Auf dem ECM World SUMMIT in Frankfurt Offenbach (11./12.11.2008) durfte ich einen Vortrag zum Thema Intranetentwicklung am Beispiel unseres Kunden Giesecke & Devrient halten.
Meine Vorreferentin, die Projekt Managerin des Merz Intranets, hat den Relaunch ihres Intranets geschildert. Es war mal wieder interessant zu hören, dass immer die gleichen Baustellen vorzufinden sind und auch sehr ähnliche Zielsetzungen vorherrschen, egal wie groß das Unternehmen ist.
Besonders spannend ist der Ansatz von Merz, eine Produktdatenbank zu nutzen, die Internet, Intranet und Extranet speist und somit Einheitlichkeit und Aktualität gewährleistet. Trotzdem dem Mitarbeiter intern einen "Informationsvorsprung" garantiert und somit wiederum Akzeptanz schafft.
Auf diese Informationen konnte ich gut aufsetzen und die Entwicklung des Giesecke & Devrient Intranets schildern. Anhand unserer Vorgehensmethodik, dem "Intranet Design Cycle" (Zielgruppendefinition, Interviews und Analyse, Konsolidierung und Evaluation, Entwicklung des Portalkonzepts, Prototyping und Usability Tests) habe ich dann das Kundenprojekt vorgestellt.
Eine meiner Aussagen war, dass heute häufig eine „Arbeitswelt 2.0“ auf einen „Mitarbeiter 1.0“ trifft, der erforderliche Bewusstseinswandel bei den Mitarbeitern aber in vielen Fällen noch nicht stattgefunden hat.
Am Beispiel unseres Kunden konnte ich aufzeigen, dass es sich hierbei um einen sukzessiven Prozess handeln muss, um die Mitarbeiter an die neue Arbeitssituation heranzuführen. Eine kontinuierliche Kommunikation und Vermittlung der Mehrwerte für die Nutzer sowie die direkte Betreuung, Schulung und Unterstützung der Autoren ist dabei unumgänglich. Ein Kulturwandel im Unternehmen lässt sich nicht von heute auf morgen erreichen.
Im Anschluss gab es dann noch eine kleine Podiumsdiskussion.
Hier ging es unter anderem um das Thema Erfolgsmessung. Zahlen die den Erfolg eines Intranet-Relaunches belegen sind immer willkommen, wenn es um die Rechtfertigung des Projekts geht. Ein vernünftiges Tracking vor und nach dem Relaunch sowie die Zeitmessung typischer, zentraler Arbeitsabläufe können hier schon einige Erkenntnisse bringen.
Des Weiteren waren wir uns einig, dass die Kernkompetenz eines Intranet-Projekt-Managers die Vermittlungsfähigkeit zwischen den unzähligen Anspruchsgruppen ist.
Es war eine schöne Gelegenheit, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. Ich hoffe ich finde nächstes Mal die Zeit an beiden Tagen anwesend zu sein und nicht nur für den Vortragsblock.
Hier ist der Vortrag Evolutionsstufen eines Intranets am Beispiel von Giesecke & Devrient [pdf, 2,7MB], allerdings in gekürzter Version, da ich die Kunden Screenshots entfernen musste.



