Acht Buchstaben genügen…

…und der Informationsaustausch steht.

Dorian und ich sind unterwegs zur Konferenz Blog 2.0 in Paris.

Mit der folgenden Nachricht auf der Veranstaltungsseite hat Loà¯c Le Meur viel erreicht.

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So finde ich auf Technorati bereits 515 Post und weiss welcher Teilnehmer wo sind und wie sie reisen (z.B. ein Blog-Post aus einem Flugzeug).

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Dasselbe auch mit Photos auf flickr.com

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Und bei

-Delicious
-Furl
-Bloglines
-Google Blog
-Yahoo

u.s.w. eine gigantische verteilte Webseite mit Informationen en masse. All dies dank RSS, Push Notification und Social Tagging. Faszinierend.

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Top 100 Produkte des Jahres 2005

PCWorld hat heute seine Top 100 Produktliste des Jahres 2005 veröffentlicht.
Firefox führt die Charts (nicht unerwartet) an. Auch Google nimmt drei Positionen in den Charts ein: Google Gmail (2), Google Search Engine (16) und Google Desktop Search (76).
Apple schnappt sich mit Mac OSX Tiger 10.4 Position 3. Skype nimmt Position 8 ein.

Ebenfalls in den Top 10 vertreten sind: Belkin mit Wireless Produkten, Dell mit seinem 24-Inch LCD, Alienwares Aurora 5500, das Seagate USB 2.0 Pocket Drive, Canon EOS Digital Rebel XT und PalnOne’s Treo 650 PDA Phone.

Sprachumschaltung auf Websites: Die Regeln.

Immer wieder neu erfunden und allzu oft schlechter, als was es schon gibt. Deshalb meine Regeln als Grundlage für die Diskussion.

1) Der User entscheidet aktiv

Der User fällt die Sprachauswahl aktiv mit einem Klick auf seine Sprache: Entweder auf einer vorgelagerten Sprachauswahlseite oder auf jeder beliebigen Contentseite.

Keine Technik, wo diese nichts nützt. Ja, der Browser schickt bei jedem Aufruf seine akzeptierten Sprachen im HTTP Request Header mit (vgl. RFC 2616) — sogar gewichtet. Die Website darf damit aber keine vorschnellen Entscheidungen fällen, da diese Mitgabe nicht unbedingt den aktuellen Bedürfnissen des Users entsprechen. Häufig weiss der User zudem nicht, wie sich diese “Accept Language” beeinflussen lässt und auch ich bin schon unzähliche Male in die Falle getappt und hatte plötzlich Software in einer Sprache installiert, die ich nicht wollte (fies in diesem Bezug ist der Java-Download).

Ein noch übleres, erlebtes Verhalten ist, dass eine Site meine Sprache aufgrund der ersten besuchten Seite bestimmt und mit einem persistenten Cookie auf bei mir “festschreibt”. So komme ich über eine Suchmaschine direkt auf eine Seite und deren Sprache soll (für immer) meine bevorzugte Sprache sein… kaum!

2) Der User muss nur einmal entscheiden

Hat sich der User explizit für seine Sprache entschieden (vgl. 1), so darf die Plattform diese speichern und in der Zukunft als Vorgabe nutzen. So soll die Sprach-/Länderauswahlseite nicht mehr gezeigt werden; Eine spätere explizite Änderung durch den Nutzer muss aber jederzeit möglich sein. Die Vorgabe wird entsprechend angepasst.

3) Umschaltung ist auf jeder Seite rechts oben

Sprachumschaltung ist rechts oben auf jeder Seite der Webanwendung zu finden. Punkt.

4) Keine Flaggen aber Textlabel

Länderflaggen zur Sprachumschaltung sind falsch. Erstens gibt es in einem Land mehrere Sprachen (auch in den USA — bitte mal die Demographie in dem Grossstädten anschauen). Schweizer Flagge = vier Landessprachen (beim Rätoromanischen gäbe es noch mehrere unterschiedliche Varianten) und zahlreiche häufig gesprochene Sprachen.

Zweitens genügt die Sprache allein nicht, da eine Sprache zu einem Kulturkreis gehört. So beispielsweise Französisch in Afrika, Frankreich, der Schweiz, Kanada, Belgien etc. Sowohl Inhalte, Tonalität, Wortschatz wie auch Syntax unterscheiden sich. Je nachdem will ich mich anpassen (oder bewusst nicht, weil ich mit einem Landesimage arbeite).

So ist es übrigens auch in der relevanten Spezifikation drin: Eine Kombination von Sprache (nach ISO-639) und von Land (nach ISO-3166). Schön ist dass auch Sprachen ausserhalb von ISO im HTTP header codiert werden können, so beispielsweise Google auf Klingonisch.

5) Label haben mindestens zwei Buchstaben und sind in der Zielsprache

Die Textlabel (vgl. 4) rechts oben auf jeder Seite (vgl. 3) haben, sofern klar einem Kulturkreis zugeordnet, mindestens zwei Buchstaben. Am offensichtlichsten eignen sich dafür die Abkürzungen im Standard ISO-639. Möglich und teilweise besser (wegen der Grösse und somit der Einfachheit zum klicken) sind die ausgeschriebenen Sprachen und zwar in der Zielsprache. Als nicht Englisch / Französich auf der deutschen Seite aber english / franà§ais. Das Beispiel ist wegen der einfache Verständlichkeit ein bisschen zu simpel… aber stellen die ihr Handy mal auf Griechisch…

6) Die Sprache ist in der URI drin (und nicht als Parameter)

Ein bestimmte Informationselement hat eine eindeutige Referenzierung eine URI (das ist Grundlage von Hypertext — alles andere [z.B. eine ganze Website in index.asp] ist falsch). So gibt es eigentlich zwei gute Möglichkeiten. http://domaene.ch/news/item1.de.html resp. http://domaene.ch/news/item1.en.html (bei der Umsetzung hilft mod Negotiation von Apache ganz nett). Oder http://domaene.ch/de/news/item1.html resp. http://domaene.ch/en/news/item1.html.

An der Grenze des guten ist ein einziger Parameter im Stil http://domaene.ch//news/item1.html?lange=en aber auf keinen Fall ist die Sprache in der Session drin, sonst tut es nicht mit eindeutigen Referenzen, Suchmachinen etc.

Habe ich was vergessen und Diskussion ist erwünscht…

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Darf es auch ein bisschen komplizierter sein?

Ich bin ein regelmässiger Nutzer vom Swisscom Public WLAN “on demand”, vor allem in den Bahnhöfen (und eine “himmelblaue Karte” will ich nicht wegen den katastrophalen Treibern, MAC Leute können zu Cà©dric).

Bei der ersten Version der Login-Seite fehlte die Eingabe der Zugangsdaten fast vollstsändig. Tipp für Leute ohne Doktorat in Informationsdesign: Es ist der Menupunkt links oben…

Seit gestern hat Swisscom Mobile einen neue Login-Screen. Neu mit noch mehr Klicks als je…

In einem ersten Schritt muss ich einen “Provider” aus einer Liste mit einem Provider drin auswählen. Natürlich muss die SBB offen bleiben, aber seit ewig gibt es auf dieser Seite nur einen Anbieter (und wegen den Verträgen wird es wahrscheinlich ewig bei eins bleiben).

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Und danach muss ich die Zahlungsart eingeben. Könnte es nicht sein, dass sich eine Telefonnummmer syntaktisch von einem Value Card (10 Stellen, weshalb keine Buchstaben?) und von einer Kreditkarte (Prüfsumme) unterscheidet resp. unterscheiden lässt?

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Ich als Kunde empfinde die vielen Klicks als Folter. Insb. da der Dienst häufig auch langsam antwortet. Über das Logout-Popup lass ich mich hier mal nicht aus.

Ich bin sicher dass +90% der Leute genau einen Pfad nehmen… Wie wär es mit einer Eingabe aller Elemente auf der ersten Seite?

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SkypeIn in der Schweiz und glückliche Gesichter

Heute Mittag im Netzticker die Ansage, dass SkypeIn neu auch mit Schweizer Nummern zu haben sei:

“Skype bietet ab heute auch in der Schweiz eigene Festnetz-Rufnummern an. Damit ist der Premiumdienst “SkypeIn” nun in elf Ländern verfügbar. SkypeIn erlaubt es den Nutzern, sich eine Skype-Festnetznummer für ihren Account einrichten zu lassen. Dies ist nun auch mit Schweizer Vorwahlnummern möglich. Damit sind Skype-Nutzer von Festnetztelefonen und Handys aus erreichbar, ohne dass der Anrufer selbst Skype verwenden muss.”

Ein kurzer heimlicher Blick auf die Website von Skype (wir waren grad in einem Kundenworkshop) zeigt aber noch keine Schweizerfahne bei den SkypeIn – Nummern.
Zum Glück war der Kunde auch technisch angefressen und als das in der Pause bekannt wurde, konnten wir offiziell alle halbe Stunde überprüfen, ob die Nummern schon verfügbar sind.
Als es dann soweit war, war die ganze Workshopgruppe nicht mehr zu halten. Der Workshop wurde unterbrochen und 10 Männer versuchten ganz fanatisch eine Nummer zu kaufen. Hat auch wunderbar funktioniert und bereits 15 Minuten später könnte ich von meinem Handy auf die SkypeIn Nummer wählen und der Laptop läutete! Ein schönes Gefühl ;-)
Die einzige Frau im Raum konnte nicht ganz nachvollziehen, was da gerade passiert war….. aber lauter glückliche Gesichter im Raum. Die Nummer kostet ja auch nur 30€ pro Jahr und ist somit einiges Günstiger als Swisscom oder Cablecom.

Jetzt brauch ich nur noch jemand, der mich auch auf dieser Nummer anrufen und mit mir sprechen will….

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Drück mich!

Ich gebe es ja zu. Die Weihnachtszeit naht, und bei dieser Gelegenheit habe ich meinen Amazon Wunschzettel etwas aktualisiert. Die peinlichen Einträge hab ich gelöscht und die Liste insgesamt etwas verlängert. Beim Rumträumen über noch nicht gekaufte Bücher und ob sich überhaupt mal jemand auf die ‚Wishlist’ (hier ein Link zu platzieren wäre dann doch etwas gar plump) verirren könnte, bin ich einer absurden Tätigkeit verfallen: Ich hab die auf einer Amazon-Bildschirmseite sichtbaren Click-Möglichkeiten gezählt. Es waren viele, sehr viele.
Die Seite hat mich förmlich angeschrieen. “Drück mich, click hier, oder da, na los, drück schon!”
Dabei fiel mir die einfache, aber konsequente Forderung meines Kollegen Tim Dührkoop ein, der fordert, dass Websites so einfach wie ein Lichtschalter zu sein haben. [Punkt]. Das Dührkoopsche Postulat ist einleuchtend, es gibt einen Schalter und von dem weiss man genau was passiert, wenn man draufdrückt.

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Es gab eine Zeit, da hat man bei jeder Gelegenheit das Amazon Beispiel gezückt (unsereiner mit eingenommen), um der staunenden ‚Old Economy’ die Wunder der ‚New Economy’ vorzustellen. Aber spätestens mit der Einführung der sogar gesetzlich geschützten ‚1-Click‘ Bestellmöglichkeit, war nicht mehr für jedermann klar, was sich hinter den einzelnen “Knöpfen” verbirgt. Dazu kommt, wie eingangs erwähnt, die stetig zunehmende Anzahl an Click-Möglichkeiten.

Andererseits ist Amazon gar nicht mehr so weit von der “Dührkoopschen-Lichtschalter-Forderung” entfernt. Irgendwann wird der letzte Pixel auf einer Amazon Site clickbar sein, die Gesamtsumme aller clickbaren Pixels ergibt dann einen einzigen “Lichtschalter”. Da bei Amazon eh alle Wege zur Kasse führen, ist dann auch wieder für alle klar, was passiert, wenn man den “Amazon-Lichtschalter” drückt.

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SW-Engineering und visuelle Gestaltung passen zusammen

Ben Fry ist schon ziemlich legendär wenn es darum geht, Informationstechnologie und Ästethik zu verbinden. So auch bei seiner Disertation zu Computational Information Design (lesenswert!).

Erneut “zugeschlagen” hat der visuelle Wizzard mit einer graphischen Darstellung des Assembler-Codes verschiedener Atari-Spiele als Forsetzung seiner Arbeiten “dismap: Seeing the operation of code“. Darin sind Goto-Anweisungen (Verzweigungen innerhalb des Programmes) innerhalt des Codes visualisiert. Auch eine nette Optik für Leute die sich bei Testing und SW-Qualität auskennen :-)

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(Beispiel Pacman, hier gehts weiter…)

Eine Übersicht über seine faszinierenden Arbeiten auf seiner alten Hompage am MIT und auf seiner neuen: benfry.com.

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Neulich beim Autohändler des Vertrauens

Kaum fallen die ersten Schneeflocken vom Himmel eilen alle Automobilisten zum Reifen- oder Autohändler. Sofern die Flocken etwas zahlreicher fallen, schweifen die Gedanken sogar bis zu den Skiferien.

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Meinereiner ist dabei gedanklich so weit abgeschweift, dass ich vor dem geistigen Auge schon das hoffnungslos überladene Auto sah. Was liegt da näher, als im tollen Internet mal nach einer Dachbox (im Volksmund stillvoll “Sarg” genannt) Ausschau zu halten. Als passionierter Schwedenofenfahrer lag der Besuch beim digitalen Volvohändler nahe. Tja, Freunde da muss man sich als Schweden-Stahl-Karossen-Chauffeur beileibe nicht schämen. Die Site ist mehr als nur anständig gemacht, aktuell und knüpft erst noch an die diversen online Kampagnen an. Nach wenigen Clicks war das passende Zubehör schnell gefunden.
So genug des Lobes, obwohl die Geschichte hätte so gut enden können.
Ab jetzt beginnt der traurige Teil.
Da die Volvo Automobile (Schweiz) AG nicht die Garagen konkurrenzieren möchte, sind die original Zubehörteile im Internet nur zum Angucken. Hier reisst der ‚rote Faden’ der äussert gut gemachten Website leider abrupt ab. Da müsste nicht sein (wie z.B. hier beschrieben).
Nicht verzagen, auf zum Volvohändler des Vertrauens. Schade nur, dass der am Samstag anwesende Verkäufer nur gelernt hat Autos zu verkaufen. Ein hilfloses Suchen in verstaubten Ordnern fördert nur eine 2003er Prospekt zu Tage. Der Hinweis auf das Angebot im Internet führt nicht gerade zum Rausschmiss, aber zu einer Art Vorstufe, “Kommen Sie doch am Montag wieder vorbei, schönen Tag noch”.

Ob das nächste Auto auch wieder ein Volvo sein wird, und falls ja, wo wird es wohl gekauft werden?

P.S. Beim Sportartikelhändler des Vertrauens musste ich feststellen, dass die neumodischen Carving-Skier mittlerweile dermassen kurz sind, dass eine Dachbox völlig überflüssig ist.

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Reduce to the max

In der Schule erzählte man sich die Legende, dass ein Schüler beim Aufsatz zum Thema Mut ein leeres Blatt abgegeben hatte und sich damit eine gute Bewertung verdiente. Hier bin ich irgendwie unsicher ob ich es als Fehler taxieren soll, oder ob Swiss verstanden hat, dass ihr Zeugs auf der Hompage niemanden interessert. Fokus auf die tolle Navigation…

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