Im offiziellen Google Blog wurde am 8.6.2010 verkündet, dass das neue Indexierungssystem “Caffeine” jetzt fertig gestellt sei. Da stellt sich natürlich die Frage: “Und? Was ist jetzt anders, bzw besser?” Laut Google ist der Index nun 50 Prozent aktueller, d.h. neuer Content wird schneller in den Index aufgenommen und man findet “frischere” Ergebnisse. Damit trägt Google zum Einem Diensten wie Twitter & Co. Rechnung, die ja von ihrer Aktualität leben. Zum Anderen kann man mit dem neuen System der Erfassung von komplexen, multimedialen Webseiten besser Herr werden.
Das obige Bild soll den Unterschied erklären: Der alte Index bestand aus mehreren Schichten, die von unterschiedlicher Aktualität waren. Der Haupt-Layer wurde zwar alle paar Wochen aktualisiert, aber um eine der unteren Schichten aufzufrischen wurde laut Google das gesamte Web durchsucht…was natürlich eine Weile dauert.
Mit Caffeine wird das Web nun in kleinen Abschnitten durchforscht und neue bzw. aktualisierte Seiten wandern direkt in den Index. Dazu muss Caffeine extrem große Datenmengen verarbeiten. Zur Veranschaulichung hat Google ein paar Zahlen genannt: Eine Caffeine-Datenbank speichert fast 100 Million Gigabyte. Das sind 625.000 iPods aneinander gereiht! Und diese Menge kommt täglich hundertausend-fach hinzu.
Und welche Auswirkungen hat Caffeine nun auf SEO? “Veraltete” Seiten können Gefahr laufen, von den vorderen Plätzen (und nur die zählen ja bei Google) durch neue, aktuellere Seiten verdrängt zu werden. Es gilt also mehr denn je, den Content up to date zu halten! Außerdem könnte es sein, dass Multimedialität auch mehr Gewichtung bei der Ranking-Entscheidung bekommt.








