SkypeIn in der Schweiz und glückliche Gesichter

Heute Mittag im Netzticker die Ansage, dass SkypeIn neu auch mit Schweizer Nummern zu haben sei:

“Skype bietet ab heute auch in der Schweiz eigene Festnetz-Rufnummern an. Damit ist der Premiumdienst “SkypeIn” nun in elf Ländern verfügbar. SkypeIn erlaubt es den Nutzern, sich eine Skype-Festnetznummer für ihren Account einrichten zu lassen. Dies ist nun auch mit Schweizer Vorwahlnummern möglich. Damit sind Skype-Nutzer von Festnetztelefonen und Handys aus erreichbar, ohne dass der Anrufer selbst Skype verwenden muss.”

Ein kurzer heimlicher Blick auf die Website von Skype (wir waren grad in einem Kundenworkshop) zeigt aber noch keine Schweizerfahne bei den SkypeIn – Nummern.
Zum Glück war der Kunde auch technisch angefressen und als das in der Pause bekannt wurde, konnten wir offiziell alle halbe Stunde überprüfen, ob die Nummern schon verfügbar sind.
Als es dann soweit war, war die ganze Workshopgruppe nicht mehr zu halten. Der Workshop wurde unterbrochen und 10 Männer versuchten ganz fanatisch eine Nummer zu kaufen. Hat auch wunderbar funktioniert und bereits 15 Minuten später könnte ich von meinem Handy auf die SkypeIn Nummer wählen und der Laptop läutete! Ein schönes Gefühl ;-)
Die einzige Frau im Raum konnte nicht ganz nachvollziehen, was da gerade passiert war….. aber lauter glückliche Gesichter im Raum. Die Nummer kostet ja auch nur 30€ pro Jahr und ist somit einiges Günstiger als Swisscom oder Cablecom.

Jetzt brauch ich nur noch jemand, der mich auch auf dieser Nummer anrufen und mit mir sprechen will….

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Drück mich!

Ich gebe es ja zu. Die Weihnachtszeit naht, und bei dieser Gelegenheit habe ich meinen Amazon Wunschzettel etwas aktualisiert. Die peinlichen Einträge hab ich gelöscht und die Liste insgesamt etwas verlängert. Beim Rumträumen über noch nicht gekaufte Bücher und ob sich überhaupt mal jemand auf die ‚Wishlist’ (hier ein Link zu platzieren wäre dann doch etwas gar plump) verirren könnte, bin ich einer absurden Tätigkeit verfallen: Ich hab die auf einer Amazon-Bildschirmseite sichtbaren Click-Möglichkeiten gezählt. Es waren viele, sehr viele.
Die Seite hat mich förmlich angeschrieen. “Drück mich, click hier, oder da, na los, drück schon!”
Dabei fiel mir die einfache, aber konsequente Forderung meines Kollegen Tim Dührkoop ein, der fordert, dass Websites so einfach wie ein Lichtschalter zu sein haben. [Punkt]. Das Dührkoopsche Postulat ist einleuchtend, es gibt einen Schalter und von dem weiss man genau was passiert, wenn man draufdrückt.

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Es gab eine Zeit, da hat man bei jeder Gelegenheit das Amazon Beispiel gezückt (unsereiner mit eingenommen), um der staunenden ‚Old Economy’ die Wunder der ‚New Economy’ vorzustellen. Aber spätestens mit der Einführung der sogar gesetzlich geschützten ‚1-Click‘ Bestellmöglichkeit, war nicht mehr für jedermann klar, was sich hinter den einzelnen “Knöpfen” verbirgt. Dazu kommt, wie eingangs erwähnt, die stetig zunehmende Anzahl an Click-Möglichkeiten.

Andererseits ist Amazon gar nicht mehr so weit von der “Dührkoopschen-Lichtschalter-Forderung” entfernt. Irgendwann wird der letzte Pixel auf einer Amazon Site clickbar sein, die Gesamtsumme aller clickbaren Pixels ergibt dann einen einzigen “Lichtschalter”. Da bei Amazon eh alle Wege zur Kasse führen, ist dann auch wieder für alle klar, was passiert, wenn man den “Amazon-Lichtschalter” drückt.

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SW-Engineering und visuelle Gestaltung passen zusammen

Ben Fry ist schon ziemlich legendär wenn es darum geht, Informationstechnologie und Ästethik zu verbinden. So auch bei seiner Disertation zu Computational Information Design (lesenswert!).

Erneut “zugeschlagen” hat der visuelle Wizzard mit einer graphischen Darstellung des Assembler-Codes verschiedener Atari-Spiele als Forsetzung seiner Arbeiten “dismap: Seeing the operation of code“. Darin sind Goto-Anweisungen (Verzweigungen innerhalb des Programmes) innerhalt des Codes visualisiert. Auch eine nette Optik für Leute die sich bei Testing und SW-Qualität auskennen :-)

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(Beispiel Pacman, hier gehts weiter…)

Eine Übersicht über seine faszinierenden Arbeiten auf seiner alten Hompage am MIT und auf seiner neuen: benfry.com.

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Neulich beim Autohändler des Vertrauens

Kaum fallen die ersten Schneeflocken vom Himmel eilen alle Automobilisten zum Reifen- oder Autohändler. Sofern die Flocken etwas zahlreicher fallen, schweifen die Gedanken sogar bis zu den Skiferien.

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Meinereiner ist dabei gedanklich so weit abgeschweift, dass ich vor dem geistigen Auge schon das hoffnungslos überladene Auto sah. Was liegt da näher, als im tollen Internet mal nach einer Dachbox (im Volksmund stillvoll “Sarg” genannt) Ausschau zu halten. Als passionierter Schwedenofenfahrer lag der Besuch beim digitalen Volvohändler nahe. Tja, Freunde da muss man sich als Schweden-Stahl-Karossen-Chauffeur beileibe nicht schämen. Die Site ist mehr als nur anständig gemacht, aktuell und knüpft erst noch an die diversen online Kampagnen an. Nach wenigen Clicks war das passende Zubehör schnell gefunden.
So genug des Lobes, obwohl die Geschichte hätte so gut enden können.
Ab jetzt beginnt der traurige Teil.
Da die Volvo Automobile (Schweiz) AG nicht die Garagen konkurrenzieren möchte, sind die original Zubehörteile im Internet nur zum Angucken. Hier reisst der ‚rote Faden’ der äussert gut gemachten Website leider abrupt ab. Da müsste nicht sein (wie z.B. hier beschrieben).
Nicht verzagen, auf zum Volvohändler des Vertrauens. Schade nur, dass der am Samstag anwesende Verkäufer nur gelernt hat Autos zu verkaufen. Ein hilfloses Suchen in verstaubten Ordnern fördert nur eine 2003er Prospekt zu Tage. Der Hinweis auf das Angebot im Internet führt nicht gerade zum Rausschmiss, aber zu einer Art Vorstufe, “Kommen Sie doch am Montag wieder vorbei, schönen Tag noch”.

Ob das nächste Auto auch wieder ein Volvo sein wird, und falls ja, wo wird es wohl gekauft werden?

P.S. Beim Sportartikelhändler des Vertrauens musste ich feststellen, dass die neumodischen Carving-Skier mittlerweile dermassen kurz sind, dass eine Dachbox völlig überflüssig ist.

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Reduce to the max

In der Schule erzählte man sich die Legende, dass ein Schüler beim Aufsatz zum Thema Mut ein leeres Blatt abgegeben hatte und sich damit eine gute Bewertung verdiente. Hier bin ich irgendwie unsicher ob ich es als Fehler taxieren soll, oder ob Swiss verstanden hat, dass ihr Zeugs auf der Hompage niemanden interessert. Fokus auf die tolle Navigation…

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Fehlermeldung mit ca. 160 Km/h

War es Überbringer der Nachricht oder der Absender? Auf diesem Zug der SBB (IC2000 Doppelstock- Komposition) zwischen Luzern und Zürich ist der “Bildschirm kaputt” (und SAP wisse es schon). So sagt es mit zumindest der Zettel, der schon 20 Tage alt war.

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Erstens nimmt mich wunder, was das Ding normalerweise tut (wenn es schon 20 Tage kaputt ist und das niemand stört) und zweitens, was wohl hinter dem Zettel ist… Ein 80486 und low memory 639 kb / extended memory 3072 kb. Nostalgieschwärm.

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Auf jeden Fall bleibt das Ding im BIOS stehen und ich weiss nun, was für high-tech mit mir eine Reise tut.

Google spielt mit Click-to-Call

Seit neuestem hat Google bei einigen ihrer Ads ein kleines Telefon Icon platziert. Der neue Google Click-to-Call Service.

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Man klickt auf das Icon, gibt seine Telefonnummer an und kurze Zeit später klingelt das eigene Telefon. Google stellt die Verbindung zum Ad-Inserenten her. Klingt etwas kompliziert, aber wenn es sich durchsetzen sollte ist ein solcher Klick-Call viel mehr wert als ein normale Klick auf ein Ad.
Man kann auch davon ausgehen, dass in Zukunft dieser Dienst eine reine VoIP Dienstleistung werden wird. Vielleicht zunächst sogar exklusiv für Google Talk.

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Ist er wirklich er, oder sie doch nicht sie?

Normalisierung bei Informationsuche: In einem Workshop fuchtelte ich mit der in der Schweiz allbekannten Mehrsprachigkeit der Ortsnamen rum. Eigentlich fand ich mein Beispiel des Vornamens Hans-Peter oder halt Hans Peter oder eben Hanspeter genügend kompliziert. Orgendwie dasselbe, aber spätestens für eine Datenbanksuche ungleich…

Ein bisschen näher zur Realität brachte mich Martin mit einem anderen Beispielnamen: Den von Muammar al-Qaddafi.

Er selbst nutze fünf unterschiedliche Transkriptionen seines arabischen Namens. So lautet die Domäne seiner Website lautet al-Gathafi, darauf nennt er sich Muammar Gadafi doch in einem eigenen Paper schreibt er sich wieder Moammar El-Gadhafi.

Gemäss Library of Congress gibt es 72 (zweiundsiebzig) Schreibweisen und in News-Quellen so wie New York Times, AP oder Xinhua gibt es zusätzlich nochmals 41 Varianten…. (Quelle Wikipedia). Andere Quellen wie der London Evening Standard zählen nur 37 Varianten.

Sodeli.. ich warte nun auf den nächsten Suchmaschinenverkäufer, der mir einen tollen, sprachagnostischen Algorithmus verkaufen will…

Der Beta-Hype

Vor nicht allzu langer Zeit, so vor zwei drei Jahren, da galt die Bezeichnung ‚Beta’ noch als Makel. Als Microsoft noch die Welt regierte, war ein Beta Release nicht annähernd mit einem Halbfabrikat zu vergleichen. Zu diesen prähistorischen Zeiten war es an der Tagesordnung, das als Major-Release gedachte Lösungen, die noch die eine oder andere “Kinderkrankheit” besassen, als Beta-Version zu verunglimpfen.
Und heute?
Heute gibt eine als Suchmaschine getarnte Unternehmung mit farbigen Buchstaben im Logo den Takt an. Dieser Blog ist weit davon entfernt eine statistisch signifikante Aussage zu untermauern, ob nun Google oder Microsoft wichtiger ist. Aber ungefilterte Meinungen können allemal als Gradmesser dienen, und die besagen, dass signifikant mehr (das ist jetzt eben eine nicht statistisch untermauerte Aussage) Posts über Google erstellt wurden und immer noch werden.
Und was sieht man da?
Plötzlich ist alles ‚Beta’. Beta hier und da und überhaupt nur noch Beta. ,Beta’ als Warnung, dass etwas vielleicht nicht wirklich funktionieren könnte? Oh nein, nur wo ‚Beta’ draufsteht ist auch etwas ‚Neues’ drin. Bei Flickr beschleicht einem sogar der Verdacht, dass das ‚Beta’ im Logo reine Koketterie ist. Falls dem nicht so sein sollte, dann hat Yahoo beim Kauf von Flickr und der damit hoffentlich einhergehenden Due Diligence wohl beide Augen geschlossen.
So langsam schlägt das Pendel Richtung Hype. Mag sein, dass die ersten technisch unbedarften Venture Kapitalgeber das Internet nach Beta-Lösungen abgrasen und dadurch die nächste Blase bereits mächtig aufblähen. Doch dies ist eine zu pessimistische Betrachtung. Viel eher sollte man es Google mit der Beta-Manie gleichtun. Nicht lang rumfackeln mit einer guten Idee, sondern die Idee in guten Code giessen, ‚Beta’ draufschreiben und ab damit ins Internet. Die kritische Gemeinde wird die Spreu automatisch vom Weizen trennen. Während andere noch am Businessplan werkeln entstehen so in Windeseile unter Umständen ein zwei Leader von morgen.
Also, macht mehr ‚Beta’!

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