namics an der springOne

Eigentlich sollte es ein ganz normaler Besuch der springOne in Amsterdam werden, um das neueste über das springframework und das Produktportfolio von SpringSource zu erfahren. – wie bereits in den Jahren davor durfte namics an dieser wichtigen dreitägigen Konferenz nicht fehlen. Bietet diese doch eine gute Gelegenheit mit den Spring-Entwicklern direkt in Kontakt zu kommen und die Personen, die man sonst nur aus blogs und Quellcode-Kommentaren kennt, persönlich kennenzulernen. Wir hatten dann durch unsere Partnerschaft mit SpringSource auch die Möglichkeit mit den Kern-Entwicklern direkt zu sprechen. Gerade zum dm Server konnten wir direkt mit den Leuten des Kern Teams sprechen und unsere Wünsche bezüglich der Weiterentwicklung des Produktes kundtun.

Kurz vor Ostern wurde für zwei von uns (Odilo und mich) aus den einfachen Konferenzpässen plötzlich Speakerpässe.
Was war geschehen? – SpringSource, die Firma hinter dem Springframework, hatten uns gebeten, eine Case-Study zu unseren Erfahrungen mit dem dm Server zu präsentieren. – Titel: namics und der dm server. In 60 minuten durften wir das Projekt präsentieren, das wir für Phonak auf OSGi Basis realisiert hatten und in Europa das erste ist, welches mit dem dm Server live gegangen ist.

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Vergangenen Montag Mittag startete die Konferenz dann gleich mit einem Highlight: Rod Johnson, CEO von SpringSource und “the father of spring”, liess es sich nicht nehmen, gleich in der Keynote die zwei grössten Neuigkeiten aus dem Sack zu lassen: rechtzeitig zur Konferenz wurde das 1.0 Release des auf tomcat basierenden tc server herausgegeben. Der tc server bietet zu den Funktionalitäten eines normalen tomcats Servermanagement-Features und macht ihn damit salonfähig für den Enterprise-Einsatz.

Das andere Highlight, das von ihm vorgestellt wurde, befindet sich noch in einem Alpha Zustand und besitzt noch nicht einmal einem richtigen Namen: intern hört das neueste Baby von SpringSource auf den Namen Roo. Die Live-Demo von Ben Alex (besser bekannt als Mister Spring Security) liess einen Grossteil des Publikums ins schwärmen geraten. Roo ist ein Opensource tool, das den Rapid Development Gedanken unterstützt und mittels einer kontextsensitiven shell, die Generierung ganzer JEE Projekte erlaubt. Das Tool ist vergleichbar mit grails, das einen ähnlichen Mechanismus bietet. Allerdings handelt sich bei dem von Roo generierten Code um Standard Java Code, der auf die klassischen Opensource Libraries aufsetzt. – Die so generierten Klassen dienen als Ausgangsbasis und können auf gewohntem wege angepasst und erweitert werden.
Roo ist nicht invasiv, d.h. es kann jederzeit auf das Tool verzichtet werden.
Die Namensgebung für Roo wurde in die Hände der Community gelegt. Mittels einer einfachen (während der keynote generierten) Webapplikation soll über den endgültigen Namen abgestimmt werden.
In einem Nebensatz wurde dann mal noch eben angekündigt, dass die eclipse-basierte Springsource ToolSuite (STS) ab sofort für alle Entwickler frei verfügbar ist. Die IDE bietet mittlerweile für eine ganze Reihe der von SpringSource herausgebrachten Produkte eine Unterstützung. Die bereits von der (als eclipse Plugin verfügbaren) Springide gelieferten Funktionalitäten wird ergänzt um Steuerungsmöglichkeiten des dm servers (Start, Stop von Services, Deployment von OSGi-bundles, Übersicht aller installierten Services, Integration des bundlor plugin zur Generierung von Manifest-Dateien). Dass das oben erwähnte Roo in der neusten Version ebenfalls schon in die Toolsuite integriert ist, spricht für sich und zeigt auch welche Wichtigkeit der Toolsuite zugedacht wird.

Gross geschrieben wurde ebenfalls das Thema Virtualisierung. Nicht ohne Stolz wurde erwähnt, dass google auf SpringSource zugekommen ist, um ihre bisher nur für Python unterstützte appengine ready for Java zu machen. Das Thema platform-as-a-service passt sehr gut in die von SpringSource CTO Adrian Colyer am Dienstag vorgestellte Strategie der Virtualisierung, wobei drei verschiedene Ansätze vorgestellt wurden: platform-as-service à la googles appengine, datacenter-as-a-service à la amazon webservices und ein zusammen mit vmware entwickeltes Konzept.
Der Ansatz hier ist, dass ähnlich dem bereits bewährten Dependency Injection Mechanismus auf Bean-Ebene, ein Konfigurations-Management implementiert wird, das die bekannten Methoden auf Server-Ebene überträgt.

Dass das Deployment in die verschiedenen virtualisierten Umgebungen (google appengine,…) bereits in die Springsource Toolsuite integriert ist und von Adrian Colyer mit viel Vergnügen präsentiert wurde, muss wohl nicht erwähnt werden.

Die Firma hinter dem spring framework hat sich in letzter Zeit sehr verändert. Zuerst wurde von interface21 in SpringSource umbenannt und dann erheblich ausgebaut. SpringSource hat mittlerweile ein breites Portfolio an Produkten für die sie Support anbieten. Im Vergleich zu der ersten springOne, die noch in Antwerpen stattfand, hat sich die diesjährige Veranstaltung an die Produkte von SpringSource angeglichen. Ein Schwerpunkt der sich durch die ganze Konferenz gezogen hat waren Dynamische Sprachen. SpringSource setzt hier auf Groovy und Grails, sie haben mit Guillaume Laforge und Graeme Rocher auch die treibenden Kräfte hinter der Technologie an Bord. So waren fast alle Speaker an der Konferenz Angestellte von SpringSource. Die Leute sind noch die selben, sie arbeiten jetzt einfach für SpringSource. Viele Projekte rund um das spring framework wurden zu Produkten von SpringSource. Die Zukunft wird zeigen ob das der richtige Weg ist, und ob SpringSource den Spagat zwischen der OpenSource Community und der kommerziellen Welt schafft.

Odilo und Boris

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