Macht mal Cross- und Up-Selling wie bei Amazon… Online Zielsetzungen und ihre Erreichbarkeit

Neulich bei einem unserer Kunden…

Auftrag vom Management ans Online Team:
“Macht mal Cross- und Up-Selling, wie bei Amazon…”

…eine Aufgabe, die für eine Handvoll Personen in einer Online Abteilung eines Industrieunternehmens, in der Regel kein Spaziergang sein wird.

Das plakative Beispiel stammt aus unserem Projektalltag und ist keineswegs ein Einzelfall. “Cross- und Up-Selling” mit bis zu 20 – 30% Mehrumsatz, wie das von Amazon zu lesen ist, scheint für das Management tatsächlich so etwas wie ein Universal-Wertbeitrag von E-Business für den Unternehmenserfolg zu sein.

(more…)

Alles Gute zum Namicstag – oder – Führen durch Freiraum

Gestern sollen es 3650 Tage sein, an denen sich Jürg Stuker Namics verschrieben hat. 3650 x schätzungsweise je 12 Stunden, minus Wochenenden, wo er nur 50% seiner Leidenschaft den weiteren 279 Namicslern, Kunden und dem Internet widmet. Die Ferien müsste ich abziehen, aber Jürg scheint eh einen geheimen Time-Management-Plan zu haben, wodurch er über mehr Zeit verfügt, als der Rest der Welt.

Das ist aber nur eine seiner besonderen Begabungen, denen ich hier etwas auf die Spur kommen möchte. Die Herausragendste all jener ist wohl sein Führungsstil, den ich mal “Führen durch Freiraum” betitelte. Ich bin nicht sicher, ob Jürg das Wort Führen im Wortschatz hat, jedenfalls tut er dies seit 5 Jahren als CEO indem er jedem Menschen seinen individuellen Raum gibt, auf gleicher Augenhöhe agiert. Er ist tolerant, offen für Ideen und unglaublich flexibel.

781-juerg_stuker-thumb-500x375-780.jpg

Ich bilde mir ein, für alle meine Kollegen zu sprechen und recherchiere ein wenig. Statt Beweisen finde ich viele weitere 10er Jubiläliare. Solches Durchhaltevermögen ist nicht etwa selbstverständlich in unserer Branche sondern ein Ergebnis des Wir-Gedankens, den ich besonders oft von Jürg höre und der ihn sekündlich repräsentiert. Solche “Senioren” sind wie kleine Anker, die man gerne um Rat fragt und die sich nicht zu schade sind, die Spülmaschine auszuräumen und eben ein Stück Namics-Kultur mit prägen.

Ich erfuhr, dass Markus Wirrer, Marcel Albertin, Adrian Scherrer, Thomas Link, Thomas König, Bernd Langkau, Sandro Ruch, Markus Koller, Ernst Ammann, Dietmar Käppeli und Mischa Mundwiler auch längst 3650 Namics-Tage zählen und keiner von ihnen trägt dies zu Schau. Das ist eine Bescheidenheit, die man nur in einer wirklichen Team-Kultur findet. Klar ist das nicht diese eine Person, doch für mich ist Jürg nun mal ein Mentor, der nicht nur Internet-Wissen teilt.

Geht es um DIE Namics sind es immer die 280 Leute und nie er selbst. Jürg ist der aufrichtigste CEO den ich kenne und motiviert mehr als Vorbild als als Chef. Ein Vorreiter der sich dennoch immer hintenan stellt und der sucht, seine Ideen durch Andere zu ergänzen oder gar zu verwerfen.

Herzlichen Dank dafür.

Rechnungsspam und dessen Bewältigung

Wurde ich nachlässiger oder (noch) zynischer? Tim sprach mit letzthin mal darauf an, wo meine Posts zu Thema “Was bekommt man als CEO für doofe Post?” geblieben sind? Da ich heute mindestens zwei Zustellungen bekommen habe die nach Publikation rufen, werfe ich mich kurz ins Zeug.

Nummer ein ist eine FRECHHEIT. Ein Medienverlag schickt unaufgefordert eine “Rechnung” über CHF 107.60 für ein “Firmeneintrag” auf einer Website (supi!) und in einem Jahrbuch (iik!)… Da ich mir wohl in der “Alten Welt” bewege, rufe ich an.

i-dde2a992d28022fc2fd2bcc03202ed70-frechheit-rechung-thumb.jpg

Der Unterzeichner der “Rechnung” ist telefonisch nicht zu erreichen, die freundliche Dame am Telefon spricht mich aber ungestützt gleich auf “die Rechnung” an. Auf meine Frage, weshalb ich diese erhalten habe, hat sie keine plausible Antwort, rät mir aber, diese wegzuwerfen. Gesagt, getan und nun die Frage, ob ich mich darüber ärgern soll, dass Firmen so verarscht werden. Zum Glück habe ich gleich den zweiten Brief in der Hand…

i-8dfc072102ae5d264268b45078790d81-stressbewaeltigung-thumb.jpg

…ich bin gleich ganz entspannt und muss mich nicht ärgern (auch ohne Semniarteilnahme möglich). Einen entspannten Abend allerseits ;-)

Email for Dummies (Handelszeitung scheint es doch zu benötigen)

Ich fragte mich immer, weshalb die Welt Bücher und Workshops zum Thema E-Mail benötigt. Und plötzlich bekam ich die folgenden E-Mail.

Wie kommt jemand auf die Idee, weder im Betreff noch im E-Mail selbst sich zum Inhalt des E-Mails zu äussern? Stellen Sie sich ein vergleichbares Telefongespräch vor: “Hallo ich habe was zu sagen”. “Was denn?”. “Etwas”. “Was genau?”. “Rufen Sie mich bitte auf einer anderen Nummer an.”… oder so ähnlich. Mir bleiben mir fast die Worte weg.

i-05d04d59c8f9bdc98c52ba7b60973d20-medienmitteilung-handelszeitung-thumb.png

Und so richtig zynisch ist, dass der Kern des Inhalts des PDFs in einem Satz beschrieben ist.

7 Tage für ein erstes Angebot

Ein toller Brief der Serie “Was bekommt ein CEO für Post”. Eine deutsche Unternehmens”beratung” will von mir per E-Mail ein Angebot zum Kauf einer Firma. In einem E-Mail welches, sichtbar aufgrund verschiedener Schriftarten, offensichtlich zusammen kopiert wurde, hat es ganz viel heisse Luft. Beispielsweise mit “With its internally developed e-Business modules, the company has developed clear
advantage over their competitors.”

Aber easy Herr Stuker, die Zukunft ist toll. So wie die beigelegte Graphik des Targets “Casablanca” es beweist:

i-45ac72784c7322e24b545c2247e48a24-casablance-zahlen-thumb.gif

Zur Zeit geht es zwar grad bergab mit den Geld, aber die nächsten fünf Jahr sind wunderbar (erzählt). Was die Achsen der Graphik genau ausdrücken ist eigentlich egal… die Schätzung zeigt bergauf.

Damit ich gleich “abdrücken” kann, ist praktischerweise ein NDA angeklebt. Adressiert ist dies an unseren Mehrheitsaktionär (welche ich gar nicht unterschreiben könnte). Die darin gewählte Adresse gibt es zwar nicht, doch heisst “Poisse” (im Strassennahmen) “Pech”. Na ja, könnte durchaus sein.

i-d8be48c5ca9607bd99f442522f75f532-casablance-poisse.gif

Ich weiss wirklich nicht, was sich die Absender denken. Aber zumindest hat es einen riesigen Mail-Footer in welchem beteuert wird, dass “alle erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen” gegen Computerviren getroffen wurden. Die Summe dieser Massnahmen würde mich echt interessieren.

i-6d0a106dc629f040e42194f58a9af04d-casablance-footer.gif

Also, liebe Frau Blosch. Falls Sie bei ihnen ethische Richtlinien haben, so lesen Sie diese doch in aller Ruhe bitte mal durch. Oder denken Sie an mögliche Kunden. Ich würde auf jeden Fall kann ruhiger schlafen, wenn ich mein Geld an die Witwe eines nigerianischen Diktators überweisen würde…

Wer will Zwischenkasse machen?

Wiedereinmal ein Leckerbissen in meiner unregelmässigen Serie darüber, was CEOs für unsinnige Post bekommen. Wenn ich noch mehr Zeit für Unfug hätte, so würde ich wohl einen Podcast mit unsinnigen Telefonen so im Stil “Mr. Stuker do you want to earn money” machen… bleiben wir aber mal beim dem Brief unten, den ich in Variationen bereits drei Mal bekommen habe.

In Kurz: Wir wollen ihre Firma kaufen und damit es lecker tönt (nicht für mich): “Es können jedoch grössere Summen in’s Unternehmen investiert werden und/oder bereits privat Zwischenkasse gemacht werden”.

Sehr nett insb. auch der sprachliche Klimmzug und/oder…. wie ist das nun. Zuerst kommt Geld rein und dann darf ich es wieder rausnehmen, oder wie genau.. ist egal. Spannend auch, weshalb namics gekauft werden soll: “Unser Mandant hat Interesse an der gemeinsamen hocheffizienten Produktion Ihrer Printprodukte…”.

Da wurde aber hocheffizient an uns vorbeirecherchiert. Aber zum Glück kann ich ja auswählen zwischen “..kompletten Übernahmen, Nachfolgeregelungen, Fusionen. Joint Ventures, Minderheits- und Mehrheitsbeteiligung, Unternehmenskäufe und Strategische Partnerschaften…”. Das tönt ja wie das Sementerprogramm eine BWL-Einführungskurs.

Sehr professionell finde ich auch den Ansatz den Brief unaufgefordert zu schicken und nie nachzufassen. Hier als die Antwort an John Doe (ach nein es heisst ja Reiner Fischer): namics kriegt ihr nicht und ich mache auch keine Zwischenkasse aber vielleicht will ja jemand der Blogleser ;-)

i-692f919ae89dc9f363838acca89ce678-beteiligung-ganz-thumb.jpg

Upps und jetzt habe ich nicht beachtet dass oben “Persönlich / Vertraulich” steht… nochmals egal.

Knapp gerettet

In meiner Rubrik “Was bekommt ein CEO für Post” ein Brief der farbigen Sorte. Wenn es einen Print-Spamfilter geben würde, wäre diese Firma bei mir klar drauf.

Einmal Aufmerksamkeit wecken mit der äusserst vernünftigen, durch eine “Studie belegten” Aussage: “Tödliche Gefahren bedrohen 80% der Schweizer Führungskäfte”. Ziemlich dick (und wahrscheinlich ein Fall für Anwälte) sind auch die behaupteten Referenzen der Firma, die vermutet zu wissen, wie es 80% der Kader ergehen soll.

i-08a7b4d3cdf53349e48506e7e1a7c508-toedliche-gefahren-thumb.jpg

Und natürlich gibt es auch gleich eine Lösung der tödlichen Gefahr durch Einsatz von Geld bei der fragwürdigen Firma zu entrinnen. Blatt zwei des Mailings bietet Life-Power Seminare an und belegt den Erfolg mit (Archiv-)Bildern von mutmasslich erfolgreich und glücklichen (erfundenen) Kaderleuten. So will ich auch sein… vor allem so wie der Herr aussen rechts, der ein ca. 20 Jahre altes Mobiltelefon (passender: Fernmündlicher Übertragungscomputer der Grössenklasse Ziegelstein) an sein erfolgreiches Ohr hält.

i-1dfe331d403c0f2e7e782b7852f167f3-gefahren-loesung-thumb.png

Ich hoffe dass niemand bei der Firma kauft sonst sonst würde es mit den Kadern wirklich im Argen stehen ;-)

Konkurrenzlos attraktive Kommunikation

Angespornt durch viel dumme Post, welche ich bekomme und den (Traffic-)Erfolg der Blogs-Posts über Fehlermeldungen überlege ich mir immer öfter, ob ich nicht ab und zu darüber schreiben soll. Zwar könnte ich die Dinger auch die Katgeorie Fehlermeldungen tun, mach aber lieber mal eine neue auf: “CEO-Post”. Hier ein harmloses “Müsterli”.

Was mich brennend interessiert ist das Adressbuch von Herrn Gstöhl. Wenn ich die Logik verstanden haben, so beginnen alle Leute da drin (oder zumindest die Empfänger seiner UNAUFGEFORDERTEN E-Mails) mit “Sehr geehrte…”

i-7190c3c7104922c936fae6904994c570-medienagentur_gstoehl-thumb.gif

Was immer auch nett ist, sind die Anlagen am Schluss des E-Mails (auch wenn mir persönlich oben rechts Ort und Datum des Absender ein bisschen fehlt). Und was meint Ihr zum Quizz mit dem unterstrichen Text versus Links. Zumindest hatte das Mail-Programm die Gnade zusätzlich schwarz, rot, fett und den verschiedenen Schriftgrössen noch blau reinzutun.

Kurz und gut eine (konkurrenzlos attraktive) Kommunikation mit einem knackig kurzen Titel, die bei mir Spuren hinterlässt ;-)

Lesen sie das auch oder ist das ein Schreiben-And-Forget

Einen netten Brief von der UBS in welchem ich aufgefordert werde mich, als Aktionär, über die Siemens Hauptversammlung zu informieren.
i-c3ac2720e3c7af64c1f080c20763d4eb-ubs_siemens-url.gif

Entweder am Sitze der Gesellschaft (ohne Angabe der Adresse) oder im Internet. Ah… praktisch. So muss ich nur die folgende URL eingeben:
i-f16323b53731bef84e954025b13a3ee3-ubs_siemens-url-detail-thumb.gif
(klicken für Vergrösserung)

Und. Schon fertig eingegeben?