Social Media macht die Türen auf, auch für Wettbewerber

Ein Fachevent zu Marketingzwecken war immer schon ein Event zum

bestehende Kunden einladen
neue Kunden gewinnen
Kontakte pflegen
Menschen einander vorstellen
Wissen vermitteln
lernen und zuhören
Akquise betreiben
Essen und Smalltalken
Wettbewerber begrüssen (wirklich?)

alles normal. Und sowas wird heute in Social Media Applikationen live abgebildet. Teilnehmer twittern oder bloggen über die Veranstaltung, geben Zitate weiter. Bilder werden publiziert. Weitere Interessierte, Kritiker, Freunde erfahren von Dialogen, an denen sie nicht mehr persönlich teilnehmen müssen. Sie können nur das Essen nicht schmecken, die Atmosphäre und die Stimmung der Leute fehlt auch.

Die Türen sind offen, für jeden der sich zumindest in Twitter bewegt und da ja Social Media die Realität nur abbildet (und auch Kommunikation optimiert), frag ich mich, wie mach ichs denn nun in der Realität richtig?

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Soll ich zu so einem Event via Social Media einladen oder nicht. “Natürlich” sagt meine innere Stimme. “Macht es Sinn?” die Nachfrage einiger Kollegen? Als sich spätestens ein Mitbewerber anmeldet, bin auch ich und meine innere Stimme nicht mehr soo sicher. Was tun? Wie weit öffne ich die Türen? Mir gehts nicht um das Wissen teilen, vielmehr um die Kunden-Pflege und Akquise vor Ort.

Wie gehen Sie und Du damit um?
Gibt es evtl. kulturelle Unterschiede in Deutschland und der Schweiz?
Hat jemand Erfahrungen damit?

Ich freu mich auf Meinungen, Ideen oder Erfahrungen, denn die nächste E-Commerce Fachtagung in Frankfurt steht schon an.

3 Gedanken zu “Social Media macht die Türen auf, auch für Wettbewerber

  1. Ich hatte meine Stimme ja abgegeben und gebe sie auch hier gerne ab.

    Der Kern von Social Media ist gegenseitiges Vertrauen auf Augenhöhe. Ich kann nicht gleichzeitig Moderator und Despot sein. Wenn ich mich auf die Mechanismen des Mediums einlasse (mein Entscheid), so gilt es diese auch zu leben. Es kommt auf den Inhalt an und wenn wir dort besser sind, entscheidet der Empfänger für uns. Und logisch: Wenn die Gegenseite das Vertrauen missbraucht (so geschehen mit dem “Herrn-Teilnehmerliste”), so reagiere ich auch danach… wie bei Spam-Kommentaren auch.

  2. Die habe ich früher kurz angerufen und freundlich ausgeladen. Eher aus praktischen Gründen: Es reicht, wenn die (potentiellen) Kunden nur von den eigenen Beratern und ggf. denen eurer Partner angesprochen werden. Und: Wie viele weitere Wettbewerber sollten maximal zugelassen werden? Die Grenze wird nur schwer zu ziehen sein.

    Ist doch schon super, wie eure Veranstaltungen mit veröffentlichten PDFs begleitet werden — wer macht das schon? Das wurde vom Wettbewerb auch meistens sofort verstanden.

  3. Also “Erfahrungen” mit Social Media Einladungen habe ich leider nicht zu viele (wie Du weist, Su). Ich würde Veranstaltungen jedoch über SoMe kommunizieren. Immer sollten sich die Kunden und Interessenten anmelden. Für viele Mitbewerber ist schon die namentliche Anmeldung peinlich und lassen es. Die Abgebrühten werden nach der Anmeldung freundlich telefonisch kontaktiert und ausgeladen. Letzte Hürde ist der Empfang und die Namensschildvergabe am Eingang. Und letztlich – wer will wird immer durchschlüpfen (getarnt oder ungetarnt)…
    Ich persönlich gehe nicht auf Kundenveranstaltungen der Mitbewerber, ist letztlich eine Respektsache. Die Meisten Mitbewerben tun dies auch nicht. Und die, die es tun darf man gerne auf Ihr “Ehrgefühl” ansprechen…

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