Wollen versus tun bei der Werbung

Auch wenn es “nur” USA ist und auch wenn es nur zur Hälfte korrekt wäre, stimmt es mich optimistisch für meine tägliche Arbeit.

Eine Umfrage von Reardon Smith Whittaker bei Werbern und Marketer in den USA danach, welches Medium für sie das Wichtigste ist in 2009.

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Und hier die aktuellen (und geschätzten) Ausgaben wiederum in den USA gemäss Barclays Capital.

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…und nun zurück zu Arbeit ;-)…

Quelle: www.emarketer.com

Studie Enterprise Search. Suchen Sie noch?

Die Mengen elektronisch gespeicherter Informationen, die über viele Systeme verteilt sind, haben sowas wie ein Informationschaos geschaffen. Nur wer sich darin zurechtfindet (und auch Zeit hat) kann das Produktivitätspotential nutzen.
sieber&partners führt eine Studie zu den Herausforderungen beim Suchen&Finden und zum Entwicklungsstand von Suchlösungen in Schweizer Unternehmen durch. Untersucht werden die Tragweite der Herausforderung und Lösungsmöglichkeiten.

namics unterstützt die Studie. Möchten Sie an der Studie teilnehmen?
Wird sicher spannend, das Potenzial von Suchlösungen und der Vergleich Ihrer Sucheffizienz mit anderen Schweizer Unternehmen.

Die Studienergebnisse erhalten alle Teilnehmer selbstverständlich gratis.

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IE 8 (Internet Explorer) und Ihre Site?

Gleich vorweg: Es gibt weniger Arbeit als beim IE7, aber ein bisschen Vorbereitung schadet kaum.

Seit gestern gibt es mit den RC1 (Release Candidate) eine testwürdige Version des neusten Browsers von Microsoft: Der Internet Explorer 8 RC1. Ich möchte nicht die vielen neue Funktionen ansprechen (die gibt es auch bei MS zu sehen) und ich möchte auch nicht in die Standarddiskussion einstimmen. Sprechen will ich über Erfahrungen eines Tages mit dem IE8 RC1 und ein paar Gedanken für Site-Betreiber.

Auf den ersten Blick läuft der IE8 RC1 sehr gut und die meisten Sites funktionieren tadellos. Hier und da tauchen kleine Unschönheiten beim Layout gegenüber Firefox 3, Safari 3 oder IE 7 auf. So beim Zeilenabstand am Beispiel der Europäischen Zentralbank (erstes Bild IE8, zweites Bild IE7)
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Oder bei der Grösse von Formularfeldern am Beispiel der Stellenbörse der NZZ (erstes Bild IE8, zweites Bild IE7).
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Auch komplexere Site wie Gmail (ausser die Lab-Funktion mit Features rechts aussen), Netvibes oder eine Sharepoint 2007 Instanz (auf einer externen Domäne) funktionieren ohne grössere Probleme. Ich habe über hundert Sites kurz besucht und bin auf den ersten Blick sehr zufrieden mit dem IE8 RC1. Ausser, dass ich ab und zu Fragen wegen einem ActiveX Control oder wegen anstehender JavaScript-Ausführung gestellt bekomme.

Eine komische (und auch kritische) Fehlermeldung fand ich auf der Homepage von www.coop.ch, welche sich bis zum Shop weiterzog. Zum Glück gibt es noch Zeit…
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So stellen sich zwei Fragen: Wie schnell wird sich der neue Browser verbreiten und was gibt es zu tun.

Die erste Frage ist einfach: Es gibt noch keinen offiziellen Termin ;-) Der Reife des Produktes nach zu urteilen, könnte es aber ziemlich rasch gehen (ich schätze Q2, 2009). Dennoch wird der IE8 wohl nicht so rasch Marktanteile gewinnen. So wie es sich bei der Einführung von IE7 bereits messen liess.

Was ist zu tun? Installieren und die relevanten Anwendungsfälle der eigenen Webanwendung testen. Dann, je nach Bedarf, die Behebung der Probleme angehen und/oder auf die Weiterentwicklung des Browsers achten. Speziell (und auch massiv diskutiert) ist, dass sich der IE8 über ein HTML Meta-Tag oder eine HTTP Header dahingehend steuern lässt, ob er das neue IE8 Rendering (Interpreation des Clientcodes) nutzen soll, oder sich wie ein IE7 zu verhalten hat. Damit es noch ein bisschen komplizierter wird nutzt der IE8 (zur Zeit?) eine Heuristik um Intranet-Sites immer als IE7 zu behandeln… dies inkl. den geschickten User Agent-String. Und natürlich lässt sich all das auch übersteuern. Ich übergebe gerne an Microsoft für die Erklärung: Microsoft’s Interoperability Principles and IE8 sowie die spätere Erweiterung: Introducing IE=EmulateIE7.

Politisch die Allerweltslösung, technisch aber ein ziemlicher Murks und eine Herausforderung bei der allfälligen Fehlersuche. Damit es koginitiv noch ein bisschen apsruchsvoller wird, kann der User zudem einen Kompatibilitätsmodus (so wie der IE7) einschalten. Aber nicht bei allen Sites/Kombinationen: Introducing Compatibility View. Und hier die Matrix von Mike Ormond mit den verschiedenen Kombinationen: IE 8 Compatibility.

Natürlich gibt es auch einiges auf der Chancen-Seite, so beispielsweise der Webslice-Mechanisums (ein hAtom Microformat um Seiteninhalte abonnieren zu können) oder als Accelerators benannte Kontextfunktionalitäten in der Webseite. Was man tun könnte, zeigt eBay mit einer eigenen Seite für den IE8: ie8.ebay.com.

Also ab zum Test (der IE8 RC1 lässt sich deinstallieren) und ich freue mich auf Kommentare mit Euren Erfahrungen.

PS: Und natürlich ist dieser Post erfolgreich mit dem IE8 RC1 in Movabletype geschrieben.

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Microblogging im Unternehmen aka “wir yammen”

Das Problem ist bekannt: In der “Raucherecke” werden informelle Informationen schnell und effizient ausgetauscht- über Projektstati, über die aktuelle Wochenplanung, es werden fachspezifische Fragen gestellt, Restauranttipps ausgetauscht, Witze erzählt etc.

Nun sind alle diese Informations-”Schnipsel” nur den Rauchern im Unternehmen vorbehalten.
Im Rahmen des namics-lab haben namics-Mitarbeiter versucht, Lösungen zu finden, wie alle Mitarbeiter an diesem “informellen” Informationsstrom teilhaben können. Hierzu wurde das Potential von Microblogging für die unternehmensinterne Kommunikation untersucht. Für namics wurde aufgrund seiner Funktionalitäten das Tool Yammergewählt.

Schnell stellte sich die Frage, wie ein solches System in unserem Unternehmen zu implementieren wäre. Während noch überlegt wurde wie ein namicsweiter Rollout auszusehen hat, entdeckten einige Mitarbeiter auf dem im Wiki dafür eingerichteten Arbeitsspace die Yammergeschichte, und meldeten sich von sich aus beim Dienst an.

Die Tatsache, dass wir einen yammenden CEO haben, half sicher dabei, dass sich das ganze ohne jegliche “Werbung” viral im ganzen Unternehmen (also sowohl in der CH als in DE) verbreitet hat. Der Rollout lässt sich also in 2 Sätzen zusammenfassen: “It’s not rocket science. Do it!”

Dies ist inzwischen zwei Wochen her. Mittlerweile sind – auch nach einem offiziellen Post im Wiki – 180 (!) Mitarbeiter beim Dienst angemeldet und haben schon über 2100 Wissenschnipsel geschickt, Fragen gestellt, Links gepostet, Statusmeldungen durchgegeben, Files upgeloadet oder Kommentare, Bemerkungen, Freuden und Frust kommuniziert. Zudem wurden über 20 Gruppen gebildet, in denen sich Business Units austauschen, Projektteams geschlossen diskutieren können oder sich Fach- sowie Interessensgruppen abstimmen.

Hier einige Anwendungsfällen der letzten 2 Wochen:

Wissensschnipsel:
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Frage
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Koordination
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Offtopic
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Suche
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Status
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Nach zwei Wochen zeichnet sich ab, dass Microblogging in der internen Kommunikation ziemlich interessante Blüten trägt. Die Einen finden es im Yammer zu lärmig (in einer grossen Raucherecke ist es zwangsläufig ein bisschen laut) und benutzen den Dienst deshalb nicht (oder kaum). Andere lassen sich gerne von den Wissensschnippsel berieseln, posten aber kaum. Und für einige namics Mitarbeiter ist das Einsetzen von Yammer als Arbeitstool schon selbstverständlich.

Ich bin gespannt, wie (und ob) das Experiment mit Yammer weitergeht. Um den Klagen bezüglich Microblogging vs. Informationsflut entgegenzukommen, bietet Yammer zwar einige interessante (Filter-) Funktionen an, diese müssten jedoch noch erweitert werden, um für noch mehr namics-Mitarbeiter einen echten Nutzen anzubieten und sich längerfristig als internen Kommunikationskanal zu behaupten.

Damit ein Wiki kein Irrtum wird

Im Beitrag Wissensmanagement im Enterprise 2.0 wird eine schlüssig vorgetragene Argumentation geliefert, warum ein Wiki im Unternehmen keinen Erfolg hat. Im Kern läuft die Argumentation darauf hinaus, dass ein Wiki nur eine smarte Fortführung des “Datenbank” Gedanken im Wissensmanagement ist und deshalb nicht mehr zum Teilen von Wissen beiträgt als die alten Ansätze auch.

Einverstanden, weil schon lange klar. Und trotzdem funktioniert die Kombination Wiki & Blog bei namics sehr gut, da einige Annahmen im oben genannten Beitrag nicht zutreffend sind und ein paar weitere Bausteine dazukommen. Mutmasslich trifft dies auch für anderen Unternehmen zu.

Gestalter-Kultur:
Die Annahme, dass nur 1% im Unternehmen etwas beitragen, weil das im Web ja auch so sei (Folie 41 des obigen Beitrags), stimmt bei namics nicht. Nach der Einführung des dialogorientierten Intranets haben in 6 Monaten ca. 75% aller Mitarbeiter mindestens einen Post oder Kommentar geschrieben. Durchschnittlich haben diese Mitarbeiter 10 Posts beigetragen. 20% aller Mitarbeiter haben in dieser Zeit mehr als 100 Posts oder Kommentare verfasst!

Einfaches Werkzeug: Die Kontributionsschwelle ist viel geringer als bei anderen Formen der asynchronen und verteilten Zusammenarbeit. Ein Post und das Anstossen der Diskussion ist so einfach wie eine eMail an Alle. Die Fortführung der Diskussion aber um ein Vielfaches einfacher, weil alle Beteiligten über Kommentare und Antworten benachrichtigt werden und schnell und einfach reagieren können.

Unmittelbarer Nutzen: Die automatische Dokumentation der Diskussionen im Blogmechanismus und die damit verbundene einfache Erstellung der Synthese im Wiki bringen einen unmittbarer Nutzen für alle Beitragenden. Dieser Weg spart im Vergleich zur eMail an Alle ganz einfach Arbeit und beschleunigt die Aktualisierung von veralteten Informationen.

Transparenz: Die relevante Community wird durch die Diskussion transparent, so umgekehrt auch ein gewisser sozialer Druck entsteht, den eigenen Beitrag zu leisten. Wenn ein Technischer Architekt bei der Erstellung von Programmierrichtlinien keine Meinung äussert, wird dies ebenso sichtbar wie sein Mitmachen. Transparenz ist also auch ein Mittel, die vielbeschäftigten Experten zum Führen der Diskussion zu bewegen.

Wer sich nochmals das reale und konkrete Beispiel anschauen will, kann den Post vom Montag anschauen oder im Buch “Web 2.0 in der Unternehmenspraxis” den ausführlichen Case nachlesen.