Ich kann nicht mehr alles lesen, aber cool sieht es aus

GMail (der E-Mail Dienst) von Google lässt sich seit ein paar Tagen mit “Themes” visuell anpassen. So kann meine Inbox nun beispielsweise so aussehen (es gibt Dutzende von vorbereiteten Varianten).

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Fast interessanter als die konkreten Ausprägungen ist der Mechanismus der Anpassung über CSS. Aus meiner Sicht ein sehr schönes Beispiel dafür, was mit einer sauberen Trennung von Inhalt (HTML) und Darstellung (CSS) machbar ist. Einfach so, weil es mit Spass macht (auch wenn ich Teile von E-Mail nicht mehr lesen kann resp. zuerst mit den Cursor markieren brauche) ;-)

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Vortrag: Das Wiki wird erwachsen

Bei den Stuttgarter Wissensmanagement-Tagen ergriff ich vorgestern in einem Vortrag die Chance, unsere Erfahrung mit dem Wiki-Einsatz in Unternehmen an die Frau und den Mann zu bringen, und an der einen oder anderen Stelle das Eis für vertrauensbasierten Wissensaustausch anzutauen.

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Der bis auf den letzten Platz gefüllte Saal sprach dafür, dass Enterprise-Wikis unter Knowledge-Managern ein großes Thema sind, die zahlreichen Gespräche im Nachgang zeugten aber noch von einer gewissen allgemeinen Unsicherheit im Umgang mit diesem offenen Medium. Der Grundsatz “Alle Mitarbeiter dürfen alle Informationen von allen Mitarbeiter sehen und ändern” passt eben noch nicht in die Kultur vieler bestehender Unternehmen hinein. Oder umgekehrt.

Wir haben unsere Erfahrung aus unserem eigenen Unternehmenswiki “know.namics” und aus einigen Kundenprojekten in acht Erfolgsfaktoren eingedampft, und die Unterschiede zwischen einer Wikipedia und einem Unternehmenswiki herausgearbeitet. Wir hoffen, die Zuhörer dabei mit ein paar guten Ratschlägen und etwas Missionierungseifer zum Wiki-Einsatz motiviert zu haben.

Ansonsten zeigte der erste Tag der Wissensmanagementtage ein buntes Programm — von Grundlagen des Knowledge-Managements über Projekterfahrungen bis zum “Mentalcoaching für Handballweltmeister” — mit buntem Publikum aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.

Über die genannten Erfolgsfaktoren kann man sich in einem unserer neuen Fachartikel informieren. (Dort ist zwar von sieben Erfolgsfaktoren die Rede, aber dies ist natürlich als eine Hommage an Rüdiger Hoffmanns Huhn mit 8 Kostbarkeiten zu verstehen.) ;-)

Bei mehr als 1GB/Sekunde vorher melden: Die Wolkenfront ist da

Von Amazon vor rund zwei Monaten angekündigt und nun da: Der Content Delivery Service namens Cloudfront.

Auf einfache Weise kann ich Inhalte, welche ich über HTTP verteile, nicht nur bei S3 ablegen, aber auf Edge-Server verteilen lassen, welche näher beim User sind. Ergebnis müsste eine tiefere Latenz sein und eine Domäne, die in der (teuren) Hand von Akamai war, kommt ins wanken. Natürlich kann Akamai viel mehr, aber wenn ich die tiefen Preise des Amazon-Dienstes anschaue, so genügt mir HTTP vielleicht. Hier die Auslieferungspreise in Europa (aus Amsterdam, Dublin, Frankfurt oder London):

Data Transfer
$0.170 per GB – first 10 TB / month data transfer out
$0.120 per GB – next 40 TB / month data transfer out
$0.100 per GB – next 100 TB / month data transfer out
$0.090 per GB – data transfer out / month over 150 TB

Requests
$0.010 per 10,000 GET requests

Spannend ist, dass die Auslieferung nicht mehr über die amazonaws-Domäne erfolgt aber über cloudfront.net. Dies könnte evt. ein Problem beheben, welches www.local.ch mit der gesperrten Amazon-Domäne bei ein paar Firmen erfahren durfte. Eher im Bereich von “witzig” ist der Punkt, dass Amazon um eine Nachricht bittet, falls meine Anwendung mehr als 1GB/Sekunde ausliefern will (hier das Formular, falls sie grad ein bisschen viel Traffic haben ;-)

Einrichtung ist baby-einfach, indem ich meinen S3-Bucket anmelde und eine neue URL bekomme. Mal sehen wie sich dieser sehr interessante Dienst verbreitet und hier weitere Informationen dazu.

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Bildersuche nach Farbe (auf Basis von Flickr)

Ich schreibe immer wieder mal über Informationssuche (Information Retrieval) und lande allzu häufig beim Sucheingabefeld als primäres Navigationselement und eine rafifnierten Trefferliste als Lösung aller Herausforderungen.

Hier mal etwas ganz anderes. Technisch simpel aber von Anwendungsfall her sehr, sehr gut gemacht. Eine Bildersuche nach Farb(kombinationen): http://labs.ideeinc.com/multicolr

1) Ich wähle bis zu zehn Farben auf einem definierten Farbraum
2) Das System zeigt mir Flickr-Bilder welches die gewählte(n) Farbe(n) enthalten

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Sehr cool! Hier geht es zu Multicolr Search Lab

(Danke Felix für den Tipp)

Vortrag auf dem ECM World Summit

Auf dem ECM World SUMMIT in Frankfurt Offenbach (11./12.11.2008) durfte ich einen Vortrag zum Thema Intranetentwicklung am Beispiel unseres Kunden Giesecke & Devrient halten.

Meine Vorreferentin, die Projekt Managerin des Merz Intranets, hat den Relaunch ihres Intranets geschildert. Es war mal wieder interessant zu hören, dass immer die gleichen Baustellen vorzufinden sind und auch sehr ähnliche Zielsetzungen vorherrschen, egal wie groß das Unternehmen ist.
Besonders spannend ist der Ansatz von Merz, eine Produktdatenbank zu nutzen, die Internet, Intranet und Extranet speist und somit Einheitlichkeit und Aktualität gewährleistet. Trotzdem dem Mitarbeiter intern einen “Informationsvorsprung” garantiert und somit wiederum Akzeptanz schafft.

Auf diese Informationen konnte ich gut aufsetzen und die Entwicklung des Giesecke & Devrient Intranets schildern. Anhand unserer Vorgehensmethodik, dem “Intranet Design Cycle” (Zielgruppendefinition, Interviews und Analyse, Konsolidierung und Evaluation, Entwicklung des Portalkonzepts, Prototyping und Usability Tests) habe ich dann das Kundenprojekt vorgestellt.

Eine meiner Aussagen war, dass heute häufig eine „Arbeitswelt 2.0“ auf einen „Mitarbeiter 1.0“ trifft, der erforderliche Bewusstseinswandel bei den Mitarbeitern aber in vielen Fällen noch nicht stattgefunden hat.

Am Beispiel unseres Kunden konnte ich aufzeigen, dass es sich hierbei um einen sukzessiven Prozess handeln muss, um die Mitarbeiter an die neue Arbeitssituation heranzuführen. Eine kontinuierliche Kommunikation und Vermittlung der Mehrwerte für die Nutzer sowie die direkte Betreuung, Schulung und Unterstützung der Autoren ist dabei unumgänglich. Ein Kulturwandel im Unternehmen lässt sich nicht von heute auf morgen erreichen.

Im Anschluss gab es dann noch eine kleine Podiumsdiskussion.
Hier ging es unter anderem um das Thema Erfolgsmessung. Zahlen die den Erfolg eines Intranet-Relaunches belegen sind immer willkommen, wenn es um die Rechtfertigung des Projekts geht. Ein vernünftiges Tracking vor und nach dem Relaunch sowie die Zeitmessung typischer, zentraler Arbeitsabläufe können hier schon einige Erkenntnisse bringen.
Des Weiteren waren wir uns einig, dass die Kernkompetenz eines Intranet-Projekt-Managers die Vermittlungsfähigkeit zwischen den unzähligen Anspruchsgruppen ist.

Es war eine schöne Gelegenheit, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. Ich hoffe ich finde nächstes Mal die Zeit an beiden Tagen anwesend zu sein und nicht nur für den Vortragsblock.

Hier ist der Vortrag Evolutionsstufen eines Intranets am Beispiel von Giesecke & Devrient [pdf, 2,7MB], allerdings in gekürzter Version, da ich die Kunden Screenshots entfernen musste.