Wieso Geschichten Umsatz machen.

Storytelling, Teil I

Schon seit längerer Zeit sind insbesondere große Unternehmen daran, ihre digitalen Inhalte und deren strategische Strukturierung aufzuwerten und zu professionalisieren. Häufig wird als kommunikativer Rahmen der Ansatz des „Storytelling“ genutzt, jedoch oft zu kurz gedacht.

Gut erzählte Geschichten evozieren Emotionen, schaffen Imaginierungen und wecken Neugierde beim Zuhörer/Leser. Sofern diese Geschichten zum Nachdenken anregen (also eine tiefere neuronale Verarbeitung initiieren), kommen analog zur klassischen Wissenaufnahme neuronale Prozesse in Gang. Die Geschichten werden für Nutzer in zwei Dimensionen mental verfügbar:

  • Wiedererkennung von Informationssequenzen
  • Wiedergabefähigkeit von Informationen

Entscheidend über den Effekt der Aufnahme ist die Struktur der Geschichte: sie muss schnell aufnehmbar sein und jegliches überflüssige Detail aussparen, da sonst von Kindern bekannte Konsequenzen auftreten: werden Kinder mit überflüssiger Information bombardiert, kommt es häufig zu desinteressierten bis aggressiven Reaktionen. Ist die Information jedoch leicht verdaulich, so danken Ihnen dies Ihre Kunden, indem sie diese als wahr und wichtig ansehen. Das, was Kunden nicht verstehen, kann für sie nicht wichtig sein- es wird einfach ausgeblendet und nicht aufgenommen.

Die Verpackung zentraler Informationen in Geschichten schafft Kontext beim Empfänger, was die Verständlichkeit der Botschaft erhöht. Verständlichkeit wiederum ist notwendig, um motivationale Kaufhürden zu überwinden- niemand kauft, ohne zu verstehen.

Ganz einfach lässt sich dies testen, wenn Sie eine fremdprachige Shopseite öffnen. Würden Sie kaufen, wenn sie kein Wort des Produkttextes verstehen?

Insofern Geschichten dabei helfen, Identifikation und Motivation der Nutzer zu steigern, ist die Methodik des Storytelling spannend für eine Vielzahl von marktoperierenden Unternehmen.

Im folgenden zweiten Teil der Serie wird das mentale Verfügbarkeitsset beleuchtet.

Focus on Simplicity

Warum Simplicity (heute erst recht?)

Mit der heutigen visuellen Landschaft, Off- und Online, die durch Informationen überladen ist und die moderne Welt, die von Hektik umgeben ist, halten wir Minimalismus bzw. Simplizität geradezu in unserer Gesellschaft für wichtig.

Aus Benutzersicht hat also Einfachheit bzw. Minimalismus im Interface Vorteile: Klare Linien und Formen, klare Bilder und Texte, klare Botschaften, die somit schnell und unkompliziert aufgenommen und verstanden werden können. Weniger Informationen, weniger “Lärm” auf der Benutzeroberfläche gewährleisten Fokus auf das Wesentliche.

Ein gutes Design ist unkompliziert. Ein gutes Design ist nicht komplex. Ein gutes Design ist verständlich und unaufdringlich. Ein gutes Design ist konsequent bis ins letzte Detail. Ein gutes Design ist so wenig Design wie möglich. Der Benutzer soll sich auf keinen Fall überfordert fühlen. Der Benutzer darf nicht die Qual der Wahl haben (Hicks Law) und nicht das Gefühl haben Arbeit zu leisten.

Aus unserer professionellen Sicht und gerade im Feld des Webdesigns, ist die Herangehensweise mit wenigen Faktoren und wenigen Regeln zu designen fast schon reaktionär: Wir arbeiten mit Komponenten und Regeln, die im ganzen Design Prozess (von der Konzeption bis zu der Umsetzung mit CMS) Einschlag haben. Durch modernste Technologien hat man heutzutage die Qual der Wahl, wenn es um “Filter und Farbpaletten” geht, die Möglichkeiten sind endlos, jedoch sollten wir uns für eine unterschiedliche Herangehensweise entscheiden und Konzepte an erster Stelle stellen. Wir sollten Designs erstellen, die Sinn machen und nicht nur angenehm zu betrachten sind. Ein positives Erlebnis entsteht durch Weglassen und nicht durch Hinzufügen. Minimalistisches Design ist zudem zeitlos, nachhaltig, hat das Können, Trends zu widerstehen und ist immer noch relevant. Es ist die Definition einer zeitlosen Methode der Gestaltung.

Doch wie gestaltet man mit Simplicity, kann eine minimalistische Internetseite eigentlich noch emotional oder persönlich wirken? Und wann wird Einfachheit zur Komplexität? Dies möchten wir Ihnen in der nächsten Designkantine am 21.06.2012 zeigen.

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Veröffentlicht unter Design

Websites für Retina Displays

Und wieder ist es neue Hardware, die eine neue Herausforderung für meine Arbeit darstellt… kein File Format (z.B. SVG), keine neue Software (ich liebe Layer Cake), Browser oder Online Service: Das neue iPad und die Macbooks mit Retina Display sind im Begriff eine ähnliche Triebkraft zu entwickeln wie das iPhone 3 vor nicht allzu langer Zeit.

Im ersten Moment ist man hingerissen von der Schärfe und Qualität der Textdarstellung – dann stellt man vielleicht fest, dass die bisher verwendeten Schriften auf den Geräten klobig und alles andere als elegant aussehen. Mag vielleicht den Flyeralam-Designer wenig kümmern… ich schliesse mich jedoch der Beurteilung von Oliver Reichenstein an und verstehe die Idee der Responsive Typography.

Text ist kein Problem – bis auf das Texten selbst

Nun ist die Textdarstellung auf den neuen Geräten für Website ja noch kein Problem – im Gegenteil: Alle Elemente, die man auf der Basis von Text darstellt sind in jedem Fall auch in Retina Auflösung brilliant und scharf.

Weg von Photoshop/PNG zu SVG oder anders gestalten?

Aber Websites bestehen auch aus grafischen Assets, Bildern und UI Elementen, die mit Hilfe von Photoshop „pixelperfect“ produziert werden. Für diese bietet HTML und CSS (bis heute ?) nur ein begrenztes Mass an automatisches Qualität-Update an.

Aus dem Kopf zusammengefasst sind das:

  • borders und border-radius
  • gradients
  • text- und box-shadow
  • opacity

Bereits bei multiple backgrounds hört der Spass auf und ich sehe eine ziemliche Herausforderung bei der Asset Produktion und Zusammenstellung von Sprites. Alle Formen und Illustrationen müssen als Vektoren (Photoshop: Formebenen) angelegt sein – denn selbst Vektor-Smart-Objects erweisen sich beim Auflösung anpassen als weniger smart, wie der Name vermuten lässt.

Doch – kann das die Zukunft sein? Zumal ich mir bewusst bin, dass die Welt auch ähnliche Geräte mit Android oder Windows bekommen wird. Da wäre es total kurzsichtig genau die beiden „iResolutions“ zu produzieren.

Ein Blick auf die Apple Website zeigt eine Möglichkeit auf, die zumindest für grafische Elemente funktionieren könnte. Bei genauerer Untersuchung der Hauptnavigation findet man zwei Sprite Dateien: Ein PNG in 72dpi und eine SVG Datei in gleicher Grösse… und wenn man mal die Seite zoomt (ich nehme nicht an, das Ihr bereits vor einem Retina Macbook sitzt), so bleibt der Text und das Apple Logo egal in welcher Zoomstufe sauber und scharf.

Eine Alternative wäre natürlich die Verwendung Text in Kombination mit eigenen Fonts – wobei man leider auf gestalterische Freiheiten verzichten muss. Der Glanz auf dem Apple Logo geht mit Text Effekten einfach nicht. Demnach fällt Text aus, sobald gestalterische Freiheit oder Flexibilität nötig ist.

Ich sehe die Notwendigkeit der Entwicklung einer leistungsfähigen und robusten Produktionskette für die Herausforderung der neuen Hardware. Responsive Design Beispiele beschäftigen sich mit bis heute nur mit der Skalierung „nach unten“. Vielleicht spielen Illustrator oder Fireworks wieder mit – oder es gibt intelligente Produktionsmaschinen wie Opacity.

Und wie bekommt man die Qualität bei Fotos und Bildern in den Griff? Keine Ahnung – „Smart Picture Objects“ auf dem Server?
<spo href=”my-perfect-picture.jpg”> :-)

Vielleicht bin ich demnächst schlauer…

Fazit

Die neue Hardware fordert eine neue Beurteilung des Rendering im Browser, Text, Grafik und Photos sehen nur – wie von Jony Ive versprochen – brilliant aus, wenn wir die richtige Qualität auch ausliefern.

Zu einem grossen Teil müssen wir bei der Gestaltung mitdenken. Die Produktionskette der letzten Jahr(zehnte) muss sich aber in jedem Fall ändern. Wie genau muss sich noch herausstellen.

Any ideas?

Automatisierte Integrationstests für Webservices

Einen Webservice im Integrationstest anzusprechen hat vieles mit dem berüchtigten Schuss auf ein bewegtes Ziel gemeinsam: der Webservice ist aus Sicht des Tests schwer berechenbar und flüchtig. Netzwerkprobleme, eine Änderungen an der Datenbasis (z.B. durch vergessene “Aufräumarbeiten” nach einem Test) oder die Änderung der Schnittstelle können zum ungewollten Scheitern der Integrationstests führen. Vor allem wenn sich die Daten des Webservices oft ändern, wie es bei Information Retrieval- oder PIM Systemen der Fall ist, kann der Aufwand der betrieben werden muss um die Tests laufend anzupassen bald die durch eine Automatisierung erhoffte Zeitersparnis übersteigen.

Aber selbst wenn der Webservice recht statisch ist, ist die Zeit für einen HTTP Round-Trip, der vielleicht auch noch eine Datenbankquery anstößt, ein unliebsamer Flaschenhals, der die Testausführung ausbremst. Mit den richtigen Techniken und Tools kann man jedoch auch flüchtige Webservices zähmen und so den Aufwand automatisierter Tests auf ein Minimum beschränken.

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Mehr Umsatz im E-Commerce durch Performance Management!

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Geringe Ladezeit, keine Wartezeit, hohe Geschwindigkeit. In den letzten Jahren wird immer häufiger über den erfolgskritischen Faktor für e-Commerce Plattformen gesprochen. Google hat die Webseiten-Ladezeit im Jahr 2006 öffentlich thematisiert (siehe Grafik) und mit der Integration in Google Analytics und … Weiterlesen

Saubere Software

Bereits in den späten siebziger Jahren haben Studien festgestellt, dass ein Großteil der Kosten für ein Softwareprojekt in die Wartung und Weiterentwicklung fließen. Viele Unternehmen standen und stehen deshalb vor der schwierigen Situation ihre alten und zunehmend teueren “Legacy” Systeme durch neue zu ersetzen. Wie kommt es eigentlich dazu und weshalb ist die Wartung und Weiterentwicklung von Software eigentlich so teuer?

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Real. Social. Digital. – Neue Bausteine zur Verbindung digitaler & realer Einkaufswelten.

Werner Spengler und ich, Patrick Schneider, hatten Anfang Mai das Vergnügen auf der IA Konferenz 2012 in Essen einen Vortrag über das Zusammenwachsen der realen mit der digitalen Verkaufsstrategien anhand des Beispiels adidas NEO zu halten.
Das allgemeine Thema der Konferenz war “Content Strategy”, das konkrete Thema unseres Vortrags “Real. Social. Digital. – Neue Bausteine zur Verbindung digitaler und realer Einkaufswelten.

Klassische Handelsunternehmen finden immer stärker den Weg ins Web und in den eCommerce wie z.B. Saturn/Mediamarkt. Aber auch Pure-Player aus dem Internet gründen im Gegenzug Ladenlokale in den Innenstädten wie z.B. der Popup-Store von Zalando in Berlin.
Themen wie Mobile und Always-On bedingen, dass unseren Kunden das erfolgreiche Zusammenspiel aller Kanäle als integriertes Multichannel-Konzept immer stärker unter den Nägeln brennt. Reale Welt mit Ladenlokal und virtuelle Welt mit eCommerce wachsen zusammen.

Mit dem Label NEO von adidas geht nun 2012 ein Konzept live, das erneut den Versuch wagt, die realen Verkaufswelten mit digitaler Kommunikation zu verbinden. Neu dabei ist allerdings, dass Social Media der Kitt zum Kleben sein soll.
Hier treffen also gleich mehrere Disziplinen der Gestaltung und Konzeption aufeinander, weshalb es für uns auch so spannend ist, uns mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Aber solche Konzepte gab es bereits schon einmal Ende der 90er:
Bspw. den (von Werner konzeptionierten) Lufthansa Heaven’s Store.
Das seitdem im Ladenbau hinsichtlich neuer Medien wenig passiert ist, kann man an diesem Projekt gut erkennen. Auch hier wurden bereits viele Dinge angedacht und konzeptioniert um die reale und die digitale Welt zu verbinden.
Konzeption wurde der Laden für den Verkauf von Merchandisingprodukten an internationalen Flughäfen. Es gab damals schon eine reale und eine digitaler Einkaufswelt mit Shop.
Der Laden war nach allen Erkenntnissen von Konsum und Verhaltensforschung ausgelegt: kognitive Maps, Farben, Geruchswelten, Licht und Soundsteuerung, Sennheiser Beschallung mit Bewegungssensoren. Spannendster Aspekt war die komplett umbaubare Innenansicht über Bildschirme und Steuerung. Der Prototyp steht heute noch bei der LSG und kann besichtigt werden.
Grundsätzlich eine tolle Idee, die mit einigen Preisen ausgezeichnet wurde, aber leider sich damals nicht durchsetzten konnte.

War die Welt damals noch nicht so weit? Und warum ist sie es jetzt?

Erst jetzt durch durch User Generated Content und die direkte Einbindung der kundeneigenen Netzwerke entstehen Konzepte die reale Einkaufswelten nachhaltig prägen werden.
Wir haben durch das Internet und die sozialen Medien eine neue Kommunikatiosebene erreicht. Mit “Always on”, Smartphones und Social Networks ist eine neue Kommunikationsform etabliert, die mit der reale Welt  direkt interagiert.

adidas NEO versucht nun also mit einem Konzept zur Verbindung der digitalen und der virtuellen Welt erneut dieses Zusammenspiel gewinnbringend zu nutzen.
Die Ladenlokale sollen zukünftig nicht nur Laden sein, sie sollen zu einem Treffpunkt für Jugendliche werden und zum Bleiben anregen.
Die einzelnen Präsentationsflächen im Laden selbst lassen sich innerhalb weniger Minuten umbauen und regen die Kunden daher immer wieder zum “Mal reinschauen” an.
Extra große Kabinen für private Modenschau zu zweit (oder zu dritt) werden geboten.
Es gibt im Ladenlokal sogar eine kleine Bühne, auf der u.a. lokale Bands auftreten sollen, die aber alternativ auch als “Chill-Zone” für die Kunden genutzt werden können.
Neu ist: Die Kunden sollen nicht schnell kaufen, sie sollen verweilen, sich wohl fühlen.

Über den Wohlfühl- und Lifestyle-Faktor hinaus wird es in dem Laden digital:
Es existieren berührungsempfindliche Bildschirme zur Steuerung der Musik im adidas-NEO-Store durch den Kunden.
Die Beleuchtung lässt sich durch den Kunden per SMS mit den Begriffen „Blue“, „Red“ oder „Green“ steuern.
Aber das besondere ist: Das Konzept holt die Zielgruppe dort ab, wo Sie ist. Online! Es gibt in dem Laden daher noch etwas Besonderes, dass den Joy of Use im Ladenlokal anregt: Einen interaktiven Spiegel.
NEO nennt das Konzept den Social Mirror. Es handelt sich dabei um einen interaktiven Spiegel, über den sich das Konterfei des Betrachters inklusive Outfit bei Facebook und Twitter hochladen lässt. Freunde und Bekannte können somit  das neue Outfit gleich ausführlich bewerten und kommentieren. Direkt im Laden kann damit eine “Diskussion” über das gewählte Outfit mit der ganzen persönlichen Community des jeweiligen Kunden starten…

Es gibt auch noch ein paar Besonderheiten im Hintergrund der Läden, die dem Kunden nicht direkt auffallen, die aber nicht weniger interessant sind:
adidas markiert konsequent jegliches Kleidungsstück mit RFID-Funkchips, die über mehrere Meter hinweg von Geräten ausgelesen werden können. Mit diesen Chips ist etwa eine Ladeninventur in wenigen Minuten möglich. Es können damit aber auch neue Trends erkannt werden, da Sensoren erfassen sollen, welche Kleidungsstücke in den Umkleidekabinen kombiniert werden. Somit lassen sich weitreichende Auswertungen generieren und Informationen über die Zielgruppe und deren Verhalten sammeln.
Die Kommunikation innerhalb der einzelnen Läden erfolgt stilecht ebenfalls via Twitter und eine eigene iPhone-App. für Angestellte.

Was heißt das jetzt für die Zukunft?

Das alte Modell nach dem Commerce-Projekte konzeptioniert wurden kannte zwei Bereiche:

  • Der Kunde ist zu Hause und eventuell online.
  • Oder er ist im Laden und offline.

Wenn er zu Hause ist, hat er sein Netzwek und seine interaktiven Möglichkeiten. Wenn er sich im Ladenlokal befindet, hat er all das nicht.

In der Zukunft und auch heute schon ist das aber nicht mehr der Fall. Die reale Welt im Ladenlokal verschmilzt mit der Welt des Kunden. Das soziale Netzwerk wird mobil und ist nicht mehr gebunden an einen Raum.

Wenn sich die Verkaufsräume bis dato nur mit leichten Überschneidungen angenähert haben gab es jetzt einen Wechsel von online-, mobile-, Nearfield-Commerce zu Infield-Commerce. Die mögliche Deckungsgleichheit von realem Ladenlokal und dem virtuellen Kaufen des Kunden ist erreicht.

Und genau hier befinden wir uns an dem entscheidenden Punkt und kommen zurück zum Social Mirror:
Der Spiegel zahlt auf beide Welten ein. Er ist das zentrale Element was die beiden unterschiedlichen Welten (real und virtuell) jetzt zu einer einzigen verwebt!

Das bedeutet:
Es entsteht plötzlich eine klassische Win-Win-Situation. Der Kunde gewinnt durch die Mitnahme seiner gesamten Community in das Ladenlokal, der Laden gewinnt weil er seine Reichweite in der “ubiquen” Welt auf bisher ungeahnte Weise erhöht.

Darüber hinaus zahlen auf diesen Effekt auf Kundenseite Dinge ein, wie z.B.

  • Joy of use
  • Zusammen Spaß haben
  • Gemeinschaftsshopping
  • etc.

Letztendlich führt das dazu, dass Kunden sich im Laden “zuhause fühlen”. NEO wird zum Spielort einer Inszenierung. NEO ersetzt den Home-Bereich und wird ein Stück Heimat.

Welche Ableitungen kann man daraus nun ziehen?

  1. Content kann aus einer neuen Sicht betrachtet werden.
    Die Entstehung von Content wird entscheidender. Die Kombination aus erlebbarem Produkt und Social Media als Kommunikationsinstrument erhöht die Wertigkeit des Contents. Das Involvement des Kunden und dessen Bindung entscheidet über die Masse des Contents.
  2. Konzepte müssen am Kunden und nicht am Kanal ausgerichtet sein.
    User Stories sind wichtiger denn je.
  3. Infield Commerce braucht eine verzahnte Zusammenarbeit über Kanäle hinweg.
  4. Es ist fragwürdig eine Konzeption nur aus Sicht eines Kanales zu erstellen!

“Digitale Produkte” – eCommerce nicht nur für Verlage

Anlässlich einer hausinternen Veranstaltung des Börsenverein des Deutschen Buchhandels hatte ich diese Woche Gelegenheit mit interessierten Vertretern der Verlage neue Ansätze in der Vermarktung von Digitalen Gütern zu diskutieren.

Gegenstand der Diskussion war ein Vortrag der aus meiner Sicht  zwei wesentliche Aspekte beleuchtet denen sich Verlage stellen müssen wenn Sie den Markt mit Digitalen Gütern abschöpfen wollen.

  • Das Verständnis was überhaupt bei Digitalen Produkten verkauft wird muss sich grundlegend ändern
  • Die Geschäftsmodelle für Digitale Produkte sind andere als für physische Produkte

Auszüge aus dem Vortrag möchte ich hier nochmals darstellen. Sie sind auch für andere Branchen die sich mit “Digital Goods” beschäftigen interessant.

 

Was wird bei Digitalen Gütern eigentlich verkauft?

Die Frage was bei Digitalen Gütern das zu verkaufende Produkt hört sich profan an birgt aber einen Paradigmenwechsel in sich der in der Regel zu grundlegenden Änderungen im Geschäftsmodell führt.

Digital Goods eCommerce

Als Produkt versteht man landläufig ein Sachgut wie Bücher die physisch beim Verkauf den Besitzer wechseln. Das Grundverständnis zu diesem Produktbild, dessen Wert, Mehrwert, Leistung und Preisbildung, kann man im wesentlichen schon bei Marx seit 1867 auf den ersten Seiten des Kapitals nachlesen.

Digitale Produkte basieren nicht auf physischen Waren sondern Dienstleistungen. Diese wurden zur Zeit von Marx noch 1:1 von Menschen erbracht. Diese Dienstleistungen werden von Menschen in Form von Zeit an andere Menschen verkauft. Ein Haarschnitt ist dafür ein gutes Besipiel. Es gibt kein Sachgut was dabei den Besitzer wechselt. Leider ist diese Dienstleistung nicht über die verfügbaren Stunden des einzelnen hinaus erweiterbar. Das Modell skaliert nur über die Anzahl der Menschen.

Digitale Güter oder besser Digitale Services sind Dienstleistungen die nicht mehr von Menschen 1:1 sondern heute von Computern erbracht werden können. Der Verkäufer braucht dazu kein physisches Produkt zu erstellen und kann mit geringen Mitteln eine unbegrenzte Anzahl von Kunden eine immer fast gleiche Diensleistung verkaufen. Ein Modell was bei geringen Mehrkosten endlos skaliert werden kann.

Dort wo vorher der Fachverlag ein gedrucktes Buch über den Buchhandel angeboten hatte wird zukünftig z.B. ein Zugriff auf eine Wissensdatenbank verkauft. Die Aufbereitung der Informationen und der richtige Zuschnitt der einzelnen Digitalen Services ist dabei das Kerngeschäft des Verlages. Die Art des publizierenden Mediums ist in der digitalisierten Welt, in der Texte und Bilder sowieso digital erstellt werden, nicht mehr an physische Dinge wie Bücher gebunden.

 

Es geht bei Digitalen Services nicht mehr länger um physische Sachgüter sondern letztendlich nur noch um “Access”.

 

Welche Arten von Digitalen Services gibt es?

Arten von digitalen Produkten

Schaut man sich die Arten von Digitalen Services an wird klar das individualisierte, digital ausgelieferte Services in denen der Nutzer stark involviert ist am besten die Ansprüche des Nutzers erfüllt. Dabei spielt die Individualisierung der Produkte eine entscheidende Rolle. Wie schon bei der Dienstleistungen muss das Produkt stark auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten sein um Erfolg am Markt zu haben.

 

Wie werden digital Services individuell ?

Es wird klar das Informationen über den einzelnen Kunden für Digital Services wichtiger werden. Einteilungen in Märkte oder Marktsegmente sind zu unscharf für erfolgreiches Geschäft. Ein vernünftiges Zusammenspiel zwischen Product Informations Management, eCommerce und Customer Relationship Management bildet das technische Rückrat für Digitale Services. Eine gute Individualisierung der Services ist die fachliche Grundlage.

 

 

Spannend für die Vertreter der Verlage war der zweite Teil in dem wir die sinnvollen Geschäftsmodelle für Digitale Services vorgestellt und mit den bestehenden Ansätzen der Verlage verglichen haben. Eine insgesamt gute Veranstaltung mit viel Diskussion und intensivem Gedankenaustausch.

 

Der Vortrag zum Durchblättern…


Social Business auf der JiveLive Tour

Foto von der JiveLive Tour.

Gestern nahm ich an der JiveLive Tour in Frankfurt am Main teil. Das Thema war Social Business und wurde vorgestellt mit Erfahrungsberichten von Jive Kunden sowie einer Live Demo des Produkts. Darüber hinaus bot die Veranstaltung eine gute Möglichkeit, Kontakte … Weiterlesen

Herausforderungen Internationaler Intranets [Vortrag]

Anlässlich der diesjährigen Schweizer IT-Messe und -konferenz mit dem neuen Titel ONE (ehem. Aiciti, Orbit, IEx etc.) haben Benjamin Hörner und ich internationale Intranets unter die Lupe genommen. Der Vortrag zeigt Problematiken auf, die aufgrund der Grösse, Komplexität und Heterogenität dieser Intranets die üblichen Herausforderungen übersteigen.

Dabei wurden 4 aus unerer Sicht besonders interessante Aspekte herausgegriffen

- Informationsüberflutung
- Mehrsprachigkeit
- Dezentralisierung von Standorten
- Heterogenität der Kulturen

und deren Lösungsansätze diskutiert.

Hier gibt’s die Präsentation zum Download: Herausforderungen internationaler Intranets [pdf, 23.3 MB]

und zum Durchblättern…

 

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