Persönliche Stimmen und Meinungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Juli 2008 Archive

10 Jul

Angélique am Copenhagen Jazz Festival

Das ist mir zum Glück passiert! In den Ferien, Anreise im Hotel säuselt mir angenehmer Jazz und auch gleich ein Plakat vom Copenhagen Jazz Festival entgegen. Ja, ich bin in einer wunderbaren Stadt gleich (per Zufall) zu richtigen Zeit.

Da ich -- in den Ferien bewusst -- nicht online war (und dänische Voice Response Systeme nicht meine Sache sind), half mir Peggy in der Schweiz (herzlichen Dank!) Tickets zu finden und ein paar Stunden später sassen wir zu viert im Kongelige Teater und Angélique Kidjo brachte das Haus zu kochen!

Angélique Kidjo auf der Bühne mit ihren Musikern und etwa 50 Zuschauern am tanzen

Ein wunderbarer Abend. Und weshalb schreibe ich einen Blog-Post darüber? Weil ich ein Frage habe: Über der Bühne stand nämlich "Ei Blot Til Lyst"... das heisst doch sicher was mit "Blog" (Altdänisch für Blot). So musste ich an Euch denken ;-)

ei-blot-til-lyst

PS: Und jetzt wieder offline...

08 Jul

Accessibility and Business Value Study

Ein Kollege *danke Urs* hat mich auf diese – sehr interessante – Studie von der Customer Respect Group aufmerksam gemacht. Testgegenstand, der im Februar 2008 publizierten Studie, sind die Websites von 140 Unternehmen, die Mehrzahl davon aus der „2007 Fortune 100 list“. Ausgeschlossen waren explizit High-Technology Unternehmen sowie Unternehmen, welche sich mit Accessibility Consulting beschäftigen. Die Unternehmen sind in den USA, Kanada und Grossbritannien beheimatet.

Untersucht wurde, welche Unternehmen sich speziell durch zugängliche Internetseiten auszeichnen. Die Studienergebnisse kurz zusammengefasst sind:

  • Die Unternehmen, welche sehr gute Werte in Bezug auf die Zugänglichkeit ihrer Website aufweisen, haben einen starken e-commerce Fokus. Interessanter Weise konnte kein direkter Zusammenhang zwischen der gesetzlichen Verpflichtung und der maximalen Erzielung der Barrierefreiheit hergestellt werden.
  • Besonders erfolgreich wurde bei den Unternehmen Barrierefreiheit umgesetzt, die sich durch diese Massnahme gegen die Konkurrenz im Markt differenzieren wollen.
  • O2 UK wurde in der Studie als am besten zugänglich bewertet.

Empirisch interessant für mich war vor allem, dass nachgewiesen werden konnte, dass der Gap zwischen Usability und Accessibility grösser ist als der zwischen Usability und Nicht-Usability. Das heisst im Umkehrschluss, Usability hat es inzwischen zu einem gewissen Selbstverständnis geschafft.

Auch wenn das PDF der Studie nicht barrierefrei generiert worden ist, so ist sie doch interessant zu lesen. Hier der Link zum Nachlesen: PDF-Datei, 1.2MB

06 Jul

Sicherheit, Versionen und Ablaufdatum von Webbrowsern

Ein spannendes Paper von der ETH (in Zusammenarbeit mit IBM und Google) mit dem Namen: Understanding the Web browser threat: Examination of vulnerable online Web browser populations and the "insecurity iceberg".

Auf Basis der Serverlogs von Google werden darin rund 75% der weltweiten genutzten Webbrowser auf deren Aktualität und auf installierte PlugIns ausgewertet. Nicht aktuelle Browser und/oder die Nutzung von PlugIns sind Sicherheitsprobleme. Die Frage nun: Wie viele Leute sind davon betroffen resp. wie viele Nutzer aktualisieren ihre Brower. Das Ergebnis ist, wie erwartet, ziemlich düster und öffnet Tür und Tor für so genannte "drive-by download"-Angriffen die in der Zwischenzeit sehr häufig kommerziell motiviert sind. Banken können ein Lied davon singen.

Hier eine Graphik die innerhalb einer Browserversion (OP9 = Opera 9, FF2 = Firefox 2, IE7 = Internet Explorer 7, SF3 = Safari 3) zeigt, welche Prozentzahl der User die aktuellste Major-Version nutzen (Minor wird im User Agent Header vom IE nicht angegeben).

Graphik die zeigt, wie sich die Aktualisierung während der letzten drei Jahre entwickelte. Am besten ist Opera 9 mit 90% und am schlechtesten ist der Internet Explorer 7 mit 52.5%

Auch nicht schlecht sind viele weiterführende Links in dem Paper insb. auch zu aktuellen Browserstatistiken und Sicherheitsproblemen. Und hier zum ETH Zurich Tech Report Nr. 288.

Die Empfehlung am Schluss sagt, dass Browser eigentlich ein Ablaufdatum haben sollen, so wie Lebensmittel. Noch witzig, da ich das vor zwei Jahren mal vorgeschlagen hatte.

05 Jul

Android - Freund oder Feind? [Vortrag]

Auf dem diesjährigen Java Forum Stuttgart habe ich im Rahmen meines Vortrages die Mobileplattform Android vorgestellt.

Android - Freund oder Feind?

Zunächst die Fakten, was Android ist:

- Plattform für Mobile (Handy, Smartphone etc.)
- Betriebssystem Linux (basierend auf Kernel 2.6)
- Sprache/Laufzeitumgebung für Anwendungen ist Java (Achtung: eigene VM wird benötigt - Dalvik)
- Aufgrund der "geringen" Anforderungen an die Hardware soll Android auch auf low-end Geräten laufen

Durch die Verwendung von Linux in Verbindung mit einer eigenen VM ist keine Lizenzgebühr notwendig. Hier besteht die Hoffnung, dass diese Preisersparnis an die Endbenutzer weitergegeben wird. Die Plattform wurde initial von Google ins Leben gerufen. Wobei Google hier auch nicht alles selbst gemacht hat, sondern der erste Schritt war der Firmenkauf von Android Inc.. Nun wurde die Open Handset Alliance mit über 30 Partnern (Netzbetreiber, Endgerätehersteller, Chiphersteller und Softwarehersteller) gegründet. Um Entwickler auf die Plattform zu ziehen, wurde initial ein mit 10.000.000 $ dotierter Entwicklerwettbewerb ins Leben gerufen. Die ersten Anwendungen (z.B. AndroidScan - Barcode als Einstieg für weitere Informationen) wurden bereits prämiert.

Die Entwicklung mit Android

Für die Entwicklung steht das ADT (Android Development Tools) zur Verfügung. Dieses liefert u.a. einen Simulator mit.

simulator.png

Da es noch keine Endgeräte gibt, ist der Simulator das derzeit einzig öffentlich zugängliche Endgerät für Android. Und die Auflage für den Entwicklerwettbewerb war auch eine Lauffähigkeit auf dem Simulator.
Das ADT besteht aus einer Reihe von Tools. Um den Einstieg aber noch schneller zu schaffen, existiert auch ein Eclipseplugin, welches direkt über den Updatemanager mit der URL https://dl-sll.google.com/android/eclipse installiert werden kann. Die Oberfläche wird in XML beschrieben. Hier gibt es zunächst die Möglichkeit, mühsam mit einem textuellen Editor das Layout zu erstellen oder DroidDraw zu verwenden.

droiddraw.png

Hierbei handelt es sich um ein Applet mit dem über Drag and Drop die Oberfläche erstellt werden kann. Das Endergebnis ist dann das besagte XML, welches in einer eigenen Anwendung verwendet werden kann.

Der Blick zur Konkurrenz

Gegen Ende des Vortrages habe ich noch einen Blick zur Konkurrenz von Android gewagt, nämlich zum iPhone SDK. Der grosse Unterschied aus Blick eines Javaentwicklers ist mit Sicherheit die Implementierungssprache. Beim iPhone SDK ist es nämlich Objective C. Hier muss der Javaentwickler erstmal einiges lernen. Dazu kommt noch als Neuland der Mac als Entwicklungsplattform und auch das Framework Cocoa Touch. Dies alles zusammen macht den Einstieg nicht ganz so leicht wie bei Android. Aber im Gegensatz zu Android haben wir hier ein Endgerät. Und zusätzlich zum Endgerät gibt es hier schon einen definierten Vertriebsweg für neue Anwendungen. Dieser letzte Punkt ist bei Android noch nicht definiert und stellt auch derzeit eine der grossen Fragen dar. Natürlich ist die Plattform toll und macht auch Spass. Aber wie werden Anwendungen auf die Plattform kommen? Jetzt im Simulator ist es einfach. Bleibt zu hoffen, dass es auch auf Endgeräten einfach wird.

Die Antwort

Fragen sollte man auch beantworten, das tue ich hiermit auch.

Android - Freund oder Feind?

android-answer.png

03 Jul

Suchbild: Wo sind die Fehler versteckt?

In diesem Kalender der SBB sind zwei Fehler versteckt:

SBB Kalenderauswahl ohne Tage

Wer findet sie? ;)

01 Jul

Mein Firefox hat immer noch kein Flash...

...und ist damit ein gutes Testwerkzeug um Sites darauf zu testen, ob auch an Suchmaschinen und Menschen gedacht wird, für die Flash nicht zugänglich ist oder sie dieses nicht wollen.

Heute dazugelernt, dass gewisse Agenturen, die behaupten sich auf Mobile zu spezialisieren nicht immer an Mobile denken (oder mit der Arbeit noch nicht fertig sind). Oder in anderen Worten kann ich das Angebot für das iPhone von Swisscom mit dem iPhone gar nicht anschauen -- weil dieses kein Flash anzeigen kann (so wie fast alle Handies). Es gibt das Angebot nämlich nur in Flash resp. sieht es in meinem Firefox (Version 3)

Kampagnensite von Swisscom für das iPhone 3G leer mit einem lapidaren Link dass ich Flash updaten soll

Unschön. Und gleichzeitig habe ich gelernt, dass www.live.ch die Site noch nicht kennt, www.yahoo.ch die Funktion site: in der Schweiz zur Zeit gard nicht anbietet (komisch) und dass Google zwei Seiten (der umfassenderen Site) kennt und meta name="description" für das Trefferzitat nutzt. Dies, da keine Text-Assets auf dem Flash lesbar sind.

die zwei Trefferzitate der Site auf Google

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