Fraunhofer live nicht nur Dank Prof. Bullinger

In der Pressekonferenz zum 60jährigen bestehen der Fraunhofer Gesellschaft hat gestern (statt Bundeskanzlerin Angela Merkel – ursprüngliche Info stellte sich via Twitter als falsch raus) Prof. Bullinger den neuen Fraunhofer Webauftritte mit persönlichen Knopfdruck live gestellt. Besonders für mich ist nicht nur der Livegang zum Jubiläum sondern, dass Namics die Informationsarchitektur und Webdesign umgesetzt hat und zwar barrierefrei (!)

Ziele waren: Nutzerfreundlicher, die Marke Fraunhofer durch Einheitlichkeit stärken und ihren innovativen Charakter unterstreichen.

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Intern hab ich gesehen, wer über einen längeren Zeitraum alles am Projekt beteiligt war. Claus Rosental, unser Head of Consultant in Deutschland bedankte sich bei

Ursula Seng
Chris Kipper
Eduard Seifert
Frank Wiedemann
Michaela Jäger
Marc Müller
Hendrik Verbeek
Martin Kliehm

Das darf hier ruhig mal gesagt werden. Coole Sache. Bin ein wenig stolz, dass wir Fraunhofer zu unseren Kunden zählen dürfen.

Mehr-Werte durch die Öffnung der Unternehmenskommunikation

In ein paar Minuten spreche ich am Intranet SUMMIT 2009 (in Bad Homburg) über “Mehr-Werte durch die Öffnung der Unternehmenskommunikation.” Als Fallstudie nutze ich Namics selbst und schlüpfe damit in die Rolle des Geschäftsführer.

Für mich ist es Fakt, dass sich die Kommunikation zwischen Menschen verändert hat und dass der Einfluss auf Firmen (aber auch der zu erzielende Nutzen) SEHR gross ist. Anderen nennen es Mitarbeiter 2.0 für mich ist es der Umgang zwischen Menschen. Zwei Fallstudien: Die Backchannel-Diskussion beim Vortrag von Norbert Bloz bei Namics und das Etablieren eines Standards. “Per Zufall” dazu gekommen, ist ein Brainstorming im Intranet, bei welchem Chris gestern innert 2 Stunden 15% aller Menschen bei Namics erreicht hat. Genial!

Hier die (dünne) Präsi… der Inhalt kommt hoffentlich in der Diskussion und die Demos mach ich live (wenn das WLan denn will): Mehr-Werte durch die Öffnung der Unternehmenskommunikation [pdf, 1,7MB]

Per Bahn an der Internet World

Heute sprach Mathias Hüske, Leiter Online- und Agenturvertrieb, DB Vertrieb an (auf) der Internet World in München über das Portal Bahn.de. Er gab Einblicke in die Motivation, Ziele, Vorgehen und Auswirkungen der überarbeiteten Informationsarchitektur.

Es ging nicht nur um Umsatzsteigerung sondern darum dass ich als Bahnreisender Buchungen heute viel einfacher vornehmen kann. Herr Hüske zeigte die Resonanz auf den Relaunch und gab Ausblicke in die noch anstehenden Optimierungen.

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Nach dem Launch ist vor dem Launch.

Eine davon übrigens:
Seit vergangenen Wochenende kann man “Deutschland erleben” Abenteuer planen und das Land besser kennenlernen. Das Namics-Team in Frankfurt hat diese Kommunikationsidee online belebt. Nicht nur deshalb begleitete Boris Bohn unseren Kunden, zum Kongress, natürlich per Bahn.

Danke Herr Hüske für den Vortrag an der Konferenz und weiterhin viel Erfolg mit der Bahn.

Handout: Schneller am Ziel: bahn.de optimiert seine Informationsarchitektur [4 MB]

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Falsche Sicherheit und Usability Tests

Auch unsere Kunden wünschen zunehmend die Sicherheit und die Bestätigung, dass unsere Resultate nicht nur visuell ansprechend, sondern auch benutzerfreundlich sind. Dafür bevorzugen wir weder die Zusammenarbeit mit einem Usability Labor oder Tests im mobilen Namics Testlabor – vielmehr wählen wir je nach Projekt die effizienteste Variante um Problemstellen aufzudecken.

Meine wichtigste Erkenntnis aus den Tests der vergangenen Jahre: das Wertvollste an Usability Tests ist die Möglichkeit Benutzern bei der Bedienung zuzuschauen und mit eigenen Augen die Problemstellen zu sehen. (Seeing is Believing)

Das «neue Labor zur Erforschung der Usability» in Brig geht hier meines Erachtens einen falschen Weg. Technik, Statistische Auswertungen und Zahlen sollen Sicherheit geben und die Labor-Resultate beweisen.

Das „Institut für Fernstudien- und eLearningforschung“ IFeL in Brig (VS) hat ein Usability Lab zur Untersuchung der Benutzerfreundlichkeit von ICT-Produkten gegründet.

Für die Analyse des Benutzerverhaltens auf mehreren Ebenen hat das Labor einen eigenen Multifunktionsansatz entwickelt, der zahlreiche Methoden und Daten von der Blickrichtungsregistrierung bis zur Analyse der Logfiles kombiniert. (…)

[From ICT News - In Brig steht ein Labor zur Erforschung der Usability - Netzwoche ]

Sämtliche Methoden, die hierzu angewendet werden sind alte Bekannte – schon alleine das lässt mich zweifeln:

  1. eye gaze analysis (measuring attentional control),
  2. verbal reports (measuring cognitive processes),
  3. logfile analysis (assessing human computer interaction),
  4. retrospective interviews (measuring acceptance and emotional reactions)
  5. performance characteristics (achievements, errors, failure, success).

Des weiteren ist in der Beschreibung der Methoden zu lesen:

In the past years, usability research was dominated by qualitative studies. The IFeL multifunctional analysis enables the possibility to combine qualitative and quantitative data based on a comprehensive psychological model of human action.

Der massive konzeptionelle Fehler daran ist aber die nicht ausreichend grosse Menge an Testpersonen – zumindest in finanzierbaren Umfang – für jegliche quantitative Auswertung.

Um überhaupt zwei Iterationen eines Systems miteinander vergleichen zu können bräuchte es in meinem Laien-Verständnis von Statistik mindestens 30 bis 50 Testpersonen. Erst dadurch könnten die Unterschiede von verschiedenen Testpersonen ausgeglichen werden.

In der Methodenbeschreibung unter Verbal Reports wird dies sogar als problematisch erkannt:

There are also inter-individual differences: Some subjects like thinking aloud and they are allowed to talk as much as they like, while for other subjects it is disturbing and they talk very little.

Komplett unterschlagen werden: Unterschiede des getesteten Systeme (Live Website vs. Prototyp), Unterschiede in der Beurteilung von Fehlern oder die Vergleichbarkeit von Interviews durch unterschiedliche Fragestellung oder Dialog mit den Testpersonen.

Immerhin wird durch solche Ausbildungsangebote deutlich, dass Usability zu einer essentiellen Komponente in der Entwicklung von Informations und Kommunikationstechnologie (ICT) gewachsen ist – inhaltlich sind die Methoden des IFeL auf der falschen Spur.

Enterprise Search: Wie steht’s um die Unternehmens-interne Suche?

Heute morgen werden die wichtigsten Ergebnisse der Studie „Enterprise Search – Katalysator für den internen Informations- und Wissensfluss“ im Hotel Schweizerhof in Zürich präsentiert. Worum geht’s?

Während man die Site-Suche der Website eines Unternehmens ja gut von aussen bewerten kann, ist die Qualität einer Intranet- oder ausgewachsenen Enterprise Search naturgemäss von aussen nicht zu beurteilen und daher auch für uns oft nicht zugänglich. Da kam das Angebot von Sieber & Partners gerade recht, zusammen mit Eurospiderund Rolotec eine Studie zu Enterprise Search zu unterstützen. Zwar ist Suche fast immer Teil von Intranetprojekten, aber eine weiter gehende, zusätzliche Quellen und Systeme integrierende Enterprise Search ist oft schwer durchzusetzen, welche das Intranet als Portal zum Unternehmenswissen stärken könnte.

Wir wollten also wissen, wie es in Schweizer Unternehmen (und Verwaltungen) um das Thema Enterprise Search steht. Um es vorweg zu nehmen: Nicht allzu gut, aber es besteht Grund zur Hoffnung.

Die aktuelle Situation in den per Online-Fragebogen befragten 233 Unternehmen ist von recht heftigen Widersprüchlichkeiten geprägt:
- Die befragten Unternehmensvertreter verbringen durchschnittlich 18% ihrer Arbeitszeit mit Suchen. Gefragt sind Suchlösungen, die eine Reihe von Quellsystemen abdecken. Über die Hälfte der befragten Unternehmen muss sich jedoch mit einfachen bis mässigen Lösungen zufrieden geben. Nur 12% verfügen über eine eigentliche Enterprise-Search-Lösung.
- Die durch mangelhafte oder fehlende Suchmöglichkeiten hervorgerufenen Probleme wie Zeitverlust, Doppelarbeit und Qualitätseinbussen werden von Befragten bestätigt. Dennoch wird die Thematik in den Unternehmen nicht näher untersucht. 69% der befragten Unternehmen wissen nicht, wieviel Zeit ihre Mitarbeiter mit Suche verbringen; ca. die Hälfte weiss weder, wie stark vorhandene Suchfunktionen genutzt werden, noch ob sie relevante Suchantworten liefern.
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Sehr interessant waren für mich zwei sehr spezifische Ergebnisse der Befragung. So hat sich gezeigt: Je mächtiger die realisierte Lösung, desto geringer der Suchaufwand und desto lohnender werden die Investitionen eingeschätzt und zwar in finanzieller sowie nicht-finanzieller Hinsicht. Dass sich Investitionen in eine Entreprise-Search-Lösung lohnt, wird in der Studie auch anhand einer Modellrechnung aufgezeigt. Insgesamt bestätigen die Studienergebnisse unserer Erfahrungen in diesem Bereich.

Wie wird es in Sachen Enterprise Search in den Unternehmen nun weitergehen? Zwar wirkt offenbar die Höhe der Investitionen immer noch als grösstes Hemmnis auf dem Weg zu leistungsfähigen Lösungen, dochfür drei Viertel der Studienteilnehmer ist das Fazit zum Thema Enterprise-Search positiv; 44 % geben an, das Potential erkannt zu haben, 61% gedenken in Enterprise-Search-Lösungen zu investieren. Die Aussagen der befragten Studienteilnehmer bieten daher Grund zur Annahme, dass in den nächsten Jahren zahlreiche Enterprise-Search-Projekte gestartet werden.

Interessierte Unternehmen und Verwaltungen können die Studie „Enterprise Search – Katalysator für den internen Informations- und Wissensfluss” bei uns bestellen entweder direkt bei mir oder: info@namics.com.