Am 06.12. konnte ich beim Internet-Briefing in Zürich die schlimmsten SEO-Fehler vorstellen und vier Ansätze und Methoden zeigen, die diese Fehler heilen. Im Folgenden findet sich eine kurze Zusammenfassung des Vortrags sowie der Foliensatz.
SEO-Herausforderungen und Fehler
Grundsätzlich lässt sich unterscheiden zwischen zwei Problemstellungen, mit welchen sich Projektmitglieder konfrontiert sehen: einerseits gibt es in die Zukunft gerichtete Herausforderungen und andererseits Fehler, die meist daraus resultieren, dass auf diese falsch reagiert wird. Beispielsweise beantworteten einige Unternehmen die Herausforderung, aktuellen Content auf ihre Websites zu stellen, mit einer Hinzunahme von minderwertigen Inhalten, woraus wiederum einige SEO-Probleme entstehen. Es gilt also, Herausforderungen zu meistern und parallel Fehler zu vermeiden. Doch wie löst man diese Aufgabe?
Ansätze zur Problemlösung
Vermutlich wird nicht ein Ansatz alleine jedes SEO-Problem auflösen können; es geht vielmehr darum, in der jeweiligen Projektphase sinnvolle Vernetzungen und passende Lösungen zu initiieren, welche als Aggregat Fehler vermeiden und Herausforderungen meistern können. Vier dieser Ansätze möchte ich kurz vorstellen.
#1: Der erweiterte SEO-Zyklus
In einer Standard-Variante besteht ein zyklisches Vorgehen zur Suchmaschinenoptimierung meist aus vier Phasen: Analyse, OnSite- und Offsite-Optimierung sowie einer Optimierung. Diese vier Phasen sind isoliert betrachtet auch in der Abfolge sinnvoll, decken jedoch nur einen Teilbereich der gesamten organischen Weboptimierung ab. Ein erweiterter SEO-Zyklus (bei Namics aktuell work in progress) bezieht andere Optimierungen und Marketingaktivitäten ein und bettet diese in ein strukturiertes Vorgehen.
#2: Die Abhängigkeitsmatrix
Die Abhängigkeitsmatrix ist das Komplement zum SEO-Zyklus, welches Zusammenhänge zwischen isolierten Marketingaktivitäten identifiziert (bspws. Crowding Out, positive Korrelation) und diese in einen Workflow integriert, um die Durchlagskraft der Maßnahmen zu verstärken.
#3: Das Seitenrollenkonzept
Jede Domain, aber auch jede einzelne Seite hat konkrete Aufgaben und Funktionen. Typischerweise werden Seitenrollen im Rahmen einer konzeptionellen Optimierung der Informationsarchitektur (IA) definiert; dieses Wissen kann genutzt werden, um auch eine Keyword-Optimierung gemäß dem Konversionspfad des Users vorzunehmen.
Beispiel: Dient eine Seite dazu, den Nutzer zu anderen Inhalten zu pilotieren, werden eher übergreifende, unscharfe Branding-lastige Keywords in der organischen Suche konvertieren. Ist eine Seite hingegen für direkte Konversion vorgesehen, müssen Keywords entsprechend geschärft und auf Longtail weitgehend verzichtet werden.
#4: Das Persona-Konzept
Ebenfalls aus der Konzeption stammend, wird das Persona-Konzept dazu genutzt, relevante Zielgruppen (möglichst detailliert) zu charakterisieren. Als “spezielle Zielgruppe” sind Crawler von Suchmaschinen von höchster strategischer Bedeutung. Beim Referat konnten die Teilnehmer “testen”, wie diese Arbeitsweise funktioniert und welche Vor- und Nachteile diese Methodik besitzt.
Fazit
Jeder Ansatz für sich löst eines oder mehrere der schlimmsten SEO-Fehler auf; allerdings ist erst die Kombination der Methoden dazu geeignet, wirklich erfolgreich zu sein.
Disclaimer: Die SEO-Konzepte haben einen noch unterschiedlichen Reifegrad und befinden sich teilweise schon im täglichen Einsatz bei unseren Kunden oder haben den Roll-Out noch vor sich.








