Mobiles Internet verbreitet sich immer weiter und kann heute wichtiger Bestandteil eines sein. Viele Unternehmen (z.B. Raiffeisen) sind schon auf den Zug “mobiles Web” aufgesprungen.

Doch bevor man sich als Unternehmen das mobile Web auf die Karte schreibt, sollte man sich zunächst die Frage stellen, ob eine Applikation (wird speziell für eine Betriebssystem Plattform entwickelt und läuft nativ auf dem Endgerät) oder ob mobile Webapplikationen entwickelt werden sollen. Eines vorne weg: Eine generell gültige Antwort für diese Frage gibt es nicht.
Diese Frage muss also über einen anderen Weg geklärt werden. Um hier weiterzukommen empfehlen wir einen Schritt zurückzugehen und sich nachfolgenden Überlegeungen zu machen:
- Wer sind meine mobilen Ziel- und Nutzergruppen?
Welche Mobilfunkgeräte benutzen sie?
Wo nutzen sie das mobile Internet? - Was sind meine mobilen UseCases?
z.B. Personen sollen online Fahrplan abrufen können.
Einbeziehung der Nutzungs-Situationen: In welchen Situationen machen sie das
(z.B. unter Zeitdruck)? - Welche mobilen Funktionen bieten wir an
z.B. aktueller Standort soll für die Fahrplanauskunft ermittelt werden - Bei welchen Kriterien unterscheiden sich das Mobile Web
und Native Applikation? (Denkbar sind natürlich auch Mischformen, also
hybride Webapplikationen)
| Native Applikationen | Webapplikationen | |
| Erreichte Benutzerbasis | klein i.d.R. ein Handytyp (Betriebssystem) |
gross (alle Benutzer mit Browser und Internetverbindung) |
| Performance | gute Performance für offline Komponenten | abhängig von Bandbreite |
| Verfügbarkeit | offline: immer & überall online: nur mit Internetverbindung | nur mit Internetverbindung |
| Kosten der Datenübertragung | Nutzung Internetzugang und 1-maliger Download (sporadische Updates), Daten-Traffic möglich | Konstanter Daten-Traffic |
| Distribution | Nutzung nach Download und Installation | Direkte Nutzung (Link per Twitter, E-Mail ausrollen) |
| Updateprozess | Erneuter Installationsprozess | Webcode (Update über Webserver) |
| Umgebung, Aufruf | Starten der nativen Applikationen | Via URL im Handy Browser |
Welchen Weg sie also wählen hängt massgeblich von den Schritten (1-4) ab. Sobald diese Entscheidung getroffen ist kann mit der eigenlichen Umsetzungsphase (Konzept, Design, Templating, Programmierung, Testing, Launch) begonnen werden.









[OT] “Luege, lose, laufe” bezieht sich im Fall nicht aufs iPhone. ;-)
Gute Präsentation zum Thema nativ/ Web/ hybrid:
http://www.slideshare.net/grigs/native-vs-mobile-web-vs-hybrid-apps-for-mobile-development
Mehr Präsentationen zum Thema The Mobile Web insgesamt:
http://www.slideshare.net/group/the-mobile-web
…
Ich frag mich immer ob man überhaupt noch auf mobile Geräte optimieren soll.
Die neuen Geräte können normale Webseiten doch bereits super darstellen, z.B. das HTC Touch HD hat eine Aulösung von 800×640 und Flash – was braucht man mehr?
@Christian
Ich stimm dir zu, dass die neuen Geräte (v.a. Multitouch Devices) sehr gut mit Skalierung umgehen können.
“Mobile” soll aber im Idealfall nicht einfach eine bestehende Webseite “miniaturiieren” sondern eben “mobilisieren”.
Herausforderungen für “Mobile” sind:
a) Kontext (welche UseCases sind mobil sinnvoll?)
b) Content (schlank, reduziert)
c) Devices