Microsoft Street Slide, das bessere Street View

Bevor ich mich wieder über Googles Street View und den Schweizer Datenschützer auslasse, hier der Blick auf ein Forschungsprojekt von Microsoft Research: Street Slide.

An der Konferenz SIGGRAPH 2010 zeigte Microsoft Research eine sehr gelungene Erweiterung/Verbesserung virtueller Strassenansichten, so wie wir diese von Google Street View kennen. Der Hauptunterschied sind Verbesserungen (Weglassung) bei den Übergängen zwischen Bildern bei der Bewegung und der damit verbundenen Verpixelungen und Parallaxenprobleme. Zudem werden Beschriftung und Ansicht unterschiedlich angeordnet.

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Im Rahmen eines (im Video erklärten) Usertests wurden Adressen eines bekannte Gebäudes 17 Sekunden schneller gefunden. Erklären der Änderungen ist sehr schwierig, deshalb lade ich Euch in das folgende Video reinzuschauen.

Hier noch ein kurzer Artikel dazu auf PHYSORG und das Konferenz-Paper von Microsoft: Street Slide: Browsing Street Level Imagery [pdf, 14,5 MB]

Kartendarstellung von Netflix Vermietungen (ich bin auch ein Zeitungsartikel)

Kein Loblied über Karten-Mashups, aber ein bemerkenswerter Artikel bei der New York Times Online: A Peek Into Netflix Queues.

Ich bin kein Journalist und ich masse mir nicht an zu beurteilen, was ein guter Artikel ist. Ich bin aber Kunde von Zeitungen und habe eine Meinung dazu, wie Online richtig bespielt werden muss. Also keine krampfhaften Versuche, das Papierblatt möglichst 1:1 inkl. Displaywerbung online zu bringen (z.B. bei den kostenpflichtigen “ePapern” von Tagi oder NZZ oder Kindle-Ausgaben ohne Bilder) aber Interaktion und Dialog, welche Internet gerecht wird. Zudem finde ich Artikel die zu Denken anregend lobenswert.

Man (resp. die Leute der NYT) nehme die Rangfolgen der Top 50 über Netflix vermieteten Filme im Jahr 2009 und lege diese auf Postleitzahlkreise mit Hilfe einer interkativen Google Map. Und so sieht es aus wenn ein Film v.a. in Minneapolis und nicht in anderen Staaten gemietet wurde (es ist New in Town)…

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Und hier zum “Artikel” der New York Times: A Peek Into Netflix Queues

Tastaturbedienung von Google Maps

Einer der namics-Leute die es codiert haben (Danke Martin, danke Eduard), hat bei uns im Intranet gerade darauf hingewiesen. Mir ist das einen kleinen Post wert.

Je mehr der Browser zum universellen Client verkommt / sich entwickelt, desto wichtiger wird die Bedienbarkeit über die Tastatur. Bei der Barrierefreiheit ist diese Anforderungen schon lange verankert. Dies als Zugang bei motorischen Einschränkungen oder einem einem fehlenden visuellen Feedback bei der Maus-Nutzung. In den WCAG 2.0 entspricht dies der Richtline 2.1 “Keyboard Accessible: Make all functionality available from a keyboard”.

Und wie steht es mit eine Kartenanwendung wie Google Maps? Die Antwort ist: Ja, möglich. Umgesetzt haben es Edi und Martin auf der Site der Konferenz “Europäisches Accessibility Forum” am 27. März in Frankfurt am Main.

Die Taborder hat es in sich und gehört ausprobiert. Hier die für die Karte relevante Abfolge auf der Seite http://eafra.de/2009/ort/.

Ausschnitt der Website des Europäisches Accessibility Forum in welchen die Hotelliste und die Karte von Google gezeigt wird

Landet der Fokus auf einem der Buttons “Karte”, “Satellit” oder “Hybrid” auf der Karte, so kann mit Enter die Ansicht gewechselt werden. Weiter mit dem Tabulator springt der Fokus auf die Hotelliste, wo der User bei jedem aktiven Hotelnamen z.B. beim Titel “Hotel am Dom” mit Enter den Marker auf der Karte zeigen kann.

…und sonst noch ein paar Details… und natürlich alle an die Konferenz kommen ;-)

An der Baarerstrasse 124 in Zug

An der Baarerstrasse 124 in Zug findet sich das Zugorama, Ausstellungs- und Beratungscenter für Geräte der V-ZUG AG. Als Alternative zum Hingehen lohnt sich möglicherweise auch ein Besuch mit Google Earth. Im Google 3D Warehouse findet sich nämlich ein Modell des kompletten Firmengeländes der V-ZUG AG. Hier die Ansicht nach der Adressuche.

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Ein paar Klicks weiter lässt sich das gesamte Modell runterladen und anzeigen oder auch weiter bearbeiten. Die Bereicherung von Informationen mit Geographiedaten eröffnet aus Nutzersicht neue Möglicheiten und ist einer der Trends im Internet (etc.). Dazu haben wir vor fast einem Jahr bereits eine Fachtagung zusammen mit Google gemacht: Mapping-Anwendungen erobern das Internet, Google (Geo-)Services als Bausteine der Informationsvernetzung,
Anwendungsbeispiele von Mappinglösungen, Die technischen Aspekte von Mapping-Lösungen, Ihre 3D-Filiale in Google Earth und Technologie-Trends für Mobile Mapping und LBS Dienste. Hier der Blick auf den Firmensitz der V-ZUG AG.

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Was braucht es dafür? Eigentlich nur Zeit und das Gratis-Tools Google Sketchup. Die Hürde ist höchstens, dass das Modell im offiziellen 3D Warehouse von Google aufgenommen wird. Auch Microsfot bietet in der Zwischenzeit mit Virtual Earth 3D (Beta) einen Anfang von etwas ähnlichem.

Auf jeden Fall macht das rumspielen Spass!

Map Lösungen mit Google AdWords bewerben

Eigentlich ist ja ein Grundinteresse von Google, die Vielzahl von Business-Produkten über ihre Partner zu vertreiben. Im Rahmen der Möglichkeiten, die Google Maps bietet, haben wir uns auf Basis von Google Maps an die Entwicklung von kundenspezifischen Map Anwendungen gemacht. Wobei ein schöner Anlass zum Thema Mapping mit Google als Partner vor einigen Wochen über die Bühne ging. Soweit alles ok.

Um unsere Erfahrung und branchenspezifische Angebote auch über das Internet zu promoten, war das Bewerben unserer Leistungen über Google AdWords eine logische Sache. Zu diesem Zweck haben wir einige einschlägige Keywords bei Google gebucht und auf unsere Landing-Page http://www.namics.com/map verlinkt. Die Keywords waren unter anderem “map, maps, karte, karten, lbs” und einige weitere mehr. Zum Anfang waren die Keywords zum Mindestgebot von EUR 0.10 CPC (Cost per Click) zu haben. Nach einem Tag hat sich die Sache komplett verändert. Das Mindestgebot ist nun plötzlich bis zu EUR 12, was die Kosten für das Bewerben unserer Seite um bis zum Faktor 120 verteuert. Zusätzlich wurden die Keywords deaktiviert.

Eine Deaktivierung von Keywords kann aus unterschiedlichen Gründen durch Google ausgelöst werden. In diesem Fall war sicher der sprunghaft angestiegene CPC Preis ausschlaggebend. Nur, wieso steigt der Preis innerhalb so kurzer Zeit so drastisch? Eine Möglichkeit wäre sicherlich die grosse Beliebtheit der Keywords. Das Keyword “map” ist in Deutschland auf Platz 980 (nicht bestätigte Messung). Man kann also sagen, dass dieses Keyword recht populär ist. Anzeigen zu diesem Keyword gibt es jedoch keine! Lediglich ein Eintrag über Google Maps thront an erster Stelle. Da scheint es also eine virtuelle oder monoplistische Beliebtheit zu geben. Oder Google möchte einfach Ihre eigenen Produkte exklusiv promoten. Das würden wir ja auch noch irgendwie verstehen. Jedoch nicht bei B-2-B Produkten, die hauptsächlich über Partner vertrieben werden. Da hat sich entweder Google am eigenen Strick aufgehängt oder es sitzt ein Editor am PC, der von T* und B* keine Ahnung hat.

Den Internetverkehr weltweit messen

Ein interessantes Projekt welches die Verbindungen zwischen einzelnen Rechnern im Internet misst. Auf den ersten Blick meint man das gäbe es schon, beispielsweise mit dem CAIDA-Projekt, aber die aktuelle Studie ist die einzige welche ab einzelnen Rechnern tatsächlich misst. Alle anderen haben bis anhin Strukturinformationen und/oder Router-Konfigurationen angeschaut.

Bei DIMES installieren (aktuell 12829 Clients) mittels traceroute gewählte Verbindungen zwischen Rechnern. Diese Daten werden dann verarbeitet, beispielsweise auf einem MashUp mit einer Google Map.

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Erste interessante Erkenntnisse finden sich vor allem im Bereich der PeerToPeer-Kommunikation (welche in der Schweiz aufgrund des Routings bei der xDSL-Infrastruktur von Swisscom ziemlich schlecht funktioniert) und im Bezug auf die Stabilität des Internets bei einem simulierten Ausfall zentraler Komponenten.

Das Set der Messdaten ist öffentlich und somit sind viele weitere Anwendungen denkbar. So beispielsweise der 4D Visualizer (inkl. Veränderung über Zeit).

Mapping Trends [Vortrag]

Cédric Hüsler, CTO von local.ch bringt eine Zusammenfassung der Mapping-Konferenz Where 2.0 in San Jose.

Interessant sei vor allem, dass Standards plötzlich bottom-up entstehen… in einem ersten Schritt also chaotisch. Und das in einer Branche (Karten), die schon sehr lange besteht. Mit einer Stack-Sicht zeigt Cédric die relevanten technischen Standards im Geo Web Bereich.

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Als Beispiele für Sites, die sich Geodaten bedienen, welche in Webinhalten eingebettet sind, zeigt Cédric die Geopositionierung von http://www.flickr.com/map/ und eine Echtzeitdarstellung neu entstandener und geocodierter Bilder bei http://flickrvision.com/ (ein Projekt von Yahoo Research).

Als weiteres Beispiel ein geocodierter (regionaler) News-Dienst (der vor allem in den USA funktioniert): http://www.topix.com/. Eine spannende Variation davon ist Brooklyn Buzz Online. Eine historische Übersicht der News-Berichterstattung (in New York) geocodiert und aufgeteilt nach Blog und traditionelle Medien.

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Auch noch ein sehr nettes privates Beispiel ist Cédric Island Urlaub in Form von Rundumbildern, welche er zur Ansicht der mit Google Tools auf über Google Map platziert hat.

Spannend ist auch eine Art Wikipedia der Karten: http://www.openstreetmap.org/. Vergleichbar ein OpenSource Projekt aus Indien, wo der Staat keine gute Karten macht also die Community sich in’s Zeug legt. Beispielsweise in Mumbai: http://mumbai.freemap.in/.

Sehr ähnlich wie Google Street View ist das neue Projekt Every Scape welches mich in der Rundumansicht, im Stil einer Stadtrundfahrt, rumführt.

Und noch ein paar andere Beispiele. Speziell interessant ist trulia hindsight. Dabei werden Episoden historischer Statistikdaten (zum Wohnungs- und Baumarkt) sehr schön über die Zeit visualisiert.

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Noch hinter einem Login ist eine neuartiger 3D Versuch eines “Gelben Seiten Telefonbuchs” bei der Firma UpNext… evt. rüct Cédi ja ein Login raus ;-)

Und hier alle Präsi(s) als Download.

Technologie-Trends für Mobile Mapping und LBS Dienste [Vortrag]

Martin Widmer würzt nun Mobile dazu. Einige Statistiken über Geräte, Gerätetypen und deren Funktionen sowie die Möglichkeiten der Lokalisierung. Präferiert ist GPS (Satellitennavigation ist in immer mehr der Geräte integriert). In 2-3 Jahren, so die Schätzung, haben 50% aller Handie GPS drin.

Doch auch ohne diese Funktion können die Netzanbieter mittels Triangulation auf einige Meter genau lokalisieren. Diese Daten bleiben zur Zeit noch bei den Netzbetreibern, aber die Beispiele zeigen dass die Grenzen dünn sind.

Da Martin sehr viel Informationen auf den Bildern in der Präsi hat, komme ich kaum nach mit schreiben: Zellgrössen, Assisted GPS, GMLC (Gateway Mobile Location Center), IMS – SIP – LBSMobile Java (J2ME) uff… und nun noch Beispiele http://gps.ask.com, Smart2go von Nokia, Where.com

Darf ich bitte auf das PDF verweisen (denn schon spricht Cédric)…

Und hier alle Präsi(s) als Download.

Ihre 3D-Filiale in Google Earth [Vortrag]

Sodeli… Marco Zuber baut und ein 3D Haus. Als Beispiel dient Google Earth.

So richtig neu bei Google Earth ist, dass die dritte Dimension (Höhenmasse) dazukommen. Als eindrückliches Beispiel das aus Satellitenbildern gerechnete 3D Bild der Jungfrau in Google Earth.

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Und nun ein paar Beispiele, wie man Zeit in Google Earth (eher spielerisch) verbringen kann (vgl. Präsi). Als witziges Beispiel die Mischung mit hochauflösenden Bildern an Beispiel der Elefanten.

Weiter geht es mit der Platzierung zusätzlicher 3D-Elemente auf den Karten (beispielsweise von namics erstelt) in Google Earth. Dazu muss im Earth Client eine Erweiterung installiert werden (inkl. einem Video zur Erklärung). Beispiels sind die ETH Zürich, der Kommenzbank (D), das Bundeshaus, das noch nicht gebaute (zukünftige) Hardturm-Stadion in Zürich oder der Hauptbahnhof. Letztere Beispiele stammen alle aus der Community…

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Nun gibt es eine Schritt für Schritt Demo, in welcher Marco das Gebäude in welchem der Vortrag stattfindet kurzerhand mit Sketchup nachbaut (so ähnlich wie bei einer Kochsendung mit der fertigen Speise im Backofen). Sketchup ist übrigens ein 3D-Zeichenprogram von Google (private Bemerkung: Geniale Nutzerführung, unsere 10 jährige Tochter baut noch 15 Minuten Einführung Städte damit). Die Demo kann ich nicht wirklich mitschreiben, aber Marco könnte diese ja mal als Video auf YouTube stellen ;-)

Und hier alle Präsi(s) als Download.

Die technischen Aspekte von Mapping-Lösungen [Vortrag]

Ansage: Das wird kein Hardcore-Technik. Also sind wir gespannt.

Eine erste interessante Übersicht sind die verschiedenen Quellen für Daten (Karten und Geocodierung), die Server (GIS-Systeme) etc. für alle zum nachschauen.

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Nun kommt eine Schilderung, welche einzelnen Schritte (Requests) zwischen einer Website und einem Webserver bei einem MashUp hin- und hergehen. Eine der wichtigen Fragen ist: Wie komme ich zu den Geokoordinaten?

Für wenige Adresse beispielsweise von Hand im Webbrowser mittels www.multimap.com.

Ein möglicher Dienst für eine höhere Anzahl von Adressen ist ein Webservice bei Google. Der Request hat eine Adresse im Query-String drin und die Response ist eine KML-Datei/-XML (Keyhole Markup Language).

Das letzte Beispiel ist eine Batch-Codierung von Geodaten gezeigt am Endoxon API (Projekt Blue, gehört heute zu Google). Interessant dabei die die Nutzung von RSS (GeoRSS) zur Codierung der Daten. Nachteil: Daten sind beim Map-Provider dafür müssen bei der Laufzeit nur Schlüsselwerte hin- und hergegeben werden. Dazu ein Bild (gibt es für alle Varianten). Die Beispielfirma für die Site “in der Mitte” ist rein fiktiv.

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Und ufff… Pause

Und hier alle Präsi(s) als Download.

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