Mobile Business Blog-Serie: Was bringt die Zukunft? Spannende Eindrücke von der “Mobile Experience Design & Usability” Konferenz in Berlin

Nachdem wir in den letzten Wochen in unserer Blog-Reihe das Thema “Mobile” vor allem aktuelle Aspekte betrachtet haben, möchten wir im heutigen Beitrag einen Blick in die Zukunft wagen. Wo bewegen wir uns mit der mobilen Technik hin und worauf kommt es letztlich wirklich an?

Daniel Demel, Interactive Art Director bei Namics St. Gallen besuchte mit Frederika Bussmann, Senior Consultant in Frankfurt die “Mobile Experience Design & Usability” Konferenz in Berlin und liefert Informationen aus erster Hand über die Mobile-Welt von morgen:

MobX 12: Epische Einhörner & Interfaces mit Persönlichkeit. Eine Mobile Experience Konferenz.

Letzte Woche fand in Berlin zum zweiten Mal die MobX statt, organisiert von den Machern der IA Konferenz.

Die MobX ist eine Konferenz über “Mobile Experience Design & Usability”.

Und da sich die Experten einig sind, dass Mobile Experience nicht beim “Smartphone” im Kontext “unterwegs sein” aufhört, gab es ein entsprechend breites Feld an Vorträgen. Alle meine Sketchnotes dazu gibt es hier.

Evan Gerber (VP Mobile Design von Fidelity.com), der die Konferenz eröffnete, fand gleich mal “If it does not matter on mobile, why should it matter on the web?” und machte damit seinen Standpunkt klar: Inhalte müssen auf allen Geräten verfügbar, gut lesbar und gut nutzbar sein. Denn “mobile” bedeutet nicht nur das Smartphone unterwegs zu nutzen, sondern auch (und das ist sogar viel häufiger der Fall) in den eigenen vier Wänden, als Alternative zu einem Desktop Computer.

Ort der Smartphone-Nutzung (Quelle: http://www.thinkwithgoogle.com/)

Um geräteübergreifend ein gutes Erlebnis zu haben, braucht es ein integriertes Designsystem, das sich durch eine starke Designsprache ausdrückt. “It’s about finding and giving a way of personality to the interface” meinte Guilhaume Schneider, der als Visual Design Lead bei Nokia arbeitet.
Die Personalität drückt sich durch visuelle Erscheinung und durch die Art aus, wie der Mensch mit dem Interface interagieren kann. Die Art und Weise wie das Interface bedient wird (Tap, Swipe, Sensoren) und wie es auf die Eingaben reagiert (Animation, Sound, Vibration) können eine positive “Personalität” einer Marke erzeugen, mit der man gerne eine Beziehung eingeht. Dabei musste ich zwangsläufig an Stadt Zürich Mobile denken, das durch Typografie eine solche Stärke erlangt.

Sehr gut war der Vortrag “Context, Bloddy Context” von Cennydd Bowles, Produktdesigner bei Twitter, der nochmals die Dringlichkeit und Wichtigkeit von Research betont hat, damit man alle Kontext-D.E.T.A.I.L.S bedenkt, die bei der Mobile User Experience wichtig sind: Device, Environment, Time, Activity, Individual, Location und Social. (7 flavours of context).

Die Vorträge von Andreas Wegner (Iconmobile), Nick Finck (Deloitte Digital) und Scott Jenson (ehemals Creative Director bei Frog Design) haben dann noch gezeigt, wohin sich Mobile Experience Design entwickelt:

Wegner “…connectivity is more important” zeigte die Entwicklung von Design für Web, über Mobile Web, hin zur Produkterweiterung (Augmented Experiences wie z.B. das Nike Plus Ökosystem).

Slide aus Nick Fincks Präsentation

Nick Fink “… mobile is epic” (untermauert mit schönen Laser-Regenbogen-Einhorn-Präsentationsfolien) brachte einen sehr guten Punkt: seine Präsentation mit dem Titel “Stop Thinking So Small” war als Aufforderung zu verstehen, die gedanklichen Dimensionen zu erweitern, wenn man sich mit dem Thema Mobile User Experience auseinandersetzt.
Menschen wollen eine umfassende, zwischen den verschiedene Medienkanälen verzahnte, gute Erfahrung. Dabei geht es nicht um Responsive Design vs. native App, sondern um die Veränderung von Prozessen in Unternehmen, um die Erwartungen der Kunden an jedem Ort erfüllen zu können. Der Kunde möchte vom Online Shop zum lokalen Händler den besten Service bei jedem Kontakt mit der Marke erleben. (Bsp. REI.com).

Scott Jensen ging noch einen Schritt weiter: Jedem Ding seine eigene Website! Restaurants, Glühbirnen, Bushaltestellen. Denn warum soll man unterwegs mühsam Websites von Verkehrsbetrieben suchen, wenn die Bushaltestelle, die einem am nächsten ist, ihren eigenen Fahrplanservice anbietet und die nächsten Verbindungen an eine Art Nachrichtenzentrale (wie man sie z.B. vom iOS kennt) auf das mobile Gerät schickt.

Einen solchen Service boten mir in Berlin die Haltestellen zwar nicht an, aber dafür konnte ich zur Abreise mal die MyTaxi App testen:
Einmal meine Position und mein Ziel auf einer Karte ermittelt, konnte ich bereits vor der Bestellung des Taxis den Fahrpreis sehen. Taxi bestellt und auf der Karte verfolgt wie der Fahrer mich in 2 Minuten abholen wird. Am Zielort mit der App bargeldlos bezahlt und in den Flieger nachhause gestiegen.

Schön war’s Berlin und danke auch an die gute MobX Organisation!

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