Digital Branding Experience

Digitale Endgeräte, Kanäle, Medien und Tools lassen sich nicht nicht mehr aus unserem Alltag wegdenken – sie sind ein selbstverständliche Begleiter unseres Alltags geworden und lösen so bekannte Mediengrenzen langsam auf.

Das ist bekannt und an sich keine Namics Fachveranstaltung wert – die Frage, wie sich Marken dieser Herausforderung stellen können/sollen schon eher: Wie können Unternehmen ihre Marke erfolgreich durch dieses “digitale Dickicht” manövrieren?

Mit meinem Vortrag auf der Namics-Fachveranstaltung “Communications Channel Overload” habe ich mich vor allem den kommunikativen und gestalterischen Fragestellungen gestellt.

10 Learnings: Manches bleibt beim Alten, vieles erfordert umdenken

Natürlich haben auch wir kein Patentrezept, aber immerhin 10 Learnings aus vielen Projekten, von vielen Partnern, Kunden und Kollegen. Vielleicht helfen die weiter?

 

 
Klar ist: Je komplizierter alles wird, je mehr Kanäle, Devices, Märkte und Produkte rund um eine Marke schwirren, desto wichtiger wird es, die Kommunikationsmassnahmen auf möglichst wenige, klare und konstante Kernbotschaften, Werte und Ideen zu auszurichten und so einen klaren inhaltlichen roten Faden in die kommunikativen Aktivitäten der Marke bringen.
 

Die drei wichtigsten Regeln für erfolgreiches Branding

Schliesslich ist das ganz pragmatisch der einfachste und effektivste Weg, die Zuneigung und das Vertrauen der Zielgruppen zu gewinnen. Denn die freuen sich in diesen Zeiten umso mehr über Konstanten und belohnen diese mit Treue. Auf der anderen Seite ist Konstanz in der Kommunikation für Unternehmen oft eine grosse Herausforderung, da man intern seinen Botschaften und Massnahmen täglich begegnet – und sich schnell Abwechslung wünscht.
 

Die Herausforderung: Verwöhnte User

Ich kann mich noch gut an die Hartplastik-Geräte erinnern, mit denen ich noch vor wenigen Jahren gearbeitet habe (Übrigens auch mein MAC war mal seeehr grau). Den hätte ich nie und nimmer in mein Wohnzimmer gestellt. Inzwischen sind Tablets, Smartphones, Laptops durchgestylte Lifestyle-Objekte mit Klavierlack- und Hochglanz-Oberflächen.

Browser haben hochwertigst gestaltete Bedienoberflächen, Google ist längst nicht mehr „total pur“ und die einst pragmatisch-derben sozialen Kanäle haben auch aufgerüstet und sich sehr ordentliche Relaunches geleistet: Sie kommen nun wie echte lifestyle-Tools daher – erst recht, wenn sie über Apps wie Flipboard, etc. konsumiert werden.
 
Und jetzt ist es passiert: Die User sind verwöhnt. Egal, in welchem Kontext: Ob B2B, Nische oder Kleinunternehmer. Die Zielgruppen vergleichen die digitalen Touchpoints mit GE, Nike, Coca Cola und Co. Und sie haben nur wenig Verständnis für veraltete Präsenzen, schlechten Content und mühsame Interaktionen…
 
Es bleibt spannend
 

Im Beitrag von Michael Rottmann über die Anforderungen an Organisationen und Kommunikatoren kam die Frage auf, wie Design Guidelines (also feste Regeln) für diese dynamischen Rahmenbedingungen aussehen können? Ich bin mir auch noch nicht sicher, was die perfekte Lösung sein kann – aber etwas sagt mir, dass uns intelligente (und mit Medienkompetenz durchdachte) Designprinzipien mehr helfen als “Pixelzähler”. Die Übung darf man nämlich mit jedem neuen device von vorne beginnen.
Einiges deutet darauf hin, dass sich dynamische Einheiten durchsetzen können, z.B. für Typografie das “em” – in Abhängigkeit zu Zeilenlängen – und diese in Abhängigkeit zu Browsergrössen. Basis für die Berechnungen von Grössen und Darstellungen könnten Screen- und Browsergrössen sein – aber das ist schon einen eigenen Beitrag wert.
Auf der Namics Conference in Davos haben wir dieses Thema ziemlich oft behandelt – vielleicht auch bald hier mehr dazu?

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