Support-Prozesse integriert?

ein schönes Beispiel, wie gut Online-Services in die internen Prozesse integriert sind am Beispiel meines Steueramtes:

ca. 6 Wochen nachdem ich meine Steuererklärung elektronisch eingereicht hatte, kriege ich eine schriftliche Mahnung, dass meine Steuererklärung fehle.
Dazu der Mailverkehr (ohne Namen, Anrede und Gruss):

ich:
“sie haben mich per Schreiben auf meine fehlende Steuererklärung hingewiesen.
Ich habe aber elektronisch am 30.7.2008 und kurz darauf auch die Beilagen eingereicht.
Ist das bei ihnen nicht eingegangen?”

Steueramt:
“leider haben wir bis heute weder das eine noch das andere bekommen.
Bitte senden Sie uns doch die eigenhändig unterzeichnete Quittung und eine Kopie der zugehörigen Belege nocheinmal zu.
Vielen Dank”

ich (hatte das Datenfile der Steuererklärungssoftware angehängt):
“danke für Ihre Rückmeldung. Ich werde das so machen.
In der Zwischenzeit die Einreichung elektronisch. Haben sie damit auch die Daten?”

Steueramt:
“das mailen des *.xy-Files nützt nichts. damit können wir nichts anfangen. Sie müssen die Einreichung gemäss Anleitung elektronsich vornehmen, sonst geht’s nicht. Für Fragen konsultieren Sie bitte www.steuern.kanton.ch. Dort finden Sie auch die Koordinate des Supportes.”

–> ein direkter Link zum Support wäre nett gewesen, ein direktes öffnen eines Tickets und somit die Verbindung zwischen Sachbearbeiter und Support Wunsch (traum)….

Ich melde mich also mit der ganzen Geschichte beim Support. Doch bevor sich dieser wieder meldet, kriege ich die Schlussrechnung per Post. Aha, sind meine Unterlagen und die elektronische Einreichung doch angekommen?

ich:
“heute habe ich die Schlussrechnung 2007 erhalten.
Bedeutet das, dass meine Unterlagen angekommen sind?
Kann ich den Supportfall beim Support schliessen lassen?
Für Aufklärung währe ich dankbar.”

Steueramt:
“Ja, Sie können den Fall schliessen.”

ah, sehr ausführliche Antwort….

ich:
“Besten Dank für die Antwort.
Es wäre schön gewesen, wenn ich über das Auffinden meiner Unterlagen unterrichtet worden wäre…..”

Steueramt (und jetzt wirds spassig):
“es ist ganz einfach.
Sie brauchen keine extra Unterricht, Sie mollen nur die Anweisungen folgen und am Schluss die Quitting ausdrucken und an uns zu senden.
Das ist alles.
ich hoffe, nächstes Jahr wird es besser klappen:))”

Also ich hoffe auch, dass es nächstes Jahr besser geht, meine Unterlagen nicht verloren gehen und wenn, dass der Sachbearbeiter, der Support und ich am gleichen Fall integriert und Systemunterstützt arbeiten können….

Yahoo!’s Advertising Agreement with Google

Eine Präsentation von Google die darüber berichtet, wie Yahoo in Zukunft Google Adwords auf Trefferlisten zeigen kann und darüber, dass die Interoperabilität der Instant Messaging-Systeme hergestellt wird: http://www.google.com/yahoogooglefacts/ (natürlich als Google Doc).

Für mich interessanter als der Inhalt ist, was Google alles gleichzeitig erzählt resp. welche Einwände sie gleich in der ersten Kommunikation adressieren.

- der Deal sei “Similar to existing Google-Ask.com partnership”… was wollen sie damit sagen? Keine so grosse Sache resp. keine Business-Front gegen Microsoft aber “Business as usual”…

- Yahoo! habe keine Anzeigen für den Long Tail (seltene, spezifische Anfragen). Oder in anderen Worten: Yahoo hat zu wenige Anzeigen und Google hat diese.
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- Eine Negativliste was der Deal NICHT ist. Unüblich gleich zu antizipieren, was die Leute (der Regulator) nicht denken sollen. Beispielsweise: “Not a merger”, “Does not remove a competitor from the playing field” oder “Does not increase Google’s share of search traffic”.

- Ein Slide über branchenfremde Kooperationen zwischen Mitbewerbern (“Supplier arrangements common in other industries”)…Wen muss man hier den beschwichtigen? Auf den nächsten Slide steht zudem, dass MS über Overture bis 2006 auch schon Ads an Yahoo geliefert hatte: “Yahoo! supplied Microsoft search ads”
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- Keine Änderung der Presiberechung bei Google wegen dem Deal. OK, das ist ein Kundenargument, aber gleichzeitig ist die Berechnung des Klickpreises ein Buch mit sieben Siegeln und von so vielen Parametern abhängig, dass sich eine Änderung sowieso nicht signifikant belegen lässt…

- “Privacy protections built into agreement”. Ein Teil der IP-Adresse (das letzte Oktet) werden von Yahoo entfernt. Na ja, bei einem Klick auf ein Ad wird die ganze Adresse mitgegeben (von Netzwerk benötigt), aber beruhigend tönt das mit den Oktet auf jeden Fall ;-)

- Und schlussendlich eine direkte Ansage an den Regulator (in der Marktkommunikation): “DOJ and FTC have never blocked a non-exclusive commercial deal like this one”

Auf jeden Fall eine gute Nachricht für die Reichweite der Google Ad Words!

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Content Delivery Service von Amazon AWS

Die bei Amazon in der Form der Webservices AWS mietbaren Dienste werden zunehmend erwachsen und wir beginnen diese (vor allem S3 Storage) zunehmend im Projektkontext zu nutzen.

Es ist jedes Mal faszinierend mit welcher Leichtigkeit sehr mächtige Dienste innert Minuten genutzt werden können. Technisch lesenswert in diesem Zusammenhang ist das (technische) Paper Cloud Architectures von Jinesh Varia [pdf, 280KB] von Amazon.

Im aktuellen Newsletter wir von Amazon nun ein Dienst angekündigt, der bis anhin in ziemlich fester Hand von Akamai war. Ein leistungsfähiger Verteildienst für Webinhalte welcher tiefe Latenzzeiten verspricht, da in der Nähe des Users ausgeliefert wird. Das Ding wird wahrscheinlich ziemlich simpelt gestrickt sein, aber Einfachheit in diesen Zusammenhang sehr positiv und wenn ich die Preise von Akamai anschaue, so kann ich gerne auf die ein oder andere Funktion verzichten.

Hier ein Teil der Ankündigung des Content Delivery Services aus dem AWS Newsletter:

“This new service will provide you a high performance method of distributing content to end users, giving your customers low latency and high data transfer rates when they access your objects…

…You’ll start by storing the original version of your objects in Amazon S3, making sure they are publicly readable. Then, you’ll make a simple API call to register your bucket with the new content delivery service. This API call will return a new domain name for you to include in your web pages or application. When clients request an object using this domain name, they will be automatically routed to the nearest edge location for high performance delivery of your content.”…

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Kundeninteresse und Newsletter als Spinnefeind

Es könnte sein, dass ich nicht das Zielpublikum darstelle oder möglicherweise bin ich auch ein bisschen zynisch. Auf jeden Fall habe ich mich vor sechs Wochen beim Newsletter des “next big thing” der Schweizer Lokalverleger angemeldet. Die Antwort auf die Anmeldung, welchem am nächsten Tag versendet wurde, fühlte sich ziemlich unattraktiv an.

Liebe news1.ch-Interessentin,
lieber news1.ch-Interessent

Sie haben uns Ihre E-Mail-Adresse für unseren Newsletter anvertraut, für Ihr Interesse möchten wir uns herzlich bedanken.


Die Aufbau-Arbeiten laufen auf Hochtouren und wir freuen uns darauf, Ihnen auf diesem Weg bald mehr Informationen liefern zu dürfen.

Herzliche Grüsse
Ihr news1.ch-Team

Aber bekannterweise ist die Vorfreude ja das Beste. Heute ging es weiter mit dem ersten “echten” Newsletter. Immer noch sehr low-tech (“Falls Sie diesen Newsletter nicht mehr bekommen möchten schreiben Sie uns an newsletter@news1.ch”). Aber wichtig ist ja der Inhalt und dort wird es für mich nun befremdlich.

Die erste grosse Nachricht, sozusagen der erste Eindruck, hat die folgenden vier Top-Themen (eine Aussage über den Inhalt kommt auf Platz 5):

- News1 AG gegründet
- Der Verwaltungsrat
- Die Projektorganisation
- Die Technik

Super! Ein Auszug aus dem Handelregister und ein Projektstatusreport aus der Technik. Das ist Kommunikation von Wort-/Inhaltsprofis. Chapeau.

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Und auch die Website ist noch immer ein Hingucker.

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