Das kleine SEO 1×1 bei Relaunches: Die 404-er Fehlerseite

Namics verantwortet konzeptionelle, technische und gestalterische Relaunches von Webauftritten. Hierbei treten häufiger ähnliche Fragestellungen zum Themenkomplex „Suchmaschinenoptimierung und Content” auf, von denen wir einige ausgewählt haben, die wir in der folgenden Blogserie „Das kleine SEO 1×1 bei Relaunches” beantworten möchten.

Den ersten Artikel möchten wir den häufig vernachlässigten 404-er Fehlerseiten widmen, welche in der Praxis meist aus folgenden Fehlerquellen entstehen:

  • Falsch eingegebene URL
  • Link auf gelöschten Inhalt
  • Link auf verschobenen Inhalt
  • Abgeschnittener Link (beispielsweise aus Twitter)

Was Marcel Proust mit Suchmaschinenoptimierung zu tun hat.

In Marcel Prousts Suche nach der verlorenen Zeit heißt es:
Daß man sich verliert, ist noch nicht schlimm, sondern daß man sich hinterher nicht wieder zurechtfinden kann.
Dies trifft in besonderem Maße auf Fehlerseiten zu. Zwar agieren die Robots von Suchmaschinen auf Websites dank vorgegebenem Auftrag zwar etwas anders (und im best case effizienter) als Ihre Besucher, allerdings scheitern diese an den gleichen Hürden. Indem die Crawler auf Links zu „toten Seiten” stoßen, befinden sich diese wie Ihre Nutzer in einer Sackgasse der IA.
Jegliche Optimierung bezüglich 404-er Fehlerseiten sollte zuallererst darauf abzielen, die Fehlerursachen zu lokalisieren und diese zu beheben. Die schnellste Methode, um diese Fehler zu beheben, dürfte die Identifikation via Google Webmastertools sein:
Im Reiter „Crawling-Fehler”–> „Nicht gefunden” lassen sich die fehlenden Seiten mit dem Ort, von dem diese verlinkt wurden, einsehen und als Excel-Datei extrahieren.
Grundsätzlich gilt: je mehr Daten Sie über die Fehlerseiten gewinnen können, desto schneller wird Ihnen eine Behebung des Fehlers gelingen-mit vielen positiven Nebeneffekten (reduzierte Serverlast) und vor allem einer verbesserten Suchmaschinenoptimierung Ihrer Seite. Mit weiteren Daten erkennen Sie, ob Sie möglicherweise eine Scraping-Attacke fürchten müssen (wenn viele 404-er Fehler von einer oder wenigen IPs aus kommen) oder ob Fehler in Ihrem Affiliate-Netzwerk auftreten, was dann direkte finanzielle Konsequenzen hätte.
Beispielsweise mittels einfacher Excel-Auswertung können Sie nachvollziehen, ob die Häufigkeit von Fehlern kontinuierlich sinkt (Es sollten grundsätzlich mehr Fehler behoben werden als neue Fehler hinzukommen). Priorisieren Sie nach der Frequenz der Aufrufe von einzelnen Seiten, damit die schlimmsten Fehler zuerst behoben werden können.

Insbesondere bei Website-Relaunches und häufig editierten Seiten sind jedoch Fehler unvermeidlich. Für diesen Fall sollten Sie Ihre 404-er Fehlerseite sowohl für Suchmaschinen als auch für Ihre Nutzer derart optimieren, dass die oben beschriebene Sackgasse verhindert werden kann. Die folgenden Tipps helfen, eine nutzerorientierte Fehlerseite zu erstellen, welche gleichermaßen User wie Crawler sinnvoll bedient.

Sorry sagen.
Eine 404-er Fehlerseite erscheint ausschließlich dann, wenn ein Fehler passiert ist, so dass Unternehmen sich beim User für diese Unannehmlichkeit entschuldigen sollten-mit (hoffentlich) positiven Auswirkungen auf die Bounce Rates Ihrer Nutzer.

Corporate Design endet nicht beim ersten Fehler.
Eine 404-er Fehlerseite ist wie andere Seitentypen Bestandteil Ihres Webauftritts. Wenngleich der Nutzer diese im besten Falle nie zu sehen bekommt, spricht viel dafür, die Seite im einheitlichen Look (Und Corporate Design) zu gestalten, damit diese als ebendieses Element der Website angesehen wird und der vorzeitige Absprung verhindert wird.

404-er Fehler Status im Header sichern.
Die Übermittlung an die Suchmaschinen, dass die Seite nicht gefunden wurde, findet über die Integration des Status „404″ im Header-Bereich statt. Ist dieser nicht vorhanden/fehlerhaft, weiß die Suchmaschine nicht, dass es sich um einen nicht lokalisierbaren Fehler handelt und bewertet den Inhalt der Seite als klassische Seite. Überprüfen (und reparieren) Sie den Status mittels Online-Tool.

Dialog fördern.
Viele 404-er Fehlerseiten informieren ausschließlich darüber, dass der Fehler aufgetreten ist, bieten aber keine oder nur unzureichende Lösungsmöglichkeiten an.

Interne Verlinkung nutzen.
Nutzer wie Crawler entkommen der Sackgasse am Besten, wenn Sie
Übergreifende/ Weiterführende Links anbieten. Je nach Webauftritt kann sich hier die 1st-Level Navigation, populäre Produkt- oder Unternehmensseiten anbieten. In jedem Falle sollten Je nach Ihrem Datensatz wissen Sie, welche Seite die User eigentlich erreichen wollten: betten Sie den korrekten Link in die Fehlerseite ein.

Suchfunktionalität offerieren.
Nicht in jedem Fall wissen Sie, wohin der User eigentlich wollte. Ebenso ist eine dynamische Anzeige des korrekten Links aus technischer Sicht nicht immer möglich. Geben sie also Ihren Nutzern die Chance, auf Ihrer Seite selbst nach dem korrekten Link zu suchen.

Kontaktmöglichkeiten zusammenstellen.
Nicht nur Google weiß ein sauber geführtes Impressum zu schätzen. Indem Sie Kontaktoptionen (E-Mail, Telefon, technischer Support u.A.) auf der Fehlerseite anbieten, offerieren Sie Ihren Nutzern eine weitere Hilfemöglichkeit und die Chance auf einen intensivierten Kontakt.

Fazit

Eine hilfreiche 404-er Fehlerseite sollten Sie primär für Ihre Nutzer erstellen. Durch weiterführende Links, der Sicherstellung eines korrekten Status etc. ist es mit nur geringem Aufwand möglich, auch Crawler sinnvoll weiterzuleiten-mit besten Folgen für Ihre indexierten Seiten.

Is The Apple Store Down?

Eine Zeit lang habe ich viele Fehlermeldungen geposted… und irgendwie wurde es mir zu langweilig (resp. genügt auch ein Screenie auf Flickr).

Die hier ist aber speziell: Sozusagen eine externe Fehlermeldung. Der Apple Store ist weg (und ziemlich gut aufgefangen mit einer Anzeige der weltweiten Telesales Nummers). Und hier die perpetuierende Meldung dazu: http://www.isapplestoredown.com/.

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Hihi (und danke Jonathan für den Hinweis)

Support-Prozesse integriert?

ein schönes Beispiel, wie gut Online-Services in die internen Prozesse integriert sind am Beispiel meines Steueramtes:

ca. 6 Wochen nachdem ich meine Steuererklärung elektronisch eingereicht hatte, kriege ich eine schriftliche Mahnung, dass meine Steuererklärung fehle.
Dazu der Mailverkehr (ohne Namen, Anrede und Gruss):

ich:
“sie haben mich per Schreiben auf meine fehlende Steuererklärung hingewiesen.
Ich habe aber elektronisch am 30.7.2008 und kurz darauf auch die Beilagen eingereicht.
Ist das bei ihnen nicht eingegangen?”

Steueramt:
“leider haben wir bis heute weder das eine noch das andere bekommen.
Bitte senden Sie uns doch die eigenhändig unterzeichnete Quittung und eine Kopie der zugehörigen Belege nocheinmal zu.
Vielen Dank”

ich (hatte das Datenfile der Steuererklärungssoftware angehängt):
“danke für Ihre Rückmeldung. Ich werde das so machen.
In der Zwischenzeit die Einreichung elektronisch. Haben sie damit auch die Daten?”

Steueramt:
“das mailen des *.xy-Files nützt nichts. damit können wir nichts anfangen. Sie müssen die Einreichung gemäss Anleitung elektronsich vornehmen, sonst geht’s nicht. Für Fragen konsultieren Sie bitte www.steuern.kanton.ch. Dort finden Sie auch die Koordinate des Supportes.”

–> ein direkter Link zum Support wäre nett gewesen, ein direktes öffnen eines Tickets und somit die Verbindung zwischen Sachbearbeiter und Support Wunsch (traum)….

Ich melde mich also mit der ganzen Geschichte beim Support. Doch bevor sich dieser wieder meldet, kriege ich die Schlussrechnung per Post. Aha, sind meine Unterlagen und die elektronische Einreichung doch angekommen?

ich:
“heute habe ich die Schlussrechnung 2007 erhalten.
Bedeutet das, dass meine Unterlagen angekommen sind?
Kann ich den Supportfall beim Support schliessen lassen?
Für Aufklärung währe ich dankbar.”

Steueramt:
“Ja, Sie können den Fall schliessen.”

ah, sehr ausführliche Antwort….

ich:
“Besten Dank für die Antwort.
Es wäre schön gewesen, wenn ich über das Auffinden meiner Unterlagen unterrichtet worden wäre…..”

Steueramt (und jetzt wirds spassig):
“es ist ganz einfach.
Sie brauchen keine extra Unterricht, Sie mollen nur die Anweisungen folgen und am Schluss die Quitting ausdrucken und an uns zu senden.
Das ist alles.
ich hoffe, nächstes Jahr wird es besser klappen:))”

Also ich hoffe auch, dass es nächstes Jahr besser geht, meine Unterlagen nicht verloren gehen und wenn, dass der Sachbearbeiter, der Support und ich am gleichen Fall integriert und Systemunterstützt arbeiten können….

Die Katze aus dem Sack und die Konversion gleich Null

Nach fast einem Jahr der Gerüchte kommt der kleine Wurf: Das allerseits erwartete iPhone mit 3G wurde anlässlich der Entwicklerkonferenz WWDC 2008 auf dem 11. Juli in 22 Ländern angekündigt. Und was passiert?

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Aber auch wenn der Dienst läuft und die Seite viele nette Infos zeigt, so scheitert das Erlebnis spätestens beim Klick auf den “Jetzt kaufen”-Button. Dort werden nämlich nur zwei Links präsentiert. Einer auf die Homepage von Orange in der Schweiz (www.orange.ch) ohne jeglichen Hinweis auf das iPhone. Nicht viel besser ist der Link auf die Swisscom Homepage (www.swisscom.ch) auf welcher sich zwar ein kleine iPhone-Teaser zeigt, aber auch hier gibt es weder eine Bestell- noch eine Kaufmöglichkeit.

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Oder in kurz: Viele Leads und Null Konversion… schade eigentlich.

Verisign kann’s selber nicht

Digitale Zertifikate dienen zur Verschlüsselung der Verbindung resp. zur Authentisierung eines Servers oder eines User Agents. Und da das also mit Sicherheit zu tun hat, so ist es wohl besser, wenn bei der Ausstellung des Zertifikates auch alles sicher zu und hergeht.

Einer der grossen Hersteller von Zertifikaten (welcher den öffentlichen Schlüssel, der zur Gegenprüfung benötigt wird bereits in den meisten grossen Webbrowsern installiert hat) ist Verisign.

Was will das nun bedeuten, dass während dem Beantragungsprozess eines Zertifikates auf der Website von Verisign selbst eine Fehlermeldung kommt, dass das Zertifikat nicht korrekt sei (resp. nicht zur aufgerufenen Domäne gehört)?

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Erklärbar (wegen dem www) ja, aber eigentlich sehr doof…. resp. wer weiss denn wie man Zertifikate korrekt einsetzt.

PS: Danke an Mathias

Ich bin doch nicht blöd…

…in dem Fall bin ich mit aber doch nicht ganz sicher, wer hier blöd ist.

Ein MacBook mit 20 Zoll TFT Bildschirm für CHF 1249.– nehme ich sofort — evt. brauche ich zwar einen Trolley zum rumtragen. Ob ich aber wirklich das OS Lepoard dazu will weiss ich nicht wirklich. Evt. haben sie ja auch “OS Leopold” im Angebot.

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Machen die so einen Blödsinn extra, damit ich einen Post schreibe oder ist die Qualität der Prozesse tatsächlich soooo schlecht?

PS: Danke an Christian für den Scan.

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