-end Geräten laufen

Durch die Verwendung von Linux in Verbindung mit einer eigenen VM ist keine Lizenzgebühr notwendig. Hier besteht die Hoffnung, dass diese Preisersparnis an die Endbenutzer weitergegeben wird. Die Plattform wurde initial von Google ins Leben gerufen. Wobei Google hier auch nicht alles selbst gemacht hat, sondern der erste Schritt war der Firmenkauf von Android Inc.. Nun wurde die Open Handset Alliance mit über 30 Partnern (Netzbetreiber, Endgerätehersteller, Chiphersteller und Softwarehersteller) gegründet. Um Entwickler auf die Plattform zu ziehen, wurde initial ein mit 10.000.000 $ dotierter Entwicklerwettbewerb ins Leben gerufen. Die ersten Anwendungen (z.B. AndroidScan - Barcode als Einstieg für weitere Informationen) wurden bereits prämiert.

Die Entwicklung mit Android

Für die Entwicklung steht das ADT (Android Development Tools) zur Verfügung. Dieses liefert u.a. einen Simulator mit.

simulator.png

Da es noch keine Endgeräte gibt, ist der Simulator das derzeit einzig öffentlich zugängliche Endgerät für Android. Und die Auflage für den Entwicklerwettbewerb war auch eine Lauffähigkeit auf dem Simulator.
Das ADT besteht aus einer Reihe von Tools. Um den Einstieg aber noch schneller zu schaffen, existiert auch ein Eclipseplugin, welches direkt über den Updatemanager mit der URL https://dl-sll.google.com/android/eclipse installiert werden kann. Die Oberfläche wird in XML beschrieben. Hier gibt es zunächst die Möglichkeit, mühsam mit einem textuellen Editor das Layout zu erstellen oder DroidDraw zu verwenden.

droiddraw.png

Hierbei handelt es sich um ein Applet mit dem über Drag and Drop die Oberfläche erstellt werden kann. Das Endergebnis ist dann das besagte XML, welches in einer eigenen Anwendung verwendet werden kann.

Der Blick zur Konkurrenz

Gegen Ende des Vortrages habe ich noch einen Blick zur Konkurrenz von Android gewagt, nämlich zum iPhone SDK. Der grosse Unterschied aus Blick eines Javaentwicklers ist mit Sicherheit die Implementierungssprache. Beim iPhone SDK ist es nämlich Objective C. Hier muss der Javaentwickler erstmal einiges lernen. Dazu kommt noch als Neuland der Mac als Entwicklungsplattform und auch das Framework Cocoa Touch. Dies alles zusammen macht den Einstieg nicht ganz so leicht wie bei Android. Aber im Gegensatz zu Android haben wir hier ein Endgerät. Und zusätzlich zum Endgerät gibt es hier schon einen definierten Vertriebsweg für neue Anwendungen. Dieser letzte Punkt ist bei Android noch nicht definiert und stellt auch derzeit eine der grossen Fragen dar. Natürlich ist die Plattform toll und macht auch Spass. Aber wie werden Anwendungen auf die Plattform kommen? Jetzt im Simulator ist es einfach. Bleibt zu hoffen, dass es auch auf Endgeräten einfach wird.

Die Antwort

Fragen sollte man auch beantworten, das tue ich hiermit auch.

Android - Freund oder Feind?

android-answer.png

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26
Jun
@media 2008
gepostet von Martin Kliehm am 26.06.2008 um 10:00

Hot Topics Panel @media ist eine zweitägige Web-Konferenz in London, die sich zeitgemäßen Themen widmet und bei der man die Chance hat, direkt mit Entwicklern von Yahoo, Mozilla oder Opera zu reden. Es ist immer ganz gut, einen direkten Draht zu haben.

Beeindruckt hat mich die Professionalität und Innovationsfähigkeit der BBC, die in einer Case Study aus dem Nähkästchen geplaudert hat. Interessant zu sehen, dass die von Yahoo! entwickelten Regeln zu Exceptional Performace inzwischen auch hier angekommen sind. Da ich die eher konservative deutsche öffentlich-rechtliche Medienlandschaft kenne, hat es mich überrascht, wie offen die BBC ist. Da gibt es eine Public Beta, bevor das neue Redesign der breiten Masse offeriert wird. Da gibt es eine dokumentierte API, mit der Dritte Material der BBC wiederverwenden können. Und BBC ist eine der Vorreiterinnen in Sachen Barrierefreiheit und Geräteunabhängigkeit (= mobile Nutzung) im Königreich.

@media 2008: Andy Clarke’s design In Design-Vorträgen liess sich Andy Clarke von Comic-Panels inspirieren, um Gewichtung und Dynamik in Websites zu bringen. Dan Rubin zeigte hingegen sehr detailverliebte Designs, bei der ich interdisziplinären Kommunikationsbedarf sehe. Zum einen sind zum Beispiel absichtlich hinzugefügte Störungen auf einer monochromen Fläche nicht sofort erkennbar. Dan will damit mehr Haptik, eine Textur erreichen. Wenn nun aber ein Entwickler diese Photoshop-Datei ohne Erklärungen bekommt, besteht eine grosse Chance, dass er die Störungen nicht wahrnimmt oder sie als zufällige Artefakte einstuft und ignoriert.

Zum anderen arbeitet Dan mit wiederverwendbaren Filtern, um in Photoshop sehr einfach Effekte wie runde Ecken, Gradienten oder Schatten hinzuzufügen. Dieser universelle, wiederverwendbare Ansatz lässt sich leider nicht zwangsläufig auf das Frontend übertragen. Ein wiederverwendbarer Effekt an vielen Stellen in Photoshop kann nicht-wiederverwendbare, individuelle und somit kostenintensive Arbeit an vielen Stellen im Frontend bewirken. Wünschenswert wäre aber, Effekte einzusetzen, die sich in beiden Medien einfach, performant und wiederverwertbar realisieren lassen.

Slide: Knowledge Areas of Frontend Engineering Zukunftsweisend war wieder einmal die Keynote von Yahoo!-Entwickler Nate Koechley, der professionelles Frontend-Engineering thematisierte. HTML und seine Freunde waren jahrelang unterbewertet. Im Informatikstudium wird dieser Bereich oft nur am Rande behandelt, schliesslich sei es nur eine Auszeichnungssprache, keine Programmiersprache. Das ist falsch, denn HTML ist eine deklarative Programmiersprache, und im Zusammenspiel mit Stylesheets, JavaScript im Browser und Techniken wie PHP auf dem Server entwickeln wir damit Software im Browser. Douglas Crockford nennt es „die feindlichste Entwicklungsumgebung, die man sich vorstellen kann“. Es gibt eine Reihe von wichtigen Wissensgebieten, die auf verschiedene Arten angewendet werden müssen auf drei Betriebssystemen in einem halben Dutzend Browsern in zwei verschiedenen Darstellungsoptionen. Und damit sind noch nicht einmal Randgebiete wie Internationalisierung, Performance oder Barrierefreiheit enthalten. Wenn Sie also zukünftig wieder einmal kleine Rauchwölkchen aus den Köpfen Ihrer Entwickler aufsteigen sehen, wissen Sie warum.

Auch die Barrierefreiheit kam nicht zu kurz, allein schon wegen der ausgewiesenen Experten im Publikum, mit denen sich stets interessante Gesprächsthemen fanden. In einem Panel ging es dabei um die Kommunikation von Best Practices. Hängengeblieben ist davon der Satz: „Sei nicht der Mensch mit den Problemen, sei der mit den Lösungen.“ Zugegeben, es ist enorm schwierig, sich leidenschaftlich für ein Thema zu engagieren, dabei aber die Fähigkeit zu besitzen, pragmatisch und diplomatisch bleiben zu können. Andererseits denke ich aber, dass sich Lösungen finden lassen, wenn beide Seiten Argumenten zugänglich sind, ihre eigene Position zu hinterfragen und zu Kompromissen bereit sind.

Darüberhinaus betonten die Podiumsteilnehmer erneut, dass Barrierefreiheit nur dann langfristig und nachhaltig effizient sein kann, wenn die Massnahmen auf Vorstandsebene (PDF) unterstützt werden, wenn es eine Accessibility Policy in einem Unternehmen gibt, und wenn kluge Unternehmen einsehen, dass mit Zielgruppenmaximierung bedeutende Umsätze zu erzielen sind. Keine Angst, Menschen mit Behinderungen möchten als Markt wahrgenommen werden!

Ein bisschen ausführlicher und auf englisch habe ich übrigens in meinem eigenen Blog über @media berichtet.

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19
Jun
Enterprise Search: Google und Microsoft/Fast als Anbieter [Vortrag]
gepostet von Jürg Stuker am 19.06.2008 um 18:01

An der Orbit-iEX moderierte ich einen Vortrag zusammen mit Vertretern von Google (Joachim Glaubrecht), Microsoft (René Knöfel) und Fast (Marco Billeter). Thema war die Unternehmensweite Suche in Firmen und das Format was ein freundlicher Shoot-Out d.h. dieselben Fragen für die Anbieter und dieselbe Zeit zur Beantwortung. Alles "auf der Bühne" und live.

Hier das Rahmendokument von mir mit einem Überblick zur Unternehmenssuche, einem strukturierten Einführungsprozess und Tipps zur Einführung aus dem Projaktalltag: Enterprise Search: Google und Microsoft [pdf, 4MB].

Die Frageblöcke an die zwei Hersteller waren die folgenden:

1. Vorstellung des Produktportfolios (je 10‘)

2. Eine Trefferliste mit unterschiedlichen (je 10‘)
- Illustration des technischen Aspektes einer Trefferliste, zusammengesetzt aus unterschiedlichen Quellen („noch nicht Ranking“)
- Szenarien der Integration zeigen (serverseitige/clientseitige Integration, Konnektoren, Fusionierung der Ranglisten versus Stratifizierung etc.)
- Berücksichtigung von Berechtigungen

3. Qualität der Rangliste (je 10‘)
- Ansätze um User bessere Antwort liefern zu können: Ansätze, Konfiguration zeigen
- Sachen wie Tippfehlerkorrektur, Unterstützung von Synonymen und Homonymen, Suche nach ähnlichen Dokumenten, Verhalten bei 0 Treffern, Metadaten-Cluster als Kategorien, Search guidance etc. im Komtext zeigen.
- Einflussmöglichkeiten auf Rangierung
- Kontinuierliche Optimierung: Search Analytics, Statistiken


Den Beginn der Beantwortung machte René Knöfel und startete mit der Ankündigung, dass Microsoft in der Schweiz nun auch eine "Search Appliance" verkaufen wird: Die Swiss Box und er stellte diese auch gleich auf den Tisch.

microsoft swissbox

Nach dieser ziemlich "revolutionären" Ankündigung wurde es aber wieder sehr still um das Thema... evt. was es doch eine Eintagesfliege.

Die Handouts von Microsoft (zusammen mit Fast) der Präsentation finden sich hier: Enterprise Search von Microsoft [pdf, 3.4MB]

Währenddem die Präsentation von Google sehr offen war (inkl. dem Google-Intranet als Case) durfte Joachim die gezeigte Präsentation (der Grossteil war zwar sowieso Live) nicht abgeben... die Anwälte sitzen halt in den USA oder so... Oder eben macht Google alles online und PDF sind nicht deren Sachen. Dafür gab es eine ausführliche Linkliste mit den während der Präsentation gezeigten öffentlichen Quellen:

1. Google "Mini": http://www.google.ch/enterprise/mini/

2. Produkttouren & Demos: http://www.google.ch/enterprise/mini/product_tours_demos.html

3. Google Search Appliance ("GSA"): http://www.google.ch/enterprise/gsa/product_models.html

4. Beispiele aus Unternehmen: http://www.google.ch/enterprise/gsa/success_stories.html

5. Produkttouren & Demos: http://www.google.ch/enterprise/gsa/live_demos.html

6. Search-as-you-type Intranet Demo: http://www.google.com/enterprise/labs/sayt_video.html

7. Google Enterprise Labs: http://www.google.com/enterprise/labs/

8. Google Apps: http://www.google.com/a/enterprise/?hl=de

9. Public Universal Search: http://www.google.com/search?q=steve+jobs oder http://www.google.com/search?q=darth+vader

10. Universal Search for Intranets and Websites: http://www.google.com/enterprise/search.html

* Apple.com: http://www.apple.com/search/?q=iphone

* Focus.de: http://www.focus.de/service/suche?navi=1&q=iphone

11. Custom Search Engine: http://www.google.com/coop/cse/

12. Custom Search Business Edition (incl. XML): http://www.google.com/enterprise/csbe/

13. Google Desktop for Enterprise: http://desktop.google.com/enterprise/

14. Google Ajax Search: http://code.google.com/apis/ajaxsearch/

Videos über Google Produkte und APIs:

* Google Channel auf Youtube: http://youtube.de/google
* Google Tech Talks: http://de.youtube.com/user/googletechtalks
* Google Developer Day (Hamburg): http://code.google.com/events/developerday/de-home.html
* Google EuroZeitgeist 2008: http://uk.youtube.com/user/eurozeitgeist08

Uff... wenn das nicht genügt... hier noch mehr Wissen ;-)

>> Mehr Wissen zur Informationssuche finden Sie in diesem Archiv: http://blog.namics.com/information_retrieval/

>> Weitere Vorträge an der Orbit-iEX sind in diesem Archiv und weitere Vorträge von namics finden sich auf diesem Weblog im Archiv Vorträge und auf unserer Website bei www.namics.com/wissen.

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18
Jun
Vortrag: Vom Intranet zum Unternehmensportal
gepostet von Susanne Franke am 18.06.2008 um 10:26

Heute spricht Sabrina Uthe am Euroforum Unternehmensportale in Düsseldorf.
Unter dem Titel "Vom Intranet zum Unternehmensportal" zeigt sie als Start schön
bildlich die Evolution von der Mitarbeiterzeitung zum Social Internet. Ein bisschen Geschichte darf sein:

evolution%20intranet%20konzept.jpg

Generation 1: Die Mitarbeiterzeitung– Statische Intranets mit Firmenpräsentation
– Abteilungsorientierte Strukturierung der Intranets
– Zentrales Content Management

Generation 2: Die virtuelle Bibliothek
– Strukturierter Zugang zu Unternehmenswissen
– Themenorientierte Strukturierung der Intranets
– Dynamische Integration von Inhalten

Generation 3: Das Applikationsportal– Integration von Anwendungen in das Intranet
– Aufgabenorientierte Strukturierung der Intranets
– Personalisierung von Intranetangeboten

Generation 4: Das „Social Intranet“
– Zusammenführung von Inhalt & Applikation
– Multidimensionaler Zugang zu Informationen
– Unterstützung kollaborativer Wertschöpfung
– Vernetzung und Interaktion statt Information (da haben wir vor einer Weile mal eine Studie gemacht)

Am Intranet von Giesecke&Devrient, zeigt sie wie sich dieses zur Plattform für die internationale Zusammenarbeit entwickelt. Sabrina beleuchtet:
– Strategische und operative Ziele
– Zielgruppendefinition
– Konsolidierung der Ergebnisse
– Portalkonzept
– Prototyping
– Usability-Tests

Und es gibt natürlich auch viele Tipps aus der Praxis.

Hier die (um ein paar Screens gekürzte) Präsentation: Vom Intranet zum Unternehmensportal: Anforderungen, Strategie und Best Practice [pdf, 3,2MB]

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05
Jun
Vortrag: Integrierte Kommunikation
gepostet von Janko Zehe am 05.06.2008 um 12:40

Heute bin ich in Frankfurt auf dem Online Marketing Forum und referiere zum Thema "Integrierte Kommunikation".

Insbesondere plädiere ich hierbei für eine stärkere Integration von traditionellen mit den neuen Online-Medien, da meiner Meinung nach ein effizienter Dialog nur so möglich ist.

Im Rahmen der Diskussion und anschließenden Gesprächen konnte ich erkennen, dass die Notwendigkeit einer integrierten und umfassenden Kommunikationsstrategie durchaus gesehen wird, häufig aber an der Umsetzung und politischen Wiederständen scheitert.

Download des Vortrags: "Integrierte Kommunikation - Potenziale einer konsistenten Außendarstellung [pdf, 1MB]"

Vielen Dank noch an Melanie und Simon, die an unserem kleinen Stand für Fragen zur Verfügung stehen!

OMF_stand.jpg

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29
Mai
Can enterprise search profit from rugby? [presentation]
gepostet von Jürg Stuker am 29.05.2008 um 21:54

Gestern durfte ich am FASTforward Summit 2008 als Keynote direkt nach dem CTO von Fast, Bjørn Olstad sprechen. Im Programm hiess es trotz der langfristig zuvor abgestimten Agenda "Analyst on user and search". Nun ja ich bin kein Analyst aber Dienstleister und Search heisst bein mir auch eher "Find" oder um ganz korrekt zu sein "Information Retrieval". Und weil alles auf Englisch war, wechsle ich nun auch.

Enterprise information retrieval is complex, that we are tempted to tackle the project using a very structured approach… But contrary to many other ventures, the problem domain is tricky and the somewhat moving. Searchers learn while searching, results can be presented differently or some users know the collections and others don’t. The presentation proposes an agile approach based on Scrum to project success.

In my eyes, an agile approach is very well fitted to a retrieval project, because many parameters change in the course of the project by definition. This includes domain knowledge of searchers but also the data accessed.

Here you find the presentation: Can enterprise search profit from rugby? [pdf, 868KB]

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27
Mai
Web Analytics im Praxis-Einsatz [Vortrag]
gepostet von Marco Hassler am 27.05.2008 um 22:07

Über Web Analytics wurde an dieser Stelle schon eingies geschrieben, zum Beispiel über Begrifflichkeiten wie Hits, Page Views und Visits, wie man Web Analytics zielorientiert nutzt oder wie man die interne Suchfunktion analysiert und optimiert.
An einem Vortrag an der diesjährige Orbit-IEX haben wir uns für einmal ausschliesslich darauf fokussiert, wie Web Analytics in der Praxis angewendet wird und was die Erfahrungen von Unternehmen damit sind. Das Referat Web Analytics in der Praxis [pdf, 2,7 MB] wurde gemeinsam von namics und Unic gehalten. Mit zu den gezeigten Beispielen zählten unter anderem:
- Online Verkaufssteigerung mittels E-Mail bei Wander
- Multi Channel Kampagnen bei SES Astranet
- Newsletter-Kamapgne mit Segmentanalyse bei Pfister

Die Quint-Essenz aus all den Erfahrungen:
- Zuerst ein Messinstrument wie Omniture SiteCatalyst, Webtrends oder Google Analytics einführen
- Die richtigen Leute innerhalb des Unternehmens involvieren (Produkt Manager, Marketeer, Web Verantwortliche etc.)
- Sich über die Ziele der Website im Klaren sein
- Micro- und Macro-Conversions messen und Conversion-Pfade optimieren
- Monetären Gegenwert einer Conversion schätzen um ROI berechnen zu können
- Kleine Änderungen vornehmen und wieder messen - anstatt nur Auswertungen anschauen

Neben Web Analytics hat namics zahlreiche weitere Vorträge an der Orbit-IEX gehalten, zum Beispiel zu Content Management System Migrationen oder der agilen Software-Entwicklung .

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26
Mai
Zwei Shoot-outs an der Orbit-IEX 2008: Flash vs. Silverlight und Content Management Systeme im Vergleich [Vortrag]
gepostet von Marcel Albertin am 26.05.2008 um 10:08

Das Vortragsformat des Shoot-outs funktioniert wie folgt:

- zu einem Thema treffen sich Vertreter der Hersteller zu einem Live Duell
- als Erstes gibt es eine neutrale Einführung durch den Moderator
- danach beantworten die Vertreter Fragen, die sie vorher schon zur Vorbereitung bekommen haben, live und mit vielen Demonstrationen
- dann folgt eine Freestyle-Demonstration, in der jeder die besonderen Vorteile seines Produktes zeigen kann
- zum Schluss können die Zuschauer der geballten Kompetenz fragen stellen

Diese Jahr hatte ich die Möglichkeit zwei dieser Formate zu moderieren und die schönen Fragen zu stellen ;-)

- Flash versus Silverlight: Das grosse Duell [pdf, 3MB]
- Content Management Systeme im Vergleich (mit Vertretern von Day, Microsoft, OpenText und Scholl) [pdf, 800KB]

was ist bei Beiden aufgefallen?
- viele Firmen waren nicht im Stande eine interne Person aus der Schweiz ins Rennen zu schicken und mussten sich mit Kollegen aus Deutschland oder gar externen Beratern aushelfen.
- beim Thema "was kostet die Software?" waren Aussagen "kein Preis nennbar", resp. sehr nebulöse Aussagen zu hören (und oft auch in Euro.....)

Zu den einzelnen Vorträgen:
- Flash versus Silverlight
Hier zeigten beide Vertreter der Firmen Adobe, Sascha Wolter und Microsoft, Sascha Corti eine überzeugende Leistung. Für die Beantwortung der Fragen standen jeweils nur 4 Minuten zur Verfügung und in der Zeit wurde sogar live codiert.
Als Zusammenfassung kann gesagt werden, dass Silverlight nach doch sehr kurzer Zeit auf dem Markt schon sehr ausgereifte Funktionen und Entwicklungswerkzeuge anbietet. Bei der Videointegration sogar etwas die Nase vorne hat, aber bei der Verbreitung und dem Zugriff auf die Webcam des Benutzers doch Flash noch nachsteht.


- Content Management Systeme im Vergleich (mit Vertretern von Day, Microsoft, OpenText und Scholl)
Dieses Shoot-out wurde in Zusammenarbeit mit UNIC veranstaltet.
Spannend war die unterschiedliche Ausführung der Aufgaben. Da gabs eine Firma, die mit zwei Personen angetreten war (Reddot), die Eine hatte alle Demos als Screencast aufgezeichnet und dann abgespielt (Microsoft) und eine demonstrierte noch Dinge aus der letzten Frage bei einer anderen, bei der noch zeit offen war (Day). Am besten an die Regeln, die zugegeben nicht eindeutig genug waren, hat sich der kleinste Anbieter im Vergleich (Scholl) gehalten.
Ich habe bewusst alle Variationen der Präsentation zugelassen und das Publikum entscheiden lassen, was sie gut fanden und was nicht.
Alle Produkte haben stärken in unterschiedlichen Bereichen. Hier ist es wirklich wichtig von den Anforderungen auszugehen, die man für sein Projekt hat. Es gibt nicht einfach das beste CMS, sondern nur das am Besten Passende für die eigene Aufgabenstellung!


Ich finde diese Art der Präsentation spannend, wünsche mir aber, dass etwas mehr scharf geschossen wird ;-)


>> Weitere Vorträge an der Orbit-iEX sind in diesem Archiv und weitere Vorträge von namics finden sich auf diesem Weblog im Archiv Vorträge und auf unserer Website bei www.namics.com/wissen.

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23
Mai
CMS Migration [Vortrag]
gepostet von Andreas Fischler am 23.05.2008 um 09:06

Michael Pertek und ich haben gestern abend gemeinsam einen Vortrag zum Thema Migration von Content Management Systemen (CMS) gehalten. Hierbei ging es im Kern darum, möglichst viele unserer Erfahrungen aus bereits durchgeführten CMS Migrations-Projekten, wie zum Beispiel dieses, komprimiert weiter zu geben.
Um CMS Migrationen erfolgreich durchführen zu können haben wir eine Migrations-Methodik entwickelt, mit welcher sich CMS Migrationen in 5 Schritten strukturiert durchführen lassen.
Diese Schritte sind:


  1. Analyse bestehendes CMS -> Aufnahme der IST-Situation

  2. Migrations-Konzept -> Erstellung Konzept und Projektplan für die Migration

  3. CMS Implementation -> Setup Infrastruktur, Installation und Konfiguration CMS

  4. Migration -> Eigentliche Migration von Content, Formularen und Applikationen auf vorher fertig gestelltem System

  5. Going Live -> Deployment auf Live-Server und Veröffentlichung


In jedem dieser 5 Schritte sollten die Dimensionen Infrastruktur, Content und Applikationen berücksichtigt werden. Zum Beispiel sollte man bei der Erstellung des Migrations-Konzeptes die neue Infrastruktur (Server DEV-STA-LIVE, Firewall, Loadbalancer, etc.), den Content (Text, Bilder, Animationen) und die in Zukunft benötigten Applikationen (z.B. Online-Rechner oder komplexe Formulare) dokumentieren.

Die wichtigsten Empfehlungen für CMS Migrationen:


  • Führen Sie eine vollständige IST-Analyse für Infrastruktur, Content und Applikationen durch.

  • Planen Sie auf dieser Basis möglichst gründlich die gesamte Migration (Zeit, Budget, Ressourcen).

  • Nehmen Sie wenn möglich jemanden ins Projekt-Team, der schon mal eine Migration durchgeführt hat.

  • Integrieren Sie die IT (Infrastruktur / Applikationen) unbedingt von Beginn weg ins Projekt.

  • Setzen Sie wenn möglich eine vollständig vom IST-System getrennte Infrastruktur auf.

  • Betrachten Sie die Migration als Chance. Ziel: Verbesserung des Auftritts, nicht Erhalt des Status Quo.

  • Schulungen nur am fertigen, realen System.

  • Gründen Sie eine Anlauf-Stelle für alle Migrations-Fragen (Migrations-Office).

  • Lassen sie wenn möglich die Fachabteilung entscheiden, ob sie den Content selber pflegen wollen oder die Hilfe des Migrations-Offices in Anspruch nehmen wollen.

  • Vergessen Sie nicht, dass die Migration von Formularen und Applikationen auch sehr viel Zeit und Aufwand generieren kann.

  • Planen Sie das Going Live nicht auf den 1.1. ;-)

>> Und hier geht es zur Präsentation mit allen weiteren Details: CMS Migration [pdf, 4MB]

>> Weitere Vorträge an der Orbit-iEX sind in diesem Archiv und weitere Vorträge von namics finden sich auf diesem Weblog im Archiv Vorträge und auf unserer Website bei www.namics.com/wissen.

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21
Mai
Können Software-Innovationsprojekte gefördert, geplant und geführt werden? [Vortrag]
gepostet von Marcello Leonardi am 21.05.2008 um 18:00

Herr Toni Steimle (Crealogix) und ich haben heute an der Orbit-iEX einer kleinen interessierten Gruppe die Herausforderungen und Erfolgskriterien von Software-Innovationsprojekten präsentiert.

Im ersten Teil des Referats hat Toni Steimle beleuchtet, wie es gelingt mit qualitativer Marktforschung, benutzerzentriertem Produktdesign und geeigneter Marktsegmentierung Produkte-Innovationen so zu gestalten, dass Softwareinnovationen erfolgreich im Markt platziert werden können.
Im zweiten Teil des Referats habe ich berichtet, wie mit Scrum (agilen Vorgehensweise) es möglich wird Innovationsprojekte fokussiert und effizient umzusetzen.
Mein Referat startet mit der traurigen Tatsache (CHAOS-Studie der Standish Group) das 84% der IT-Projekte teilweise erfolgreich oder nicht erfolgreich sind. Dabei definiert die Standish Group erfolgreiche Projekte folgendermassen: „Das Projekt wurde rechtzeitig, ohne Kostenüberschreitung und mit dem ursprünglich geforderten Funktionsumfang abgeschlossen.“ In meiner Vorbereitung zu diesem Referat bin ich auf die provokative Aussage von Mike Cohn (Autor von Agile Estimating and Planning und User Stories Applied) gestossen, der ein Projekt als gescheitert betrachtet, wenn es rechtzeitig, ohne Kostenüberschreitung und mit dem ursprünglich geforderten Funktionsumfang abgeschlossen wird. Ich stimme dem Mike Cohn zu.
Verwirrt?!?! Dann laden Sie sich die Präsentation herunter.....


>> Und hier geht es zur Präsentation: Können Software-Innovationsprojekte gefördert, geplant und geführt werden? [pdf, 8.2MB]

>> Weitere Vorträge an der Orbit-iEX sind in diesem Archiv und weitere Vorträge von namics finden sich auf diesem Weblog im Archiv Vorträge und auf unserer Website bei www.namics.com/wissen.

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20
Mai
Top 10 Internet-Standards der Zukunft 2008 [Vortrag]
gepostet von Jürg Stuker am 20.05.2008 um 11:31

Nach 2003, 2004, 2005, 2006 und 2007 (im ganzen schon 10 Jahre): Hier unser Blick in die Glasskugel mit dem folgenden Ergebnis:


- Hackable Gadgets
Bug Labs oder Cumby machen es vor: Nach dem OpenSource Prinzip durch die Community programmierbare technische Spielzeuge dank deren das Internet Teil des täglichen Lebens wird ohne als "Internet" wahrgenommen zu werden.


- Rich Handy Platforms
Handies sind vollwertige Computer und machen Geräte mit grösseren Formfaktor teilweise überflüssig. Nützliche Anwendungen gibt es schon viele und die Entwicklung ist noch sehr dynamisch, insb. auch wegen Firmen wie Apple oder Google die es schaffen, nützlichen Druck auf die Infrastrukturanbieter zu machen. Der nächste grosse Trend ist der Einbezug von Geographie bei Anwendungen.


- On/Offline-Applikationen
Die Grenze was online und was offline ist wird dünner oder in anderen Worte: Technologie wird unsichtbar und damit besser. Auch wenn es niemand hören will kann das Lotus Notes seit über 10 Jahren: Dem Nutzer kann es egal sein auf welchem Rechner / Server das Dokument liegt und der Abgleich zwischen den Systemen stellt die Konsistenz sicher. Nun dieselbe Geschichte, typischerweise mit dem Webbrowser als Frontend und Plugin wie Gears. Heisse Kandidaten um Microsoft Office und das "mein Harddisk"-Paradigma überflüssig zu machen.


- WOA (Web Oriented Architecture)
Serviceorientierung als Architekturparadigma setzt sich zunehmend durch, aber die Komplexität der Technologieelemente ist im Umfeld von Webanwendungen eher hinderlich. WOA (Web Based Architecture) ist sozusagen der kleine Bruder der viel weniger kann aber häufig besser funktioniert.


- Clientcode Frameworks
Je interaktiver der Browser genutzt wird, desto weniger soll/kann alles selbst programmiert werden. Frameworks wie YUI, JQuery oder Dojo bieten hier Hand. Da die Frameworks aber auch Grenzen vorgeben gilt es den richtigen Einsatz gut zu planen.


- Enterprise 2.0
Weshalb das was im privaten Web 2.0 funktioniert nicht auf für im Firmenumfeld nutzen. nicht (nur) aus technischer Sicht aber mit einem Fokus auf hinter liegende kulturelle Aspekte wie Transparenz, Vertrauen und Dezentralität.


- Green IT
Nicht nur auf die Natur achten aber auch Kosten sparen und zwar bei der Anschaffung insb. aber auch beim Betrieb von IT-Infrastruktur. Wie viel Strom braucht ein Rechner und wie ist dessen Auslastung. Wie ist das Hosting gekühlt (klimatisiert) und welche Probleme stellen sich wegen der höheren Leistungsdichte moderner Systeme.

- User Generated Infrastructure
Die Community kann nicht nur Informationen zusammentragen aber auch Infrastruktur zur Verfügung stellen. Zwei spannende Beispiels hierzu sind die WLan-Community Fon und das Projekt Open Street Map. zusätzlich zur realisierten Infrastruktur ist es sehr interessant hier auch abzukucken, wie erfolgreiche Community gabuet werden.


- Social Reputation Management / Open Social
Obschon mit semantischen Standards wir FOAF oder XML Friends Network soziale Beziehungen einfach modelliert und verteilt werden können, horten die sozialen Plattformen diese Daten. Man könnte vermuten es soll ein LockIn her... Nun kommt die Marketing-Trommel und verspricht mit Open Social eine Lösung die über mehrere Sites funktionieren kann.


- Amazon Webservices
AWS ist Prototyp für Cloud Computing. Eine unheimlich leistungsfähige und skalierbare Infrastruktur "irgendwo" im Internet. Auf den ersten Blick unösbar anmutende Infrastruktur-Fragestellungen lassen sich damit über ein einfaches Mietsystem (bezhalt wird mit dem "normalen" Amazon-Account) realisieren. Die community tut mit vorgefertigten Konfigurationen und weiteren Werkzeugen das ihrige dazu.


>> Und hier geht es zur Präsentation: Die Top 10 Internet-Standards 2008 [pdf, 2MB]

>> Weitere Vorträge an der Orbit-iEX sind in diesem Archiv und weitere Vorträge von namics finden sich auf diesem Weblog im Archiv Vorträge und auf unserer Website bei www.namics.com/wissen.

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19
Mai
Alle Vorträge der Orbit-iEX 2008 mit namics
gepostet von Jürg Stuker am 19.05.2008 um 16:53

Ab morgen gibt es namics vier Tage lang auf der Orbit-iEX zu sehen und zu fühlen. Zudem füllen die entsprechende Kategorie auf diesem Weblog. Es würde mich sehr freuen viele Leserinnen und Leser persönlich auf der Messe begrüssen zu dürfen. Gespräche zu Prozente, über unsere Themen und über den Gang der Welt.

An der begleitenden Konferenz ist namics an den folgenden Themen beteiligt. Eine Einstimmung zu dem Themen findet sich auch in kleinen Videobeiträgen der Referenten. Hier die Handouts in der Folge im Pack. Ich hoffe das jeder Referent noch einen einzelnen Post mit ein paar persönlichen Bemerkungen macht.

  • Die Top 10 Internet-Standards 2008 [pdf, 2MB]
  • Flash versus Silverlight: Das grosse Duell [pdf, 3MB]
  • Content Management Systeme im Vergleich (mit Vertretern von Day, Microsoft, OpenText und Scholl) [pdf, 800KB]
  • Content Management (CMS) Migration: Best Practices [pdf, 4MB]
  • Internet für alle – virtuelle Grenzen überwinden [pdf, 4,8MB]
  • Weblogs und Wikis im Firmeneinsatz [pdf, 10,5MB]
  • TV 2.0 im Business Einsatz [pdf, 3,5MB]
  • Web-Analytics in der Praxis [pdf, 2,7MB]
  • Effiziente Rezepte für die Online-Kundengewinnung [pdf, 4,4MB]
  • Enterprise Search: Google und Microsoft (mit Vertretern von Google und Microsoft) [pdf, 4,1MB]
  • Können Software-Innovationsprojekte gefördert, geplant und geführt werden? [pdf, 8,2MB]
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19
Mai
Blog-Praxis: Unternehmensblog namics [Vortrag]
gepostet von Jürg Stuker am 19.05.2008 um 13:10

Heute Nachmittag darf ich im Rahmen eines des Seminars "" am MAZ in Luzern über Weblogs für Firmen sprechen. Fallstudie ist unser blog.namics.com. Nach mir spricht Nicolas Galladé über Kampagnenblog SP Schweiz und Roger Stupf über den Jubiläumsblog 175 Jahre Uni Zürich.

Themen im Kern sind Grundanforderungen, Tipps und am wichtigsten wohl aber unsere Erfahrungen in der Praxis.

Hier geht es zur Präsentation: Blog-Praxis: Unternehmensblog [pdf, 951KB]

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07
Mai
Einfach für Alle-Tagung: Die Software im Browser
gepostet von Martin Kliehm am 07.05.2008 um 21:00

Während meine Kollegin Luzia über Barrierefreiheit als Managementaufgabe diskutierte, sprach ich gestern auf der Fachtagung der Aktion Mensch über Web 2.0 und die Zugänglichkeit (oder Unzugänglichkeit) der Software im Browser. Mit auf dem Podium waren Anna Courtpozanis, blinde Expertin von der Heidelberger Organisation Web for All, Dr. Carlos Velasco, Leiter des BIKA Web Compliance Centers am Fraunhofer Institut für angewandte Informationstechnik (FIT) sowie Marco Zehe, Qualitätsbeauftragter für Barrierefreiheit bei Mozilla.

Eine sehr kompetente Runde. In den Einführungspräsentationen ging es dann um Hindernisse, Vorzüge und Wünsche bezüglich Web 2.0-Anwendungen aus der Sicht einer blinden Nutzerin; um die nach langen Jahren endlich schnell der Finalisierung zustrebenden Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG) und ihre Herausforderungen für ein teil-automatisiertes Testing; wie sich die Firmenkultur von Innovationsträgern wie Google oder Yahoo von weniger progressiven Unternehmen unterscheidet und welche Auswirkungen sie auf Web 2.0-Anwendungen hat; sowie immer wieder um das barrierefreie Web 2.0. Einen guten Schritt in diese Richtung bezeichnet die Richtlinie für Accessible Rich Internet Applications (ARIA), die bereits jetzt oder in naher Zukunft von allen vier großen Browserherstellern, den Marktführern zum Vorlesen von Bildschirminhalten (Screenreadern) und wichtigen JavaScript Frameworks unterstützt wird.

Konsens am Ende der Diskussion war darum, dass Entwickler jetzt bedingungslos ARIA einsetzen sollten. Es gibt keinen Grund, damit zu warten. Die Lernkurve ist niedrig, aber es kennen noch zu wenige. Von verschiedenen Seiten, beispielsweise auf Universitätsebene und auch von Seiten des World Wide Web Consortiums (W3C), muss noch viel unternommen werden, um Entwickler zu erreichen und zeitgemäße Best Practices zu lehren.

Wir waren uns auch einig, dass sich in den nächsten fünf Jahren massiv viel in Richtung Barrierefreiheit tun wird. Das Interesse bei Unternehmen ist vorhanden, denn niemand möchte seine Mitarbeiterinnen oder Kunden wirklich diskriminieren. Damit steigt auch der Druck von Seiten der Mitbewerber. Gleichzeitig wird das Thema von der Politik vorangetrieben, wie die kürzliche Ratifizierung der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zeigt oder Vertreter der Europäischen Kommission in Publikationen wie The Accessibility Imperative offen ansprechen.

Nicht so technisch zugehen wird es übrigens auf der namics-Fachtagung zu Barrierefreiheit am 3. Juni in Frankfurt, die sich mehr an interessierte Einsteigerinnen wendet. Der Eintritt ist frei, ebenso noch einige Plätze.

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07
Mai
Intranet Projekte mit SCRUM am Swiss Intranet Summit
gepostet von Bernd Schopp am 07.05.2008 um 13:35

Heute spreche ich zusammen mit René Doldt von der Swisscanto Management AG am Swiss Intranet Summit über den Einsatz von SCRUM als Projektmethode für komplexe Intranetprojekte.

Titel: Effiziente Realisierung eines Intranets mit der agilen Projektmethode SCRUM

René stellt die Herausforderungen von Intranetprojekten vor und zeigt, warum sich eine agile Methode zum Management solcher Projekte gut eignet. Ich zeige danach die Entstehung und die wichtigsten Eigenschaften der SCRUM Methode auf. Gemeinsam beschreiben wir zum Abschluss, welche Erfahrungen wir mit dieser Methode bei der Entwicklung des Swisscanto Intranets gemacht haben und welche Anforderungen an die Organisation des Unternehmens gestellt werden.

Und hier gibt es die Präsentation:
Effiziente Realisierung eines Intranets mit der agilen Projektmethode SCRUM [pdf, 1 MB]

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01
Mai
Webentwicklung mit Wicket [Vortrag]
gepostet von Markus Stäuble am 01.05.2008 um 18:39

Mein zweiter Vortrag auf der JAX 2008 ging rund um das Webframework Wicket.

Warum schon wieder ein neues Webframework ?

Diese Frage ist mit Sicherheit eine berechtigte Frage. Darum soll diese auch im Zusammenhang mit Wicket (wird unter der Apache License Version 2.0 zur Verfügung gestellt) gestellt werden. Ein Grund könnte sein, dass man mit seinem Webframework nicht zufrieden ist. Ein anderer Grund könnte aber auch das Gegenteil sein. Alle Anforderungen können mit dem eingesetzten Framework abgedeckt werden und durch jedes neue Framework kann man sich einfach aufs neue überzeugen, dass dies auch weiterhin so ist.

Was kann es?

- Komponentenorientiertes Webframework (nahe bei Tapestry und Echo)
- Programmierung in Java und HTML (Komponenten)
- AJAX ohne selbstimplementiertes JavaScript (wie ZK)
- Unterstützung von verschachtelten Formularen
- Keine speziellen Konfigurationsdateien (XML free, bis auf web.xml)
- Eingebaute Testunterstützung

Etwas Architektur

wicket_architektur_allgemein.PNG

Der zentrale Einstiegspunkt in eine Wicketapplikation ist der WicketFilter. Dieser leitet die Anfrage an die entsprechende Applikation weiter. Durch den einkommenden Request wird ein Requestzyklus gestartet.

wicket_request_cycle.PNG

public static void main(String[] args) = Application

Der zentrale Einstiegspunkt (kann mit der main-Methode bei Standalone-Javaprogrammen verglichen werden) ist die Klasse org.apache.wicket.Application (oder eine Ableitung davon). Diese Klasse ist u.a. für die Konfiguration (innerhalb der Methode init) zuständig. Die Einstellungen sind gemäß dem Prinzip Seperation of Concerns in einzelne Interfaces aufgeteilt (z.B. DebugSettings, ExceptionSettings oder MarkupSettings). Die aktuellen Konfigurationsinstanzen können dabei innerhalb der Applikationsklasse über Methoden (z.B. getExceptionSettings) geholt werden. Zusätzlich liefert die Applikationsklasse die Einstiegsseite (Homepage) zurück.

Seiten und Komponenten

Eine Seite innerhalb von Wicket besteht immer aus einer Javaklasse und einer HTML-Seite. Innerhalb der HTML-Seite werden die Tags durch einen Wicket-Namespace direkt am jeweiligen HTML-Tag erweitert (z.B. wicket:id). Die Elemente werden dann über IDs im Quellcode adressiert und können hier auch manipuliert werden. Auch die Ausprogrammierung der Events geschieht innerhalb des Javacodes. Komponenten in Wicket bestehen wie Seiten auch aus einer Javaklasse und einer HTML-Seite. Die einfachste Möglichkeit, eine eigene Komponente zu schreiben, besteht in der Ableitung einer vorhandenen Komponente (z.B. von org.apache.wicket.markup.html.panel.Panel).

Verhalten hinzufügen

Ein interessantes Konzept von Wicket sind die Behaviours. Damit ist es möglich Komponenten zu erweitern, z.B. kann so einer vorhandenen Komponente nachträglich die AJAX-Fähigkeit (wie automatisches Update nach n-Sekunden) hinzugefügt werden. D.h. Behaviours sind die Plugins für die Komponenten.

Testmöglichkeit bereits integriert

Die Frage nach einer Testmöglichkeit sollte von neuen Frameworks immer gleich mitbeantwortet werden. Wicket liefert für diesen Fall den WicketTester mit. Damit ist es möglich, die Seiten ohne einen Webcontainer zu testen. Für den Ablauf des WicketTester ist es angebracht, diesen innerhalb von TestCases (z.B. mit JUnit oder TestNG) zu verwenden.

Fazit

Wicket ist ein erfrischend neues Framework für die Webentwicklung. Die Nähe zu Java mag vielen Javaentwicklern gefallen. Die erste Anwendung gelingt mit den Beschreibungen auf der Wicketseite sehr schnell. Ein Blick lohnt sich allemal.

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01
Mai
Build 2.0 mit buildr [Vortrag]
gepostet von Markus Stäuble am 01.05.2008 um 15:20

Letzte Woche (21.04.08 - 25.04.08) hat die Konferenzsaison für mich wieder richtig begonnen und ich war auf der JAX 2008 in Wiesbaden.

Das erste Thema, dem ich mich als Sprecher gewidmet habe, war das Buildsystem buildr. Dieses verfolge ich bereits schon länger.

Buildsysteme im Wandel

Diese Frage ist natürlich berechtigt. Um das zu beantworten, muss zuvor ein Schritt zurück in der Historie gegangen werden. Für Javaprojekte haben wir einmal die schon in die Jahre gekommene fleißige Ameise (Apache ANT) und den inoffiziellen Nachfolger Maven. Vor allem das Dependencymanagement hat ANT gegenüber Maven etwas ins Hintertreffen kommen lassen, wobei dies durch Ivy wieder ausgemerzt wurde. Maven hat den Javaprojekten aber mehr als nur ein funktionierendes Dependencymanagement gebracht, u.a. eine vorgegebene Projektstruktur und aufbauend darauf viele vorbereitete Goals. Verloren hat man aber sicherlich etwas an Flexibilität, auch wenn man sich diese durch Einbettung von ANT (welch Ironie) zurückholen kann. Maven wurde von der Apache Software Foundation (ASF) massiv nach vorne gebracht und viele Projekte im OpenSource Umfeld setzen diese auch ein.

Nun hat die ASF als erstes Ruby Projekt ein eigenes Buildsystem herausgebracht, nämlich buildr (buildr.rubyforge.org). Um dem noch die Krone aufzusetzen, setzt buildr auf die gleiche Projektstruktur wie Maven auf. Auch ein erstes Toplevelprojekt (ODE) wurde bereits auf buildr umgestellt.

buildr basiert auf dem Buildsystem RAKE (Ruby Make) und verwendet eine auf das Bauen von Javaprojekten angepasste DSL (Domain Specific Language). Neben vielen vorbereiteten Tasks ist es möglich direkt Ruby zu verwenden.

Ergebnis

Mit buildr bekommt man wieder einen Teil zurück, den man mit ANT verloren hat.

buildr_maven_ant.PNG

Wer bereits bei Maven ist, wird wahrscheinlich keinen Grund finden zu wechseln. Aber für Wechsler - auch aus anderen Sprachen (z.B. hin zu JRuby) - macht es sicherlich Sinn, sich dieses System anzusehen. Einfache Projekte bekommt man sehr schnell mit buildr gebaut. Probieren Sie es aus!

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30
Apr
"Oh, wären wir nur schon 2.0!" [Vortrag]
gepostet von Andreas Ravn am 30.04.2008 um 17:05

Soziale Netzwerke, Wikis, Blogs, Communities – das Web 2.0 mit seinen einfach bedienbaren und vernetzten Anwendungen hat in den letzten Jahren das Internet revolutioniert und eindrucksvoll demonstriert, wie große Benutzergruppen selbsttätig nützliches Wissen bereitstellen und kombinieren. Unter dem Schlagwort "Enterprise 2.0" soll nun der Erfolg der im Internet so erfolgreichen kulturellen und technischen Entwicklung auch innerhalb von Unternehmen wiederholt werden, um Knowhow-Transfer und Unternehmenskultur positiv zu verändern.

Wissen verbreiten, diskutieren, zusammenarbeiten, kommunizieren – dies klingt für langjährige Anwender von Lotus Notes zunächst einmal nicht neu. Gestern waren 25 Teilnehmer des Hamburger Notes-Netzwerks zu Gast im namics-Büro Hamburg, um sich unseren Vortrag "Mit Web 2.0 das Unternehmen verändern?" anzusehen und einen Blick auf die recht junge Produktsuite "Lotus Connections" zu werfen.

hanne.jpg

Provoziert von Thesen wie "Enterprise 2.0 ist etwas Selbstverständliches und wird geschehen" oder "Lotus Notes ist doch schon längst Enterprise 2.0" wurde denn auch lebhaft und kontrovers diskutiert. Die Bandbreite der Teilnehmer von kleineren Dienstleistern bis hin zu großen Konzernen unterschiedlicher Branchen sorgte für eine differenzierte Wahrnehmung der Web 2.0-Möglichkeiten von "ist ja ganz nett, aber" bis "ist lebensnotwendig". Interessant hierbei war, dass die Teilnehmer alle aus einem Umfeld kamen, in welchem man – dank Notes – durchaus mit softwareunterstützter Kollaboration und Kommunikation gut vertraut ist.

Gerade in den nachfolgenden Gesprächen zeigte sich, dass die meisten der Unternehmensvertreter gerne "etwas mehr 2.0 sein" würden. Auf die üblichen Tools des "Mitmach-Webs" heruntergebrochen, konnte man eine klare Rangfolge der Akzeptanz feststellen:

- Mitarbeiterprofile wünscht sich fast jeder, um schneller Kompetenzen und Ansprechpartner (gerade in sehr großen Unternehmen) auffinden zu können.
- Wikis werden als pragmatisches Mittel der Knowhowsammlung breit akzeptiert. Die Möglichkeit der freien Strukturierung (Tagging, Ranking usw.) im Gegensatz zu einer vordefinierten Inhaltsarchitektur trifft auf geteilte Meinung.
- Weblogs der Mitarbeiter müssen offenbar erst einmal selbst erlebt werden, um deren Nutzen zu begreifen. Wer sie einsetzt, hält sie für wichtig, wer nicht, weiss damit wenig anzufangen.
- Social bookmarks werden noch als unheimlich empfunden, und gelegentlich sogar als Eingriff in die Privatsphäre.

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25
Apr
Fallstudie der Partner- & Community-Plattform Lovepeace von Greenpeace [Vorträge]
gepostet von Jürg Stuker am 25.04.2008 um 17:17

Nun die Fallstudie der Partner- & Community-Plattform Lovepeace von Greenpeace, präsentiert von Jörg Brunschwiler. Eine lockere Einleitung über einen der Lancierungsfilme „Weltverbesserer lieben besser“.

Die Ziele der Community-Plattform sind die folgenden:

- Zusammenführung von Leuten mit einer ähnlichen Weltanschauung: Ökologisch bewusste Leute die sich für eine bessere Welt einsetzen und solche die es gerne werden wollen
- Unterstützung in den Wünschen Liebe & Freunde finden die etwas bewegen und besser leben wollen
- Ansprache von bestehenden Greenpeace-Mitglieder, Umwelt-Interessenten

Nach einer Schilderung des Projektvorgehens und den begleitenden Massnahmen der Einführung zeigt Jörg die Plattform interaktiv (da bin ich als Schreiberling wieder benachteiligt ;-)

Und was haben wir gelernt (das sie noch nochmals lernen müssen):

1) Aufwände für die Administration nicht zu unterschätzen: Pflege Inhalte, Mitglieder-Administration, Support von Mitgliedern und Administration von Foren und Blogs

2) Der Start einer Community ist selten „blitzartig“

3) Eine Welt ohne Spammer gibts leider nicht

4) Analyse des User-Verhaltens wichtig für die Optimierung der Plattform: Google Analytics und Benutzer-Feedback


Hier die Präsentation: Case Greenpeace Schweiz, Partner- & Community-Plattform [pdf, 1,2MB]

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25
Apr
Fallstudie des Online Dialogmagazin powernewz [Vortrag]
gepostet von Jürg Stuker am 25.04.2008 um 16:56

Herr Harry Graf vom EWZ stellt die Fallstudie des Online Dialogmagazin powernewz vor.

Startschuss für das Projekt war bereits im September 2006 in Rahmen eines Kaderworkshop Markt und Kunden. Im Kern geht es um den Dialog mit Kundinnen und Kunden und es soll nicht eine weitere Druckprodukt sein. Die erste Publikation erfolgte im März 2008.

Homepage Powernewz

Was es von Anfang an zu vermeiden galt war, dass es nur eine Ausgabe davon geben wird. Dies wurde mit einer Jahresplanung erreicht und der der klaren Verantwortlichkeit bei zwei Mitarbeiter (im Rahmen ihrer anderen Arbeit).

Qualitative Ziele sind die Intensivierung des Dialoges sowie der Beziehungen mit Kundinnen und Kunden, die Themenbasis Strom und Energieeffizienz, die Stärkung des Image als zukunftgerichtetes sympathisches Unternehmen und Sponsoring-Aktivitäten einbeziehen und bekannter machen.

Quantitative Ziele: 2% der Gross-, KMU- und Privatkunden besuchen jeweils das Online-Magazin, 1% dieser Besucher meldet sich mit Ideen oder Kommentaren, die Erwähnung in einem Printmedium, im Lokalradio/TV oder in Blogs/Newsportalen in und um Zürich (mindestens eine pro Hauptausgabe) und Ende 2008 mindestens 700 Newsletter-Abonnenten und jährlich 150 neue Abos.

Der Weg dazu: Es gibt kein Papierausdruck. Alles ist elektronisch! Zudem Muss die Geschichte leben: Drei Hauptausgaben pro Jahr und dazwischen alle 2 bis 3 Wochen eine Aktion (Zwischenströme). Diese Zwischenströme sind sehr wichtig und sollen auch Vielfältig sind im Bezug auf Format und Inhalt: Kurzbeiträge, Fotogalerie, Trainingsplan, Video etc.

Spannend gemacht ist auch die Lancierungskampagne (und ein Aprilscherz).

Powernewz Kampagne Offline: Kleber an Wänden und Gegenständen

Powernewz Kampagne Online: Banner auf 20 Minuten

Und wie steht es mit dem Erfolg (am 23. April 08)?

- 15'811 Besucherinnen und Besucher
- 32'310 Seitenzugriffe
- 15 Kommentare (plus Katzen-Kommentare)
- 216 Abonnemente
216 Abonnemente
- 4'368 Katzen-Kommentare
- 230 Wettbewerb Portrait
- 92 Marathon-Wette

Hier die Präsentation: powernewz. Elektronisches, dialogorientiertes Kundenmagazin. [pdf, 3MB]

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25
Apr
Crowdsourcing [Vortrag]
gepostet von Jürg Stuker am 25.04.2008 um 16:31

Und weiter geht es an der „namics Fachtagung: Unheimlich sozial“ mit Andreas und dem Thema Crowdsourcing. Die übliche Defintion: Crowd = Menschenmenge und Sourcing = Beschaffung oder man „nutzt die Menschenmenge um irgendetwas zu beschaffen“.

Als einleitendes Beispiel der „Generationenkonflikt“ eines Fotografen (Jeff Howe) gegen iStockphoto mit einem Beispiel des National Health Museums. Anstelle eines professionellen Fotografen wurde – wegen dem Preis -- das Bild aus der Crowd bevorzugt. Damit dies funktioniert ist die Filterung resp. das Auffinden der guten Elemente aus der grossen Menge wichtig.

Nun nun am Stück die Fallstudie: Brewtopia. Oder wie kreiere ich einen Bier-Brand in einem Markt der zu 94% zwei Anbieter gehört ohne Geld. Antwort: Indem ich genug Leute finde, die mitmachen. Zu gewinnen gab es Anteile der zukünftigen Firma (die später Blowfly hiess) und begonnen hat die Kreation mit 140 E-Mails an Kollegen. Natürlich ist die Geschichte heute ein Erfolg.

Was ist Bemerkenswert? 16'000 Personen hatten sich engagiert und kannten das Produkt schon, bevor es dieses gab (ohne Werbegeld). Wahrscheinlich hat auch hier Offenheit und Ehrlichkeit einen grossen Anteil am Erfolg. Und natürlich die das Teil sein an der Community sowie die Tipps im Freundeskreis. Zudem ist die Zusammenarbeit in dieser Skala nur online möglich... Papier wäre zu teuer.

Nun weitere Beispiele: Open Innovation.net, Ebbsfleet United, ein einfaches Beispiel „Nichtschimmer Becken“ Kettle Chips und brainR.de.

Und nun die 5 Regeln fürs Crowdsourcing

1) Die Aufgabe muss „remote“ erledigt werden können, denn die „Crowd“ ist verteilt über die ganze Welt

2) Die Crowd hat eine kurze Aufmerksamkeits-Spanne: Aufgaben sollten so aufgeteilt sein, dass sie pro Person max. 30 Minuten in Anspruch nehmen.

3) Die Crowd produziert enorm viel Ausschuss: Die grosse Menge an Input verbessert nicht automatisch die Qualität des Inputs! Das Konzept für die Filterung der wertvollen Inputs aus der Crowd muss gut durchdacht sein!

4) Die Crowd findet die beste Lösung meistens selbst (wikipedia, amazon, youtube)

5) Nutze die Crowd niemals aus, sei ehrlich und fair. Gib denen Anerkennung und Auszeichnung denen die Ehre gebührt.

Ich will auch crowdsourcen, was muss ich tun?

- Überlegen, wofür man Crowdsourcing im eigenen Unternehmen einsetzen könnte
- Ein Crowdsourcing-Konzept entwickeln, mit besonderem Fokus auf die - „Mobilisierungs-Strategie“ und die „Talent-Filterung“
- Die Instrumente konzipieren, resp. das SocialCommunity-Portal entwickeln.
- Mit der Crowd in den Dialog treten
- Resultate und Entscheide publizieren
- Der Crowd für die Leistung etwas adäquates zurückgeben!

Präsentation: Crowdsourcing [pdf, 6.5MB]

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25
Apr
Das Web als Plattform [Vortrag]
gepostet von Jürg Stuker am 25.04.2008 um 15:37

Es gibt nicht weniger darum sich zu überlegen auf welcher Site eine Firma präsent sein soll (Denke der physischen Welt: Location. location. location) , aber es geht drum im Internet präsent zu sein: „Das Web ist die Plattform“.

Nun kommen in der Folge Standards und Konzepte (mit Beispielen) die alle dazu dienen, das eigene Angebot zu öffnen. Ziel muss es sein, dass das eigene Online-Angebot einfach „von aussen“ genutzt werden kann. Das Gegenteil von „walled gardens“. Ja, er braucht Mut dazu, aber die Strategie der Öffnung wird langfristig immer gewinnen.

(ach ja, ich sitze noch immer in der Tagung „namics Fachtagung: Unheimlich sozial“ und David spricht)

Interessant ist aber auch der Blick von der anderen Seite: Profitieren Sie von der Offenheit Anderer. Das Rad muss nicht neu erfunden werden, aber sehr viel gibt es schon—also keine eigene Fotogalerie programmieren aber eine Fotocommunity mitnutzen. Meist sind die Dienste gratis und immer mächtiger. Das Reinholen kann auch dazu genutzt werden, mehr Menschen auf die eigene Plattform zu holen. Aber seien sie wählerisch bei der Wahl der Partner.

Und wie bei allen anspruchsvollen Projekten: Messen sie Ihren online Erfolg. Also Analyse einbauen und der Realität der Zahlen glauben.

Zusammenfassung:
- Denken Sie nicht in Funktionen oder Websites, sondern in Plattformen.
- Das Web ist die Plattform!
- Verwenden Sie offene und übliche Standards.
- Öffnen Sie sich.
- Nutzen Sie, was das Web als Plattform zu bieten hat.
- Implementieren, Messen, Anpassen statt Planen, Planen, Planen.

Und hier die Präsi: Das Web als Plattform pdf, 7.6MB]

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25
Apr
Communities und Social Applications [Vortrag]
gepostet von Jürg Stuker am 25.04.2008 um 15:16

Henning zeigt einerseits viele Beispiele des sozialen Webs, legt aber auch eine starken Fokus darauf, dass soziale Zusammenhänge Offline existieren: Das Internet ist menschlich. Es ist von Menschen für Menschen.

Da „Menschen nicht auf einer Insel leben“ sind Menschen nicht nur physisch zusammen, aber treffen sich „Meta-Orten“, wo es keine geographischen Grenzen gibt. Die Grenzen sind als Sprache oder Kultur spürbar, und Grenzen zwischen restriktiven Services werden stärker wahrgenommen als Landesgrenzen.

Nun kommen einige Schweizer Beispiele wie Maggi, bei denen es auf Codecheck sehr wohl eine Community gab (die beispielsweise über das neue Rezept diskutieren). Wusste Maggi das und wäre es besser die eigene Site dazu bereitzustellen?

Kommentare zur neuen Maggi-Würze auf Codecheck

Nun noch ein bisschen Facebook ,Wikipedia und Flickr... immer mit der Frage ob diese relevant sind für die Schweiz. Was meinen sie ist die Antwort? Was sind die Stichworte von/für Communites: Kontakt, Unterhaltung, Bindung, Vertrauen, Sinnlichkeit, Erfahrung, Teilen, Mitteilen, Lernen u