Jochaim Graf, da steht er, gefühlte 2 Meter gross in einem Büro aus Antiquitäten, Moderne und Pflanzen. Noch staunend über die vielen Bilder im Verlag, stecke ich schon mitten im Gespräch. Der Anlass meines Besuches. Ich bin in München und stelle Joachim unser neues CD vor. Ja Journalisten sehens eher. Via Facebook haben wir uns verabredet, ganz unkompliziert.
Wir reden über Social Media, PR-Leute und natürlich über ibusiness, “sein Baby”. Ich stelle fest, das das Portal, mehr als Login(!) Ärger, Branchen-Infos und Projektausschreibungen ist und sogar noch auf Papier setzt. Joachim bezeichnet das Executive Summery als Flugzeugheft. Manager lesen es im Flieger, sagt er.
Wir reden also über Marken und deren Positionierung, sind uns einig über den Einfluss von Communities. Was funktioniert denn nun bei einer Marke und was nicht? Eine Wortmarke ohne Grafik und Farbe (Logo) findet er “schwachsinnig”. Die Menschen scannen statt zu lesen, darum brauchen sie starke grafische Wiedererkennungsmerkmale. Das gilt es, auszuprobieren ;) einigen wir uns.
Ein schönes Zitat: “Ich möchte meine Kunden zu Markenbotschaftern ausbilden” und zwar ausschliesslich über deren Zufriedenheit. Der Mann lebt das Internet und behält sich seine offline Kultur. Erlaubt sich, nicht allzuviel zu bloggen und zu twittern und dennoch Reputations Management zu betreiben.
Ich begegne einem aufrichtigem Menschen, dems nicht um Süssholzraspeln geht. Geradeaus. Ein Journalist, der die ICT Branche seit über 20 Jahren kennt und mit gestaltet.

Der künstlerische Part in meinem Gesprächspartner zeigt sich kurz vorm Gehen. Ich sehe seine zweite Leidenschaft. Afrikanische Motive überall. Malerei und neuerdings Holzschnitte, die immer wieder Menschen des Kontinents festhalten. Der Speed des Internets scheint sich hier zu bremsen und ganz selbstverständlich geht der Kommunikations-Künstler mit dieser Spannung um.
Danke für den persönlichen Einblick und ein bereicherndes Gespräch.
PS. Irgendwie paradox. PR-Frau trifft Journalist und schreibt über ihn. So ist sie eben, die neue Kommunikationskunst.








