Turbolader für Adobe Sitecatalyst und die Adobe Marketing Cloud

Die Stadt München wird mit Weißwurst, Brezen und Oktoberfest verbunden. Was noch? Ja klar, BMW. BMW weiß genau, wie man aus einem Motor die maximale Leistung herauskitzelt. In der letzten Woche haben wir uns in München damit auseinandergesetzt, wie man aus dem Digital-Analytics Tool Adobe Sitecatalyst den maximalen Nutzen herausholt.

Damit kann man zwar nicht auf den Straßen fahren, aber mit seinen digitalen Angeboten auf die Überholspur wechseln. Denn was ist die Voraussetzung um an der Konkurrenz vorbeiziehen zu können? Selbstverständlich: den Nutzer zu verstehen. Und das am besten nicht aufgrund von eigenen Aussagen (denn die unterscheiden sich doch häufig vom echten Nutzerverhalten) , sondern durch Beobachtung der Realität. Sitecatalyst ist das perfekte Werkzeug um genau zu sehen, wie Nutzer agieren, Kampagnen funktionieren, Kanäle zusammenspielen und wodurch im Business Mehrwert generiert wird. Mit solchen Erkenntnissen kann das eigene Angebot immer weiter optimiert – und damit perfekt am Nutzer ausgerichtet werden.

Im Analytics Workshop bei Adobe in München haben wir in einer Woche nicht nur sämtliche Profi-Features durchleuchtet sondern gleich Best-Practices für diverse Anwendungsfälle konzipiert und beispielhaft implementiert. Denn erst der richtige Einsatz des Tools macht es zu einem leistungsfähigen Werkzeug. In vielen Unternehmen werden Tools aus der Adobe Marketing Cloud eingesetzt, jedoch nur ein Bruchteil der wertschaffenden Features eingesetzt. Im Dialog konnten wir einige Stellen erarbeiten, an denen trickreiche Nutzung von Features und zusätzlichen Plug-Ins Bedürfnisse hervorragend befriedigen können. Die geteilten Erfahrungen der Gruppe zeigten, dass  Lizenzkosten meist wesentlich besser in Unternehmenswerte umgewandelt werden, wenn man mit weitreichender Toolexpertise ein sauberes Tracking-Konzept umsetzt.

Deshalb ist es wichtig, die Key Business Requirements genau zu kennen und entsprechend die KPIs zu wählen. Erst wenn ein schlüssiges Konzept vorhanden ist, kann die Implementation richtig vorgenommen werden. Viele tolle Features verstecken sich hinter einer speziellen Implementierung und müssen ggf. durch Adobe Customer Care aktiviert werden. Deshalb kann ein Experte schnell Potentiale aufzeigen:

Durch den geschickten Einsatz von Plug-Ins im Tracking-Script können beispielsweise Campaign-Stacking-Reports erzeugt werden. Hiermit können tiefgreifende Analysen der Customer Journey ermöglicht werden, die über die avancierten Marketing-Channel-Berichte hinausgehen.

SAINT-Klassifizierungen: Durch Tools wie Saint-Bernard können SAINT-Klassifizierungen sehr einfach automatisiert werden. Ein Muss für jeden Adobe-Kunden. Das kleine Tool schafft eine echte Zeitersparnis. So können Daten ohne Anpassungen am Tracking veredelt und zusammengeführt werden. Vorstellbar sind Daten aus einem PIM, Marketing-Tools, interne Daten und viele mehr.

Sämtliche Anwender-Variablen um Seitenaufrufe und Konversionen genauer zu klassifizieren (z.B.: “Probs“ und Evars“) können durch das richtige Setup wesentlich mehr leisten: es können Auswertung von Vorgängern und Nachfolgern ermöglicht werden, dafür gesorgt werden, dass Werte nur einmalig auftreten dürfen, sowie Listen und Pfad-Analysen ermöglicht werden. Darüber hinaus machen an vielen Stellen Hierarchien für eine Messung Sinn. Eine wahre Goldquelle in der Analyse ist die interne Suche. Sinnvoll ist nicht nur die Messung der Nutzereingaben sondern insbesondere auch der Folgeaktionen. Wenn die Daten im Tool sind, müssen dann die entsprechenden Korrelationen für Breakdowns der Daten angelegt werden. Es gibt also viele Punkte bei der Implementierung, Tool-Konfiguration und Einstellung seitens Adobe zu beachten.

Eine der zentralen Stärken der Adobe Marketing Cloud ist das Zusammenführen von Daten. Sitecatalyst importiert jede erdenkliche externe Datenquelle. Speziell das Produkt Genesis vereinfacht diese Integration für Standardsoftware wie Salesforce oder Searchmetrics weiter und spielt damit eine große Rolle in der Integration von Daten und Software. Deshalb haben wir uns mit den diversen Optionen zur Datenzusammenführung im Workshop besonders auseinandergesetzt.

Nachdem wir sämtliche Aspekte der Analyse und Datensammlung beleuchtet hatten, haben wir uns auf ein spezielles Produkt zur explorativen Datenanalyse gestürzt: Discover. Es ermöglicht die schnelle und flexible Analyse der Daten, um Erkenntnisse zu gewinnen. Im Gegensatz zu Management-Reportings, Dashboards und Standard-Auswertungen können mit Discover die Daten gedreht und gewendet werden, um Zusammenhänge aufzudecken, Nutzerverhalten zu verstehen und Neues in den Daten zu entdecken. Dabei wird auf eine sehr flexible Anwendung gesetzt, die im bekannten Adobe-Look daherkommt.

Gegen Ende der Woche haben wir uns über das Thema Testing und Personalisierung ausgetauscht welches  Adobe im Produkt Test&Target umsetzt. Zum Abschluss des Workshops haben wir uns dann noch einen Überblick über sämtlicher in der Marketing Cloud verfügbaren Tools und Neuerungen verschafft. So konnten wir beispielsweise einen Blick auf einige Beta-Features wie Current-Data erhaschen, welche uns in den nächsten Versionen begegnen werden.

Innerhalb der Woche sind neue Inspirationen zur Arbeit mit der Adobe Marketing Cloud entstanden und die Trickkiste für den Webanalyst wurde neu gefüllt. Durch Teilnehmer aus den verschiedenen Namics Standorten konnten wir das (mindestens vier Bände schwere) Wissen direkt innerhalb der Namics verteilen.

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