Eine Herausforderung für Referenten

Die Leute an der Konferenz Blog 2.0 nutzen “ihre” Technologie. Ein bisschen speziell aber eindrücklich.

Eine Konferenz, bei der die Anzahl Steckdosen und die Verfügbarkeit des Internet-Zugangs essenziell ist. Oder wie der Organisator während der Vorbereitung sagte:

…the total cost of the conference is above 100K – for two days including 17K – for good wifi (I kill somebody if it does not work ;-)…

Pro Teilnehmer > 1 Blog, live nachgeführt (Technorati hat heute schon rund 70 Posts gezählt und auf Flickr sind wir bei über 2000 Bildern). Dazu kommen Podcasts, Video Podasts u.v.a.m.

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Oder wie der Journalist neben mir sagt: “Bin ich der einzige mit einem Notizblock?”.

Herausfordernd für die Referenten ist der Backchannel auf IRC in welchem alle Teilnehmer Kommentare verfassen, welche hinter den Referenten auf dem Beamer in Echtzeit dargestellt werden. “Im Rücken”.

Hier ein Bild der Projektion:
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Mindestbestellmenge CHF 72 bei Swisscom Eurospot

In Paris, im Hotel Swisscom WLan mit “Natel-Bezahlung” toll und der Login funktionierte auch gut. Doch wie geht der Logout?

Als “Fehlersuche” machte ich (eingelogged) nochmals ein Login und las den folgenden Text (ohne Link):

How to terminate the connection correctly
Swisscom Mobile does not provide a logout window. To terminate the connection and charging, please activate the logout of the local provider.
Your connection will be automatically terminated after 120 minutes.

Hier das Bild dazu:

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Trotz allen *ehrlichen* Versuchen gelang es mir nicht, den genannten Screen des “local providers” zu finden. Wie auch, es gibt keine Login mehr auf dem Proxy… und auch wenn ich die Seite (im Browser Cache) noch auftreiben: Es gibt KEIN Logout. Wirklich abgesucht.

Also die Hotline (in der Schweiz)… Ich müsse mich nicht ausloggen, alles funktioniere automatisch. Ja!? Aber nach CHF 72.– Keine Antwort. Ich WILL eine Logout-Screen. Warten. Dann kam von einer Dame, die keine mir bekannte Sprache sprach, das langsamste buchstabierte “h”, “t”, “t”, “p” u.s.w der Welt. Ich wusste nicht ob ich weinen oder laut lachen sollte. Ich hielt es mit der Geduld, aber es funktionierte nicht. Nochmals Buchstabier-Minuten. Es geht immer noch nicht. In der Zwischenzeit vergingen sicherlich mehr als 5 Minuten und immer noch keine Lösung. Dann die Stimme: Aha… es gebe noch Grossbuchstaben in der URL. Und so heisst sie, die Kunden-URL:

http://clblgn.swisscom-eurospot.com:880/goform/HtmliPassLogout

Eingegeben und dann kommt die aussagekräftige, vom mir geduldig erwartete Meldung:

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Unglaublich. Hat schon mal ein Mensch vor mir ein Logout machen wollen… oder bezahlen alle Armen Dumbem über CHF 70.– Jetzt schreie ich mal laut und Ende. Sind das wohl die selben Technologie-Könige wie beim Bahnhof-Login in der Schweiz?

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Acht Buchstaben genügen…

…und der Informationsaustausch steht.

Dorian und ich sind unterwegs zur Konferenz Blog 2.0 in Paris.

Mit der folgenden Nachricht auf der Veranstaltungsseite hat Loà¯c Le Meur viel erreicht.

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So finde ich auf Technorati bereits 515 Post und weiss welcher Teilnehmer wo sind und wie sie reisen (z.B. ein Blog-Post aus einem Flugzeug).

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Dasselbe auch mit Photos auf flickr.com

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Und bei

-Delicious
-Furl
-Bloglines
-Google Blog
-Yahoo

u.s.w. eine gigantische verteilte Webseite mit Informationen en masse. All dies dank RSS, Push Notification und Social Tagging. Faszinierend.

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Top 100 Produkte des Jahres 2005

PCWorld hat heute seine Top 100 Produktliste des Jahres 2005 veröffentlicht.
Firefox führt die Charts (nicht unerwartet) an. Auch Google nimmt drei Positionen in den Charts ein: Google Gmail (2), Google Search Engine (16) und Google Desktop Search (76).
Apple schnappt sich mit Mac OSX Tiger 10.4 Position 3. Skype nimmt Position 8 ein.

Ebenfalls in den Top 10 vertreten sind: Belkin mit Wireless Produkten, Dell mit seinem 24-Inch LCD, Alienwares Aurora 5500, das Seagate USB 2.0 Pocket Drive, Canon EOS Digital Rebel XT und PalnOne’s Treo 650 PDA Phone.

Sprachumschaltung auf Websites: Die Regeln.

Immer wieder neu erfunden und allzu oft schlechter, als was es schon gibt. Deshalb meine Regeln als Grundlage für die Diskussion.

1) Der User entscheidet aktiv

Der User fällt die Sprachauswahl aktiv mit einem Klick auf seine Sprache: Entweder auf einer vorgelagerten Sprachauswahlseite oder auf jeder beliebigen Contentseite.

Keine Technik, wo diese nichts nützt. Ja, der Browser schickt bei jedem Aufruf seine akzeptierten Sprachen im HTTP Request Header mit (vgl. RFC 2616) — sogar gewichtet. Die Website darf damit aber keine vorschnellen Entscheidungen fällen, da diese Mitgabe nicht unbedingt den aktuellen Bedürfnissen des Users entsprechen. Häufig weiss der User zudem nicht, wie sich diese “Accept Language” beeinflussen lässt und auch ich bin schon unzähliche Male in die Falle getappt und hatte plötzlich Software in einer Sprache installiert, die ich nicht wollte (fies in diesem Bezug ist der Java-Download).

Ein noch übleres, erlebtes Verhalten ist, dass eine Site meine Sprache aufgrund der ersten besuchten Seite bestimmt und mit einem persistenten Cookie auf bei mir “festschreibt”. So komme ich über eine Suchmaschine direkt auf eine Seite und deren Sprache soll (für immer) meine bevorzugte Sprache sein… kaum!

2) Der User muss nur einmal entscheiden

Hat sich der User explizit für seine Sprache entschieden (vgl. 1), so darf die Plattform diese speichern und in der Zukunft als Vorgabe nutzen. So soll die Sprach-/Länderauswahlseite nicht mehr gezeigt werden; Eine spätere explizite Änderung durch den Nutzer muss aber jederzeit möglich sein. Die Vorgabe wird entsprechend angepasst.

3) Umschaltung ist auf jeder Seite rechts oben

Sprachumschaltung ist rechts oben auf jeder Seite der Webanwendung zu finden. Punkt.

4) Keine Flaggen aber Textlabel

Länderflaggen zur Sprachumschaltung sind falsch. Erstens gibt es in einem Land mehrere Sprachen (auch in den USA — bitte mal die Demographie in dem Grossstädten anschauen). Schweizer Flagge = vier Landessprachen (beim Rätoromanischen gäbe es noch mehrere unterschiedliche Varianten) und zahlreiche häufig gesprochene Sprachen.

Zweitens genügt die Sprache allein nicht, da eine Sprache zu einem Kulturkreis gehört. So beispielsweise Französisch in Afrika, Frankreich, der Schweiz, Kanada, Belgien etc. Sowohl Inhalte, Tonalität, Wortschatz wie auch Syntax unterscheiden sich. Je nachdem will ich mich anpassen (oder bewusst nicht, weil ich mit einem Landesimage arbeite).

So ist es übrigens auch in der relevanten Spezifikation drin: Eine Kombination von Sprache (nach ISO-639) und von Land (nach ISO-3166). Schön ist dass auch Sprachen ausserhalb von ISO im HTTP header codiert werden können, so beispielsweise Google auf Klingonisch.

5) Label haben mindestens zwei Buchstaben und sind in der Zielsprache

Die Textlabel (vgl. 4) rechts oben auf jeder Seite (vgl. 3) haben, sofern klar einem Kulturkreis zugeordnet, mindestens zwei Buchstaben. Am offensichtlichsten eignen sich dafür die Abkürzungen im Standard ISO-639. Möglich und teilweise besser (wegen der Grösse und somit der Einfachheit zum klicken) sind die ausgeschriebenen Sprachen und zwar in der Zielsprache. Als nicht Englisch / Französich auf der deutschen Seite aber english / franà§ais. Das Beispiel ist wegen der einfache Verständlichkeit ein bisschen zu simpel… aber stellen die ihr Handy mal auf Griechisch…

6) Die Sprache ist in der URI drin (und nicht als Parameter)

Ein bestimmte Informationselement hat eine eindeutige Referenzierung eine URI (das ist Grundlage von Hypertext — alles andere [z.B. eine ganze Website in index.asp] ist falsch). So gibt es eigentlich zwei gute Möglichkeiten. http://domaene.ch/news/item1.de.html resp. http://domaene.ch/news/item1.en.html (bei der Umsetzung hilft mod Negotiation von Apache ganz nett). Oder http://domaene.ch/de/news/item1.html resp. http://domaene.ch/en/news/item1.html.

An der Grenze des guten ist ein einziger Parameter im Stil http://domaene.ch//news/item1.html?lange=en aber auf keinen Fall ist die Sprache in der Session drin, sonst tut es nicht mit eindeutigen Referenzen, Suchmachinen etc.

Habe ich was vergessen und Diskussion ist erwünscht…

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Darf es auch ein bisschen komplizierter sein?

Ich bin ein regelmässiger Nutzer vom Swisscom Public WLAN “on demand”, vor allem in den Bahnhöfen (und eine “himmelblaue Karte” will ich nicht wegen den katastrophalen Treibern, MAC Leute können zu Cà©dric).

Bei der ersten Version der Login-Seite fehlte die Eingabe der Zugangsdaten fast vollstsändig. Tipp für Leute ohne Doktorat in Informationsdesign: Es ist der Menupunkt links oben…

Seit gestern hat Swisscom Mobile einen neue Login-Screen. Neu mit noch mehr Klicks als je…

In einem ersten Schritt muss ich einen “Provider” aus einer Liste mit einem Provider drin auswählen. Natürlich muss die SBB offen bleiben, aber seit ewig gibt es auf dieser Seite nur einen Anbieter (und wegen den Verträgen wird es wahrscheinlich ewig bei eins bleiben).

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Und danach muss ich die Zahlungsart eingeben. Könnte es nicht sein, dass sich eine Telefonnummmer syntaktisch von einem Value Card (10 Stellen, weshalb keine Buchstaben?) und von einer Kreditkarte (Prüfsumme) unterscheidet resp. unterscheiden lässt?

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Ich als Kunde empfinde die vielen Klicks als Folter. Insb. da der Dienst häufig auch langsam antwortet. Über das Logout-Popup lass ich mich hier mal nicht aus.

Ich bin sicher dass +90% der Leute genau einen Pfad nehmen… Wie wär es mit einer Eingabe aller Elemente auf der ersten Seite?

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SkypeIn in der Schweiz und glückliche Gesichter

Heute Mittag im Netzticker die Ansage, dass SkypeIn neu auch mit Schweizer Nummern zu haben sei:

“Skype bietet ab heute auch in der Schweiz eigene Festnetz-Rufnummern an. Damit ist der Premiumdienst “SkypeIn” nun in elf Ländern verfügbar. SkypeIn erlaubt es den Nutzern, sich eine Skype-Festnetznummer für ihren Account einrichten zu lassen. Dies ist nun auch mit Schweizer Vorwahlnummern möglich. Damit sind Skype-Nutzer von Festnetztelefonen und Handys aus erreichbar, ohne dass der Anrufer selbst Skype verwenden muss.”

Ein kurzer heimlicher Blick auf die Website von Skype (wir waren grad in einem Kundenworkshop) zeigt aber noch keine Schweizerfahne bei den SkypeIn – Nummern.
Zum Glück war der Kunde auch technisch angefressen und als das in der Pause bekannt wurde, konnten wir offiziell alle halbe Stunde überprüfen, ob die Nummern schon verfügbar sind.
Als es dann soweit war, war die ganze Workshopgruppe nicht mehr zu halten. Der Workshop wurde unterbrochen und 10 Männer versuchten ganz fanatisch eine Nummer zu kaufen. Hat auch wunderbar funktioniert und bereits 15 Minuten später könnte ich von meinem Handy auf die SkypeIn Nummer wählen und der Laptop läutete! Ein schönes Gefühl ;-)
Die einzige Frau im Raum konnte nicht ganz nachvollziehen, was da gerade passiert war….. aber lauter glückliche Gesichter im Raum. Die Nummer kostet ja auch nur 30€ pro Jahr und ist somit einiges Günstiger als Swisscom oder Cablecom.

Jetzt brauch ich nur noch jemand, der mich auch auf dieser Nummer anrufen und mit mir sprechen will….

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Drück mich!

Ich gebe es ja zu. Die Weihnachtszeit naht, und bei dieser Gelegenheit habe ich meinen Amazon Wunschzettel etwas aktualisiert. Die peinlichen Einträge hab ich gelöscht und die Liste insgesamt etwas verlängert. Beim Rumträumen über noch nicht gekaufte Bücher und ob sich überhaupt mal jemand auf die ‚Wishlist’ (hier ein Link zu platzieren wäre dann doch etwas gar plump) verirren könnte, bin ich einer absurden Tätigkeit verfallen: Ich hab die auf einer Amazon-Bildschirmseite sichtbaren Click-Möglichkeiten gezählt. Es waren viele, sehr viele.
Die Seite hat mich förmlich angeschrieen. “Drück mich, click hier, oder da, na los, drück schon!”
Dabei fiel mir die einfache, aber konsequente Forderung meines Kollegen Tim Dührkoop ein, der fordert, dass Websites so einfach wie ein Lichtschalter zu sein haben. [Punkt]. Das Dührkoopsche Postulat ist einleuchtend, es gibt einen Schalter und von dem weiss man genau was passiert, wenn man draufdrückt.

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Es gab eine Zeit, da hat man bei jeder Gelegenheit das Amazon Beispiel gezückt (unsereiner mit eingenommen), um der staunenden ‚Old Economy’ die Wunder der ‚New Economy’ vorzustellen. Aber spätestens mit der Einführung der sogar gesetzlich geschützten ‚1-Click‘ Bestellmöglichkeit, war nicht mehr für jedermann klar, was sich hinter den einzelnen “Knöpfen” verbirgt. Dazu kommt, wie eingangs erwähnt, die stetig zunehmende Anzahl an Click-Möglichkeiten.

Andererseits ist Amazon gar nicht mehr so weit von der “Dührkoopschen-Lichtschalter-Forderung” entfernt. Irgendwann wird der letzte Pixel auf einer Amazon Site clickbar sein, die Gesamtsumme aller clickbaren Pixels ergibt dann einen einzigen “Lichtschalter”. Da bei Amazon eh alle Wege zur Kasse führen, ist dann auch wieder für alle klar, was passiert, wenn man den “Amazon-Lichtschalter” drückt.

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SW-Engineering und visuelle Gestaltung passen zusammen

Ben Fry ist schon ziemlich legendär wenn es darum geht, Informationstechnologie und Ästethik zu verbinden. So auch bei seiner Disertation zu Computational Information Design (lesenswert!).

Erneut “zugeschlagen” hat der visuelle Wizzard mit einer graphischen Darstellung des Assembler-Codes verschiedener Atari-Spiele als Forsetzung seiner Arbeiten “dismap: Seeing the operation of code“. Darin sind Goto-Anweisungen (Verzweigungen innerhalb des Programmes) innerhalt des Codes visualisiert. Auch eine nette Optik für Leute die sich bei Testing und SW-Qualität auskennen :-)

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(Beispiel Pacman, hier gehts weiter…)

Eine Übersicht über seine faszinierenden Arbeiten auf seiner alten Hompage am MIT und auf seiner neuen: benfry.com.

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