Der Kalender Zwanzigzehn ist Geschichte (und Spielwiese zugleich)

Vor ziemlich genau einem Jahr “erdreistete” sich Namics als Weihnachtsgeschenk einen (auf Papier!) gedruckten Kalender zu erdenken und zu produzieren. Im Zentrum stehen pro Tag ein Gedanke/Motto eines Mitarbeiters, so sinniert Sandro heute beispielsweise “Leben heisst zeichnen ohne Radiergummi”.

Und sofort gab es Stimmen, dass Papier allein wohl nicht der Weisheit letzter Schluss sei. So beispielsweise von Ralph Hutter (damals noch bei der GKB) oder von Renato Mitra vom Apfelblog. Gefragt gemacht, bastelten wir eine online Version des Kalenders auf Flickr.

Das spannende dran ist, das jeder Tag mit der Tagesnummer, Monat und Wochentag verschlatwortet ist. So gibt es nu also Antworten auf Fragen wie beispielseiweise die 13 aussieht (und spricht) – http://www.flickr.com/photos/zwanzigzehn/tags/13


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So gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ein erneutes Spiel mit dem Kalender in digitaler Form oder eine saubere Archivierung.


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PS: Natürlich gibt es auch sauer aufgeräumte Monats-Archive z.B. für Dezember u.s.w.

Weshalb braucht es barrierefreie Angebote im Web oder die Geschichte von Martin

Der Post verweist auf Martins private Website. Martin Näf, 55 Jahre alt und seit seinem 12. Lebensjahr blind hat diesen Herbst entscheiden nicht länger zu warten, aber (wiedereinmal) auf Reise zu gehen. Diesmal nach Afrika, allein mit seinem Computer und einem Profil auf Couchsurfing um Leute und deren Kultur kennen zu lernen und auf seinem Weg zu übernachten.

Weshalb diese Geschichte? Ich engagier mich zusammen mit Namics und auch privat für zugängliche Webangebote. Webangebote vergleichbar mit einem barrierefreien / barrierenarmen Weg, der mit den alltäglichen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Menschen, die ihn begehen möchten, auch begehbar ist: Keine physischen Höchstleistungen, keine Denksportaufgaben, keine Umwege und Zeitverluste.

Hauptgrund des Engegements ist eine private Bekanntschaft und so kenne ich auch Martin aus meiner Tätigkeit als Verwaltungsrat bei der SBS (Schweizerischen Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte). Für mich ist es essentiel wichtig die Menschen zu kennen, für die ich Webangebote entwickle. Deshalb lade ich Euch alle dazu ein bei Martin zu lesen, wie er als blinder Mensch seine Reise mit dem Computer organisiert und dokumentiert. Ohne Internet wäre all dies nicht möglich…

- Afrika! Langsame Annäherung an unsern so nahen und so fernen Nachbarn
- Überfahrt und erste Tage in Tanger
- Chefchaouen. Stadt in den Bergen
- Auf dem Weg nach Marrakech
- Von Marrakech nach Nouakchott

> Hier die Übersicht über die ganze Reise: Quer durch Afrika

Martin ist ein mutigerer Zeitgenosse als mancher von uns… Das Bild auf seiner Homepage zeigt dies wohl auf eindrückliche Weise. Martin ist aber ein typischer Webuser der seit der Jugend oder Geburt blind ist.

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Und wichtig ist mir anzumerken, dass Blindheit nur eine Ausprägung bei der Gestaltung von Angeboten (ist das Angebot grundsätzlich tauglich, anwendungsbedingte Barrieren) und dessen Repräsentation als Webangebot (behinderungsbedingte und individuelle Barrieren) ist. Die Arten der Einschränkungen und ihre Bedürfnisse (häufig auch in Kombination) sind sehr unterschiedlich und widersprechen sich teilweise auch. Zusätzlich zu nennen sind Sehbehinderung, Schwerhörigkeit, Gehörlosigkeit, motorische Einschränkungen, Lese- und Rechtschreibschwäche sowie Lern- und geistige Behinderungen.

Umso wichtiger ist es die Menschen für die man arbeitet zu kennen und in den Gestaltungs- und Testprozess einzubeziehen. Und wie ihr Euch vorstellen könnt ist es sehr spannend Martin zu kennen.

iPad publishing bei Namics

Am 07. Dezember gabs ein Kreationsmeeting der besonderen Art bei Namics.
Denis und Jana stellen ihre Erfahrungen im Umgang mit der Erstellung von iPad Magazinen vor.

Das Namics-Designer Team hört interessiert zu und experimentiert eifrig. Die neuen Möglichkeiten machen echt Spass: So lassen sich tolle, interaktive Magazine, Broschüren und Geschäftsberichte effizient erstellen. Innerhalb von kürzester Zeit sind einige interessante Ansätze entstanden.

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Ich glaube, die Designer sind heiss, jetzt brauchen wir noch viele Projekte dazu.
Tausend Dank an Denis und Jana – das ist erst der Anfang, da bin ich mir sicher ;-)

Wir sind gespannt!

Varnish-Cache – einer für alle

Kunde möchte eine voraussichtlich stark frequentierte Seite mit Typo3 bei sich hosten. 
Erwartet werden 5000 Benutzer gleichzeitig – die geschätzt alle 10 Sekunden klicken. Ergibt 500 Requests/s. Wir sollen die Architektur vorschlagen.

Mein Metier. Nach einer zweiwöchigen Evaluation kristallisierte sich Nginx mit FastCGI als Webserver heraus, weil der FastCGI Anfragen cachen kann und somit auf eine tolle Geschwindigkeit kommt.

Das Problem ist nicht der Cache an sich. Das Problem ist, wie Nginx damit umgeht, wenn der Cache verfällt.

Der Cache hat ein Ablaufdatum, eine Time-To-Live, TTL. Läuft diese ab, muss das HTML vom Backend neu geholt werden. Und wenn der Cache bei 500 gleichzeitigen Anfragen pro Sekunde abläuft, muss das HTML 500 mal gleichzeitig vom Backend geholt werden. Schönä!

2842-face down.png

Ich habe verschiedene Reverse-Proxies ausprobiert. Unter anderem den Varnish-Cache. Und der hat eine Besonderheit, die ich sonst bei keinem Cache finde:

When several clients are requesting the same page Varnish will send one request to the backend and place the others on hold while fetching one copy from the back end. (Source)

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Ich beglücke den Webserver mit 5000 Benutzern. Gleichzeitig.

5000 Benutzer prasseln auf den Server. Nach einer Minute wird _eine_ Anfrage an den Webserver geschickt – die 5000 Benutzer werden weiterhin mit dem „alten” Inhalt bedient.
Die Antwort kommt, der Cache wird erneuert und von jetzt an wird der neue Inhalt an die 5000 Benutzer ausgeliefert.

So sieht die Aktivität auf dem Server aus:

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Genau ein httpd ist am schwitzen, und nicht fünfzig. Und der varnishd tobt sich aus…

So sieht meine Netzwerkauslastung aus:

2846-bw.png

I can haz more bandwidth?

Zwei Proxysniffer im Verbund auf Vollgas. Schampar schade dass unser Netzwerk nicht mehr als 800MBit hergeben will:

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Ça fait rock.

Und der Varnish lässt sich unendlich flexibel konfigurieren. Ich kann z.B. anhand der URL Anfragen auf unterschiedliche Backends leiten, mehrere Backends mit einer gewichteten Lastverteilung aufstellen und und und…

Ein Beispiel.

backend crappy_j2ee_enterprise_grüselapp {
    .host = "server.example.com";
    .first_byte_timeout = 5s;
    .max_connections = 10;
    .probe = {
        .url = "/check.jsp";
        .interval = 5s;
        .timeout = 1s;
        .window = 5;
        .threshold = 3;
    }
}

Das Backend wird alle 5 Sekunden vom Varnish angefragt (interval). Von 5 Anfragen (window) müssen 3 korrekt sein (threshold) und unter 1s antworten (timeout).

Ist dies nicht der Fall, bekommt das Backend den Status „unhealthy” verpasst. Jetzt liegt es an der Konfiguration, was jetzt passiert.

if (! req.backend.healthy) {
    set req.grace = 30d;
} else {
    set req.grace = 1m; 
}

Ist das Backend nicht verfügbar, wird es für 30 Tage nicht mehr angefragt bei einem User-Request, auch wenn die TTL für die Seite abgelaufen ist. Der Health-Check läuft normal weiter.

#renew content every minute
set beresp.ttl = 1m;

#save content for 30 days - if backend fails
set beresp.grace = 30d;

Nach einer Minute wird der Webserver nach neuen Inhalten abgefragt. Die Antwort wird 30 Tage lang gespeichert – sollte der Webserver abliegen, kann die Website noch 30 Tage lang von dieser Notration überleben.

Und das ist toll – ich kann meine Apache’s stoppen. Ein paar Benutzer haben Pech – in den maximal 5 Sekunden, bis Varnish das merkt und das Backend als ungesund deklariert. Aber dann läuft alles wie gewohnt weiter. Sobald die Webserver wieder da sind, werden die Cache-Inhalte erneuert.

Voraussetzung für den ganzen Gspass ist natürlich eine statische Seite ohne personalisierte Inhalte.

Man könnte es noch auf die Spitze treiben mit dem Caching und für verschiedene Inhalte eigene TTLs definieren:

2849-esi.png

Did you know? Wikileaks setzt auch auf Varnish:

2850-varnishleaks.png

Ich weiss nicht wie viel Traffic Varnish wirklich verarbeiten kann. Aber ganz offensichtlich mehr als 10 Gigabit:

2852-Bildschirmfoto 2010-12-17 um 10.58.07-thumb-500x185-2851.png

http://twitter.com/wikileaks/status/9609091915718656

http://www.varnish-cache.org/

Eindrücklich: Body Browser von Google

Das Ziel von HTML 5 (Abstand, gell Schnitzel) mit weniger Browser-Erweiterungen (PlugIns) auszukommen beginnt Formen anzunehmen. Die folgende Technologie-Demo von Google zeigt die Mächtigkeit von WebGL (3D Grafik-API als Teil des Canvas-Elementes): Google Body Browser.

Die schlechte Nachricht vorab. WebGL ist erst in sehr wenigen Browser(versionen) verfügbar. Konkret (nach meinem Wissen) im Firefox 4 Beta und ab der aktuellsten Version von Google Chrome. Bei beiden Browsern muss die Funktion zusätzlich aber aktiviert werden:

Firefox 4 Beta – Eingabe von about:config in der Adresszeile und dann…

2840-firefox_about_config.jpg

Google Chrome: Eingabe von about:flags in der Adresszeile und dann…

2841-chrome_about_flags.jpg

Womit man dann aber belohnt wird ist eindrücklich. Eine “zommbare” Vektorgraphik verschiedener Detailebene des menschlichen Körpers mit einer Navigation im Stil von Google Earth. Alles “nur” mit HTML 5.

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Und weil es so schön ist, hier noch ein Bild der integrierten Suchfunktion, welche den Körper mit entsprechenden Labels versieht.

2835-Body_Browser_1-thumb-500x455-2834.jpg

Und jetzt ausprobieren: Google Body Browser.

So macht Zeitung lesen Spass!

Unter http://www.nytimes.com/chrome/ bietet die New York Times eine sehr gut benutzbare Version ihres Onlineauftritts an.
Die Bedienung fühlt sich an wie eine iPad App, läuft aber komplett im Browser.

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Schöner Einsatz von HTML5 mit
- Offline Funktionalität (ohne Bilder)
- über Tastatur steuerbar
- Konfigurierbares Layout
- Alert Funktion für breaking News

Eigentlich ist die Seite für Google Chrome optmiert, funktioniert aber auch in Firefox.
Chrome verkauft das Ganze als WebApp, ist aber nur ein Link auf die Seite.

So lässt sich viel übersichtlicher und effizienter lesen als auf der normalen Webseite der New York Times.

Danke André für den Hinweis

Evercookie, nett gemacht ;-)

Die dauerhafte Identifikation eines Internetusers (resp. des genutzten Webbrowsers) ist aus Sicht der Datenaggregation v.a. für Werbetreibende eine interessante Sache. Aus Sicht des Users resp. des Datenschutzes ist das Zusammenführen von Daten aber nicht erwünscht und es wird daher von den Browsern auch „erschwert”. Technisch spricht man von „clientseitiger Persistenz” und mit zahlreichen technischen Tricks kommt man dem Ziel dennoch nahe. Ein Katz-und-Maus Spiel.

Spannender wird es, wenn der Programmierer Samy Kamkar alle bekannten Methoden miteinander verbindet und in ein einziges Codestück verpackt. Das Ergebnis heisst Evercookie: Extremely persistent, almost irrevocable cookies: Eine Art „Supercookie” welches seine Daten an 8 Stellen ablegt und fehlende Daten wiederherstellt.

Eigentlich nicht Neues, aber in der Kombination der Methoden (inkl. Flash und Silverlight) und dank der pannenfertigen JavaScript-API eine mächtige Sache. Die konkrete genutzten (und mit „Selbstheilung” verbunden) Methoden sind:

- normale Browser-Cookie
- (zusätzliche Speicherung der Cookies) in der Web History, im E-Tag und im Cache-Header
- Local Share Objects mit Flash
- Isolated Stroage mit Silverlight
- windows.namics Caching
- User Data Storage (bei IE)
- HTML 5 Session, Local, Global und Database Storage
- Speicherung in den RGB-Werten eines generierten, nicht cachbaren PNG (ausgelesen mit HTML 5 Canvas)

So rasch kriegt man das Ding nicht weg. Ausser für Firefox gibt es mit Nevercookie bereits einen Schutz. Sehr gut gemacht und das Rennen geht weiter.

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Corporate Blogger – Einzahl oder Mehrzahl. Oder: Wenn Blogger das Unternehmen verlassen.

Zum Jahresende verlässt Su Franke Namics und wir überlegten uns, wie kommunizieren wir, wenn ein Corporate Blogger das Unternehmen verlässt. Klaus Eck gab kürzlich in seinem Blog dazu Überlegungen und Tipps „Wenn Corporate Blogger die Firma verlassen.

Klaus Eck berichtet über eine von langer Hand geplante und inszenierte Stabsübergabe von Leit-Bloggerin A zu Alpha Bloggerin B auf dem Fashionblog von Otto.de.

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Lomo Portrait: Su und Ralph (Fotografin: Nina)

Und genau das war der Plan: Eine ähnlich schön inszenierte Stabsübergabe der „Corporate Blogger” zum Abschied von Su mit den 10 wichtigsten Tipps, wie man den Wechsel gestalten sollte. Wir beide haben uns anders entschieden, denn dieses Modell passt einfach nicht zu Namics. Su meinte gestern, „Es gibt DEN Corporate Blogger und auch die Funktion schlicht und ergreifend nicht bei uns.”

Die Realität bei Namics ist einfach eine andere: Grundsätzlich haben alle Mitarbeitenden die erforderlichen Rechte, um auf allen Namics Blogs ihre Inhalte direkt zu publizieren. Aber niemand hat Bloggen oder Twittern im Stellenbeschrieb, nicht mal unser Corporate Communication Managerin, die ich leider bald „ehemalige” nennen muss. Es gilt das Prinzip der Freiwilligkeit und nicht etwa ein Mediaplan.

Ebenfalls Realität ist, dass trotzdem nur ein Bruchteil der Mitarbeitenden diese Möglichkeit in Anspruch nimmt. Dieser nutzt die Social Media Kanäle dafür umso bewusster und gezielter, um die Fachthemen sowohl für die Firma, als auch aus persönlichem Interesse oder für die eigene (Online-) Reputation zu besetzen.

Das brachte uns zum Schluss, dass es DEN Corporate Blogger per se grundsätzlich gar nicht geben kann oder geben soll.

Mir liegt das Verständnis von „Corporate Blogger” im Plural wesentlich näher. Es ist die Summe der bloggenden Mitarbeiter, die die Kommunikation des Unternehmens massgeblich mitprägen. Su hat dies am Beispiel der Firmenpersönlichkeit als Summe der Aktivitäten anschaulich beschrieben. Das selbe Prinzip gilt auch für die Corporate Blogs.


Unsere Grundregel ist, dass wir kommunizieren was wir sind / was wir können und nicht was wir gerne wären / gerne könnten. Damit transportieren wir (wie in unserer Marke sichtbar) die Summe unserer Persönlichkeiten automatisch nach aussen.

Jürg Stuker, CEO

Entgegen der ursprünglichen Intention kann ich hier nun auch keine Liste von „10 Tipps für den Wechsel von Corporate Blogger” geben.

Es bleibt mir, an dieser Stelle Su und Jürg zu danken. Ihnen ist es gelungen, mit viel Energie, Konstanz und Herzblut über Jahre eine Kommunikationskultur nach innen und nach aussen zu schaffen, die die Menschen bei Namics zu einem integralen Bestandteil der Kommunikation macht.

Und wenn uns Su jetzt verlässt, so nimmt sie ihre Reputation und Fachwissen mit und belässt diese gleichzeitig im Namics Blog und im internen Wiki. Das entstandene Netzwerk von Menschen bleibt bestehen, auch wenn jemand an einem anderen Ort arbeitet und wir werden uns auf den Social Mediaplattformen und persönlich sowieso nicht aus den Augen verlieren. Eine kommmunikative Win-Win Situation.

Das Namics Rezept für erfolgreiches Corporate Blogging heisst zusammenfassend: Vertrauen schenken, motivieren, vorleben, authentisch sein und vor allem: nicht aufgeben. Keep on Blogging!

Bildkompression und -qualität wieder im Fokus

Die meisten technischen Probleme sind singulär (zum Glück gibt es „so was wie” Erfahrung ;-) und fast so viele kommen irgendwann wieder zurück. Heute bei mir grad das Thema der Bildkompression.

Als Internet-Bandbreiten rar und die Browser bei der Unterstützung von multimedialen Inhalten (noch) lausig(er) waren, war die Diskussion um die geeignete Kompression und den maximalen Kompressionsfaktor ein sehr präsentes Thema. Heute wurde viele ein bisschen nachlässiger…

Plötzlich werden Bilder aber wieder grösser und die Bildschirme – so beispielsweise auf den iPad – gnadenlos präzise. Hier das Beispiel, welches mich zu diesem Post anregte: Die identische Nespresso-Werbung einmal in der iPad App der Sonntagszeitung und einmal in der iPad App der NZZ am Sonntag.

Screenshot aus der Sonntagszeitung (verkleinert auf 500×667, hier das Orignialbild)

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Screenshot aus der NZZ am Sonntag (verkleinert auf 500×667, hier das Orignialbild)

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Auf der Fläche hinter der Person (das von der Kreation inszenierte Kaffee-Braun ;-) sind sehr klar Artefakte zu erkennen. Die NZZ-Version nutzte bei der Kompression eine zu kleine Farbpalette und/oder die Zuordnung der fehlenden Farben in unauffällige Bereiche gelang nicht.

Aus meiner Sicht sind solche (und ähnliche) Fehler wieder häufiger anzutreffen. Insbesondere auch bei Bildern die in der Desktopversion klein gezeigt werden und sich auf der Tablet-Version vergrössern lassen.

Und nun? Qualitätskontrolle und Kenntnis der Ausgabemedien!

Für mich ist nicht wirklich erklärbar, dass die Werbeagentur solche Probleme nicht bemerkt und diese behebt. Grad bei Luxusprodukten sind solche Schnitzer mehr als unschön und ich nehme an, dass die Papier-Fahne ein dutzend Mal mit der Lupe beäugt wurde…

Zudem muss die Kreation bereits im Rahmen der Konzeption an die Ausgabekanäle denken und entweder das Konzept anpassen und im Rahmen der Produktion auf die Ausgabekanäle optimieren. Wir sind wieder einen Qualitätsschritt zurückgegangen und die Print-Welt muss sich erneut zusammenreissen und sich mit Online befassen… Und kurzfristig könnte die NZZ (resp. Comyan) ihren Werbekunden zu liebe die Kompression anpassen.

Veröffentlicht unter Design

Der Bloggerfilm ist online.

Der Bloggerfilm ist eine (fast epische) überaus bemerkenswerte Matura Arbeit bzw. ein Film von Michael Eugster, den er heute veröffentlich hat. Die schriftliche Arbeit umfast (sic!) 6666 Wörter.

Aus 20 Interviews mit Schweizer Bloggern haben sich über 73GB und 4 Stunden Film ergeben. Daraus hat Michael einen zehnminütigen Film über Blogs erstellt. Sehr informativ nicht nur für seine Zielgruppe, kurzweilig, unterhaltend und mit spannenden Einblicken in die Schweizer Bloggerszene.

Lustige Diskussion: “DER oder DAS Blog”. Ich hätte eigentlich erwartet, dass die Mehrheit der CH-Blogger auf DAS Blog einschwenken, während Journalisten DER Blog sagen würden (wie sie auch DER iPad verwenden). Wie auch immer. Nur ein Detail.

Mir hat die Teilnahme am Projekt Spass gemacht. Michael, Bloggingtom, Marcel und ich haben einen spannenden Samstag Nachmittag mit Dreharbeiten im Seedamm Plaza verbracht. Online und bloggend mögen wir zwar Profis sein. Präsenz vor einer Kamera ist aber auch für uns noch immer etwas ungewohnt.

Neben meiner Begeisterung für das ganze Projekt (ich hatte in diesem Alter eher Schnäpper und Disco im Sinn) fällt mir eines im Film ganz speziell auf: Die Speakerstimme würde man eher einem WebTV Profi zuordnen als einem Maturanden.

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Fazit einmal mehr: Mut ist gratis! Und daher auch die Unterstützung von Namics und mir persönlich. Eine passende Gelegenheit um Blogs neben all dem Facebook-, Twitter-, Foursquare- und ganz frisch Diaspora-Fieber wieder zu promoten (und auch für ganz wenig Strunz-Marketing am Ende des Films). Mut ist gratis. Ich darf das.

Alles auf einen Blick

Alle wichtigen Infos kompakt hier. Der Bloggerfilm auf Vimeo, Informationen zum Projekt und Followbefehl für den Twitter Account von Michael.

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