Mehr Umsatz im E-Commerce durch Performance Management!

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Geringe Ladezeit, keine Wartezeit, hohe Geschwindigkeit. In den letzten Jahren wird immer häufiger über den erfolgskritischen Faktor für e-Commerce Plattformen gesprochen. Google hat die Webseiten-Ladezeit im Jahr 2006 öffentlich thematisiert (siehe Grafik) und mit der Integration in Google Analytics und … Weiterlesen

Saubere Software

Bereits in den späten siebziger Jahren haben Studien festgestellt, dass ein Großteil der Kosten für ein Softwareprojekt in die Wartung und Weiterentwicklung fließen. Viele Unternehmen standen und stehen deshalb vor der schwierigen Situation ihre alten und zunehmend teueren “Legacy” Systeme durch neue zu ersetzen. Wie kommt es eigentlich dazu und weshalb ist die Wartung und Weiterentwicklung von Software eigentlich so teuer?

(more…)

Real. Social. Digital. – Neue Bausteine zur Verbindung digitaler & realer Einkaufswelten.

Werner Spengler und ich, Patrick Schneider, hatten Anfang Mai das Vergnügen auf der IA Konferenz 2012 in Essen einen Vortrag über das Zusammenwachsen der realen mit der digitalen Verkaufsstrategien anhand des Beispiels adidas NEO zu halten.
Das allgemeine Thema der Konferenz war “Content Strategy”, das konkrete Thema unseres Vortrags “Real. Social. Digital. – Neue Bausteine zur Verbindung digitaler und realer Einkaufswelten.

Klassische Handelsunternehmen finden immer stärker den Weg ins Web und in den eCommerce wie z.B. Saturn/Mediamarkt. Aber auch Pure-Player aus dem Internet gründen im Gegenzug Ladenlokale in den Innenstädten wie z.B. der Popup-Store von Zalando in Berlin.
Themen wie Mobile und Always-On bedingen, dass unseren Kunden das erfolgreiche Zusammenspiel aller Kanäle als integriertes Multichannel-Konzept immer stärker unter den Nägeln brennt. Reale Welt mit Ladenlokal und virtuelle Welt mit eCommerce wachsen zusammen.

Mit dem Label NEO von adidas geht nun 2012 ein Konzept live, das erneut den Versuch wagt, die realen Verkaufswelten mit digitaler Kommunikation zu verbinden. Neu dabei ist allerdings, dass Social Media der Kitt zum Kleben sein soll.
Hier treffen also gleich mehrere Disziplinen der Gestaltung und Konzeption aufeinander, weshalb es für uns auch so spannend ist, uns mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Aber solche Konzepte gab es bereits schon einmal Ende der 90er:
Bspw. den (von Werner konzeptionierten) Lufthansa Heaven’s Store.
Das seitdem im Ladenbau hinsichtlich neuer Medien wenig passiert ist, kann man an diesem Projekt gut erkennen. Auch hier wurden bereits viele Dinge angedacht und konzeptioniert um die reale und die digitale Welt zu verbinden.
Konzeption wurde der Laden für den Verkauf von Merchandisingprodukten an internationalen Flughäfen. Es gab damals schon eine reale und eine digitaler Einkaufswelt mit Shop.
Der Laden war nach allen Erkenntnissen von Konsum und Verhaltensforschung ausgelegt: kognitive Maps, Farben, Geruchswelten, Licht und Soundsteuerung, Sennheiser Beschallung mit Bewegungssensoren. Spannendster Aspekt war die komplett umbaubare Innenansicht über Bildschirme und Steuerung. Der Prototyp steht heute noch bei der LSG und kann besichtigt werden.
Grundsätzlich eine tolle Idee, die mit einigen Preisen ausgezeichnet wurde, aber leider sich damals nicht durchsetzten konnte.

War die Welt damals noch nicht so weit? Und warum ist sie es jetzt?

Erst jetzt durch durch User Generated Content und die direkte Einbindung der kundeneigenen Netzwerke entstehen Konzepte die reale Einkaufswelten nachhaltig prägen werden.
Wir haben durch das Internet und die sozialen Medien eine neue Kommunikatiosebene erreicht. Mit “Always on”, Smartphones und Social Networks ist eine neue Kommunikationsform etabliert, die mit der reale Welt  direkt interagiert.

adidas NEO versucht nun also mit einem Konzept zur Verbindung der digitalen und der virtuellen Welt erneut dieses Zusammenspiel gewinnbringend zu nutzen.
Die Ladenlokale sollen zukünftig nicht nur Laden sein, sie sollen zu einem Treffpunkt für Jugendliche werden und zum Bleiben anregen.
Die einzelnen Präsentationsflächen im Laden selbst lassen sich innerhalb weniger Minuten umbauen und regen die Kunden daher immer wieder zum “Mal reinschauen” an.
Extra große Kabinen für private Modenschau zu zweit (oder zu dritt) werden geboten.
Es gibt im Ladenlokal sogar eine kleine Bühne, auf der u.a. lokale Bands auftreten sollen, die aber alternativ auch als “Chill-Zone” für die Kunden genutzt werden können.
Neu ist: Die Kunden sollen nicht schnell kaufen, sie sollen verweilen, sich wohl fühlen.

Über den Wohlfühl- und Lifestyle-Faktor hinaus wird es in dem Laden digital:
Es existieren berührungsempfindliche Bildschirme zur Steuerung der Musik im adidas-NEO-Store durch den Kunden.
Die Beleuchtung lässt sich durch den Kunden per SMS mit den Begriffen „Blue“, „Red“ oder „Green“ steuern.
Aber das besondere ist: Das Konzept holt die Zielgruppe dort ab, wo Sie ist. Online! Es gibt in dem Laden daher noch etwas Besonderes, dass den Joy of Use im Ladenlokal anregt: Einen interaktiven Spiegel.
NEO nennt das Konzept den Social Mirror. Es handelt sich dabei um einen interaktiven Spiegel, über den sich das Konterfei des Betrachters inklusive Outfit bei Facebook und Twitter hochladen lässt. Freunde und Bekannte können somit  das neue Outfit gleich ausführlich bewerten und kommentieren. Direkt im Laden kann damit eine “Diskussion” über das gewählte Outfit mit der ganzen persönlichen Community des jeweiligen Kunden starten…

Es gibt auch noch ein paar Besonderheiten im Hintergrund der Läden, die dem Kunden nicht direkt auffallen, die aber nicht weniger interessant sind:
adidas markiert konsequent jegliches Kleidungsstück mit RFID-Funkchips, die über mehrere Meter hinweg von Geräten ausgelesen werden können. Mit diesen Chips ist etwa eine Ladeninventur in wenigen Minuten möglich. Es können damit aber auch neue Trends erkannt werden, da Sensoren erfassen sollen, welche Kleidungsstücke in den Umkleidekabinen kombiniert werden. Somit lassen sich weitreichende Auswertungen generieren und Informationen über die Zielgruppe und deren Verhalten sammeln.
Die Kommunikation innerhalb der einzelnen Läden erfolgt stilecht ebenfalls via Twitter und eine eigene iPhone-App. für Angestellte.

Was heißt das jetzt für die Zukunft?

Das alte Modell nach dem Commerce-Projekte konzeptioniert wurden kannte zwei Bereiche:

  • Der Kunde ist zu Hause und eventuell online.
  • Oder er ist im Laden und offline.

Wenn er zu Hause ist, hat er sein Netzwek und seine interaktiven Möglichkeiten. Wenn er sich im Ladenlokal befindet, hat er all das nicht.

In der Zukunft und auch heute schon ist das aber nicht mehr der Fall. Die reale Welt im Ladenlokal verschmilzt mit der Welt des Kunden. Das soziale Netzwerk wird mobil und ist nicht mehr gebunden an einen Raum.

Wenn sich die Verkaufsräume bis dato nur mit leichten Überschneidungen angenähert haben gab es jetzt einen Wechsel von online-, mobile-, Nearfield-Commerce zu Infield-Commerce. Die mögliche Deckungsgleichheit von realem Ladenlokal und dem virtuellen Kaufen des Kunden ist erreicht.

Und genau hier befinden wir uns an dem entscheidenden Punkt und kommen zurück zum Social Mirror:
Der Spiegel zahlt auf beide Welten ein. Er ist das zentrale Element was die beiden unterschiedlichen Welten (real und virtuell) jetzt zu einer einzigen verwebt!

Das bedeutet:
Es entsteht plötzlich eine klassische Win-Win-Situation. Der Kunde gewinnt durch die Mitnahme seiner gesamten Community in das Ladenlokal, der Laden gewinnt weil er seine Reichweite in der “ubiquen” Welt auf bisher ungeahnte Weise erhöht.

Darüber hinaus zahlen auf diesen Effekt auf Kundenseite Dinge ein, wie z.B.

  • Joy of use
  • Zusammen Spaß haben
  • Gemeinschaftsshopping
  • etc.

Letztendlich führt das dazu, dass Kunden sich im Laden “zuhause fühlen”. NEO wird zum Spielort einer Inszenierung. NEO ersetzt den Home-Bereich und wird ein Stück Heimat.

Welche Ableitungen kann man daraus nun ziehen?

  1. Content kann aus einer neuen Sicht betrachtet werden.
    Die Entstehung von Content wird entscheidender. Die Kombination aus erlebbarem Produkt und Social Media als Kommunikationsinstrument erhöht die Wertigkeit des Contents. Das Involvement des Kunden und dessen Bindung entscheidet über die Masse des Contents.
  2. Konzepte müssen am Kunden und nicht am Kanal ausgerichtet sein.
    User Stories sind wichtiger denn je.
  3. Infield Commerce braucht eine verzahnte Zusammenarbeit über Kanäle hinweg.
  4. Es ist fragwürdig eine Konzeption nur aus Sicht eines Kanales zu erstellen!

“Digitale Produkte” – eCommerce nicht nur für Verlage

Anlässlich einer hausinternen Veranstaltung des Börsenverein des Deutschen Buchhandels hatte ich diese Woche Gelegenheit mit interessierten Vertretern der Verlage neue Ansätze in der Vermarktung von Digitalen Gütern zu diskutieren.

Gegenstand der Diskussion war ein Vortrag der aus meiner Sicht  zwei wesentliche Aspekte beleuchtet denen sich Verlage stellen müssen wenn Sie den Markt mit Digitalen Gütern abschöpfen wollen.

  • Das Verständnis was überhaupt bei Digitalen Produkten verkauft wird muss sich grundlegend ändern
  • Die Geschäftsmodelle für Digitale Produkte sind andere als für physische Produkte

Auszüge aus dem Vortrag möchte ich hier nochmals darstellen. Sie sind auch für andere Branchen die sich mit “Digital Goods” beschäftigen interessant.

 

Was wird bei Digitalen Gütern eigentlich verkauft?

Die Frage was bei Digitalen Gütern das zu verkaufende Produkt hört sich profan an birgt aber einen Paradigmenwechsel in sich der in der Regel zu grundlegenden Änderungen im Geschäftsmodell führt.

Digital Goods eCommerce

Als Produkt versteht man landläufig ein Sachgut wie Bücher die physisch beim Verkauf den Besitzer wechseln. Das Grundverständnis zu diesem Produktbild, dessen Wert, Mehrwert, Leistung und Preisbildung, kann man im wesentlichen schon bei Marx seit 1867 auf den ersten Seiten des Kapitals nachlesen.

Digitale Produkte basieren nicht auf physischen Waren sondern Dienstleistungen. Diese wurden zur Zeit von Marx noch 1:1 von Menschen erbracht. Diese Dienstleistungen werden von Menschen in Form von Zeit an andere Menschen verkauft. Ein Haarschnitt ist dafür ein gutes Besipiel. Es gibt kein Sachgut was dabei den Besitzer wechselt. Leider ist diese Dienstleistung nicht über die verfügbaren Stunden des einzelnen hinaus erweiterbar. Das Modell skaliert nur über die Anzahl der Menschen.

Digitale Güter oder besser Digitale Services sind Dienstleistungen die nicht mehr von Menschen 1:1 sondern heute von Computern erbracht werden können. Der Verkäufer braucht dazu kein physisches Produkt zu erstellen und kann mit geringen Mitteln eine unbegrenzte Anzahl von Kunden eine immer fast gleiche Diensleistung verkaufen. Ein Modell was bei geringen Mehrkosten endlos skaliert werden kann.

Dort wo vorher der Fachverlag ein gedrucktes Buch über den Buchhandel angeboten hatte wird zukünftig z.B. ein Zugriff auf eine Wissensdatenbank verkauft. Die Aufbereitung der Informationen und der richtige Zuschnitt der einzelnen Digitalen Services ist dabei das Kerngeschäft des Verlages. Die Art des publizierenden Mediums ist in der digitalisierten Welt, in der Texte und Bilder sowieso digital erstellt werden, nicht mehr an physische Dinge wie Bücher gebunden.

 

Es geht bei Digitalen Services nicht mehr länger um physische Sachgüter sondern letztendlich nur noch um “Access”.

 

Welche Arten von Digitalen Services gibt es?

Arten von digitalen Produkten

Schaut man sich die Arten von Digitalen Services an wird klar das individualisierte, digital ausgelieferte Services in denen der Nutzer stark involviert ist am besten die Ansprüche des Nutzers erfüllt. Dabei spielt die Individualisierung der Produkte eine entscheidende Rolle. Wie schon bei der Dienstleistungen muss das Produkt stark auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten sein um Erfolg am Markt zu haben.

 

Wie werden digital Services individuell ?

Es wird klar das Informationen über den einzelnen Kunden für Digital Services wichtiger werden. Einteilungen in Märkte oder Marktsegmente sind zu unscharf für erfolgreiches Geschäft. Ein vernünftiges Zusammenspiel zwischen Product Informations Management, eCommerce und Customer Relationship Management bildet das technische Rückrat für Digitale Services. Eine gute Individualisierung der Services ist die fachliche Grundlage.

 

 

Spannend für die Vertreter der Verlage war der zweite Teil in dem wir die sinnvollen Geschäftsmodelle für Digitale Services vorgestellt und mit den bestehenden Ansätzen der Verlage verglichen haben. Eine insgesamt gute Veranstaltung mit viel Diskussion und intensivem Gedankenaustausch.

 

Der Vortrag zum Durchblättern…


Social Business auf der JiveLive Tour

Foto von der JiveLive Tour.

Gestern nahm ich an der JiveLive Tour in Frankfurt am Main teil. Das Thema war Social Business und wurde vorgestellt mit Erfahrungsberichten von Jive Kunden sowie einer Live Demo des Produkts. Darüber hinaus bot die Veranstaltung eine gute Möglichkeit, Kontakte … Weiterlesen

Herausforderungen Internationaler Intranets [Vortrag]

Anlässlich der diesjährigen Schweizer IT-Messe und -konferenz mit dem neuen Titel ONE (ehem. Aiciti, Orbit, IEx etc.) haben Benjamin Hörner und ich internationale Intranets unter die Lupe genommen. Der Vortrag zeigt Problematiken auf, die aufgrund der Grösse, Komplexität und Heterogenität dieser Intranets die üblichen Herausforderungen übersteigen.

Dabei wurden 4 aus unerer Sicht besonders interessante Aspekte herausgegriffen

- Informationsüberflutung
- Mehrsprachigkeit
- Dezentralisierung von Standorten
- Heterogenität der Kulturen

und deren Lösungsansätze diskutiert.

Hier gibt’s die Präsentation zum Download: Herausforderungen internationaler Intranets [pdf, 23.3 MB]

und zum Durchblättern…

 

Individuelle Dashboards mit Google Analytics

Viele Unternehmen setzen heute Google Analytics für das Messen ihrer Online Aktivitäten auf der eigenen Website oder für ein integriertes Kampagnencontrolling ein. Nur das reine Messen und Sammeln von Daten sagt jedoch noch nichts über den Erfolg einer Website oder Kampagne aus. Ein zielorientiertes und zielgruppengerechtes Dashboard ist ebenso wichtig, um anschliessend die richtigen Massnahmen abzuleiten.

Nebst den Website-Kennzahlen fliessen heute immer mehr auch Daten von Drittdienstleister (AdServer, User-Surveys, Social Media Auswertungen etc.) in ein integriertes Dashboard ein. Da dies Google Analytics out of the box nicht anbietet, ist MS Excel oft eine gute Alternative für die integrierte Darstellung von Dashboards.

Operatives Marketing Dashboard

Für das Management kann ein vereinfachtes und aggregiertes Dashboard erstellt werden. Für Marketing Verantwortliche ist es jedoch wichtig, dass die richtigen KPIs möglichst schnell und einfach auf den ersten Blick ersichtlich sind, um die Performance der Kampagne oder anderen Online Aktivitäten zu überwachen. Das Aktualisieren dieser Dashboards kann heute manuell durch Abtippen der Kennzahlen in Excel täglich, wöchentlich oder monatlich erfolgen. Wie so oft hat leider niemand Zeit für diese kleine Fleissarbeit. Deshalb möchte ich Ihnen ein Tool vorstellen, welches die ideale Lösung für dieses Vorhaben ist. Es importiert die Daten automatisch aus dem Analytics Tool in ihr Excel-Dashboard. So kann ihr Online Marketing Dashboard mit dem Excellent Analytics Plugin sehr einfach und elegant erstellt und verwaltet werden.

Operatives Marketing Dashboard in Excel und Google Analytics Daten
Ausschnitt eines Beispiel-Dashboards

Dashboard in vier Schritten erstellen und verwalten

Das open source Excel-Plugin ermöglicht das wöchentliche oder monatliche Aktualisieren der Google Analytics Daten per Knopfdruck. So kann sehr einfach und bequem ihr Excelfile erstellt und aktualisiert werden:

  1. Login
    Nachdem Sie das Plugin erfolgreich installiert haben, können Sie im Ribbon ‚Excellent Analytics’ auf ‚Login’ klicken und sich dort mit Ihrem Google Analytics Account anmelden.
  2. Datenblock einfügen
    Im neuen Dialogfenster (Im Menu Klick auf ‚New Query‘) können Sie nun die gewünschte Dimension mit deren Metriken auswählen. Zusätzlich haben Sie hier die Möglichkeit den Zeitraum zu setzen, Filter zu definieren, Daten sortieren etc.
    Dialogfenster des Excellent Analytics Plugin
  3. Daten in Dashboard integrieren
    Nach dem Sie die Daten erfolgreich importiert haben, können Sie nun wie gewohnt mit den Daten in Excel arbeiten. Damit das Dashboard an Mehrwert gewinnt, können Sie die bekannten Funktionen von Excel nutzen, wie z.B. Diagramme, Errechnung von Ratios, Standardabweichung, bedingte Formatierungen etc.
    Ein Beispiel einer Excel-Formel mit dazugehöriger conditional Formatting.
  4. Dashboard aktualisieren
    Nun haben Sie die Möglichkeit, das Dashboard täglich, wöchentlich, monatlich zu aktualisieren. Dies geht sehr einfach in dem Sie in den gewünschten Datenblock klicken, auf ‚Update Query’ klicken und dann das gewünschte Datum auswählen. Thats it.

Wie in den vier Schritten zu lesen ist, erleichtert das Plugin dem Marketing Manager das lästige Zusammensuchen und Abtippen der richtigen KPIs im Analysetool ins Excel. Weiter können Sie die Daten so bearbeiten, wie Sie sich gewohnt sind. Die neu gewonnen Zeit kann nun sinnvoll in detaillierte und vertiefte Analysen eingesetzt werden, um den Erfolg der online Aktivitäten weiterhin zu optimieren.

So sind Sie also in der Lage, innerhalb von wenigen Minuten ein zielgruppengerechtes (Top Management, Marketing Verantwortliche etc.) Dashboard zu erstellen, welches zusätzlich in ihrer Hausschrift und -Farben daher kommt. Dies ist sicher auch ein grosser Erfolgsfaktor, ob das Messen der Online Aktivitäten erfolgreich eingeführt werden kann.

Kurz zusammengefasst: Mit dem Excellent Analytics Plugin kann in MS Excel schnell und einfach zielgruppenorientierte Dashboards / Report erstellt werden. Diese Dashboards können auch mit Daten von Drittdienstleistern verknüpft werden und es können zusätzlich Kommentare für die einfachere Interpretation beim Dashboard-Empfänger hinzugefügt werden. Weiter bietet sich so die Möglichkeit, die Dashboards im eigenem CI / CD zu präsentieren. Welches aber die richtigen Kennzahlen bzw. für Sie relevanten KPIs sind und in dem Dashboard stehen sollten, sagt Ihnen das Plugin allerdings nicht. Dies zu bestimmen bleibt die spannende Herausforderung in jeden Web Analytics Projekt.

Nun ist es offiziell: Das Ende der E-Commerce Rumprobiererei

In einer Studie hat PWC Unternehmen und Konsumenten befragt und die Resultate quantitativ wie qualitativ ausgewertet. Dabei ist der Grundtenor, dass Unternehmen einen gesamtheitlichen, integrierten und strategisch ausgerichteten Ansatz über alle Verkaufskanäle hinweg verwenden sollen. Dies ist nicht neu, aber sehr schön und überblickverschaffend aufgearbeitet. Die Zahlen sind im Report bestens bebildert, hier die wichtigsten inhaltlichen Auszüge:

- Es gibt nur noch Multichannel und kein E-Commerce mehr
- Das Erlebnis, also die Markenwelt, sollte über alle Kanäle gleich sein
- Bestände sollten live abrufbar (und wahrscheinlich auch reservierbar) sein
- Internationales Steuer-optimiertes Versenden und Retourenhandling ist zwingend (Unterstützung bieten dabei Fullservice Anbieter)

Weiterhin interessant ist der Vergleich der Schweiz mit anderen Ländern im Vergleich zum Verhalten von Konsumenten. Hier ein Vergleich mit China um zu zeigen, wie Konsumenten in einer globalisierten digitalen Shopping-Welt dennoch unterschiedliche Einkaufsmuster zeigen.


Quelle: Customers take control – Multichannel: The changing Swiss landscape. PriceWaterhouseCoopers (2012).

Und zum Schluss noch ein persönlicher Kommentar: Auch mal die Vorteile des digitalen Verkaufens in der Offline-Welt nutzen, z.B. kennt man den Kunden online viel besser als offline, wäre doch schön wenn man dasselbe Wissen im Laden selbst hätte?

Die ganze Studie (Englisch) ist hier abgelegt: www.pwc.ch/

Drei Tage re:publica Act!on in Berlin

Die re:publica ist die größte Konferenz Deutschlands über Blogs, Social Media und die digitale Gesellschaft. Zum sechsten Mal fand sie dieses Jahr vom 2. bis 4. Mai in Berlin statt. Für mich ist es die dritte re:publica in Folge.

Nachdem es letztes Jahr im Friedrichstadtpalast und der Kalkscheune zu klein wurde, ist die Veranstaltung  in die 20.000qm große STATION-Berlin umgezogen. Laut Website des Veranstalters bot die re:publica mehr als 200 Stunden Programm in drei Tagen und acht Bühnen, 350 Redner aus über 30 Ländern sowie 4.000 Teilnehmer, vor Ort hatte ich sogar die Zahl 4.700 gehört. Alles kommentiert in über 63.000 #rp12-Tweets.

Im Folgenden möchte ich ein paar Informationen und Gedanken aus den Vorträgen und zur Veranstaltung mit euch teilen.

About Me – Die digitale Fassade

In ihrer Session über Identitätskonstruktion im Social Web erklärte Kixka Nebraska wie sich digitale Identitäten entwickeln und gezielt aufbauen lassen. Das alles gespickt mit zahlreichen Schaubildern, Studien und Zitaten.

Unsere Identität, das reale “Selbst” ist eine Schnittmenge aus Selbstwahrnehmung (What I think I am), Fremdwahrnehmung (What people think I am) und der eigenen Wahrnehmung wie andere uns sehen (What I think people think I am). Dieses Modell lässt sich sowohl für das Online-Ich als auch für das Offline-Ich heranziehen. Unterscheiden sich diese beiden Identitäten deutlich voneinander, bedeutet das in erster Linie Stress.

In der Regel unterscheidet sich das Online-Ich nicht wesentlich vom Offline-Ich, was in einer Studie der Universität Austin bestätigt wurde. Das Online-Ich ist eine Verlängerung des Offline-Ichs im Web. Eigentlich auch logisch, wer macht sich schon die Arbeit und den Stress zwei unterschiedliche Identitäten zu leben? Außer vielleicht Barney Stinson, der sich mit seiner Fake-Identität Lorenzo von Matterhorn Erfolg bei den Frauen erhofft (True Story).

Und wie kann man nun am besten seine Online-Reputation aufbauen? Diese Frage beantwortet Kixka mit Zitaten von Oliver Blanchard und Tom Scott: Konzentriert euch darauf Großartiges zu tun statt nur darüber zu reden.

The beauty of interaction

Patrizia Marti von der Universität in Siena stellte in ihrem Vortrag die Frage, wie Interaktionsdesign dabei helfen kann, Komplexität zu vermeiden. Die Antwort lieferte Patrizia anhand zahlreicher Beispiele studentischer (Abschluss-)Arbeiten.
Am besten hat mir das Abschlussprojekt Friendly Vending von Guus Baggermans gefallen. Bei herkömlichen Verkaufsautomaten erhält der Kunde sein Produkt indem er eine Nummer eintippt, Geld einwirft und im Anschluss meist bückend sein Produkt aus einem Schacht holt. Wie das Ganze in schön aussieht, zeigt Guus in seinem Projektvideo.

Ein Zitat aus der Präsentation fasst das Thema sehr gut zusammen:
“Beauty is not only in appearance. It is in interaction.”

Innovationslabore des Journalismus – wann springt der Funke über?

In der Session über den Stand und die Zukunft des deutschen Journalismus beleuchteten Dr. Leif Kramp und Dr. Stephan Weichert das Thema aus Sicht der Wissenschaft sowie Ulrike Langer und Alexander von Streit aus Sicht der Praxis.

Laut einer Studie der beiden Wissenschaftler ist das Internet in den Chefredaktionen großer Medien angekommen. Das Internet wird nicht mehr als Feind sondern als Freund des Journalismus angesehen. Dieses Kernergebnis scheint nicht sonderlich spektakulär, wer die deutsche Medien- und Journalismusbranche kennt, freut sich vielleicht trotzdem über die Nachricht.

Schaut man in die Praxis zeigt sich, dass aktuell nahezu keine innovativen Wege im deutschen Journalismus gegangen werden. Statt selbst auszuprobieren und zu experimentieren schaut man ins Ausland und adaptiert was dort funktioniert. Und was macht das Ausland? Ulrike Langer fasst die Erkenntnisse aus der Interviewreihe Zukunft des Journalismus wie folgt zusammen. Während die Medien in Deutschland oft denken, der Nutzer schreibe schlechte Inhalte, fragen Medien in den USA welche Rahmenbedingungen geboten werden können, um die Nutzerpartizipation zu verbessern. Sie merkt zudem an, dass in den USA die alten Hasen von den jungen lernen wollen und nicht umgekehrt, wie es in Deutschland der Fall ist. Studenten in journalistischen Studiengängen lernen nicht nur in Inhalte sondern auch an die Finanzierbarkeit zu denken. Bereits während dem Studium gehen sie raus und entwickeln eigene Geschäftsmodelle. In Deutschland besteht weiterhin Nachholbedarf, die Experimentierfreude muss wachsen.

Ein Experiment, auf das ich sehr gespannt bin und daher an dieser Stelle nennen möchte, ist die Rundshow, die gestern im Bayerischen Rundfunk auf Sendung gegangen ist.

Überraschungsvortrag von Sacha Lobo

Es ist schon fast Tradition, dass Sascha Lobo einen Überraschungsvortrag hält. Dieses Jahr ging es um den Stand des Internets 2012. Statt einem Startramp gab es dieses Jahr einen Startflausch, es gab wohl nicht ganz soviel zu schimpfen mit dem Publikum. Ganz im Gegenteil, dank den Internetpeople, wie wir uns seit diesem Vortrag nun nennen können, wollen die Internotpeople soviel vom Internet erfahren, dass Sascha gut verdient. Da darf auch mal ein bißchen gekuschelt und angebiedert werden.

Aber was hat er jetzt gesagt, der Sascha Lobo? Zu jedem der populären Social Networks etwas. Twitter entwickelt sich konzeptionell zurück und scheint zu einer App werden zu wollen, die vermutlich von Apple gekauft wird. Pinterest hat einen Wert von 2,4 Foursquare und Google+ ist irgendwie auch egal. Die nachwachsende Generation sieht er auf Youtube.

Doch das eigentlich Spannende, er hat 2012 zum Jahr der Blogs ausgerufen. Wie in seiner Kolumne “Euer Internet ist nur geborgt” plädiert er für den Aufbau eigener Websites und Blogs (Owned Media) statt sich nur auf den Aufbau von Profilseiten im Social Web (Sponsored Media) zu konzentrieren. Und er hat uns erinnert, dass wir weiterhin Wege finden müssen, 30 Millionen Internotpeople unser Anliegen zu erklären oder zumindest mit ihnen klarzukommen.

Der Vortrag von Sascha Lobo war durchaus unterhaltsam und hatte einige Highlights, ich sage nur Catcontent. Nachschauen kann man ihn bei Spiegel Online (Teil 1 & Teil 2).

Open Innovation

Unter dem Namen re:innovation war das Themenfeld Open Innovation mit einem eigenen Track vertreten. Zwei Vorträge hab ich mir angeschaut.

In der Session Open Innovation: Eine wirschaftliche Perspektive stellte Julia Leihener die Arbeitsweise des Creation Centers der Telekom Innovation-Labs in Berlin vor.

“Seeing what everyone else has seen and thinking what no one else has thought.” (Albert von Szent-Györgyi).

Besonders spannend fand ich den Ansatz Innovationen im Alltag zu schaffen, neue Produkte, Services und Funktionen, die den Kunden wirklich nutzen und von ihnen gewünscht werden. Dazu werden Ideen gemeinsam mit Experten aus Forschung und Wirtschaft sowie Konsumenten entwickelt. Diese Ideen fließen über die Produktentwicklung wieder in die Produkte selbst. Mich spricht dieser Ansatz sehr an, denn auch für mich sind Innovationen nicht zwangsläufig etwas noch nie Dagewesenes, sondern auch etwas das extrem gut und dabei vielleicht auch anders umgesetzt und weitergedacht wurde.

Gleich danach gab Stefan Lindegaard in seinem Vortrag Open Innovation: Insights into the buzz einen methodischen Überblick über das Thema. Nach ihm ist Open Innovation ein Buzzword zu dem es zahlreiche unterschiedliche Definitionen gibt. Aus seiner Sicht müsse jedes Unternehmen seine eigene Definition von (Open) Innovation finden. Dabei sind für ihn das Internet und Social Media Haupttreiber von Open Innovation.

Storytelling

Auch in diesem Themenbereich habe ich mir zwei Sessions angeschaut. Mit dem Aufruf “Stop taking photos start telling stories” starteten Ivan Sigal und Bjarke Myrthu in ihre Session New directions in visual storytelling. Nach einer kurzen theoretischen Einführung folgten einige Beispiele wie 18days in Egypt, Bear71 und Pinepoint.

In der Session Transmedia Storytelling: Missing in Action?” stellten die Macher des Transmedia Manifests ihre Thesen und Beispiele für transmediales Storytelling vor. Eines davon, die Kampagne zum Kinofilm The Dark Night.

Foodblogs – Verfall oder Rettung der Esskultur?

In einer sehr symphatischen und leckeren Runde sprachen Nicole Stich, Sebastian Dickhaupt, Stevan Paul und Vijay Sapre zusammen mit Inés Gutiérerz über Gegenwart und Zukunft deutscher Foodblogs.

Was ich neben Hunger und einer neu erweckten Lust auf Kochen aus der Session mitnehmen konnte, war ein guter Einblick in die Foodblogger-Szene, bei der sich der ein oder andere Aspekt sicher auch auf andere Blogs und Blogger übertragen lässt.

Ich habe gelernt, dass es den klassischen Foodblogger nicht gibt. Blogs werden oft wegen der Personen hinter den Blogs gelesen. So ist es wichtig seinen eigenen Stil und damit auch sein eigenes Publikum zu finden. Professionelle Foodjournalisten werden damit jedoch nicht überflüssig, da deren Expertise weiterhin gefragt sein wird. Oft sind Blogger auch Foodjournalisten und umgekehrt.

PR Agenturen beschäftigen sich nach wie vor zu wenig mit Bloggern und ihren Blogs, wenn sie diese für ihre Werbung und Kommunikation nutzen wollen. Viel zu oft werden Blogger für Werbung angesprochen, die gar nicht zum Blog passt. Erfolgreiche Bloggerrelations ist das nicht.

Ich habe ebenfalls gelernt, dass auf Rezepten kein Copyright besteht. Sobald Zutaten geändert werden, ist es ein Remix. Das heißt, einmal bezahlt zum Beispiel durch Kauf eines Kochbuches, gehören die Rezepte den Menschen. Verlage ärgern sich häufig, wenn die Rezepte kopiert werden. Für die Teilnehmer der Podiumsdiskussion ist es eher ein Glück, sie sind froh, dass man nicht “für jede Béchamel etwas abdrücken muss”. Werden Rezepte nachgekocht und darüber geschrieben, ist es eher eine Auszeichnung und ein Proof of Concept, dass die Rezepte funktionieren.

Und die Zukunft der Foodblogs? Das Einstiegslevel wird höher, neue Blogs haben es schwerer Leserschaft zu finden. Gleichzeitig professionalisieren sich die Foodblogs weiter, werden zu gestalteten Blog-Magazinen während die Kommunikation zunehmend in sozialen Netzwerken stattfinden wird. In der Aufbereitung der Inhalte sehen die Teilnehmer zunehmend Formate wie Videos und Podcasts. Ein Teilnehmer glaubt zudem, dass durch den wachsenden Verkauf von Lebensmitteln online, Foodblogs als Werbefläche attraktiver werden. Oder die Bloginhalte für Online-Shops und Websites.

Social Media Nutzung der Bundesregierung – Ein Interview mit @RegSprecher

Steffen Seibert twittert seit Ende Februar 2011 unter @regsprecher über die Arbeit der Bundesregierung. Im Interview erzählt er von seinen Twitter-Erfahrungen und den Social Media Aktivitäten der Bundesregierung, wie z.B. der Zukunftsdialog mit Kanzlerin Merkel, einer Plattform für Online-Partizipation. Statt einer Zusammenfassung empfehle ich euch das Interview einfach anzuschauen.

Im nächsten Jahr will Herr Seibert übrigens wieder auf die re:publica, diesmal als Zuhörerer. Vielleicht bringt er auch die Angela mit.

Made in my backyard

Die Session von Bas van Abel war mein persönliches Session-Highlight, da es mich am meisten zum Nachdenken angeregt hat.

Bas stellte einige Projekte der Waag Society vor, für die er arbeitet. Am meisten beeindruckt hatte mich das Projekt FairPhone, das zum Ziel hat konfliktfreie Telefone zu produzieren und das Projekt Low Cost Prosttehsis in Indonesien, bei dem Beinprothesen mit Bambusbauteilen entwickelt wurden. Die Prothesen sind zwar nicht so haltbar dafür wesentlich günstiger als Titanium-Prothesen. Das Design ist frei, die Prothesen können von den Betroffenen selbst gebaut werden.

Technologie wird immer komplizierter und es braucht Leute, die diese Technologien hacken und verstehen, so Bas von Abel. Man dürfe das nicht nur den großen Unternehmen überlassen. Diese Aufgabe haben sich FabLabs gesetzt, die einen offenen Zugang zu High-Tech-Maschinen für Privatpersonen bieten. In München gibt es übrigens auch eine Fablab. Das will ich mir unbedingt mal genauer anschauen.

Das Kulturprogramm

Auch kulturell hatte die re:publica einiges zu bieten. Am zweiten Tag wurde der Silberne Rettich für das schlechteste deutsche Webvideo 2012 verliehen. Mein persönlicher #Fail-Favourit für das angesprühte Gemüse war ja “Tübingen, warum bist du so hügelig”. Am Ende hat das Video BMW Praktikum Rap die meisten und lautesten Buhrufe erhalten. Und ja, das Video ist s…eltsam, aber ich finde es nach wie vor nicht schlecht, dass BMW das von Praktikanten erstellte Video online gestellt hat. Ganz ehrlich, wieviele Konzerne trauen sich das?

Weiteres kulturelles Highlight war der Peotry Spam, so unterhaltsam und erotisch wurden Spammails selten rezipiert. Und es zeigt, auch Spammern sollte man ab und an antworten, der Spaß ist garantiert.

Online trifft sich offline. Mein Fazit.

Manche werden sich fragen, warum sich Internetpeople offline treffen, wo sie doch das ganze Jahr über online vernetzt sind. Eigentlich ist es ganz einfach. Weil der persönliche Kontakt trotz allem Digitalen nicht an Relevanz verloren hat.

Ein Klassentreffen ist die re:publica lange nicht mehr. Das Bild der fleischgewordenen Twitter-Timeline trifft jedoch immer noch zu, mit dem Unterschied, dass man sich dieses Jahr hätte besser verabreden sollen.

Die re:publica ist und bleibt ein guter Treffpunkt um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und den ein oder anderen Gedanken aus den Vorträgen mitzunehmen. Gleichzeitig fehlte mir dieses Jahr ein Speaker-Highlight. Aber richtig schlimm ist das eigentlich nicht, sind es doch die Menschen und Gespräche die das Besondere der re:publica ausmachen.

Ist m-Commerce wirklich (schon) mobil?

Die Meldungen, dass der mobile Commerce abhebt, häufen sich. Prüfend möchte ich deshalb die Frage aufwerfen, wie “mobile” hauptsächlich verstanden werden darf. Bezieht sich “mobile” auf das Gerät, das Medium oder das Nutzungsverhalten? Ist ein Teil des mobile Commerce eigentlich Lean-back Commerce und muss (bisher noch) auf der Couch verortet werden?

Zunächst ist es schwierig, holistische Zahlen zum Thema mobile Commerce in Europa bzw. Deutschland zu finden. Eine aktuelle Studie von Zanox liefert zwar keine absoluten Zahlen, aber eine Indikation des Wachstums und Anteil des m-Commerce respektive des e-Commerce. Der mobile Umsatz hat sich demzufolge im Jahr 2011 mehr als verdreifacht. Insgesamt hat der m-Commerce laut Zanox einen Umsatzanteil am e-Commerce von 2% erreicht. Zu beachten ist, dass Zanox Daten aus dem eigenen Netzwerk für die Untersuchung heranzieht und damit offen bleibt, ob diese das Bild verzerren. Onlineshops, welche eine Vorreiterrolle einnehmen und sehr erfolgreich sind, könnten keine oder eigene Affiliate-Programme betreiben und deshalb nicht in den Daten berücksichtigt worden sein. Die zweite Frage ist, ob sich das Nutzungsverhalten auf mobilen Geräten unterscheidet und beispielsweise das Affiliate-Marketing keine adäquate Stellung einnimmt.

Nun ein wichtiger Faktor aus der Zanox-Studie: 50% der Umsätze im m-Commerce werden über das iPad ausgelöst.

Eine Untersuchung der etracker GmbH jedoch hat gezeigt, dass vom iPad kaum mobil gesurft wird (93,8% der Befragten nutzen das iPad von einem stationären Internetanschluss aus). Das iPad ist damit vom Nutzungsverhalten eher mit einem stationären PC oder Notebook zu vergleichen. Die Ziffer, wie häufig andere mobilen Geräte über stationäre Internetanschlüsse eingesetzt werden, ist leider nicht verfügbar.

Es stellt sich deshalb die Frage, welcher Anteil des mobile Commerce den Usecase “unterwegs” beschreibt und nicht mit e-Commerce über ein mobiles Gerät gleichzusetzen ist. Sicherlich werden sich in der nächsten Zeit weitere Studien dazu finden und helfen, das Nutzungsverhalten besser zu verstehen und Lösungen daran auszurichten. Ein wichtiger Aspekt, auf den sich aus diesen Erkenntnissen definitiv schließen lässt, ist das Bedürfnis nach Convenience. Diesem Bedürfnis muss ein Onlineshop Rechnung tragen. User centered design und herausragende Usability sind deshalb unabkömmlich.

Was bedeuten die Erkenntnisse?

Die Nutzung von e-Commerce-Angeboten über mobile Geräte unterliegt einem starken Wachstum! Der Markt wandelt sich und mobile wird in Zukunft online überholen. Für die Konzeption muss dieser Aspekt dringend bedacht werden. Die Branche muss sich vorbereiten, denn egal ob “mobile” sich mit “unterwegs” gleichsetzen lässt, verändert sich die Gerätelandschaft. Entsprechend der Zielgruppen muss eine mobile Variante des Webshops und der Einsatz von Apps dringend angegangen werden. Mit Hilfe von Webanalyse-Tools lässt sich der bereits präsente Anteil leicht prüfen. Reports zeigen, wie viele mobile Zugriffe der Onlineshop erhält und welche Geräte dabei genutzt werden.
Die meisten etablierten e-Commerce-Plattformanbieter wie Hybris, ATG, IBM, Magento etc. bieten Komponenten, um eine solide mobile Lösung zur Verfügung zu stellen. Die Komponenten unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Multichannelfähigkeite, Integrationsfähigkeit, Prozess-, Feature- & Strategieabdeckung sowie Gerätekompatibilität. Die konkreten Anforderungen sollten deshalb sauber evaluiert werden, um zur richtigen Lösung zu gelangen.

Quellen:
http://blog.zanox.com/de/zanox/2012/03/29/zanox-mobile-performance-barometer-2011
http://www.contentmanager.de/news/details-wie_mobil_ist_das_ipad_wirklich.html

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