Pinterest-Nutzung in der Schweiz

Pinterest, die „Mischung aus Katalog und Lifestyle-Magazin“ (Etailment), sei der neue Treiber für E-Commerce, schreibt die Blogosphäre. Die visuell ansprechende Sammlung von Kaufbarem, gruppiert nach Interesse und Personen werde immer relevanter für alle, die E-Commerce betreiben. Stimmt das auch für die Schweiz? (more…)

Content Marketing: 6 Schritte zum Erfolg

Content Marketing-Schritte

Guter Content ist geschätzt. Doch wie können Unternehmen erfolgreiches Content Marketing betreiben? Mit dem 6 Schritte-Plan, den wir an der One Konferenz vorgestellt haben, bieten wir eine praxisnahe Anleitung für die Vermarktung durch Inhalte. „Guter Content ist wie Pornografie. Ich … Weiterlesen

Vortrag bei der IHK zu SEO-Texten

Am vergangenen Donnerstag war ich auf Einladung der IHK Regensburg als Referent bei der Veranstaltungsreihe “Sieben Schritte zum erfolgreichen Web-Angebot“. Am Themennachmittag Online Marketing wollten die interessierten Zuhörern erfahren, wie Texte nicht nur für deren Zielgruppen, sondern auch für Suchmaschinen aufbereitet werden können. 

Suchmaschinen versuchen, menschliches Verhalten möglichst exakt abzubilden und fundieren diese Behaviour Matchings mit komplexen Algorithmen. Das klare Ziel aller Suchmaschinen: die korrekte Sortierung der Suchresultate nach inhaltlicher Relevanz für den jeweiligen Nutzer (und nebenbei ein paar Klickprovisionen zu erhalten ;-) ). Hierzu werden Crawler auf die Reise geschickt, um möglichst vollständig Informationen über Webinhalte zu sammeln. Während Google&Co häufig und öffentlichkeitswirksam (Panda, Penguin) an Änderungen der Algorithmen arbeiten, werden parallel auch die Crawler auf “Effizienz” getrimmt. Mit ein paar Kniffen schaffen es Webmaster, Ihre Inhalte so aufzubereiten, dass Informationen a) vollständig und b) schnell gesammelt werden können.

Auf die meisten Punkte sind wir an dieser Stelle bereits eingegangen, deswegen möchte ich eine an sich kleine Möglichkeit besonders herausstellen: die Textstrukturierung. Wir können bei der aktuellen Veränderung des menschlichen Leseverhaltens davon ausgehen, dass bereits Texte ab 200 Zeichen (entspricht 1,43  Tweets) ein Mindestmaß an Strukturelementen benötigen (man kennt die kaum mehr leserlichen Texte ohnepunktundkommaineinigenforendieserwelt).

Texte mit einem gewissen redaktionellen Umfang können/sollten folgende Strukturelemente beinhalten- jedes dieser Elemente kann durch Suchmaschinen interpretiert werden.

  • Headlines (H1-H6)
  • Anker
  • Bullet Points (Unsorted Lists)
  • Aufzählungen (Sorted Lists)
  • Zitate
  • Links
  • Absätze mit Zwischenüberschriften
  • Introtext (Überblick)
  • Outrotext (Fazit)

Mit dem Aussterben von Pressemitteilungen sind die Intro- und Outrotexte etwas aus der Mode gekommen. In hochwertigen Beiträgen in digitalen Themenmagazinen kommen diese jedoch wieder häufiger vor- mit gutem Grund, denn: Leser scannen und scrollen mehr denn je, so dass Inhalten am Anfang und Ende der Seite eine besondere Aufmerksamkeit zuteil wird. Diese Aufmerksamkeit fließt wie selbstverständlich in die Bewertungssystematik von Suchmaschinen ein.

Fazit

Machen Sie die Extrameile für Ihre Kunden und strukturieren Sie Ihre Texte so, wie diese sie erwarten. Belohnen Sie Ihr Unternehmen durch größere Leseintensität, höheren Transport von Informationen und vielleicht auch dem einen oder anderen Pluspunkt bei den Suchmaschinen.

 

Mehr Erfolg im E-Commerce: ganzheitliche, KPI-orientierte Optimierung

Fast auf jeder Fachkonferenz im E-Commerce Bereich taucht das Wort Key Performance Indikatoren (KPIs) auf. Doch was sind KPIs? Der Gedanke eines „Indikators“ ist eine Kennzahl, mit deren Hilfe sich ableiten lässt, wie es um eine gewissen Sachverhalt im Generellen bestellt ist. Wie der Wortbestandteil „Key Performance“ suggeriert, geht es dabei um besonders erfolgskritische Faktoren. KPIs geben im Gegensatz zu Kennzahlen immer einen Prozentsatz, ein Verhältnis oder einen Durchschnittswert an. Dadurch lassen sie eine direkte Interpretation und Handlungen zu.

Wozu werden KPIs benötigt? Anhand von KPIs kann überprüft werden, ob eine Tätigkeit die gesteckten Ziele erreicht.  KPIs können Entwicklungen und Veränderungen aufdecken und lassen unter gewissen Voraussetzungen einen Vergleich zwischen Varianten oder dem Markt zu. Das ist gerade für die Erfolgsbetrachtung von umgesetzten Maßnahmen und für Tests nützlich. Außerdem ermöglichen KPIs ein Reverse Engineering – ein untersuchen der zugrunde liegenden konstituierenden Faktoren eines Ergebnisses – um Schwachstellen zu identifizieren.

Auf die Frage nach KPIs im E-Commerce erhält man meistens schnell die Antwort: Konversionsrate. Die Konversionsrate bezeichnet das Verhältnis von Käufen zu Besuchen und ist damit ein Indikator für die Fähigkeit, Interessenten in Käufer umzuwandeln. Die Konversionsrate wird häufig herangezogen, da sie einen wesentlichen Anhaltspunkt dafür gibt, wie erfolgreich ein E-Commerce Angebot verkauft. Doch ausschließlich einen isolierten KPI – wie die Konversionsrate – zu betrachten, reicht an dieser Stelle nicht aus.

1)      Die entscheidende Frage ist es, ob der KPI auf die verfolgten Unternehmensziele einbezahlt. Diese sollten klar und deutlich definiert werden, um erst anschließend ein System relevanter KPIs daran auszurichten.

2)      Des Weiteren müssen KPIs – wie die Konversionsrate – in den Gesamtzusammenhang eingeordnet werden, um die richtigen Schlüsse ziehen zu können. Abhängigkeiten zu anderen KPIs wie beispielsweise dem durchschnittlichen Warenkorbwert oder der Wiederkaufsrate müssen berücksichtigt und ggf. konkurrierende KPIs im gesamten Kundenlebenszyklus priorisiert werden.

3)      Durch die Komplexitätsreduktion von Sachverhalten durch KPIs kann der Blick auf einzelne Bestandteile verloren gehen. Deshalb müssen für Erkenntnisse auf oberster Aggregationsebene Kennzahlen, welche den KPIs zugrunde liegen oder darauf einwirken, untersucht werden. Erst durch die Ursachenforschung können verlässliche Ansatzpunkte für Maßnahmen auf detaillierter Ebene gewonnen werden.

Um Beispiele für oben genannte Punkte zu nennen:

  • Ist das Unternehmensziel beispielsweise die Gewinnerzielung, und es wird ausschließlich die Konversionsrate optimiert, können ggf. keine Erfolge erreicht werden. Maßnahmen müssen sich in diesem Fall an Kosten & Margen orientieren, um sinnvoll auf das Ziel einzubezahlen.
  • Wird in einem Shop die Konversionsrate optimiert, in dem der Kaufabschluss massiv forciert wird, kann kurzfristig eine Steigerung der Käufe erreicht werden. Ist das Unternehmensziel in diesem Fall jedoch der Warenumsatz, und gleichzeitig nimmt der durchschnittlicheWarenkorbwert stark ab oder die Anzahl der Retouren steigt, wird das Ziel nicht in sinnvollem Maße erreicht. Treten dazu noch langfristig Einbußen in der Vertrauenswahrnehmung der Kunden auf, sinken ggf. zusätzlich die Umsätze mit Bestandskunden.
  • In der Gesamtbetrachtung scheint eine Kampagne zunächst wenig oder nur in einem nicht relevanten Anteil zur Steigerung der Konversion beizutragen und wird rationalisiert. Allerdings bereitet diese Kampagne eine Kaufentscheidung vor. Anschließend sinkt die Performance einer weiteren Kampagne, welche näher am Kauf wirkt.

Im Folgenden soll gezeigt werden, wie über die Definition von Zielen und der Untersuchung entlang des Kaufprozesses nachhaltige Erfolge erzielt werden können. Damit werden Ergebnisse wie in obigen Beispielen vermieden.

Wie werden Ziele erfolgreich definiert?

Dazu eignet sich am besten ein Workshop mit allen Stakeholdern, in welchem eine Zielpyramide aufgebaut wird. Schrittweise werden dabei Zielvorstellungen gesammelt und in Globalziel und Unterziele, sowie Aktivitäten aufgeteilt. Ziele auf oberster Ebene können beispielsweise Onlineumsatz, Leadgewinnung oder Reichweite sein. Unterziele können die Konversionsrate und der durchschnittliche Warenkorbwert sein. Die Ziele sollten anschließend priorisiert werden.

Wie können KPIs entlang des Kundenlebenszyklus entwickelt werden?

Um den Bezug zur Interaktion mit dem Kunden herzustellen, ist eine Detaillierung durch die Betrachtung entlang des Kundenlebenszyklus notwendig. Für eine solche Betrachtung eignet sich beispielsweise das 5-C-Modell (Catch, Convince, Conduct, Convert, Connect). Zielführend ist es, den gesamten Prozess vom Wecken des Interesses bis hin zum Verkauf und Ausbau der Kundenbeziehung zu durchlaufen und an jeder Stelle Erfolgsfaktoren, im Spiel befindlichen Kanäle und beziffernde Metriken zu erarbeiten. So lassen sich sinnvolle Kennzahlen in den einzelnen Phasen des Kundenlebenszyklus identifizieren. Um die einzelnen Kontaktstellen in den verschiedenen Kanälen und dortigen Kundenerwartungen konkret zu identifizieren, lässt sich übrigens die  Methode der Customer Journeys sehr gut einsetzen.

Aus den so identifizierten Erfolgsfaktoren und Messgrößen können die wichtigsten Key Performance Indikatoren, Kennzahlen und alle weiteren „Performance Indikatoren“ entwickelt werden. Mit dem resultierenden System kann nun eine ganzheitliche Betrachtung vorgenommen werden.

Konkret könnte das bedeutet, dass zusätzlich zur Konversionsrate beispielsweise die Bouncerate, die durchschnittlichen Kosten pro Konversion, der durchschnittliche Warenkorbwert und der Umsatzanteil aus Bestandskunden und Neukunden als KPIs hinzugezogen werden. Um den Kontext herzustellen werden die Kennzahlen Besuche, Käufe und Umsatz sowie Wiederkäufe erfasst.

Die so definierten KPIs und Kennzahlen müssen im nächsten Schritt implementiert und gemessen werden, worauf an dieser Stelle jedoch nicht tiefer eingegangen werden soll.

Fazit

Eine Ausrichtung auf einzelne klassische KPIs ist nicht mehr ausreichend, insbesondere seit dem sich Technologien, Medien und Kaufmuster immer stärker fragmentieren. Vielmehr sollten individuell die Ziele und darauf wirkenden Erfolgsfaktoren erarbeitet werden. Daraufhin kann ein ganzheitliches Modell entlang des Kundenlebenszyklus vom Beginn bis zum Ende der Kundenbeziehung über alle Kontaktpunkte hinweg entwickelt werden. Mit diesem Modell können Maßnahmen im Detail abgeleitet und so die Performance wirksam verbessert werden. Das auch über mehrere Kanäle, Medien und Prozessschritte hinweg. In diese Richtung weisen aktuelle Features von Webanalyse-Tools wie beispielsweise Multichannel-Analysen oder Gerätebibliotheken in Google-Analytics, Econda, Adobe SiteCatalyst oder Webtrekk und der Trend zur Datenintegration.

Terrific – a Frontend Development Framework goes Open Source

terrifically.org

Der Frontend Entwicklungsprozess wird durch die rasante Technologie- und Browserentwicklung immer komplexer. Die stetig steigende Vielzahl von Zielgeräten und Auflösungen, Animationen, CSS3, HTML5 etc. tun ihr Bestes, um die Aufwände und die Komplexität schon während der Konzeptionsphase zu erhöhen. Die unendlichen … Weiterlesen

Retouren im E-Commerce als Chance für Service am Kunden?

In letzter Zeit wurde viel darüber geschrieben, dass “Zalando” seine Kunden bestrafen möchte, wenn diese zu häufig retournieren.

Zalando möchte die zur Auswahl stehenden Zahlungsvarianten für Vielretournierer einschränken „Zahlung nur per Vorkasse“. Fraglich ist, wie sich das auf die Kundenzufriedenheit auswirken wird, wenn in Deutschland üblicherweise Kunden den Rechnungskauf bevorzugen. Es stellt sich die Frage, Ob diese Kunden in diesem Falle per Vorkasse bestellen würden?

Irritierend ist, dass mit einfachem Retournieren geworben wurde und dies nun zum Problem wird. Leider gibt es keine detaillierten verifizierbare Zahlen über die Retourenquote bei “Zalando”. Wenn man sich jedoch die Textilbranche anschaut, beträgt die Quote häufig zwischen 40% und 60%. Sicherlich hat “Zalando” mit dem Werbeslogan: „Schrei vor Glück, oder schicks zurück“, das Retourenverhalten der Kunden gefördert.

 

Doch wie können Online-Shops auf eine hohe Retourenquote reagieren?

Nehmen wir die Diskussion rund um Zalando zum Anlass. Wie ein Onlineshop damit umgehen soll, wenn die Retouren die Marge auffressen und dadurch die Rentabilität gefährdet wird.

Auch wenn dies vielleicht erstmals befremdlich klingen mag, sollte ein Shop-Betreiber „Retouren“ zunächst als Chance sehen.

 

Warum soll ich das als Chance sehen? Retouren kosten doch nur Geld!

Diese Tatsache kann man nicht abstreiten. Retouren sind kostspielig und sind generell unerwünscht. Es gibt jedoch Gründe warum Kunden retournieren. Dieser Umstand sollte Grundlage für eine detaillierte Analyse sein, in welcher es herauszufinden gilt, warum Kunden bestimmte Artikel zurückschicken.

Um valide Ergebnisse zu erhalten, bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Diese reichen von Kundendirektansprache (Outbound-Calls) bis hin zu klassischen online und offline Umfragen. Welches die geeignete Variante ist, ist im Einzelfall zu bewerten. Wichtig ist es, valide Daten aus der Erhebung zu erhalten. Mit diesen Daten können anschliessend direkte Massnahmen getroffen werden, um Einfluss auf die Retourenquote zu nehmen. Wenngleich es nicht möglich ist, Retouren ganz zu verhindern.

 

Warum sollte ich Kunden nicht bestrafen, sondern stattdessen in eine Optimierung investieren?

Zunächst sollte jedem Shopbetreiber bewusst sein, dass es im Online-Handel faktisch keine Wechselbarrieren für Kunden gibt. Dies bedeutet, ist ein Kunde unzufrieden wird er sich einen anderen Onlineshop suchen. Selten gibt es Anbieter, die ein einzigartiges Sortiment im Portfolio haben und Kunden dadurch gezwungen werden die begehrte Ware dort zu erwerben. Hierbei handelt es sich freilich um einen Glücksfall und stellt leider für Shop-Betreiber nicht die Regel dar.

Einen Kunden aus Unzufriedenheit zu verlieren, ist mitunter der schlimmste Fall für einen Shop-Betreiber. Zumal sich eine daraus resultierende Kundenerfahrung durch Mouth-to-Mouth Kommunikation, um ein Vielfaches potenzieren kann und daher mit „allen“ Mitteln vermieden werden sollte.

Verlorene Kunden wieder zu gewinnen ist kostenintensiver als Kunden zu halten. Der Aufwand, welcher durch Retouren entsteht, relativiert sich daher sehr schnell, wenn man die Kosten für eine Kundenrückgewinnung, oder Kundenneugewinnung in Relation setzt.

Die Rentabilität im Fokus, sollte aus Sicht des Shop-Betreiber ein gesteigertes Interesse darin liegen, Kunden zu binden. Oft wird dieses Potenzial von Unternehmen unterschätzt und vernachlässigt.

 

Wie kann sich ein Unternehmen dieser Situation konkret stellen?

Ist die Differenzierung durch den Preis nur noch schwer möglich, besteht lediglich die Chance den Kunden mit Service für sich zu gewinnen. Hierzu muss der Kunde im Fokus stehen. Eine Bestrafung des Kunden sollte nur als „letzte“ Massnahme in Betracht kommen und als Einzelfälle gelten. Wenngleich manche europäische Länder als Servicewüsten bekannt sind, sollte dies nicht auch im E-Commerce Umfeld zur Kundenerfahrung werden.

Wie bereits erläutert sollten die Gründe für die Retouren intensiv analysiert werden. (Retourengründe, Bilder, Texte, Versandprozess, Qualität, etc.)

Der Weg, valide Ergebnisse zu erhalten ist nicht einfach und wird sich langfristig jedoch für den Shop-Betreiber auszahlen. Dieser lernt seine Kunden besser kennen und wird dadurch in die Lage versetzt sein Angebot so zu optimieren, dass zum einen die Retouren reduziert und sich darüber hinaus Nebeneffekte, wie die Verbesserung von Produkten, Onlinetexte, Usability, oder Produktbilder etc. , erzielen lassen. Dies kann wiederum dazu führen, dass neue Kunden gewonnen und bestehende Kunden durch Service und Qualität langfristig gebunden werden.

Fokus und Kreativität – Design für den mobilen Kanal

Eigentlich ist es doch einfach: Wir machen das so wie immer. Der Designprozess für mobile Anwendungen und Services unterscheidet sich nicht von dem für den „klassischen“ Desktop. Der Prozess umfasst die üblichen Schritte wie die Recherche, die Strategie- und Designüberlegungen sowie die Testphase. Zusätzlich unterstützt die bewährte nutzerzentrierte Methodik, die Ideen während des gesamten Gestaltungsablaufs in einem Prototyp festzuhalten und erlebbar zu machen.

Also, alles wie gehabt?

Nein, offensichtlich nicht. Denn im mobilen Kanal sind die Herausforderungen an das Design deutlich grösser geworden: der Nutzer wechselt mit seinem Smartphone ständig seine Umgebung(Wohnung, Wartezimmer, im Zug, am Strand, etc.). Schaut er auf das Mobilgerät, dann ist er – für ein paar Sekunden – immer nur halb bei der Sache, bevor er es wieder weglegt. Desweiteren beinhalten die Smartphones Technologien, die für Desktops kaum nützlich waren. Bei den mobilen Endgeräten gehören folgende Merkmale wie selbstverständlich dazu:

  • Direkte Interaktion über den Touchscreen
  • Scannen mit der Kamera
  • Lokalisierung mit GPS
  • Intelligente Sprachsteuerung
  • Cloud-Anbindung
  • Near Field Communication

Um diesen neuen Bedürfnissen der Nutzer gerecht werden und das Potential der Technologie voll ausschöpfen zu können, bedarf es einer bewussteren Haltung der Gestalter und Planer im Design von Online-Anwendungen und -Services.

Fokus auf das Wesentliche

Zunächst gilt es, sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Das Display ist klein und die Geduld des Nutzers ist gering. Aus diesem Grund sollen auf dem mobilen Kanal nur relevante, schlanke und schnelle Anwendungen angeboten werden. Der erste Schritt im Design einer mobilen Anwendung ist es demnach, das nutzerrelevante Angebot zu erkennen. Der Rest der Ideen kann damit zunächst auf die Seite gelegt werden.

Mobile First

Dieser „Fokus auf das Wesentliche“ kann prinzipiell auf die Gestaltung des gesamten Online-Angebots einer Organisation angewandt werden. Im Sinne des „Mobile First“-Prozesses startet der Aufbau eines Online-Angebots immer mit dem mobilen Kanal. Die Konzentration liegt somit automatisch auf dem Kern des Angebots. Erst danach wird der Prozess auf die „grösseren“ Kanäle (iPad, Laptop, Desktop, TV, etc.) ausgerollt und zielgerichtet erweitert.

Kreativität fliessen lassen

Durch den richtigen Fokus werden bei allen Beteiligten wertvolle Kräfte eingespart, die stattdessen ganz in die Kreativität fliessen können. Mit einer Haltung aus spielerischer Leichtigkeit und viel Mut und gilt es den kreativen Prozess mit Leben zu füllen: den Nutzer besser durch Zuhören und Beobachten zu verstehen. So viele Ideen wie möglich zu sammeln und dabei Grenzen zu verschieben. Ideen loszulassen, die nicht dem Fokus entsprechen. Ideen auszuprobieren, erlebbar zu machen und zu erklären. Ideen, die nicht funktionieren wieder loszulassen und neu zu beginnen. Ausgearbeitete Ideen weiterzutreiben.

Die eigene Haltung überprüfen

Mehr Fokus und Kreativität einzusetzen, um eine Idee erfolgreich zu gestalten, ist keine neue Erkenntnis. Es erscheint vielmehr so, dass die Disziplin „Mobile“ an uns Designer grundsätzliche Forderungen stellt: unsere Haltung zu überprüfen und sich an die beiden Grundprinzipien eines erfolgreichen Designprozesses zu erinnern.

Intranet – Content im Griff?

Die Verantwortlichkeit über Intranets unterliegt in vielen Organisationen Webverantwortlichen der Kommunikationsabteilung. Oftmals werden diese jedoch mit Arbeiten überhäuft. Zahlreiche parallele Projekte, Supportanfragen und Erweiterungswünsche für unterschiedlichste Internetapplikationen  aus unterschiedlichen Abteilungen, Koordination zwischen der externen IT – und zu guter Letzt soll das Intranet inhaltlich aktuell gehalten werden.

Nutzungszahlen und die Statistiken der Suche auswerten, Inhaltsverantwortliche für die Aktualität der Inhalte definieren, Inhalte hinsichtlich Qualität überprüfen,… wie kann da die Qualität im Intranet gewährleistet werden?

  • Ansatz 1: Markierung von veralteten Inhalten
  • Ansatz 2: Wiki – Verantwortung für alle
  • Ansatz 3: Kontrolle durch das System
  • Ansatz 4: Nichts tun

 



Die Abkürzung zum Produkt

L-Navigation war gestern: Namics entwickelte für Phoenix Contact ein innovatives Navigationsprinzip, das Platz spart und neue Features im Flyout bietet. Ohne Ladezeiten. Ohne Zwischenseiten. Einfach schneller zu einem von 50.000 Produkten.

Es gibt sie seit den ersten grafischen Betriebssystemen: Die Rede ist von der L-Navigation – der vertikalen Anordnung von Inhaltsstrukturen. Gerade im Rahmen komplexer Inhaltsgefüge ermöglicht sie heutzutage kein benutzerfreundliches Interfacedesign mehr. Häufig stößt man auf Projekte – gerade im E-Commerce-Bereich – bei denen es unmöglich ist, jede Menüebene auf übersichtliche 7–9 Punkte zu reduzieren. Dann sind innovative Navigationskonzepte gefragt, die schnelles und dynamisches Bewegen innerhalb einer Internetseite ermöglichen und ohne Umwege zum Ziel führen. Solch eine entwickelten wir für Phoenix Contact.

50.000 Produkte. Eine Navigation.
Vor eine besondere Herausforderung stellte uns der Marktführer von elektrischer Verbindungstechnik und Automation: Für die Internetseite von Phoenix Contact bildete Namics rund 50.000 Produkte in einer neuartigen Navigation ab. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Mit nur drei Klicks und ohne Ladezeiten kommt der User bis zum gesuchten Produkt.

Screenshot Navigationsmenü Produktnavigation

Gründe gegen die L-Navigation.
Schon in den frühen Phasen der Konzeption war klar, dass eine klassische L-Navigation, wie das Unternehmen sie bisher einsetzte, nicht zielführend ist. Gründe gegen diese Form der Navigation sind im Allgemeinen:

1. Überflüssige Ladezeiten, da jede Seite aufgerufen werden muss

2. Enormer Platzbedarf, der dem Content Raum nimmt

3. Ästhetisch nicht ansprechende Darstellung bei mehr als zwei Menüebenen

Wir waren froh, in Phoenix Contact einen Kunden gefunden zu haben, der den Nutzen erkannt hat, Zeit und Geld in die Entwicklung eines neuen Navigationsprinzips zu investieren.

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Was lehrt uns der traffic-reichste mobile Auftritt der Schweiz [Vortrag]

Viel wird über das Internet-Nutzung mittels Mobiltelefonen resp. das Mobileweb geredet. Im Rahmen unserer Fachtagung „Mobile – designing for the toilet“ haben sich Patrick Comboeuf (Leiter E-Business der SBB auch bekannt als @thegooroo) und ich mit einem Beitrag zum Ziel gesetzt, die Erfahrungen der mobilen Website der SBB nach rund 5 Mio. Besuchen zu dokumentieren. Pure Fakten und hier in Kurzform unserer zentralen Aussagen:

1) Apps reichen für das Angebot der SBB nicht, es braucht auch einen mobilen Webauftritt

Die SBB-Apps für iOS, Android und Windows Mobile sind extrem erfolgreich. Dennoch ist die mobile Website in 8 Monaten um 40% gewachsen und über 10% des gesamten Besuche von www.sbb.ch landen auf der mobilen Version. Das Bedürfnis der Besucher nach einer Mobilversion ist extrem gross.

2) Beim mobilen Web ist die Google-Suche ein wichtiger “Partner”

Trotz der extremen Bekanntheit von sbb.ch resp. cff.ch resp. ffs.ch und der kurzen Domänennamen stammt rund 15% der Besucher ab der Trefferliste von Google. Die Optimierung für die mobile Trefferliste (und den spezialisierten Crawler: Googlebot-Mobile) von Google ist damit eine wichtige Arbeit.

3) In der Schweiz hat Apple/iOS weiterhin einen beherrschende Stellung

Es gibt Schweizer Spezialitäten. So beispielsweise das (noch?) nicht sichtbare Wachstum von Zugriffen ab Smartphones mit Android die zur Zeit bei 25% stagniert (versus über 60% iOS – noch immer wachsend auf Kosten von Symbian und Blackberry). Ein interessantes Artefakt sind ausserdem 4,6% der iOS-Zugriffe auf iPod-Geräten und damit ab WLan.

4) Tablets spielen mengenmässig noch eine untergeordnete Rolle

Bei iOS macht das Tablet (resp. das iPad) 0,2% aus und bei Android noch weniger. Nicht unwichtig aber verdammt selten (unsere Empfehlung ist in den meisten Fällen die Desktop-Version tabletfähig umzusetzen).

5) Mobiles sind Wochenend- und Nachtgeräte

Am Samstag und am Sonntag geht die Nutzung der Desktop-Version um bis zu 40% zurück und die Mobil-Version wächst um bis zu 20%. Ein ähnliches Bild zeigt sich ab 22.00 Abends und in den frühen Morgenstunden.

6) Gerätevielfalt ist sehr anstrengend

Für den Fall weshalb sich Swisscom schon mal gefragt hat, weshalb die Gerätevielfalt von Mobiltelefonen in Brig so gross ist: Dort ist der Kundendienst der SBB der Geräte vorhält um Anfragen von Kunden nachzustellen. Trotz den grossen Anteil von iOS gibt es extrem vielen unterschiedliche Geräte (-eigenschaften) und Browser. Die Top 20 Geräte machen nur 94,94% der Besuche aus was Raum lässt für hunderte von weiteren Geräten (und vielmehr Kombinationen) für immerhin über 50’000 Besuche pro Monat.

Download: Was lehrt uns der traffic-reichste mobile Auftritt der Schweiz [pdf, 4.2MB]



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