Devoxx 2014. Meine Eindrücke

Diesen November durfte ich mit einigen Namics-Kollegen die Entwicklerkonferenz Devoxx in Antwerpen besuchen. Die Devoxx konzentriert sich auf Java, Android und Web-Technologien und gilt mit ca. 3500 Teilnehmern als größte Konferenz ihrer Art. Die Auswahl der Referenten ist hochkarätig: Google, Oracle und Pivotal schicken jeweils ihre Kernentwickler zur Devoxx, um die neusten Entwicklungen selbst vorzustellen.

Folgende Vorträge möchte ich kurz anreissen:

Android Development Tools

Das Android Studio und das Gradle Android Plugin sind zwar immer noch in der Beta-Phase, jedoch gibt es keinen Grund mehr, die alte Eclipse-Suite zu verwenden. Neben kleinen Verbesserungen in der IDE, wie beispielsweise den neuen Übersetzungseditor, den umgeschriebenen AVD Manager und den Introspection-Annotationen, gaben die Entwickler auch einen kleinen Ausblick auf ihre künftige Arbeit. So wollen die Entwickler primär die API stabilisieren, und gleichzeitig die Gradle-Performance beim Laden von Projekten erhöhen. Eine Publikumsfrage nach einer Alternative zu Java wurde leider nicht beantwortet.

HTTP 2.0 comes to Java.

Das auf SPDY basierende HTTP 2.0 Protokoll wird mit der Servlet API 4.0 Einzug ins JDK finden. In diesem Vortrag fasst Edward Burns (JSR-369 Spec-Lead) die wesentlichen Änderungen von HTTP 2.0 zusammen (Multiplexing, Server Push, Header Compression), und präsentierte anschliessend Fragmente der neuen geplanten API. Erwähnenswert sind noch die neuen HTTP-Client-Klassen HttpRequest und HttpRequestGroup, die bisherige Drittlibraries (wie den Apache HttpClient) ablösen werden. Mehr zu diesem Vortrag finden Sie in diesem Slidedeck.

Java 8, 9 and beyond – Ask the experts

Brian Goetz (der Architekt der Java-Sprache) und Stuart Marks stellten sich den über Twitter eingereichten Fragen des Publikums. Auf die Frage, ob die Rückwertskompatibilität von Java eine Last („burden“) sei, antwortete Goetz, das diese Rückwertskompatibilität eher als Rahmenbedingung („constraint“) gewertet werden sollte. Oracle hat den Anspruch, dass der Java-Code, der vor über 15 Jahren geschrieben wurde, auch weiterhin funktioniert. Die Rückwertskompatibilität von Java sei definitiv ein Mehrwert, der sich von anderen Sprachen absetzt. Änderungen an der Sprache werden nur sehr vorsichtig und unter langem Abwägen eingebaut. Scheinbar simple Anfragen z.B. nach Literalen für Listen können nicht einfach eingebaut werden, da bspw. nicht klar sei, welche List-Klasse nun wirklich instanziert werden sollte (LinkedList, ArrayList, Stack ?). Insgesamt ein sehr spannender Vortrag, der Einblicke in das Denkmodell der Java-Architekten bot. Meine (zugegebenermaßen leicht abstruse) Frage nach „Automatic Reference Counting“ für Java wurde leider nicht beantwortet.

Java Posse Podcast

Dieser beliebte Java Podcast wurde in den letzten beiden Jahren nur spärlich aktualisiert, da sich die Podcaster in unterschiedliche Richtungen entwickelten und eigene Podcasts gründeten (The ScalaWags und Android Developers Backstage). Immerhin: Auf dieser Devoxx haben sie jedoch die allerletzte Folge vor Livepublikum aufgenommen und ein Résumé der letzten 10 Jahre gezogen. Sehr spaßig.

Java Posse - Live at Devoxx 2014

 

Fazit

Der Besuch der Devoxx hat sich definitiv gelohnt: Die Veranstaltung bietet spannende Inhalte, hochkarätige Speaker und ist gut organisiert. Jedoch bietet die angemietete Fläche im Metropolis Antwerpen nicht genügend Platz für 3500 Personen. Lange Schlangen und viel Gedränge in den Gängen waren die Folge. Hier sollten sich die Organisatoren für nächstes Jahr etwas einfallen lassen.

High Performance Connecting 2014 – Application Engineers meet OPS

Um sich zu Connecten und auszutauschen, haben sich dieses Jahr alle Application Engineers und das Team OPS getroffen.

Damit das ganze auch mit HIGH Performance passieren konnte, ging es gemeinsam auf den Säntis um dort Erfahrungen und Ideen auszutauschen.

AE und OPS auf dem Säntis

AE und OPS auf dem Säntis

Das Ziel des Connecting ist es, sich kennenzulernen, zu Diskutieren und voneinander zu Lernen. Vorträge wurden auf ein Minimum reduziert und dienten vor allem (nur)
dazu die Diskussion zu entfachen und den Austausch zu fördern. Gemeinsam gelang es zu Verstehen was bereits grossartiges in den Bereichen OPS und Application Engineering
geleistet wurde, aber auch wo (derzeit unsere Grenzen sind und) wie wir uns weiterentwickeln können und welche Grenzen wir noch zu überwinden haben.

Ganz im Sinne des “Grenzen erkennen und überwinden” wurde am Abend der Apero an einem wunderbaren Ort eingenommen: Auf dem Chalbersäntis.
Für unsere Schweizer Kollegen ein Spaziergang wurde dies für unsere deutschen Kollegen zu einer Mutprobe (Für die einen mehr für die einen weniger. Ich selbst hatte als erstes die Idee
diesen Artikel “Nahtoderfahrung eines Norddeutschen in 2500m Höhe” zu nennen). Aber Dank der Betreuung von Heinz Beutler (Business Unit Manager und Schweizer Bergretter) ist es mir und anderen gelungen Chalbersäntis zu erreichen.

In dieser wunderschönen Kulisse versammelten wir uns alle. Ganz nach althergebrachter Schweizer Tradition leisteten die Initiatoren (Sandro Ruch, Markus Wirrer, Heinz Beutler und Carsten Sander) dieses Event den “AE Schwur”.

AE Schwur auf dem Säntis

v.l.n.r. Markus Wirrer, Heinz Beutler, Sandro Ruch und Carsten Sander leisten den AE Schwur auf dem Säntis

Wir sind überzeugt, dass in der Verbindung von Wissen über die Infrastruktur, die für eine Anwendung notwendig ist und dem Wissen über die Erstellung von Anwendungen, also der Schnittstelle zwischen System und Applikation eine grosse Notwendigkeit aber auch eine Grosse Chance für unsere Firma liegt.
Dies wird auch dadurch bestätigt, dass die Gardner Group unter dem Titel “Web-Scale IT” das Application Engineering, welches sie als “DevOps” bezeichnen zu den 10 heissesten Tech Trends für 2015 zählt. Gardner schreibt: “Der Weg zu skalierbaren Webanwendungen führt für die meisten Unternehmen über DevOps – die Synchronisierung von Anwendungsentwicklung und IT-Betrieb” (http://t3n.de/news/gartner-tech-trends-fuer-2015-571407/).

Es gibt für uns also viel zu tun.

PS: Hier noch ein paar Eindrücke

 

Nach dem Launch ist vor dem Launch – oder warum Online-Projekte nie fertig sind.

Die nächsten Schritte planen

Ein Projekt soll gebührend mit einem Projektabschluss gefeiert werden. Mit dieser Meinung stehen wir bestimmt nicht alleine da. Doch was geschieht nach einem Launch, nach dem Projektabschluss? Dieser Blogpost soll aufzeigen, dass es auch ein Projekt nach dem Projekt gibt … Weiterlesen

Namics auf der conversionSUMMIT

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Heute fand in Frankfurt erneut der conversionSUMMIT statt. Ein Tag vollgepackt mit Voträgen und Raum für Gespräche in den Pausen. Einige Themen werden schon lange diskutiert und die Buzzwords nutzen sich langsam ab, dennoch gab es auch für die Dauerbrenner-Themen … Weiterlesen

Mobile Commerce: Gute User Experience ist unsichtbar und nervt den User nicht (Teil 3/5)

Ich will doch nur kaufen

Teil drei der Mobile Commerce Blogserie (Teil 1, Teil 2) widmet sich der User Experience. Zur Erinnerung: Namics hat einen Mobile Commerce Leitfaden entwickelt, der E-Commerce Verantwortlichen und Entscheidern die drei Dimensionen Business, User Experience und Technologie zusammenbringt. Im folgenden … Weiterlesen

Lebt Ihr Unternehmen digitale Realitäten: Data Realitäten nutzen.

Genau jetzt passiert es. Es werden Daten über Ihr Surfverhalten generiert. Und weitere werden heute noch folgen: Von Kassen- und Kundendaten, über Geo- und Bewegungsdaten bis hin zu Social Media-Daten. Richtig eingesetzt, können Daten zu Informationen sich wandeln, aus denen wertvolle Erkenntnisse über die Präferenzen von Kunden gezogen werden (wenn sie es denn zulassen wollen). Ein gezieltes Beziehungs- und Loyalitätsmanagement nutzt Unternehmen und Kunden gleichermassen [1]. 

Digitale Realitäten Data Realitäten Phonak Sales App [2]

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FirstSpirit Ready2Go

Ready2Go - Responsive Layout

Unabhängig der verwendeten Technologie, gibt es in CMS Projekten eine Vielzahl von Funktionen und Inhaltselementen, die abgesehen vom jeweiligen Frontend weitgehend identisch sind. Um diesem sich stets wiederholenden Entwicklungsaufwand in FirstSpirit CMS Projekten entgegenzuwirken, hat Namics FirstSpirit Ready2Go entwickelt.

Lebt Ihr Unternehmen digitale Realitäten: Soziale Realitäten fördern.

„Social“ sind heute viele Arten der digitalen Kommunikation: Für die Teilnahme an Diskussionen im Web ist dabei aber nicht (mehr nur) Hierarchie oder Rolle ausschlaggebend, sondern vielmehr der Anteil an wertvollen Beiträgen. Eine digitale Realität, die im Privaten schon lange zur Normalität geworden ist – wenn es z.B. um Empfehlungen zu Hotels oder Reisen geht.

Generell streben die Teilnehmer in digitalen “Arenen” wie Wikis, Weblogs und Co. hauptsächlich drei Dinge an: Netzwerken, Kollaborieren und Empfehlen. Beim Netzwerken geht es um die Reichweite des Austausches: Ob enge oder lose Kontakte. Wir wollen heute unkompliziert und direkt mit unseren Kollegen, Kunden oder Anbietern in Kontakt treten und im Gespräch bleiben. Beim Kollaborieren steht der unmittelbare Wissensaustausch und die Wissensorganisation im Zentrum. Auf digitalen Diskussionsplattformen kann implizites Wissen sichtbar gemacht werden. Auf Erfahrungen kann zugegriffen werden.

Digitale Realitäten_Soziale Realitäten_Namics

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Lebt Ihr Unternehmen digitale Realitäten: Mobilen Realitäten begegnen.

Der erste Teil der Blogserie hat einen Überblick über die Erfolgsprinzipien der digitalen Transformation gegeben. Dieser Post wirft einen vertieften Blick auf die mobilen Realitäten. Schaut man sich die puren Zahlen an, lohnt sich der Zoom: Mit 1,5 Mrd. Smartphones weltweit gibt es 2014 erstmals mehr internetfähige mobile Geräte als PCs [1]. Mehr als 2.2 Mio. Schweizer surfen täglich über ihre mobilen Endgeräte [2]

Der „mobile“ Kanal sprengt damit zeitliche und räumliche Grenzen. Gleiches gilt für das Nutzer- und Käuferverhalten. Der mobile “Zugang” ist stets griffbereit in der Hosentasche, Alternativen zu Ihrem Angebot nur einen Klick entfernt. Das sind Entwicklungen, denen z.B. durch die Verknüpfung von Off- und Online begegnet werden kann. Die mobilen Zugriffsgewohnheiten bieten also die einmalige Chance, den User bereits früh auf seiner Reise anzusprechen und so seine Bedürfnisse gezielt in Präferenzen zu formen. Trotzdem bleiben mobile Potentiale oft ungenutzt, da viele Anwendungen nicht auf mobile Logiken optimiert oder ausgerichtet sind.

http://www.ubs.com/mobilebanking[3]

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