Einige von uns haben darauf lange gewartet, denn der eine oder andere Kunde von Namics würde gerne eine gewinnen: die Prüfkriterien für die BIENE ’09 wurden heute veröffentlicht.
Die BIENE, bis vor kurzem bekannt als Biene-Award, ist der wichtigste Preis für barrierefreie Websites im deutschsprachigen Raum. Anbieter von Websites nutzen den Preis gerne als Marketinginstrument, um sich, ihren Chefs und der Welt zu beweisen, dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat ihr Engagement gegenüber Menschen mit Behinderungen zu zeigen. Und für Agenturen ist es der Ritterschlag: Spätestens dann muss man bei öffentlichen Ausschreibungen nicht mehr zwanghaft beweisen, dass man echt, ganz wirklich etwas von Barrierefreiheit versteht und kein Scharlatan ist (wovon es wahrlich genug gibt) – und der Platz in der Jury der nächsten BIENE ist gesichert.
Interessant sind die Prüfkriterien aber auch für Entwickler, denn sie werden jedes Jahr weiterentwickelt und sind so ein Spiegel von dem, was gerade State of the Art in Sachen barrierefreies User Interface ist. Die Biene hat sich beispielsweise lange vor den WCAG 2.0 mit der Zugänglichkeit von Web 2.0-Applikationen befasst und dies in ihren Prüfkriterien berücksichtigt. Die Lektüre ist also auf jeden Fall empfehlenswert!
Letztes Jahr war der Wettbewerb allerdings dominiert von (N)GOs; ich würde mir sehr wünschen, dass sich die Relevanz dieses Preises wieder mehr unter kommerziellen Anbietern herumspricht. Denn verdient hat es das Thema, und verdienen kann und darf ein Unternehmen von besserer Zugänglichkeit ebenfalls. Wir haben alle etwas davon.








