Es ist aus... ja... die Schweiz hat ihr zweites EM-Gruppenspiel gegen die Türkei verloren...!! Ich sitze hier in Antwerpen an der SpringOne 2008 und habe mit der Schweizer Nati mitgefiebert... in einem irischen Pup... mit belgischem Bier und gefüllt mit türkischen Fans... vergebens... na ja... das musste ich einfach kurz loswerden, bevor es zum eigentlich Thema geht...
Ja... wie bereits gesagt... ich bin momentan in Antwerpen, Belgien. Hier findet zum dritten Mal die SpringOne in den Räumlichkeiten der Metropolis statt. Und das - vermutlich - zum letzten Mal, wie ich vernommen habe... was nicht allzu schlecht ist, denn Antwerpen ist rein reisetechnisch wirklich nicht gerade gut zu erreichen... Locations gäbe es sicherlich optimalere... Amsterdam ist im Gespräch... aber das sind nur Gerüchte... :-)
Der heutige Tag stand bei mir hauptsächlich unter dem Thema OSGi. Eigentlich kaum zu glauben, wie lange es dauert, bis eine Technologie sich am Markt beginnt durchzusetzen. Insbesondere dann, wenn keine wirklich grosse Marketing-Maschinerie a la Microsoft vorhanden ist und es sich erst noch um eine Spezifikation handelt. Aber - und das sage ich immer wieder - gute Technologie setzt sich auf lange Sicht hin durch.
Was eigentlich vor beinahe 10 Jahren!! in einer Art Allianz behonnen hat, ist erst im Jahre 2008 in der Web-Applikationsentwicklung angekommen. Schade eigentlich, denn OSGi hilft bei einigen grundlegenden Problemen wie Versionierung von Java-Typen enorm. Nun denn, mit der SpringSource Application Plattform steht nun erstmals eine serverseitige OSGi-Infrastruktur zur Verfügung, um Webapplikationen zu entwickeln und als Bundles zu deployen.
OSGi zu Fuss ist hart. Das API ist sehr low-level und erinnert mich irgendwie an JDBC und andere low-level API's. Spring-sei-Dank oder Dank Spring Dynamic Modules, welches Costin Leau von SpringSource in einem eigenständigen Vortrag beleuchtet hat, ist es mir als Entwickler jedoch sehr einfach möglich, OSGi-Bundles und Services zu entwicklen, ohne dass ich mich um diese technologischen Details zu kümmern brauche.
Ok... mit OSGi löse ich keine bislang ungelösten Business-Probleme... aber es löst mir einige engineering-technische Probleme, welches die Wartung (was in der Regel immerhin der grössere Teil der Gesamt-Projektkosten ausmacht) eines Softwaresystems erheblich erleichtert.
2008 wird nicht das Jahr der Schweizer Nati... aber das Jahr von OSGi... ganz sicher... :-)



