Jürg hat ja ausgiebig über unsere ethischen Grundsätze gebloggt. Diese brauchen eine Kultur, die im Wesentlichen Selbstverantwortung und eine Art Demokratie voraussetzt. Und genau deshalb war es nicht ganz einfach, unseren Way of Social Media in Guidelines zu giessen. “Guidelines? Das Wort regelt zu viel und beschneidet die Individualität.” das war schnell klar.
Ein internes Brainstorming, wie wir nun das Ganze nennen sollen, brachte unter anderem diese Bezeichnungen hervor:
Social Media Art
Social Media Indicator
Social Media Mediator
Social Media Starter
Starter, das ist es. Denn der Inhalt soll keinesfalls einschränken, vielmehr motivieren, mit eigenen Beiträgen mit/in Social Media zu starten. Schön, wenn sich andere Corporate Communications Kollegen in die Karten sehen lassen. Das inspiriert. Herzlichen Dank dem BVDW , Daimler und Marcel Bernet für Eure Leitfaden-Einblicke.
Hier ist im Gegenzug also unser Ergebnis, Dankeschön auch Jürg für Deine super Unterstützung.
Social Media Starter – der keine Guideline ist
Namics pflegt einen offenen, ehrlichen und partnerschaftlichen Dialog sowie eine Lern- und Teilkultur. Intern zwischen Mitarbeitern wie auch ausserhalb von Namics. Der vorliegende Social Media Starter soll dafür eine Hilfestellung bieten.
1. Zeige Identität
Beiträge und Kommentare erfolgen immer unter Angabe Deines Namens und wenn ein Zusammenhang mit Deiner Arbeit bei uns besteht, mit der Nennung von Namics als Arbeitgeber. Absender bist immer Du als Person.
2. Übernehme Verantwortung
Formuliere Inhalte in der Ich-Form und vertrete Deine persönliche Meinung. Verantwortung übernehmen heisst auch, Kritik gelten zu lassen, Fehler zuzugeben, ehrlich zu sein und keine gemachten Aussagen zu löschen (aber diese bei Bedarf zu kommentieren / zu ergänzen).
3. Nennung der Quellen
Lege Deine Quellen offen, verlinke diese aktiv und nenne den Absender immer auch im Kontext. Auch, wenn es sich dabei um einen Konkurrenten handelt. Social Media lebt von Verlinkung und Vernetzung.
4. Wert für Leser schaffen
Inhalte sind für Leser geschrieben und sollen diese weiterbringen, inspirieren oder auch amüsieren. Stifte Mehrwert und verzichte auf Selbstdarstellung! Erfolgreich sind originäre Inhalte, persönliche Meinungen und Verweise auf “Perlen”. Davon leben besonders unsere Blogs.
5. Suche den Dialog
Zeige in Deinen Blog-Beiträgen Interesse an Dialog und antworte auf Kommentare, Verlinkung und Nennungen zeitnah, höflich und konstruktiv. Sei aktiver Kommentator, wo über Dich eine Deine Themen geschrieben wird.
6. Höflichkeit und Respekt
Sprich respektvoll über andere Marktteilnehmer und versuche nicht, deren Schwächen auszunutzen. Auch wenn jemand Kritik übt, lasse Dich nicht aus der Ruhe bringen und bliebt sachlich.
7. Vertraulichkeit und Gesetz
Halte Dich zu jeder Zeit an geltendes Recht. Dies insb. im Bezug auf Urheberrechte und Betriebsgeheimnisse. Information über Kundenarbeit, die nicht bereits öffentlich bekannt ist, bedarf immer der ausdrücklichen Zustimmung des Kunden. So auch die Tatsache, dass wir für einen Kunden arbeiten.
Ergänzende Gedanken und Tipps
Jeder wird von Aussenstehenden immer auch für seinen Beruf und als Mitarbeiter einer Firma wahrgenommen. Veröffentliche nur, was Du auch einer flüchtigen Bekanntschaft erzählen würdest und stell Dir vor, es steht morgen in der Zeitung.
Sei Dir bewusst, dass alles Publizierte auch nach Jahren noch auffindbar ist, von Freunden, Arbeitgebern, Kollegen, Partnern, Kunden, potenziellen Kunden, Bloggern, Journalisten gleichermassen.
Bevor Du einen neuen Namics-Accounts anlegst, besprich Dich bitte vorerst mit MarKom. Wir möchten mit lebendigen Accounts am Markt auftreten.
Nutzt Du Slideshare? Biete für Handouts (von Deinem Referat zum Beispiel) zusätzlich auf einer Namics-Plattform einen Download als pdf ohne Login an.
So das wars, jetzt haben wir auch so ein, ähm Dings (nicht Guideline bitte ;) nachdem @Leumund schon vor Wochen mal gefragt hat.









Was ich jetzt, wo ich den Artikel zum zweiten mal lese lustig finde ist diese Abneigung gegen die Guideline. Im Endeffekt ist es eine Guideline, man versucht aber krampfhaft sich vom Wort zu distanzieren. Eigentlich komisch. Eine Hilfestellung darf es sein, eine Guideline aber nicht, wobei ich mal stark vermute es handelt sich um dasselbe. Krampfhaft anders sein? Und dann anderen Firmen erklären Sie müssten eine Guideline haben. Irgendwie war mir Namics schon klarer.
Ich versteh auch nicht ganz, warum ihr nicht einfach den Begriff Guideline verwendet.
Das mit dem “krampfhaft anders sein wollen” (siehe @Leumund) trifft’s wohl gut.
Ausserdem wirft es die Frage auf: was kommt nach Starter? … gibt’s denn auch Social Media Pro? oder wird da etwas “hoch gestapelt”?!
nervt ein wenig.
Grüsse
Xaver
wie das ding heisst, ist doch zweitrangig. wenn alle möchten, dass es starter heisst, ist das eine interne sache. was drin steht, zählt und das finde ich völlig vernünftig, klar und sinnvoll.
Namen für Dinge sind nicht zweitrangig sondern eigentlich erstrangig. Wir benennen Dinge um sie erkennbar zu machen. Dinge mit gleichen Namen sind vergleichbar – und das ist gut so.
Abgesehen davon: die im Post genannten “Leitsätze” (oder darf man das jetzt nicht mehr sagen) schränken die Individualität ein, was gewollt und gewünscht ist – und das ist nicht schlecht.
Nervt mich immer noch …
nachdem das ding doch wohl intern für namics-leute gelten soll, ist der name ja auch nur für diese lezte belang. seine eigenen social media policies/guidelines/richtlinien/wasauchimmer kann ja doch jeder nennen, wie er will. verstehe den aufruhr nicht ganz…
Ich find’s gelungen, klar, knackig. Der Texter in mir hätte sich gefreut, wenn ihr bei aktiven Aussagen geblieben wärt für die Titel: 2. Übernimm Verantwortung, 3. Nenne Deine Quellen, 4. Schaffe Mehrwert für Deine Leser… Dann wird’s stärker als Starter, Aufmunterung, Anleitung fürs persönliche Tun.
Das Teil darf ruhig Starter heissen. Lasst einfach alles weg, was heisst “nicht Guideline, ist im Fall keine Guideline, Guide-Nein..”. Das ist die DNA für einheitliche Namics-Engagements, sie heisst Starter, ist eine Guideline und eine Hilfe und ein Rahmen.
Der am besten ist, wenn er lebendig bleibt. Dafür habt ihr mit einer gemeinsamen Auseinandersetzung auch die allerbeste Voraussetzung geschaffen. Ist das an einem Team-Event entstanden? Mit persönlichem Austausch? Oder an Bildschirmen?
@gabriele ich denke Du verstehst schon.
(das war jetzt eine Unterstellung)
lassen wirs.
Ich finde den Ansatz sehr gut, vor allem, da man auch unterschiedliche Gruppen in Unternehmen hat, die auch unterschiedliche Guidelines berücksichtigen sollten. Für Personen, die direkt z.B. in der Unternehmenskommunikation tagtäglich für die Firma schreiben, gelten m.E. andere Regeln als für den “gemeinen” Mitarbeiter. Für letztere ist der “Social Media Starter” sehr geeignet.
@Ulf Kossol: Das bezweifle ich doch sehr; ich denke die Regeln gelten für alle Mitarbeiter.
Doch ich lerne gerne dazu: Wo würden denn die Guidlines für den Profi abweichen?!
@Ulf und @Xaver
Der Unterschied besteht weniger in der Position der Personen im Unternehmen.
Die Frage ist, inwieweit man erfahrene Social Media Aktivisten noch an die Guideline nehmen muss. Der Begriff “Starter” bringt den Unterschied zwischen zu erlernenden Kompetenzen und implizitem Wissen zum Ausdruck.
Ich finds fein. Auch wenn wir ohne Guideline nie auf die volle Punktzahl beim Selbsttest “Sind wir ein Social Media Unternehmen?” in Klaus Ecks neuem und sehr lesenswertem Buch kommen. (http://www.amazon.de/Transparent-glaubw%C3%BCrdig-Reputation-Management-Unternehmen/dp/3868812644) Zumindest nicht formell ;-)
Selbstverständlich wurden die – wie soll es das Ding nennen ;-) – Punkte vor der Publikation intern allen Mitarbeitern zur Diskussion angeboten. Sie hiessen zu Beginn “Guidelines” und es gab v.a. Voten, dass 1) diese v.a. für Newbies nützlich sind und 2) Namics keine Regeln (so wurde Guidelines auf Deutsch interpretiert) und damit verbunden eine Regelpolizei will und braucht (damit bin ich 100% einverstanden). Raphael schrieb im internen Blog kurzerhand die folgenden Namensvorschläge rein (aber keine Bange: Es bleibt der Social Media Starter):
namics social media art
namicsociamediart
namics social media indicator
namicsocialmediaindicator
namicsocialmediator
namics media social
sociamediamics
namicsociamedia
namics social media bees
namicsocialmedianigge
namics social media accessibility
namicsocialmediaccessibility
namics social media class
social media climber
namics social media democracy
namicsociamediamocracy
namics social media engagements
namics social media position
namics social media proposition
namics social media settings
namicsocialmediattings
namics social media gathering
namics social media affability
namicsocialmediaffability
namicsocialmediability
namicsociamediability
namiciamediabilitys
socialnamicsmediability
The Hitchhiker’s Guide to the Social Media. Namics.
…
Hallo @Jürg
wenn schon dann letzteres
*** The Hitchhiker’s Guide to the Social Media. Namics. *** :-)
Ich verzieh mich jetzt wieder in mein
http://www.nachtschule.de/dimensionsloch.html
Grüsse
Xaver