Zum Startschuss des Biene-Awards lädt die Aktion Mensch dieses Jahr zu einer Fachveranstaltung ein. Heute darf ich zusammen mit Patrick H. Lauke, Webmaster, University of Salford und Gisbert Loff, SAP unter der Moderation von Hubertus Thomasius, Kooperation Behinderter im Internet e.V. (kobinet) zwei Stunden meine Ansichten zum Thema "Barrierefreiheit als Managementaufgabe" diskutieren.
Ich vertrete dabei folgende Thesen:
- Das Management ist nicht auf die Thematik Barrierefreiheit hin sensibilisiert und kennt Barrieren in der virtuellen Welt folglich gar nicht
- Akzeptanz für Barrierefreiheit im Management ist nur durch den gesamtheitlichen Ansatz der Barrierefreiheit — nämlich Internet für ALLE — zu erreichen
- Ohne überzeugte Stakeholder im Management ist Barrierefreiheit eine kurzfristige "Übung", aber keine langfristige und erfolgreiche Massnahme
Ich bin mir darüber im Klaren, dass diese Thesen nur die Spitze des Eisbergs sind. Trotzdem halte ich diese drei Aussagen für essentiell, wenn es um die Frage geht, warum "ist nicht schon längst vielmehr passiert". Immer wieder stosse ich an Grenzen, wenn nur eine Person in der Unternehmung das "Projekt Barrierefreiheit" treibt und deshalb wie Don Quichote gegen Windräder ankämpft. Ich bin gespannt auf die Diskussionen im Plenum. Wer live mit dabei sein will, ist herzlich eingeladen direkt am Live-Stream teilzuhaben (die Veranstaltung wird übrigens simultan auch in Gebärdensprache übersetzt).



