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01 Mär

Social Media für PR - ein Abenteuer

Obwohl ich erst kürzlich eine Weiterbildung für Corporate Communications abgeschlossen hab, weiss ich nicht viel Neues. Nach gut 10 Jahren Öffentlichkeitsarbeit sitzen die klassischen Instrumente (Meldungen, Fachartikelplatzierung, Referate, Newsletter..) Ich wusste für welche Information sich welche Aktion anbietet. Bloggen war was für CEO's oder Fachspezialisten und tabu für PR-Leute. Für knifflige Fragen hatte ich eine Art Mentor. Ich hatte eine Halbjahresplanung und Ziele, die ich strategisch erreichen konnte.

Seit ein paar Monaten ist alles anders. Ich bin ein Abenteurer im Social Web. Blogge selbst statt Medienmitteilungen zu schreiben, platziere Fachartikel via Twitter und beeindrucke Konferenzveranstalter mit schnellen Inputs. Diese entstehen im internen Wiki und ich entdecke dort und im Yammer exzellente Autoren, die vorher keine waren. Artikel erscheinen online statt auf vergänglichem Papier. Früher war Papier der PR "mehr wert". Ich wäge ab, wann kommt der Post und wann die Meldung an Journalisten, die das Netz für E-Mails nutzen. Diese sind spam-überflutet und ich vereinbare schonmal einen Exklusiv-Beitrag via Skype. Die Pressekonferenz wird via Youtube zur Kundenreferenz.

Ich weiss oft nicht, ob eine Aktion erfolgreich wird, geschweige denn, woran ich es messen soll. Der Pressespiegel ist praller, die Auflagenstärke hat keine Aussagekraft mehr. Die publizierenden Medien sind andere. Themen sind nicht mehr planbar, weil ich schneller agieren und reagieren kann. Genau dann, wenns aktuell ist.

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Mein Mentor tickt offline und die PR-Berater, die bloggen, als gab es nie etwas anderes, haben auch keine langjährige Erfahrung, (sind aber eine gute Inspiration, wie bspw. Klaus Eck ) Denn auch sie wissen vorher nicht, wie Menschen auf ein Thema reagieren, was sie heute öffentlich tun. Das macht wohl das Abenteuer aus, das auch die Marketingkollegen zu erleben haben, wie Philipp Sauber berichtet.

Ich bin gespannt ob ich je wieder Kommunikation planen und mit mehr als Technorati messen kann. Oder wird es einfach nur ein Dialog, so wie es sich fürs Kommunizieren gehört?

1 TrackBack

Abenteuer PR von INJELEA zu 5.03.09 0:56

Susanne Franke berichtet über ihr Abenteuer ("Social Media für PR - ein Abenteuer") und stellt fest, dass die Welt anders geworden ist: Obwohl ich erst kürzlich eine Weiterbildung für Corporate Communications abg... Mehr

5 Kommentare

Nachtrag: Hier gibts Tipp von Marco Hassler fürs Monitoring und den besagten Dialog (auch für Marketer spannend ;)http://www.contentmanager.de/magazin/artikel_2010_social_media_monitoring.html

sehr interessantes "geständnis". wenn du uns jetzt noch deinen twitter-account verrätst, wird alles gut ;-)

Vielen Dank für die virtuellen Blumen. Ein klein wenig Online-Erfahrung schadet sicherlich nichts. Es gibt schon einige PR-Leute und Online-Profis, die wie ich immerhin seit rund 15 Jahren in der Online-Kommunikation arbeiten - die Mechanismen, wie Online-Inhalte funktionieren und wie man sie bekannter machen kann, die existieren seit langem, sind aber immer wieder Änderungen unterworfen. Letztlich ist Kommunikation sehr wohl plan- und lenkbar - und nicht unbedingt abenteuerlich - selbst mit Twitter. Allerdings bedarf es eines klaren Konzeptes.

danke Klaus, Online Kommunikation macht mich auch nicht so nervös (nach 10 Jahren Komm. für IT+Web-Dienstleister) aber auf das Konzept und die Erfahrungen, Learnings mit Social Media bin ich gespannt ;)

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