dialogorientierte und soziale Zusammenarbeit

Auf den ersten Blick ist Dialog und soziale Zusammenarbeit in Zeiten einer Krise wohl nicht das dringlichste Anliegen, könnte man meinen. Trotzdem schreibt Jürg in einem Artikel für Professional Computing über Wikis und was diese können. Transparenz, schneller Wissensaustausch und Verfügbarkeit und Entstehen von Ideen sind eben schon ein wertvoller Beitrag zum Erfolg eines Unternehmens.

Für mich persönlich ist unser internes Wiki ein ganz besonderes Schmankerl. Bin ich früher Kollegen und Ideen nach gelaufen, so finde ich heute fast täglich Inspiration für unsere externe Kommunikation. “Wer kennt sich aus mit was eigentlich? Für welche Kunden setzen wir was um?” Solche sinnlosen Überlegungen quälen mich nun seit 2.5 Jahren nicht mehr. Eben seit ich in einer Firma mit einem offenen Intranet arbeite, wo sich jeder mit Inhalten einbringt, der etwas sagen kann oder will. So entstehen dann auch zum Beispiel aus einem schlichten internen Post oder Kommentar solche Artikelideen “Wiki: dialogorientierte und soziale Zusammenarbeit” in Professional Computing

Der Weltwoche ist es gelungen, Googles geheime Suchformel auszutricksen

So lautet der Titel des Artikels in der Sonnntagszeitung gestern. Lächerlich oder traurig?

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Das Qualität des Artikels ist für mich traurig, denn Journalisten wie Michael Soukup (und damit verbunden die Zeitungen) müssten sich im Detail mit news.google auskennen… zumindest lästern sie und der Verband der Schweizer Presse gerne darüber und wollten es am liebsten verbieten. Orten sie doch in dem Dienst Gefahr für ihre Zunft.

Fehler eins: „Die Suchformel“. Was tut die Suchformel genau? Unzweifelhaft gibt es verschiedene Angebote von Google und mit Abstand am grössten ist die Websuche. Dort ist die Suchformel vor allem für die Rangierung der Trefferliste (die Relevanzgewichtung) zuständig. Wir befinden und hier aber auf news.google, wo „die Formel“ vor allem Gruppen gleicher Themen bildet also aus einer Vielzahl von News-Meldungen Cluster bildet und als Titel einer der Meldungen wählt. Die Auflistung auf dem Portal erfolgt dann nach Aktualität (Datum) resp. Popularität (Reichweite). Der heikle Teil „der Formel“ hier ist die Clusterbildung und weniger die Rangierung innerhalb eines Clusters.

Fehler zwei: Datum als Teil der Formel. Die Weltwoche ortet die Verschwörung darin, dass plötzlich alte Artikel als neu gezeigt werden. Ja, das ist ein Problem aber eher im Bereich des Maschinenraums geortet werden als dort, wo der Kopf eingeschaltet werden muss. Google sammelt täglich Millionen von Websiten zusammen welche in der Folge indexiert werden. Bei dem Prozess werden Meta-Daten (wie beispielsweise das Datum) für den späteren Such- (Rangierung) und Darstellungsprozess (Trefferliste) isoliert. Zur Datumserkennung gibt es einige Verfahren die gleichzeitig angewendet und gegeneinander abgewogen werden. Im Fall des genannten Artikels scheiterte die standardmässige Entitätenerkennung (Extraktion bekannter Muster in dem Fall Datumsformat), da auf dem Artikel selbst als im Text klar erkennbares Datum nur das heutige Datum steht. Die URL zeigt klar das Jahr 2007 und so auch ein Abschlusstext. Google interpretierte diese Angaben nicht resp. gewichtete das Datum oben auf der Seite höher… das haben sie nun für die Quelle Weltwoche korrigiert.

Feher drei: Wortwahl. In diesem Zusammenhang von einem „Systemfehler im Suchalgorithmus“ zu sprechen und den Fall mit dem Cloacking von BMW zu vergleichen ist wohl weit weg von seriöser Berichterstattung.

Ich würde als Journalist lieber meine Stärken gegenüber einer Maschine die eine News-Seite zusammenstellt spielen. Eine Verschwörung zu orten ist aber wohl fehl am Platz… Ich als Weltwoche hätte Google wohl auch nicht angerufen. Man könnte sich aber darüber streiten, ob das aktuelle Datum links oben bei den Archiv-Artikeln aus Lesersicht eine gute Wahl ist.

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Und überhaupt wird immer wieder von der grossen und geheimen Formel von Google gesprochen… die gibt es in der Form wie viele glauben gar nicht. Entscheidend sind die Gewichtungsparameter die sich ständig über Input-Parameter der Nutzung verändern… Die Grundformeln könnte Google wohl gar publizieren. Yahoo ist da offenherziger: http://blog.namics.com/2007/11/wer_ist_oben_am.html

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Freiheit beim Informationszugang zum Intranet

Der letzte Grundsatz (einer Serie über drei Lösungsaspekte) der uns bei der Erstellung unseres, kollaborativen Intranets geleitet hat: Freiheit beim Informationszugang im Bezug auf Ort, Netzwerk, Protokoll, Tageszeit etc und auch im Bezug auf Format.

Ziel ist es, dass das Intranet von JEDEM Computer mit (möglichst) JEDEM User Agent nutzbar ist. Oder in anderen Worten sollen Leute die mit dem Intranet arbeiten wollen, sollen das immer, überall, zu jedem Zeitpunkt und nach ihrem Gusto machen können. Und hier die Umsetzungsaspekte dazu.

> HTTPS ist freiwillig und externes Netzwerk

Per Default ist die Verbindung zum Intranet mit https verschlüsselt. Der Nutzer kann dies aber *bewusst* abstellen weil er beispielsweise hinter einem Proxy ist, der kein https durchlässt oder sein Endgerät nicht (gut) damit umgehen kann.

Und „natürlich” wurde das System im externen Netzwerk platziert und ist somit ihen VPN-Client erreichbar. Zwar haben alle namics-Mitarbeiter VPN-Zugang… aber genau dort wo ich in den Ferien bin oder auf Besuch kurz was nachschauen möchte habe ich den nicht. Und Ziel war IMMER Zugang zu schaffen.

> HTML, RSS oder E-Mail

Sowohl die vollständigen Inhalte wie auch Änderungen, Blog-Posts (heissen bei uns News) oder Kommentare können in allen drei Formaten „konsumiert” werden. Das Gros der User nutzt das Intranet „ganz normal” im Browser in HTML, dank den anderen Formaten wurden aber bereits andere Nutzungsformen entdeckt. Begehrt ist sicher RSS bspw. mit dem iPhone (Intranet tut dort zwar auch im Browser und über https) oder als Betriebssystem-Widget. Es gibt aber auch schon Yahoo-Pipes und andere experimentelle Nutzungen.

> Wiki ist Quelle. PDF und Word sind Zusatz
Dieser Punkt scheint nicht zum Titel zu passen, gehört aber zu 100% rein. Alle Inhalte müssen in einer zugänglichen Form vorliegen. So ist beispielsweise PDF als Quellformat tabu, da es nicht in allen denkbaren Clients funktioniert.

Quellformat ist also immer Text und alle anderen Formate sind Umwandlungen davon. So beispielsweise das Spesen-Reglement, bei welchem das Original im Textformat vorhanden ist, dieses aber als PDF (z.B. als Anhang an einen Arbeitsvertrag) oder als Word/RTF exportiert werden kann. Wichtig ist dieser Aspekt, da die Nutzbarkeit auf unterschiedlichsten User Agents nur mit Text sichergestellt ist.

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Preis, welchen wir für die tiefe Zugangshürde bezahlen ist, dass schützenswerte Informationen nicht im Intranet publiziert werden. Diese sind (weiterhin) in verschlüsselten Notes-Datenbanken. Aber Hand auf Herz… Anwendungen im Browser sind nie sicher und deshalb ist der Preis nicht sehr hoch, der Nutzen aber schon.

Vertragsabschluss im Projektgeschäft

E-Business, Internet, Websites und langwierige Vertragsverhandlungen – wie bitte? Mit steigender Komplexität der Web- und IT-Projekte steigen die Anforderungen an die vertraglichen Grundlagen. Wie ist den rechtlichen Unsicherheiten zwischen Arbeitsbeginn und Vertragsabschluss zu begegnen?

Von Rechtsfragen versteh ich nichts, obwohl es bei Vertragsabschlüssen manchmal vorteilhaft wäre. Dachten sich wohl auch die Rechtsanwältin Franziska Pertek und Michael Pertek, Business Unit Manager bei uns. Sie haben sich dem Thema angenommen und für die Netzwoche (print) einen Artikel geschrieben. Hier ist er für die Online-Welt. Leider nur als pdf, wegen den vielen Umbrüchen, die ich nicht mühsam raus operieren möchte.

Vertragsabschluss im Projektgeschäft in der Netzwoche 22/2008e

mit der Bahn jetzt auch online schneller am Ziel

Stell Dir vor: 60’000 Tickets und 2. Mio Auskünfte. Das läuft täglich über bahn.de. Um die Zugfahrenden online besser zu bedienen, überarbeitete die Bahn ihr Portal und präsentierte es gestern den Journalisten schon 4 Tage vorm Livegang. Mutig wie ich finde.

Die Begeisterung der schreibenden Gilde hielt sich aber in Grenzen. Wohl, weil man noch nichts live sehen kann. Es sind drei Journis da. Nett: Ich bekomme einen USB Stick (der aussieht wie ein ICE) mit den Päsis und einer guided Tour übers neue Portal. Wie es der Zufall will, ist die Tour vom Frankfurter namics Team entwickelt, weil sie das neue bahn.de am besten kennen. Denn auch das stammt aus den Tasten der Kollegen. Ich gebs zu, ich bin ein wenig stolz.

Hier ist ein Auszug aus der Präsentation von Herrn Mathias Hüske, Leiter Online- und Agenturvertrieb, Reiseauskunftsmedien bei der Bahn. Man sieht hier schön die Motivation für die Erneuerung.

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Die Anwesenden durften das neue Portal auch testen. Und ich ab Sonntag gibts bei www.bahn.de:
- Verstsändliche Einfachheit: ich verstehe die Navigations-Symbole und finde Worte, die ich kenne, statt Bahn-interner Fachbegriffe
- Zusätzliche Angebote, die mir auf Reisen nützlich sein können (günstige Tickets, Koffer abholen, Umweltvergleich, Hotels, Tür zu Tür-Verbindung und sogar Standortkarten; endlich geh ich in Berlin nicht mehr verloren)
- Mögliche Personalisierung (ok scheint nett, brauch ich aber nicht)
- schnelle zum Ziel. Die Ticketbuchung ist ICE-verdächtig, ich muss nicht lang rumsuchen. Ändere ich während der Buchung etwas, muss ich nicht zurück zum Start (das mach ich beim Routenwechsel beim Zugfahren ja auch nicht)
- Quickfinder, mobile, „ist mein Zug pünktlich“-Abfrage, 8 Sprachen und vergrösserbare Schrift, alles da.

Na dann gute Fahrt auch online.

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