Remix-Kultur macht süchtig

Die Remix-Kultur ist ein Fundus an exzellenten Ideen und Ergebnissen. Künstler nutzen vorhanden Quelle um diese neu zu arrangieren, zu veredeln, zu verbessern… ein Quell an künstlerischem Flair und an bemerkenswerten Ergebnissen. Hier ein paar typische Beispiele:

- Bert & Ernie tries Gangsta-Rap
- George Bush singing “Sunday Bloody Sunday”
- The Beatles Eleanor Rigby Reggae Mash Up Bootleg Video Remix
- The Beastles – Let It Beast
- oder mit ein bisschen Erklärung: Girl Talk Creates a mashup

Spannend ist auch das Vertriebsmodell von Girl Talk via seine MySpace-Site: “Pay what you want for the new Girl Talk Album”

Soweit so gut, nun kommen aber Copyright-Inhaber und verlangen Nutzungsgebühren. Richtig oder falsch? Auf jeden Fall wird damit ein ganzer Kulturzweig kriminalisiert und Innovation wegen einem schon mal gespielten Akkord verhindert. Wie immer gibt es berechtigte Interessen auf beiden Seiten. Also haben die „Remixer“ ein Manifest mit ihren Ansichten formuliert und (natürlich) mit Filmen auf der Site RiP: A remix manifesto sehr gekonnt inszeniert.

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1. Culture always builds on the past
2. The past always tries to control the future
3. Our future is becoming less free
4. To build free societies you must limit the control of the past

Als konkrete Initiative führen sie die Plattform „Open Source Cinema“ in’s Rennen, worauf liberal lizenzierte Inhalte gesammelt und genutzt werden sollen. Achtung: Suchen auf dem Internet macht süchtig, es gibt wahnsinnig viele gute Beiträge ;-)

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Women wired in Web – Nachhilfe für Dummchen?

Toll – Bestofswissweb vergibt einen Award Women wired in Web! Und kündigt ihn in der Award Night u.a. mit den Worten “ermuntern, unterstützen” an. Ich war mir sicher, dass nicht ich es sein werde, die sich darüber aufregt. Übers Wochenende werden sicher Andere ihre Stimme erheben. Falsch gedacht. Finden das die meisten Leute und auch die Ladies unter uns vollkommen ok? Nun muss ich also doch mit diesem Auftritt reinen Tisch machen.

Das geht gar nicht. Ich komme mir vor wie ein nachhilfebedürftiges Weibchen, dass netterweise jetzt symbolisch mit einem Award geehrt wird, für etwas, das mit Verlaub ohnehin stattfindet.

Frauen vernetzen sich.

Ja sie tun das: persönlich, telefonisch und auch im Internet, mit E-Mail, Skype, Twitter, Xing und allem drum und dran. Ich glaube nicht, dass diese Leistung eines Awards bedarf. Sowas kann wirklich nur Menschen einfallen, die ihre eigenen Ansichten über die von anderen “Minderheiten” stellen. Wenn es denn überhaupt eine Minderheit weiblicher Web-Vernetzter gibt?

Die Aussage, wie ich sie empfinde:
“Liebe arme Frauen, wir Jungs machen Euch doch nun wirklich vor, wie es geht. Wenn Ihr Dummchen das jetzt auch endlich kapiert, dann findet Ihr auch ganz viele Kochrezepte im Web – Ihr könnt sogar Eure Karriere fördern und wir (wer immer das ist?) überreichen Euch dafür einen Award.

PS: Frauen Netzwerke wie Swonet “swiss business network” musste ich leider wieder verlassen, weil ich nicht erkannte was eine Dessou-Modenschau mit Erfolg im Geschäftsleben zu tun hat, oder hab ich was verpasst?

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Swiss: Ich brauche eine Quittung!

Anfang Woche hatte ich wiedermal einen der seltenen Kundendienstschreikrämpfe. Auslöser war Swiss und hier die Geschichte dazu.

Vor rund 3 Wochen musste ich ein Ticket Zürich nach Hamburg umbuchen. Kosten dafür CHF 100.–, die auch prompt auf meiner privaten Kreditkarte abgebucht wurden. Leider wurde mir das Ticket per E-Mail nicht zugeschickt und ich hatte vergessen, mir den neuen Termin zu notieren.

Also musste ich Anfang diese Woche nochmals verschieben und es fallen nochmals CHF 100.– Gebühr an. Ich meinte, da ich das Ticket nie erhalten habe, müssten die Kosten erlassen werden. Der Dame am Telefon war aber selbstbewusst klar: Das ist ihr Problem, der Computer sagt, dass wir ihnen das Ticket per E-Mail geschickt haben (Google Mail inkl. der Spamfiler sagt aber, dass es nie angekommen ist). Da es auch mein Fehler war, schreibe ich die hundert Franken wohl unter dem Kapitel “im Zweifel gegen den Kunden” ab.

Also bitte buchen Sie nochmals um und belasten Sie mir die CHF 100.- auf die Kreditkarte. Da es sich um eine Geschäftsreise handelt, müsste ich bitte eine Quittung haben. Dafür soll ich doch bitte eine E-Mail an refund@swiss.com senden. Ähm.. ich kaufe bei ihnen was und sie sollen mir bitte die Quittung im Gegenzug geben. Nein, das geht nicht. “Sie schreiben das E-Mail an refund”. Danke.

Also schreibe ich das E-Mail und bitte den Verkäufer gnädig um eine Quittung. Die Antwort kommt auch prompt: Ein Out-Of-Office Reply mit einem Text, der eher an das Drehbuch eines Callcenters errinnnert als an einen Kundenkommunikation. Und auch dieser Dienst hier ist sehr kundenorientiert:

It will be processed within 3 weeks or passed on to the responsible department.

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Nicht so toll, das Ticket kam diesmal nach zwei Tagen (weshalb nicht sofort) und auf die Quittung warte ich nach 5 Tagen noch immer…

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Kundendialog ohne Anwesenheit: Ihre Suchmaschine (Vortrag)

Am Mittwoch war ich am Internet Briefing@Bern zugegen, um über das Thema “Kundendialog ohne Anwesenheit: Ihre Suchmaschine” zu sprechen. Im Folgenden eine Kurzfassung der Tonspur:

In einem kurzen Intro habe ich aufgezeigt, dass der Dialog mit dem Kunden selbst an einem an sich einfachen Anwendungsfall – nämlich dem Suchen einer News bzw. Medienmitteilung – scheitern kann, nämlich dann, wenn Benutzer Suchbegriffe eingibt, mit denen das gesuchte Dokument nicht aufgefunden werden kann (weil einer der gewählten Begriffe im Dokument nicht vorkommt).

Unter der Prämisse, dass ca. 50 % der Benutzer direkt die Suchfunktion einer Website ansteuern, statt über die Navigation zu gehen, kommt der Suchfunktion nicht nur eine wesentliche Rolle beim Erreichen der Kommunikationsziele der Website zu, sondern sie ist durch den Dialogcharakter (der User fragt – die Suche antwortet) auch geeignet, eine Menge Informationen über die Benutzer einer Website zu geben.

Doch was kann getan werden, um die Suche zu verbessern? Aus unserer Sicht kann man auf 4 Ebenen ansetzen: Am Betrieb, der Implementierung, der Konzeption und schliesslich der Technologieauswahl.

Meist vernächlässigt und dabei hoch interessant ist der Betrieb. Hier geht es darum, herauszufinden, was mit welchen Begriffen und welchem Erfolg gesucht wird. Mit verschiedenen Kennzahlen wie Auswählhäufigkeit, Abfragen mit 0 Treffern oder Suchabbrüchen kann die Suche optimiert und die Verbesserung nachvollzogen werden.

Erst wenn die Verbesserungsmöglichkeiten im Rahmen des Betrieb ausgereizt sind, oder Schwächen in Implementierung bereits bekannt sind, sollte man sicherstellen, dass die Qualität des Suchindex, des Anfrage- und Dokumentenvergleichs, der Benutzerführung sowie der Suchergebnisse auch tatsächlich gegeben ist.

Für bestimmte Anwendungsfälle muss allerdings ganz andere Art von Suchapplikation konzipiert werden: Für geographische Suchen (Filialen etc.) eignen sich kartenbasierte Suchapplikationen; Für die Suche nach Produkten eine separate Produktsuchen oder sogenannte Facettensuche, bei der eine Volltextsuche mit Filtermöglichkeiten nach Kategorien verbunden wird. Ein gutes Beispiel dafür und auch den Trend zur Suche als primärem Zugang ist www.vacando.ch.

Erst am Schluss steht die Auswahl einer geeigneten Technologie.

Für diejenigen, die die Tonspur gehört haben, aber gerne auch die Präsentation noch gesehen hätten (leider hat sich unterwegs nämlich der Beamer verabschiedet – Chapeau für die Geduld der Besucher) sowie für alle, die sich für’s Thema interessieren hier die Präsentation: “Kundendialog ohne Anwesenheit: Ihre Suchmaschine”

Collaboration-Lösungen im Überblick: Microsoft Office SharePoint Server 2007

Teil 4 der Blog-Reihe über Collaboration-Software

Wenn man auf der Suche nach einer Kollaborations-Plattform ist, wird man unumgänglich über den Microsoft Office SharePoint Server 2007 (nachfolgend MOSS) stolpern. MOSS bietet zwar CMS-Funktionalitäten, ist aber trotzdem eine Portalengine mit Focus auf Kollaboration. D.h. der Schwerpunkt liegt bei Funktionen zur Dokumentenverwaltung und Workflow-Optimierung bzw. Unterstützung der Zusammenarbeit.

MOSS basiert auf den Serverprodukten Windows Server 2003/2008 und MS SQL Server 2003/2008. Der Bezug von MOSS-Lizenzen ist (gemäss der Strategie von Microsoft) über die Microsoft Partner abzuwickeln.

Mit MOSS kann eine Plattform für den Austausch von Informationen, die Zusammenarbeit von Gruppen und Teams sowie der Steuerung von Prozessen zur Verfügung gestellt werden. Autoren überprüfen und veröffentlichen Dokumente, erfassen und teilen Wissen und wickeln ihre tägliche Arbeit prozessgesteuert durch Workflows ab. Zudem sind diverse Module enthalten, die man in wenigen Schritten konfigurieren kann, um einem Team oder einer Abteilung ein eigenes Portal zu schaffen. Nicht immer können mit den Standard-Funktionen alle Anforderungen abgedeckt werden, in diesem Falle kommt man nicht um die Eigenentwicklung von WebParts oder Workflows.

Die nachfolgende Auflistung stellt einen Auszug der Collaboration-Features von MOSS dar:

• Zahlreiche Collaborations-Webparts zur Darstellung von Informationen
• Dokumentenbibliotheks-Funktionalität (Workflow, Versionierung, Archivierung, Dokumenttypen usw.)
• Outlook-Integration
• Darstellung von aktuellen Informationen durch RSS und Benachrichtigungen
• Wiki und Blog Sites
• Diskussionen und Umfragen
• Windows Workflow Integration mit InfoPath entworfenen Formularen
• Persönliche Site – personalisierte Oberfläche mit E-Mail-Integration

Eine der Stärken von MOSS ist die nahtlose Integration der Microsoft Office-Produkte. Es können beispielsweise die Metadaten eines Office-Dokuments über einen vordefinierten Inhaltstypen gesteuert werden. Die Verbindung zwischen Outlook und SharePoint verbessert die Transparenz von Kollaborations-Prozessen. Ein Beispiel hierfür ist das Erstellen eines Meeting-Workspaces direkt beim Versenden der Meeting-Einladung per Outlook.

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Microsoft bietet zusätzlich zu den Standard-Templates sogenannte Application-Templates zur Abbildung verschiedenster Geschäftsbereiche. So gibt es beispielsweise Templates für Projektmanagement, Verwaltung von Kursen, Kontaktmanagement etc. um nur wenige von insgesamt 40 Vorlagen zu nennen. Jedes Template nutzt die out-of-the-box Funktionalitäten von MOSS und kann mit wenigen Schritten installiert und konfiguriert werden. Die Liste der Application-Templates ist auf der Microsoft Website einzusehen.

Weitere Beiträge zum Thema SharePoint sind in unserem namics-SharePoint-Blog zu finden.

Microsoft SharePoint Server 2007

Teil 1 der Serie: Alfresco Share

Teil 2 der Serie: Oracle Beehive
Teil 3 der Serie: Lotus Quickr