Nach den neuesten Erweiterungen von Google Analytics bin ich mir nicht sicher, ob man sich nun freuen oder ärgern soll.
Freuen kann man sich, weil Google Analytics mit dem neuesten Update Features bietet, für die man bis anhin sehr teure Software kaufen oder als Service beziehen musste.
Die neuen Highlights sind Funktionen wie benutzerdefinierte Reports, eigene Segment-Definitionen oder die sensationelle Visualisierung von mehrdimensionalen Auswertungen. Aber noch fast verblüffender ist, dass die Funktionen auch sehr einfach zu benutzen sind. Wo man sonst lange Anleitungen lesen und sich in Geduld üben muss, macht es mit Google Analytics direkt Spass, sich neue Kombinationen auszudenken und diese “real-time” auszuprobieren.
Ärgern muss man sich, weil Google die Bedenken von Datenschützern nicht überzeugend widerlegen kann und somit immer wieder Diskussionen um den Datenschutz aufflammen. So zum Beispiel in einem (etwas gar dramatisch daherkommenden) Kassensturz-Beitrag, der fast zeitgleich mit der AnkündigungAktivierung der neuen Analytics-Version gesendet wurde.
Die mir bekannten Alternativen an Analytics-Lösungen, bei denen die statistischen Informationen im eigenen Unternehmen bleiben (oder zumindest nicht in den USA gespeichert werden), sind nämlich dünn gesät. Vor allem aber spielen sie, was Kosten und Aufwand angeht, in einer anderen Liga.
Ob man sich nun an Google Analytics freuen kann, wird in den meisten Fällen wohl durch die Firmenpolitik entschieden. Rechtlich gesehen scheint nichts dagegen zu sprechen, solange man die Verwendung korrekt deklariert.









Zum Thema Datenschutz und Google habe ich kürzlich die hervorragende SF-Kurzgeschichte “Scroogled” von Cory Doctorow gelesen. Gibt’s auch online in allen erdenklichen Formaten und Übersetzungen.
ich teile die Bedenken gegen google – und nutze, wie so viele, trotzdem die unschlagbar guten Dienste.
Aber der Artikel von Kassenschlager ist wirklich schlecht. Das muss mal gesagt werden.
Zum Thema Visualisierung/ Motion Charts: So – http://www.felgner.ch/2007/06/hans_rosling.html – könnte eine Präsentation der Web Metrix Ergebnisse beim Kunden in Zukunft aussehen :) Tatsächlich hat Google letztes Jahr Hans Roslings Software eingekauft! Faszinierend, allen Bedenken zum Trotz.
Ich glaube solche interaktive, intutiv bedienbare und leicht verständliche Darstellungsformen werden Web-Analytics einen grossen Schub geben. Im Moment sind die meisten Web-Analytics Anwendungen Expertensysteme – mit solchen Entwicklungen könnte sich das sehr schnell ändern!