Tag 2 der web2.0expo zeigt ein buntes Programm, wobei der Fokus hier deutlich eher auf Grundlagen des Web2.0 liegt, als auf Astrophysik oder Web-Nippes. Na gut, die Erfinder des Nabaztag (des ersten Hasen mit Internetanbindung) haben Schritt 2 ihrer Geschäftsstrategie vorgestellt („Step 1: Connect a rabbit to the internet, Step 2: Connect everything else to the internet“). Das ist der „Mirror“, im Prinzip ein RFID-Reader, aber lustiger. Web-Nippes vom Feinsten.
Nachdem ich mit meinem Beitrag „Parlez-vous zwo-null, señor?“ den Morgen eingeläutet habe, stand der Vormittag unter dem Thema "Bits-and-atoms", also das Zusammenspiel von virtuellen und physischen Geschäftsbereichen: der Kartendruckservice moo.com zeigte, wie Online-Erstellung von Grußkarten und deren Druckausführung abgebildet ist, und Philips stellte vor, wie Web-Communities für eine Ausweitung der Usability- und Qualitätsverbesserung anfassbarer Produkte genutzt werden können.
Analog zur „Open Source Software“ stellten Tinker.it! ein Konzept der „Open Source Hardware“ vor, und drupal.org erweiterte Open Source aufs Design. Die BBC gab Ratschläge für eine gute Frontendarchitektur von Webanwendungen, und auch das Thema „Flow“ war mit einem Grundlagenvortrag vertreten, um die Besucher zu motivieren, ihren Anwendungen etwas mehr natürliches User Interface zu verleihen.
Aber auch das gestrige Credo „Do Stuff That Matters“ wurde wieder leidenschaftlich aufgenommen. Tim O’Reilly motivierte die Besucher, das zu tun, was sie selbst für bedeutungsvoll halten -- ein Geschäftsmodell hätte sich für die wirklich wichtigen Dinge noch immer gefunden --, und Ben Hammersley forderte: „You guys are very good at things! Use your outstanding abilities to solve big problems. The Apollo program was not launched to build Disneyworld.“
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