Zugegeben: Von selbst wäre ich wohl nicht auf das Thema meiner Masterarbeit gekommen. Dank einiger “Namicsler” wurde ich jedoch auf den Einsatz von Intranets im Spitalumfeld aufmerksam gemacht. Eröffnet hat sich ein Themenfeld, das sowohl in der Praxis als auch der Wissenschaft aktuell intensiv diskutiert wird.
Weshalb das so ist, liegt vor allem an den stetig steigenden Gesundheitsausgaben. So wendet die Schweiz aktuell rund 10 Prozent ihres BIPs an Gesundheitskosten auf. Darüber hinaus hat ein Spital ein breites Spektrum von Zielperspektiven miteinander zu verknüpfen, das von Diagnose, Therapie und Pflege bis zur Hotelfunktion und Rehabilitation reicht. Daneben verfolgen die einzelnen Funktionsbereiche, wie die medizinische Versorgung, die Pflege und die Verwaltung ebenfalls heterogene Ziele bei gleichzeitigem Zwang zur Kooperation.
Ein Potential zur Verbesserung dieser Probleme schreibt die Literatur immer häufiger modernen Informations- und Kommunikationstechnologien zu. So auch Intranets. Diese verbessern zum Ersten die interne Kommunikation und sind dadurch in der Lage die Mitarbeitenden zu motivieren und zu binden. Zum Zweiten erleichtern Intranets das Wissensmanagement, wodurch die Effizienz gesteigert werden kann (wie wir auch bei unserem Vortrag an den X.DAYS 2010 zeigen konnten). Zum Dritten unterstützen und erleichtern Intranets Arbeitsprozesse, was nicht nur dazu führt, dass Zeit gespart und Kosten gesenkt werden können, sondern auch dass die Behandlungsqualität verbessert werden kann. Nicht zuletzt können zum Vierten mit Hilfe der Intranets neuartige Formen medizinischer Behandlung vorangetrieben werden.
Aufgrund dieser vielversprechenden Ausgangslage wollte ich in meiner Masterarbeit untersuchen, wie sich der Stand der Intranets im Spitalwesen gegenwärtig präsentiert und welches die Bedürfnisse der Mitarbeitenden sind. Generell ging es darum herauszufinden, was für eine Bedeutung den Intranets im Spitalumfeld tatsächlich zukommt. Dieser Beitrag ist der erste einer Serie, in der ich das Vorgehen sowie die wichtigsten Resultate meiner Studie vorstellen werde.








